cliff cosmos http://cliffcosmos.blogsport.de Tue, 31 Jul 2007 20:10:20 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Say Hello, Wave Goodbye http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/31/say-hello-wave-goodbye/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/31/say-hello-wave-goodbye/#comments Tue, 31 Jul 2007 19:43:19 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/31/say-hello-wave-goodbye/ Nach 182 Blogeinträgen, einem Grußwort des Berliner Vorsitzenden der „Grauen Panther“, unzähligen Morddrohungen und genauso vielen Liebesbriefen verlasse den Blogsport Planeten und ziehe um zu Olifani, weiter geht es bei http://www.cliffcosmos.olifani.eu

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„Die unverbesserlichsten Knabenvergewaltiger sind danach die Polizisten“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/27/die-unverbesserlichsten-knabenvergewaltiger-sind-danach-die-polizisten/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/27/die-unverbesserlichsten-knabenvergewaltiger-sind-danach-die-polizisten/#comments Fri, 27 Jul 2007 16:04:09 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/27/die-unverbesserlichsten-knabenvergewaltiger-sind-danach-die-polizisten/ „…Udink berichtet über SAHIL, eine Organisation zum Schutz vor sexuellen Missbrauch von Jungen. Die unverbesserlichsten Knabenvergewaltiger sind danach die Polizisten. Es sei an der Tagesordnung, dass Polizisten zu einer staatlichen Schule oder zu einer Koranschule gingen, sich einen 10 oder 12-jährigen Jungen ausliehen und vergewaltigten. Auch Lehrer seien unter den Vergewaltigern. Im September 2002 schnitt ein Koranlehrer einem seiner Schüler die Zunge ab, weil der sich weigerte, sich weiterhin von ihm missbrauchen zu lassen. Homosexualität ist im Islam geächtet, „Knabenliebe“ aber spätestens seit den Zeiten Harun-al-Rashids eine Leidenschaft muslimischer Männer, und in Pakistan hat sich eine besondere bizarre Bigotterie entwickelt: die der Hijras. Es sind Kastraten, sie kleiden und schminken sich wie Frauen, leben wie Parias in eigenen Kolonien und verdienen ihr Geld als „Glücksbringer“ auf Hochzeiten, mit Tanz und Prostitution…“
Auszug aus Necla Keleks Besprechung des Buches „Allah & Eva. Der Islam und die Frauen“, C. H. Beck, München, 237 Seiten, 19,90 Euro. der Autorin Betsy Udink für die Welt . Den ganzen Artikel findet ihr hier

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Es geht auch ums Prinzip http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/26/es-geht-auch-ums-prinzip/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/26/es-geht-auch-ums-prinzip/#comments Thu, 26 Jul 2007 15:12:36 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/26/es-geht-auch-ums-prinzip/ Das oberste deutsche Sozialgericht, das Bundessozialgericht, hat heute die Rechte jüdischer Verfolgter des Nationalsozialismus mit zwei Urteilen gestärkt. Nach einer Entscheidung des Gerichts ist bereits die Pflicht zum Tragen einer Kennzeichnung als Jude als Verfolgung zu werten und kann somit für die Anrechnungszeit zur Rente entscheidend sein. Zudem entschieden die Richter dürfe die Zugehörigkeit zum „deutschen Sprach- und Kulturkreis“ nicht zur Voraussetzung für eine Rentenzahlung gemacht werden. Entsprechende Urteile der Landessozialgerichte in Hamburg und Düsseldorf hob das Kasseler Gericht daher auf. Im Düsseldorfer Fall hatte ein heute 82 Jahre alter Israeli eine Rente beantragt und dabei seine Zeit in einem Ghetto in Transnistrien anrechnen lassen wollen. Die Rentenversicherung lehnte das unverschämterweise mit der Begründung ab, das Gebiet sei rumänisch besetzt gewesen und habe nie zum deutschen Verwaltungsgebiet gehört. Zudem gehöre der Mann, der vor seiner Auswanderung nach Israel 70 Jahre in der Sowjetunion gelebt habe, nicht zum „deutschen Sprach- und Kulturkreis“. Dieses Argument, dem auch die Düsseldorfer Richter gefolgt waren, wies das Bundessozialgericht jetzt als unerheblich zurück.
Zuvor hatte das Gericht auch das Hamburger Landessozialgericht gerügt, welches die Verfolgung eines Mannes im von den Deutschen besetzten oberschlesischen Bendzin angezweifelt hatte. Die Kasseler Richter bezeichneten jetzt die Vorschrift zum Tragen einer Armbinde mit dem Davidstern als „klare Verfolgungsmaßnahme“. Die Anwältin des Mannes hatte zuvor betont, es gehe „auch um das Prinzip. Es kann nicht sein, dass Wehrmachtssoldaten großzügig alle Zeiten anerkannt bekommen, während bei den Opfern ständig geprüft und nachgeforscht wird.“ Nach ihren Angaben sind Tausende von dem Urteil betroffen.

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„Die Al Kaida ist der Staatsfeind Nummer eins der Iraker; die Al Kaida ist der Staatsfeind Nummer eins der Amerikaner“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/25/die-al-kaida-ist-der-staatsfeind-nummer-eins-der-iraker-die-al-kaida-ist-der-staatsfeind-nummer-eins-der-amerikaner/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/25/die-al-kaida-ist-der-staatsfeind-nummer-eins-der-iraker-die-al-kaida-ist-der-staatsfeind-nummer-eins-der-amerikaner/#comments Wed, 25 Jul 2007 18:22:07 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/25/die-al-kaida-ist-der-staatsfeind-nummer-eins-der-iraker-die-al-kaida-ist-der-staatsfeind-nummer-eins-der-amerikaner/ Nachfolgend veröffentliche ich eine nur unwesentlich gekürzte Rede von US Präsident George W. Bush über den Kampf gegen die Al Kaida, die dieser gestern in South Carolina hielt:

„Nahezu sechs Jahre nach den Anschlägen vom 11. September sind die Vereinigten Staaten noch immer eine Nation im Krieg. Das Terrornetzwerk, das uns an diesem Tag angriff, ist fest entschlossen, unser Land erneut zu treffen, und wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um es aufzuhalten. Eine wichtige Lektion aus dem 11. September ist die Erkenntnis, dass die beste Möglichkeit, die Vereinigten Staaten zu schützen, darin besteht, in der Offensive zu bleiben und die Terroristen im Ausland zu bekämpfen, so dass wir uns ihnen nicht hier in unserem Land entgegenstellen müssen. Das ist genau das, was unsere Frauen und Männer in Uniform überall auf der Welt tun.

Die Hauptbühne in diesem globalen Krieg ist der Irak. Unsere Truppen dienen in diesem Land mutig. Sie stellen sich rücksichtslosen Feinden entgegen, und im Irak ist kein Feind rücksichtsloser als die Al Kaida. Sie schickt Selbstmordattentäter in geschäftige Märkte, sie köpft unschuldige Gefangene und ermordet amerikanische Soldaten. Die Anhänger der Al Kaida wollen die Demokratie im Irak zum Fall bringen, so dass sie das Land als Zufluchtsort für Terroristen nutzen können, von dem aus sie unser Land angreifen können. Unsere Truppen stehen den fast 12 Millionen Irakern zur Seite, die für eine friedliche Zukunft gestimmt haben, und sie verteidigen damit die Sicherheit des Iraks und die Sicherheit der amerikanischen Bürger.

In Washington findet eine Diskussion über den Irak statt, und es spricht nichts gegen eine konstruktive Diskussion. Die Rolle der Al Kaida im Irak wird auch debattiert. Einige sagen, der Irak sei nicht Teil des umfassenderen Kriegs gegen den Terror. Sie beschweren sich, wenn ich sage, dass die Terroristen der Al Kaida, gegen die wir im Irak kämpfen, zu demselben Feind gehören, der uns am 11. September 2001 angriff. Sie bringen vor, dass die Organisation Al Kaida im Irak ein irakisches Phänomen sei, dass sie unabhängig von Osama bin Laden tätig und nicht daran interessiert sei, die Vereinigten Staaten anzugreifen.

Das wäre neu für Osama bin Laden. Er hat verkündet: Der “dritte Weltkrieg tobt im Irak“. Osama bin Laden sagt: “Der Krieg wird von euch oder von uns gewonnen. Wenn wir gewinnen, bedeutet das eure ewige Niederlage und Schande.“ Ich sage, im Irak wird es eine große Niederlage geben, und es wird die Niederlage der Al Kaida sein.

Heute möchte ich auf die Argumente derer eingehen, die sagen, dass die Al Kaida und die Al Kaida im Irak unterschiedliche Organisationen sind. Ich werde erklären, warum sie beide Teil desselben Netzwerks sind – und warum sie eine Gefahr für unser Land darstellen.

Es bietet sich an, mit einigen grundlegenden Tatsachen zu beginnen. Die Al Kaida im Irak wurde von einem jordanischen Terroristen gegründet, nicht von einem Iraker. Sein Name war Abu Musab al Sarkawi. Vor dem 11. September leitete er ein Terrorcamp in Afghanistan. Er war damals noch kein Mitglied der Al Kaida, aber unsere Nachrichtendienste haben festgestellt, dass er schon lange Kontakte mit Anführern der Al Kaida unterhielt, und dass er sich mit Osama bin Laden und seinem höchsten Stellvertreter Zawahiri getroffen hatte.

2001 zerstörten die Koalitionsstreitkräfte Sarkawis Trainingslager in Afghanistan und er floh in den Irak, wo er lange vor Ankunft der Koalitionsstreitkräfte mit verbündeten Terroristen Organisationsstrukturen aufbaute. Inmitten der Gewalt und Instabilität, die auf Saddam Husseins Sturz folgte, war Sarkawi in der Lage, die Größe, den Einflussbereich und die todbringende Gewalt seiner Operationen dramatisch zu auszubauen. 2004 traten Sarkawi und seine Terrorgruppe formell der Al Kaida bei, schworen Osama bin Laden die Treue und versprachen, „seine Aufträge im Dschihad“ zu befolgen.

Kurz darauf erklärte bin Laden öffentlich, dass Sarkawi der „Prinz der Al Kaida im Irak“ sei und wies Terroristen im Irak an, „ihm zuzuhören und zu folgen“. Es ist schwierig, zu argumentieren, dass die Al Kaida im Irak von der Al Kaida bin Ladens getrennt ist, wenn der Al-Kaida-Anführer im Irak Osama bin Laden die Treue geschworen hat.

Laut unserer Nachrichtendienste verschaffte der Zusammenschluss Sarkawi-bin Laden der Al Kaida im Irak „Prestige bei potenziellen Rekruten und Finanziers“. Der Zusammenschluss ermöglichte der Führung der Al Kaida auch, und ich möchte zitieren, „eine Ausgangsbasis im Irak, um ihre geografische Präsenz auszuweiten… um externe Operationen zu planen… und die zentrale Struktur des Dschihads im Irak als Werbung für direkte finanzielle Unterstützung an anderen Orten zu nutzen“. Der Zusammenschluss zwischen der Al Kaida und ihrer Zweigorganisation ist ein Bündnis der Mörder – und aus diesem Grund ist das beste Militär der Welt auf ihren Fersen.

Sarkawi wurde im Juni 2006 von den US-Streitkräften getötet. Ein weiterer Ausländer nahm seinen Platz ein – ein Ägypter namens Abu Ayyub al-Masri. Seine Verbindungen zur obersten Führungsebene der Al Kaida gehen tief und bestehen seit langer Zeit. Er arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren mit Zawahiri zusammen. Vor dem 11. September 2001 hielt er sich in Al-Kaida-Kreisen in Afghanistan auf, wo er Unterricht darin gab, andere mit der radikalen Ideologie der Al Kaida zu indoktrinieren.

Nach der Übernahme der irakischen Al-Kaida-Operationen im vergangenen Jahr durch Abu Ayyub sandte ihm Osama bin Laden den Terroristenführer Abd al-Hadi zur Unterstützung. Nach den Informationen unserer Nachrichtendienste ist dieser Mann ein ranghoher Berater von bin Laden und sein ehemaliger oberster Befehlshaber in Afghanistan. Abd al-Hadi schaffte es nie in den Irak. Er wurde gefangen genommen und vor kurzem an den US-Stützpunkt in Guantanamo überführt. Die Tatsache, dass bin Laden riskierte, einen seiner besten Befehlshaber in den Irak zu schicken, zeigt die Bedeutung, die ein Erfolg der irakischen Operationen der Al Kaida für ihn hat.

Laut unserer Nachrichtendienste sind viele der Anführer der Al Kaida im Irak Terroristen aus dem Ausland. Unter ihnen ist ein Syrer, der der Emir der Al Kaida im Irak ist, ein Saudi-Arabier, der der irakischen Al Kaida als oberster spiritueller und rechtlicher Berater dient, ein Ägypter, der während der Neunzigerjahre in Afghanistan kämpfte und sich mit Osama bin Laden getroffen hat sowie ein Tunesier, von dem wir glauben, dass er eine wichtige Rolle bei der Koordinierung von Kämpfern im Ausland spielt. Vergangenen Monat haben wir einen wichtigen Unterstützer der Al Kaida namens Mehmet Yilmaz getötet, der für die Al Kaida in Afghanistan gekämpft hat und sich mit dem Chefplaner des 11. Septembers, Khalid Scheich Mohammed und anderen Al-Kaida-Anführern getroffen hat.

Vor einigen Wochen haben wir einen ranghohen Anführer der Al Kaida im Irak festgenommen, ein Mann mit dem Namen Mashadani. Dieser Terrorist ist Iraker. Er war sogar der ranghöchste Iraker innerhalb der Organisation. Er hat uns Folgendes erzählt: Die ausländischen Anführer der Al Kaida im Irak geben sich unglaubliche Mühe, den Eindruck zu erwecken, die Al Kaida im Irak sei eine von Irakern geleitete Operation. Er sagte, die Al Kaida habe sogar eine fiktive Galionsfigur erschaffen, die sie Omar al-Baghdadi nennen. Dies hat zum Sinn, die irakischen Kämpfer glauben zu lassen, sie befolgten die Befehle eines Irakers anstatt eines Ausländers. In Gefangenschaft gab Mashadani jedoch zu, dass al-Baghdadi nur ein Schauspieler ist. Er bestätigte unsere nachrichtendienstlichen Erkenntnisse, dass die oberste Führungsebene der Al Kaida im Irak aus Ausländern besteht, und dass ausländische Anführer die meisten operativen Entscheidungen treffen, nicht Iraker.

Ausländische Terroristen sind auch für die meisten der Selbstmordattentate im Irak verantwortlich. Unser Militär schätzt, dass zwischen 80 und 90 Prozent der Selbstmordattentate im Irak von im Ausland geborenen Al-Kaida-Terroristen durchgeführt werden. Es stimmt, dass die Masse der Kämpfer der Al Kaida im Irak sowie einige ihrer Anführer Iraker sind. Aber sich ausschließlich auf diese Tatsache zu konzentrieren, würde bedeuten, die grundlegendere Wahrheit zu ignorieren: Die Al Kaida im Irak ist eine von ausländischen Terroristen gegründete Gruppe, die hauptsächlich von ausländischen Terroristen angeführt wird und einem ausländischen Terroristenanführer zur Treue verpflichtet ist – Osama bin Laden. Sie wissen, dass sie zur Al Kaida gehören. Die Iraker wissen, dass sie zur Al Kaida gehören. Überall in der muslimischen Welt wissen die Menschen, dass sie zur Al Kaida gehören. Und es gibt einen guten Grund, warum sie im Irak Al Kaida genannt werden: Weil sie die Al Kaida im Irak sind.

Einige behaupten auch, die Al Kaida im Irak sei eine eigene Organisation, weil die zentrale Führung der Al Kaida keine vollständige operative Kontrolle über sie hat. Dieses Argument offenbart einen Mangel an Verständnis. Das globale Terrornetzwerk der Al Kaida funktioniert folgendermaßen. Die Al Kaida und ihre Zweigorganisationen bilden ein loses Netzwerk von Terrorgruppen, geeint durch eine gemeinsame Ideologie und gemeinsame Ziele, die auf unterschiedliche Art und Weise mit der obersten Führungsebene der Al Kaida zusammenarbeiten. In einigen Fällen haben sich die Gruppen der Al Kaida formell angeschlossen und leisten einen sogenannten “bayaat” – einen Treueeid gegenüber Osama bin Laden. In anderen Fällen sind die Organisationen der Al Kaida nicht formell angeschlossen, aber arbeiten eng mit den Al-Kaida-Anführern zusammen, um Anschläge auszuarbeiten und ihre gemeinsame Ideologie voranzutreiben. In noch anderen Fällen gibt es kleine Terrorzellen die weder der Al Kaida, noch anderen größeren Terrorgruppen angehören, aber in Kontakt mit den Anführern der Al Kaida stehen und sich von ihrer Ideologie des Angriffs inspirieren lassen.

Unsere Nachrichtendienste ordnen die Al Kaida in die erste dieser Kategorien ein. Sie ist ein vollständiges Mitglied des Al-Kaida-Terrornetzwerks. Die Führung der Al Kaida bietet ihren im Irak operierenden Gefolgsleuten strategische Unterstützung. Dennoch gab es Meinungsverschiedenheiten – wesentliche Meinungsverschiedenheiten – innerhalb der Führung, zwischen Osama bin Laden und den Anführern im Irak, einschließlich der Kritik Zawahiris an den unbarmherzigen Angriffen Sarkawis auf Schiiten. Aber unsere Nachrichtendienste berichten, dass sich die ranghohen Anführer der Al Kaida den Entscheidungen der Befehlshaber im Irak meist fügen, wenn es um Einsätze im Land geht, da Entfernung und Sicherheitsbelange der täglichen Befehlsgewalt entgegenstehen.

Unsere Nachrichtendienste kommen zu dem Schluss, dass: „die Al Kaida und ihr regionaler Ableger im Irak eine übergreifende Gesamtstrategie“ haben. Außerdem sagen sie, dass die Führung der Al Kaida und die Gefolgsleute im Irak „die Al Kaida im Irak als Teil der dezentralen Befehlsstruktur der Al Kaida sehen, nicht als separate Gruppe“.

Letztendlich bedeutet das Folgendes: Die Al Kaida im Irak wird von einer ausländischen, Osama bin Laden treu ergebenen Führung geleitet. Wie bin Laden sind sie kaltblütige Mörder, die Unschuldige töten, um ihre politischen Ziele zu erreichen. Trotz aller Beweise werden Ihnen einige sagen, dass die Al Kaida im Irak gar nicht wirklich die Al Kaida ist – und damit auch keine wirkliche Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt. Das wäre ja als sähe man einem Mann zu, der maskiert und bewaffnet in eine Bank geht, und sich dann sagt, er wolle wahrscheinlich nur einen Scheck einlösen.

Sie fragen sich vielleicht, warum in Washington einige auf diesem Unterschied bezüglich des Feindes im Irak beharren. Sie tun es, weil sie wissen, wenn man die Amerikaner davon überzeugen kann, dass wir im Irak nicht gegen bin Ladens Al Kaida kämpfen, der Kampf dort als Ablenkung vom wirklichen Krieg gegen den Terror dargestellt werden kann. Wenn wir dort nicht gegen bin Ladens Al Kaida kämpfen, können sie argumentieren, dass sich unser Land aus dem Irak zurückziehen kann, ohne damit unsere Bestrebungen im Krieg gegen den Terror zu untergraben. Ihr Problem sind die Fakten. Wir bekämpfen im Irak bin Ladens Al Kaida. Der Irak ist für den Krieg gegen den Terror von zentraler Bedeutung, und gegen diesen Feind können die Vereinigten Staaten nicht weniger als den vollständigen Sieg akzeptieren.

Es gibt andere, die die Rolle der Al Kaida im Irak erkennen, aber sagen, sie werde überbewertet. Die Al Kaida ist eine von mehreren dschihadistisch agierenden Gruppen von Sunniten. Unsere Nachrichtendienste sind allerdings aus verschiedenen Gründen der Meinung, dass die Al Kaida die gefährlichste dieser Gruppen ist. Erstens ist die Al Kaida mehr als jede andere Gruppe für spektakuläre Angriffe mit hohen Opferzahlen verantwortlich, wie man sie im Fernsehen sieht.

Zweitens sind diese Angriffe der Al Kaida darauf ausgerichtet, religiöse Unruhen zu schüren, indem die Schiiten mit der Absicht angegriffen werden, Gegenschläge zu provozieren, die wiederum die Sunniten dazu inspirieren sollen, sich der Al Kaida anzuschließen.

Drittens ist die Al Kaida die einzige dschihadistische Gruppe im Irak mit dem erklärten Ziel, das Land zu einer Basis für Angriffe außerhalb des Iraks zu machen. Die Al Kaida im Irak entsandte zum Beispiel Terroristen, die einen Bombenangriff auf eine Hochzeitsgesellschaft in Jordanien verübten. In einem anderen Fall entsandten Sie Terroristen nach Jordanien um zu versuchen, einen Raketenangriff auf amerikanische Marineschiffe im Roten Meer zu verüben.

Für diejenigen, die sich fragen, ob es der Kampf im Irak wert ist, ist jedoch die wichtigste Botschaft, dass die Al Kaida im Irak das gleiche Ziel wie Osama bin Laden verfolgt, aus dem Irak eine Basis für ein radikales islamisches Reich zu machen und ihn als Ausgangspunkt für Angriffe auf die Vereinigten Staaten zu nutzen. Deshalb berichten unsere Nachrichtendienste: „im Vergleich zu [anderen führenden dschihadistisch agierenden Gruppen von Sunniten] sticht die Al Kaida aufgrund ihres Extremismus, ihrer beispiellosen operationellen Stärke, ihrer ausländischen Führung und ihrer Entschlossenheit hervor, den Gotteskrieg über die Grenzen des Irak hinauszutragen“.

Unser oberster Befehlshaber im Irak, General David Petraeus, erklärte die Al Kaida zum „Staatsfeind Nummer eins“ im Irak. Liebe Mitbürger, diese Menschen haben dem Mann Treue geschworen, der den Tod von fast 3.000 Menschen auf unserem Boden angeordnet hat. Die Al Kaida ist der Staatsfeind Nummer eins der Iraker; die Al Kaida ist der Staatsfeind Nummer eins der Amerikaner. Deshalb, für die Sicherheit unseres Landes, werden wir sie weiter jagen, wir werden ihnen sichere Zufluchtsorte verwehren, und wir werden sie dort besiegen, wo sie sich uns entgegenstellen.

Einige sagen, dass es die Al Kaida im Irak vor der Invasion der Vereinigten Staaten nicht gab und argumentieren, dass es ein von uns selbst erzeugtes Problem sei. Dieses Argument beruht auf der fehlerhaften Logik, dass Terrorismus durch amerikanische Handlungen verursacht wird. Der Irak ist nicht der Grund dafür, dass die Terroristen sich mit uns im Krieg befinden. Wir waren 1993 nicht im Irak, als Terroristen Bombenanschläge auf das World Trade Center verübten. Wir waren nicht im Irak, als Terroristen unsere Botschaften in Kenia und Tansania angriffen. Wir waren nicht im Irak, als sie im Jahr 2000 die USS Cole angriffen. Und wir waren am 11. September 2001 nicht im Irak.

Unsere Maßnahmen zur Absetzung von Saddam Hussein haben die terroristische Gewalt nicht ausgelöst – und der Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Irak würde sie nicht beenden. Die Terroristen der Al Kaida, die sich jetzt im Irak in die Luft sprengen, sind Extremisten, die sich der Berufung verschrieben haben, Unschuldige zu töten. Sie sind Teil eines Netzwerks, das Männer, Frauen und Kinder in London und Madrid getötet und muslimische Mitbürger in Istanbul und Casablanca, in Riad, Jakarta und andernorts auf der Welt brutal ermordet hat. Wenn wir diese Extremisten der Al Kaida im Irak nicht bekämpften und zerstörten, würden sie kein produktives und wohltätiges Leben führen. Die meisten würden versuchen, Amerikaner und Zivilisten andernorts zu töten – in Afghanistan und anderen Hauptstädten im Ausland oder auf den Straßen unserer eigenen Städte.

Die Al Kaida ist im Irak – und dafür gibt es einen Grund. Würden wir die Zukunft des Irak der Al Kaida überlassen, wäre das eine Katastrophe für unser Land. Wir kennen ihre Absichten. Denken Sie nur an die Erklärung des obersten Befehlshabers der Al Kaida im Irak, er werde nicht ruhen, bis er die Hauptstadt unseres Landes angegriffen hat. Wenn wir den Irak Männern wie ihm überließen, würden wir ihnen einen Standort überlassen, von dem aus sie frei wären, neue Anschläge auf unser Land zu verüben. Außerdem würde die Al Kaida als das Terrornetzwerk an Prestige bei den Extremisten in der muslimischen Welt gewinnen, das die Vereinigten Staaten zur Aufgabe und zum Rückzug gezwungen hat.

Wenn wir dies zuließen, würden die religiösen Unruhen im Irak drastisch zunehmen, was zu weitaus mehr Opfern führen könnte. Kämpfe könnten die gesamte Region ins Chaos stürzen, und wir könnten uns bald einem Nahen Osten gegenübersehen, der von islamischen Extremisten dominiert wird, die den Besitz von Atomwaffen anstreben und ihre Kontrolle über das Öl zur wirtschaftlichen Erpressung oder für die Finanzierung neuer Angriffe auf unser Land ausnutzen würden.

Wir haben bereits gesehen, wie die Al Kaida einen gescheiterten Staat tausende von Kilometern von unseren Küsten entfernt genutzt hat, um Zerstörung in unsere Straßen und Städte zu bringen – und wir dürfen nicht erlauben, dass sie dies noch einmal tut. Wie schwierig der Kampf im Irak auch sein mag, wir müssen ihn gewinnen. Und wir können ihn gewinnen.

Vor weniger als einem Jahr war die Provinz Anbar eine Basis für die Al Kaida im Irak und wurde von vielen bereits als verloren abgeschrieben. Seitdem haben sich die amerikanischen und irakischen Streitkräfte mit sunnitischen Scheichs zusammengetan, die sich gegen die Al Kaida wenden. Hunderte wurden getötet oder gefasst. Die Terroristen wurden aus den meisten dicht bevölkerten Zentren vertrieben. Unsere Truppen versuchen nun, den in der Provinz Anbar erzielten Erfolg in anderen Teilen des Landes zu wiederholen. Unsere mutigen Frauen und Männer gehen Risiken ein, sie zeigen Mut, und wir machen Fortschritte.

Für die Sicherheit unserer Bürger und den Frieden auf der Welt müssen wir General Petraeus und seinen Truppen die Zeit und die Ressourcen an die Hand geben, die sie benötigen, um die Al Kaida im Irak zu besiegen.

Vielen Dank, dass ich heute hier sein durfte. Ich habe den Zusammenhang zwischen der Al Kaida und ihrem Ableger im Irak erklärt. Ich habe nachrichtendienstliche Erkenntnisse vorgelegt, die diese Verbindung klar darlegen. Fakt ist, dass Terroristen der Al Kaida am 11. September Amerikaner getötet haben; sie bekämpfen uns im Irak und auf der ganzen Welt, und sie planen auch hier im Inland wieder Amerikaner zu töten. Diejenigen, die den Abzug unserer Truppen aus dem Irak rechtfertigen, indem sie die von der Al Kaida im Irak ausgehende Bedrohung und ihre Verbindung zu Osama bin Laden leugnen, ignorieren die eindeutigen Folgen eines solchen Abzugs. Wenn wir ihrem Rat folgten, wäre das für die Welt gefährlich und für Amerika desaströs. Wir werden die Al Kaida im Irak besiegen.

Bei diesem Unterfangen zählen wir auf die mutigen Frauen und Männer hier in diesem Raum. Jede Frau und jeder Mann, der auf diesem Stützpunkt oder andernorts auf der Welt dient, spielt eine maßgebliche Rolle im Krieg gegen den Terror. Mit Ihrer selbstlosen Einstellung und Ihrem Pflichtbewusstsein werden wir uns dieser tödlichen Bedrohung für unser Land stellen – und wir werden obsiegen.

Ich vertraue auf unser Land, und ich glaube an unsere Sache, weil ich die Charakterstärke der Frauen und Männer kenne, die heute vor mir stehen. Ich möchte Ihnen für Ihren Patriotismus und Ihren Mut danken. Sie leben Ihr Motto: „eine Familie, eine Mission, ein Kampf“. Vielen Dank für alles, was Sie tun. Möge Gott Ihre Familien segnen. Gott segne Amerika.“
(Quelle: Amerika Dienst der US Botschaft)

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Sind sie heterosexuell? http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/24/sind-sie-heterosexuell/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/24/sind-sie-heterosexuell/#comments Tue, 24 Jul 2007 20:59:53 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/24/sind-sie-heterosexuell/

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Party mit Nazis? http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/24/party-mit-nazis/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/24/party-mit-nazis/#comments Tue, 24 Jul 2007 17:56:15 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/24/party-mit-nazis/ Party mit Nazis? Warum nicht?- dachte sich zumindest ein Polizeibeamter aus Sachsen-Anhalt und feierte munter mit. Dumm nur, dass andere Polizeibeamte nicht mitfeiern wollten und ziemlich staunten, als sie im Mai 2005 die Teilnehmer einer Party an einem See bei Wittenberg kontrollierten und unter den Partypeople neben einschlägig bekannten Mitgliedern der rechtsextremen Szene auch den Polizeioberkommissar fanden. Ob auch Mitglieder des Magdeburger proto-terroristischen Antisemitenrackets von GIS, AAMG und Frauengruppe Magdeburg mitfeierten ist indes noch nicht geklärt.
Der Beamte ist dessen ungeachtet bis heute weiter Dezernent beim Technischen Polizeiamt der Landespolizei Sachsen-Anhalt und mit hochsensiblen Vorgängen befasst.
Ein Sprecher des Magdeburger Innenministeriums teilte mit, der Polizeibeamte habe bei disziplinarischen Ermittlungen glaubhaft erklärt, dass er sich nicht mit den Neonazis „eingelassen“ habe. Eine Sicherheitsüberprüfung sei allerdings noch nicht abgeschlossen.
Der Vorsitzende der Linksfraktion im Magdeburger Landtag, Wulf Gallert, bezeichnete den Fall als „ungeheuerlich“. Der Untersuchungsausschuss, den die Linke im September zur Klärung der Dessauer Polizeiaffäre einsetzen will, werde sich auch mit dem neuen Fall befassen, kündigte Gallert an. Dabei geht es um den Vizepräsidenten der Polizeidirektion Dessau. Der ranghohe Polizeibeamte soll nach Aussagen von drei Staatsschützern versucht haben, sie im Februar im Kampf gegen rechtsextremistische Straftaten zu bremsen.

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Wie geschmacklos! http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/23/wie-geschmacklos/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/23/wie-geschmacklos/#comments Mon, 23 Jul 2007 21:21:25 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/23/wie-geschmacklos/ Wie geschmacklos ist das denn?

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Terror gegen Israel http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/20/terror-gegen-israel/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/20/terror-gegen-israel/#comments Fri, 20 Jul 2007 15:35:06 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/20/terror-gegen-israel/
Die Botschaft des Staates Israel stellt ab sofort auf ihrer Internetseite die neu gestaltete Rubrik „Terror gegen Israel“ zur Verfügung. Diese Rubrik umfasst eine umfangreiche Sammlung von Materialien zu den Themenblöcken: Terrororganisationen, Terrorunterstützende Staaten, Schlagworte Terrorismus, der Sicherheitszaun, Zahlen & Statistiken, Filme & Präsentationen, Hetzpropaganda & Antisemitismus sowie Behauptungen & Tatsachen.

Die verwendeten Materialien bestehen aus deutschen und englischen Texten und basieren auf einer großen Bandbreite von Quellen. Umfangreiche Dossiers und Hintergrundberichte von den relevanten israelischen Ministerien und Sicherheitsdiensten bieten einen Einblick in die Ideologien und Strukturenverschiedener Terrororganisationen sowie deren Unterstützung durch staatliche Akteure. Gemeinsam mit einer Auswahl von Filmen und Präsentationen des israelischen Außenministeriums und des israelischen Verteidigungsministeriums verschaffen sie einen alternativen Blickwinkel zu der täglichen Medienberichterstattung über Israel, die der Komplexität der Geschehnisse in der Region oft nicht ausreichend Rechnung trägt.

Zusätzlich zu den staatlichen Quellen werden die umfassenden und detaillierten Informationsangebote von israelischen akademischen Einrichtungen, wie z.B. dem „Intelligence and Terrorism Information Center at the Israel Intelligence Heritage & Commemoration Center“, sowie aktuelle Publikationen der israelischen
Medien hinzugezogen.

Die neue Rubrik findet ihr hier

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„Der antisemitische Wahnsinn hat Methode“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/18/der-antisemitische-wahnsinn-hat-methode/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/18/der-antisemitische-wahnsinn-hat-methode/#comments Wed, 18 Jul 2007 21:54:59 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/18/der-antisemitische-wahnsinn-hat-methode/ Eigentlich ist zu den Vorfällen von Magdeburg ja schon alles gesagt worden, aber einerseits kann man gar nicht genug über das skandalöse Verhalten des aus der „Gruppe Internationale Solidarität“, der „Autonomen Antifa Magdeburg“ und der „Frauengruppe Magdeburg“ bestehenden proto-terroristischen Magdeburger Antisemitenrackets sagen und andererseits hat der antisemitische Wahnsinn Methode. Zudem scheint in Zeiten, in denen sich die sowieso dubiose ALB nicht zu Schade ist, die Täterschützerin zu geben und nach allen Vorfällen immer noch die AAMG zu verlinken, der Appell nach Abbruch aller Beziehungen zu den Tätern und uneingeschränkter Solidarität mit den Opfern dringend geboten. Daher verweise ich hier nochmal auf ein bei Schmondt gefundenes Statement des Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig zum Thema:

„Der antisemitische Wahnsinn hat Methode

Stellungnahme zum Angriff von Antiimperialisten auf eine Veranstaltung in Magdeburg mit Referenten des Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig

Der Tatbestand ist schnell erzählt und inzwischen hinlänglich bekannt: Am 27.06.2007 fand in Magdeburg eine Diskussionsveranstaltung mit zwei Referenten des „Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig“ unter dem Titel: „Zur Kritik des Antisemitismus und des Antiamerikanismus. Solidarität mit Israel“ statt.
Diese Veranstaltung wurde von Magdeburger Autonomen und AntiimperialistInnen überfallen. Es handelte sich dabei um Personen, die der „Gruppe Internationale Solidarität“, der „Autonomen Antifa Magdeburg“ und der „Frauengruppe Magdeburg“ angehören. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung wurden beschimpft, getreten und geschlagen. Schließlich wurden sie gezielt mit Steinen und Reizgas attackiert. Verletzungen und Schlimmeres wurden billigend in Kauf genommen. Kurzum: Nach einem Naziangriff hätte es „nicht schlimmer […] aussehen können“, wie das Antifa Infoportal Magdeburg in einer Erklärung zu den Ereignissen schreibt.(1)
Nicht dass wir uns von den Täterinnen und Tätern in irgendeiner Weise „entsolidarisieren“ würden, wie sich das in deren Jargon nennt: Solidarisch mit solchen wie ihnen waren wir noch nie. Wir möchten aber im Folgenden unsere Interpretation der Geschehnisse und die daraus sich für uns ergebenden Konsequenzen darlegen.
Inhalt und Methode der Angreiferinnen und Angreifer sind eng verzahnt. Selbstverständlich ist dieser Angriff seiner Methode nach faschistoid und basiert auf der völligen Verachtung des Lebens Einzelner. Dabei ist diese Methode als konsequentes Resultat des antiimperialistischen Weltbildes zu verstehen. In der Vorgehensweise, der die oben genannten Gruppen folgen, drückt sich eine Ideologie aus, in der für das Individuum kein Platz ist. Der Angriff mit Reizgas und Steinen auf die individuelle Unversehrtheit Einzelner belegt dies drastisch. Unmittelbar in diesem Kontext sind die – im Internet zu findenden – Solidarisierungen dieser Gruppen mit „nationalen Befreiungsbewegungen“ zu lesen. Die oder der Einzelne zählt ihnen als bloßes Exemplar eines Kollektivs. Letztlich entspricht dies dem geschlossenen Weltbild des Antisemitismus; hier wird für eine vorgeblich „natürliche Ordnung“ revoltiert und gegen ein nicht minder vorgeblich „abstraktes System“ eingetreten. Das Individuum hat sich im Weltbild derer, die den nationalen „Befreiungskampf“ belobhudeln, eben dieser natürlichen Ordnung der Völker zu unterwerfen. Die blinde, reflexionslose Wut auf „das System“ teilen die AngreiferInnen mit den von ihnen gehassten Neonazis, deren Methoden auch die ihren sind und von denen sie sich äußerlich mit ihren Che-Guevara-Shirts und ihren Palitüchern ohnehin nicht mehr unterscheiden. Es dürfte den AntiimperialistInnen außerdem schwer fallen, eine inhaltliche Differenz zu nazistischen Positionen zu benennen. Ihr Hass auf AntisemitismuskritikerInnen wie auf den Staat Israel, der für sie ein „Apartheidsregime“ darstellt, dem sie den „Volksaufstand gegen die Besatzung“(2) an den Hals wünschen, resultiert aus dem gleichen Denken wie auch ihr brutaler Angriff auf unsere Veranstaltung. Antiimperialismus, Antihumanismus und Antisemitismus bilden in ihrem Denken eine unauflösliche Einheit.
Wie aber ist auf diesen Angriff zu reagieren? Einerseits muss es weitere Veranstaltungen zur Israelsolidarität und zur Kritik des Antisemitismus in Magdeburg geben. Den Antiimperialisten und Antiimperialistinnen darf nicht das Feld und eine mögliche Diskurshoheit überlassen werden. Andererseits zeigt die ideologische Verfasstheit der Täterinnen und Täter und die ihr entsprechende Wahl der Mittel die dringende Notwendigkeit, gegen sie die Mittel des bürgerlichen Rechtsstaats zu richten. Die Eskalation wurde von den AngreifernInnen betrieben. Sie haben die Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung gewählt. Da die Abscheu vor physischer Gewalt ein konstitutives Moment emanzipatorischer Positionen ist, darf es keine Option sein, sich auf diese Form der Auseinandersetzung einzulassen. Leider gibt es eben nicht nur Menschen, „die wir bilden oder verändern können, sondern auch […] solche, […] die […] unansprechbar [sind]. Diesen Menschen gegenüber darf auf Autorität nicht verzichtet werden. Wo sie sich ernsthaft vorwagen bei antisemitischen Manifestationen müssen die wirklich zur Verfügung stehenden Machtmittel ohne Sentimentalität angewandt werden […].“(3) Gegen autoritäre Charaktere hilft kein Zurückweichen und keine Aufklärung, sondern nur eine Gegenautorität. Im diesem Sinne wenden wir uns gegen jede falsche Solidarisierung und plädieren stattdessen für die Anzeige der AngreiferInnen bei der Polizei. Dies geschieht aufgrund der Sorge um jene Menschen, die noch zu Opfern dieser proto-terroristischen Gruppen werden könnten. Polizei und Rechtsstaat sind vielleicht keine Argumente, aber wohl die einzige Sprache, die Magdeburger Antiimperialisten und Antiimperialistinnen verstehen.
Diese Auseinandersetzung mit ihnen ist keine, die politisch durch Diskussionen geführt werden könnte, weil sie in einem geschlossenen Weltbild und Wahnsystem verhaftet, d.h. argument- und erfahrungsresistent sind. Durch ihren Angriff wurde die Eskalation auf ein Niveau gehoben, das unter keinen Umständen toleriert werden kann.
Wir fordern deshalb alle Gruppen mit emanzipatorischem Anspruch auf, die Zusammenarbeit mit den genannten Gruppen einzustellen. Es darf keine falsche Rücksichtnahme geben. Die Gruppen sind als das zu benennen, was sie sind: racketförmig organisierte, antisemitische Schlägertrupps.
Solidarität ist geboten mit den Angegriffenen und mit den Menschen aus Magdeburg, die dem antizionistischen und antiimperialistischen Konsens entgegentreten.“

Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig, 12. Juli 2007

Fußnoten:
(1) http://antifainfoportal.an.ohost.de/index.html
(2) http://intersol-md.org//?page_id=186GIS: Zum Jahrestag der Intifada
(3) Theodor W. Adorno GS 20.1, S. 364.

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Dopinghysterie und Antisemitismus http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/18/dopinghysterie-und-antisemitismus/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/18/dopinghysterie-und-antisemitismus/#comments Wed, 18 Jul 2007 19:27:17 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/18/dopinghysterie-und-antisemitismus/
Allen knackigen Ärschen in engen Radlerhosen zum Trotz habe ich mir ja nie was aus dem Radsport gemacht, da ändert auch die neue Hysterie (wie Mr Bozic richtig bemerkte: „ARD und ZDF spielen peinlich das moralische Gewissen der Nation, die Grünen drehen komplett am Rad und klingen schon wie Schily & Schäuble zusammen in Sachen Doping-Repression (wie wärs mit gezielter Tötung von Radfahrern bei Dopingverdacht?!)…“) um gedopte Fahrer bei der Tour de France nichts dran. Wenn überhaupt „Tour de France“, dann doch maximal das gleichnamige Album von Kraftwerk. Interessant finde ich jedoch den Artikel „Quäl dich, du Sau!“ von Thorsten Fuchshuber in der aktuellen konkret, in dem dieser herausstellt, wie sehr die Dopinghysterie von Deutscher Ideologie mit antisemitischen Zügen geprägt ist. Ich zitiere:
„..Der Antisemit stellt sich das Kapitalverhältnis als ominöse Einrichtung zwecks betrügerischer Vermehrung des Geldes vor, wobei er als Akteur den jüdischen Wucherer halluziniert, um diesem „raffenden“ Kapitalisten den in Schweiße seines Angesichts „schaffenden“ Kapitalisten entgegenzustellen. Ähnlich phantasiert man in der aktuellen Debatte über die betrügerische Vermehrung der Kräfte des Sportlers durch Dopingmittel und die dadurch ausgelösten biochemischen Prozesse. Mit Hilfe dieser Substanzen würden „all die fairen Fahrer, die nie gespritzt, sondern nur hart trainiert haben…von Gaunern um die Früchte ihrer Arbeit gebracht“ (Kölnische Rundschau). Daß es so oder so der Körper des Sportlers bleibt, der rücksichtslos ausgebeutet wird, ist egal. Da der politische Diskurs unter Beobachtung steht, flüchtet sich das antisemitische Ressentiment in die Alltagskultur. Dort findet es sein Residuum in der Sprache, wie Adorno sagte, und harrt der des Jargons kundigen Empfänger. Der Deutsche Olympische Sportbund forderte von seinen Mitgliedern derweil „die sogenannte Endkampfchance“ (FAZ)- was bedeutet, daß ein deutscher Sportler auch ohne Dopingmittel gegen die gedopte Konkurrenz bestehen muß. Das „weltumspannende Lügenkartell des Radsports“ (Stuttgarter Nachrichten) steht, so scheint´s, kurz vor Berlin. Und dann muß man noch auf den „Frontfahrer Jan Ullrich“ (Nürnberger Nachrichten) verzichten. Aber so ist das eben, wenn „der Mammon das menschliche Handeln“ (Westfälische Nachrichten) regiert.“ (Thorsten Fuchshuber/konkret 7/07)

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Geschichtsstunde mit Uli Krug http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/16/geschichtsstunde-mit-uli-krug/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/16/geschichtsstunde-mit-uli-krug/#comments Mon, 16 Jul 2007 18:19:46 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/16/geschichtsstunde-mit-uli-krug/ Am 3.7. hielt der Bahamas Redakteur und Jungle World Popbeauftragte Uli Krug auf Einladung der Ag Antifa im Stura im Rahmen der Antifaschistischen Hochchultage 2007 an der Uni Halle einen Vortrag zum Thema „Links trifft rechts/ Zur Entstehung der faschistischen Ideologie“. Im dazugehörigen Ankündigungstext heißt es:

„Okkupieren Nazis linke Inhalte? Werden sie dadurch wirklich verfremdet und entstellt? Aber selbst wenn ja, warum gelingt das überhaupt? Was prädestiniert denn eigentlich vorgeblich genuin „fortschrittliche“ Themenfelder wie den „Befreiungskampf der Völker“, die „soziale Verantwortung des Staates“ oder die „Globalisierung der Heuschrecken-Multis“ zum Gebrauch durch Nazis?
Es ist einfach so, dass Linke und Faschisten schon seit jeher nicht nur dieselben ideologischen Felder beackern, sondern dass der organisierte Faschismus der Arbeiterbewegung selbst entsprang. Als soziale Bewegung konstituierte er sich in Italien inmitten der Sozialistischen Partei, genauer auf ihrem radikalen aktivistisch-etatistischen Flügel (also frühen Globalisierungsgegnern, wenn man so will): Mussolini beispielsweise war Chef der Parteizeitung „Avanti“. In den deutschen Nationalsozialismus wiederum gehen die staatssozialistischen und antiimperialistischen Vorstellungen der sogenannten „Konservativen Revolution“ mit ein, die ebenso in der KPD Widerhall fanden. Der Widerwillen der antisemitischen Esoteriker an der Spitze der NSDAP galt so nicht dem Sozialismus oder gar dem Antikapitalismus – den teilten sie von ganzem Herzen –, sondern dem Marxismus, der ihnen als liberal und zersetzend galt. Darin wiederum waren sie sich nur allzu einig mit der sozialdemokratischen Ideologie, die ihren autoritären Staatskultus schon im späten Kaiserreich nur aus historischen Gründen noch ab und an mit dem Namen Marx garniert hatte.“

Die Veranstalter waren so nett den Vortrag aufzunehmen, den Mitschnitt findet ihr hier. Wundert euch nicht, der Anfang ist etwas leise, aber das Zuhören lohnt sich.

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Kühler Electropop http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/15/kuehler-electropop/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/15/kuehler-electropop/#comments Sun, 15 Jul 2007 15:20:05 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/15/kuehler-electropop/
Kühle Electropopversionen alter 80er Waveperlen bietet das französische Trio Celluloide auf ihrer EP NAPHTALINE, die ihr euch hier laden könnt. Besonders gut gefällt mir die Version des alten Dead Can Dance Schlagers „In Power We Entrust The Love Advocated“. Man reiche mir den Kajalstift…

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Let´s go outside http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/13/letas-go-outside/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/13/letas-go-outside/#comments Fri, 13 Jul 2007 17:25:38 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/13/letas-go-outside/ Mein heutiges Outdoorerlebnis habe ich euch ja bereits unten geschildert, noch aufregender ist allerdings, was einem der Vorsitzenden der Kampagne von Präsidentschaftskandidat John McCain, einem gewissen Bob Allen, passiert ist.

Der republikanische Abgeordnet des Parlaments von Florida soll in einer öffentlichen Toilette eines Veteranen-Gedenkortes in Titusville einem Polizisten 20 Dollar für einen Blowjob geboten haben. Nach Angaben der Behörden soll der 48-jährige Politiker drei Mal hintereinander in die Toilette gegangen sein, bevor er den Undercover-Cop angesprochen hat. Allen wird nun wegen „Anstiftung zur Prostitution“ angeklagt. Nach der Zahlung der Kaution in Höhe von 500 Dollar ist er nun vorerst wieder auf freiem Fuß.

Ironischerweise hatte Allen vor wenigen Monaten einen Gesetzesantrag in das Parlament eingebracht, mit dem Sex an öffentlichen Orten härter bestraft werden sollte. Sein Entwurf scheiterte glücklicherweise– darum muss der Gute jetzt nach altem Recht mit „nur“ bis zu einem Jahr Haft rechnen.

Allen gilt zudem bezeichnenderweise als einer der größten Homo-Gegner im Parlament von Tallahassee, aber das kennen wir ja… Er setzte sich kürzlich zum Beispiel für ein Verbot der „Homo-Ehe“ in der Verfassung ein und sprach sich gegen ein Gesetz aus, das schwule und lesbische Schüler und Studenten vor Mobbing schützen sollte.

Das ganze erinnert mich doch sehr an die Erlebnisse eines gewissen Georgios Kyriacos Panayiotou vor ein paar Jahren in Los Angeles, die dieser in einem Lied aufarbeitete:

..vielleicht nimmt Bob Allen ja auch einen Song auf?

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In und Out beim Outdoorsex http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/13/in-und-out-beim-outdoorsex/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/13/in-und-out-beim-outdoorsex/#comments Fri, 13 Jul 2007 16:21:03 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/13/in-und-out-beim-outdoorsex/ Out: Beim Outdoorsex von lauter widerwärtigen Insekten gestochen werden, im Eifer des Gefechts nichts davon merken und sich dann darüber wundern, dass auf einmal Körperteile schmerzen, die beim Akt gar nicht involviert waren.
In: Wenn der Gespiele anschließend zur nächsten Apotheke fährt, fachkundig die richtige Salbe auswählt und die bereits anschwellenden Stellen zärtlich einreibt, so kanns gleich wieder von vorne losgehen..

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Die neue Jungle World http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/12/die-neue-jungle-world/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/12/die-neue-jungle-world/#comments Thu, 12 Jul 2007 19:20:34 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/12/die-neue-jungle-world/ Ja, ja, ich weiß, dass ihr auf ein Feedback zur neuen Jungle World wartet. Einiges hat sich verändert, aber wie schon der unglaubliche Knarf Rellöm sagte/sang: „Wir wollen nichts, das sich nicht verändert!“ Im großen und ganzen gefällt mir die neue Jungle World.
Sehr gut finde ich vor allem, dass die Redaktion meiner Empfehlung gefolgt ist und den unsäglichen Bernhard Schmid endlich vor die Tür gesetzt hat. Ansonsten fühle ich mich durch das im wahrsten Sinn des Wortes geile Interview von Tjark Kunstreich mit Michael Lucas in meinem Urteil bestochen. Mein lieber lysis hingegen schäumt wenig überraschend, was aber auch nur für die Qualität spricht.
Insgesamt wirkt die Zeitung auf jeden Fall seriöser als früher, was ich positiv bewerte, obwohl ein Freund heute schon das Wort langweiliger verwendete. Die neue Zweiteilung erscheint mir recht praktisch. Inhaltlich kann ich noch kein wirkliches Urteil abgeben, da ich heute abgesehen von einigen Artikeln lieber in der neuen Prodomo gelesen habe, aber was soll sich auch groß verändert haben? Die neue Schriftart finde ich sehr elegant. Nach dem ersten Durchblättern dachte ich zwar, und das solls schon gewesen sein, aber dieser Eindruck ist wohl nur die Folge der extrem dicken Jubiläumsausgabe vor 2 Wochen. Negativ fällt mir jedoch auf, dass auf einigen Seiten (3, 6, 12, 20) gut ein Drittel leer gelassen wurde, was wohl am neuen Verzicht auf all zu viele Bilder liegt, aber dennoch besser in Zukunft mit Text gefüllt werden sollte. Auf Anzeigen für die Titanic kann ich ebenso verzichten (die Zeitung kann da natürlich nicht so wählerisch sein.) Also, die Vorteile überwiegen, wer noch kein Abo hat, sollte das nun nachholen, allein schon, weil es zur Zeit die phantastische neue Tocotronic Platte als Aboprämie gibt.

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„Satanischer Wallraff“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/12/satanischer-wallraff/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/12/satanischer-wallraff/#comments Thu, 12 Jul 2007 15:03:32 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/12/satanischer-wallraff/ Der Schriftsteller und Journalist Günter Wallraff will seltsamerweise „notfalls unter Polizeischutz“ in einer Kölner Moschee aus Salman Rushdies „Satanischen Versen“ lesen. „Ich bin ja kein ängstlicher Mensch, ich werde da dran bleiben“, so Wallraff. „Wenn das gelingt, wäre das wirklich ein Durchbruch und würde auch auf andere Moschee- Gemeinschaften ausstrahlen.“ Er halte sein Vorhaben nicht für naiv, sagte er weiter. Schließlich sei er gebeten worden, dem Beirat für eine geplante neue Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld beizutreten. „Das mache ich bestimmt nicht als nützlicher Idiot. Wenn, dann will ich da auch was bewegen.“ „Die Satanischen Verse“ betrachte er als „literarisches Meisterwerk“, das in der muslimischen Öffentlichkeit gelesen werden müsse. „Zurzeit verurteilen sie etwas, das sie gar nicht kennen.“ Dies hat Hannes Stein veranlasst, einen sehr interessanten Kommentar für die „Welt“ zu schreiben, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

„Satanischer Wallraff
Als 1991 die Truppen von Saddam Hussein Kuwait überfielen und der irakische Diktator versprach, er werde „halb Israel mit Giftgas verbrennen“ – beziehungsweise den jüdischen Staat „in ein Krematorium verwandeln“ –, da schrieb Henryk M. Broder einen Artikel in der „tageszeitung“. Er appellierte an all jene Gutmenschen, die ihren Philosemitismus vor sich hergetragen hatten wie eine Monstranz, sie sollten jetzt tatkräftig ihre Solidarität beweisen und in das bedrohte Israel reisen. Dieser Aufruf hatte keine größeren Folgen, jedenfalls ist nicht bekannt, dass Deutschlands Intellektuelle damals eine Maschine nach Tel Aviv gechartert hätten.
Nur einer ließ sich von Broders Appell erschüttern: der linke Schriftsteller und Journalist Günter Wallraff. Er reiste tatsächlich nach Israel, als den Leuten dort die irakischen Scud-Raketen um die Ohren flogen. Später wurde er in einem Interview gefragt, auf wessen Seite er im Streit um den Golfkrieg von 1991 gestanden habe. Wallraff sagte: auf Seiten derer, mit denen er damals im Luftschutzbunker gesessen habe. Auf Seiten der alten Menschen, die aus Angst vor dem Giftgas – das vor allem deutsche Firmen an Saddam geliefert hatte – zitterten, während sie ihre Gasmasken übers Gesicht streiften.
Jetzt hat Günter Wallraff angekündigt, er wolle in einer Kölner Moschee aus Salman Rushdies Roman „Die satanischen Verse“ vorlesen. Eulenspiegelig meinte er, der türkisch-muslimische Kulturverein „Ditib“ habe schließlich zu einem offenen Dialog eingeladen, auf dieses Angebot müsse man jetzt eingehen. Außerdem sei er mit Salman Rushdie befreundet, den er eine Zeit lang bei sich versteckt hatte, nachdem der Ajatollah Khomeini in einer Fatwa dazu aufgerufen hatte, den Autor der „Satanischen Verse“ zu töten. Heute wie 1991 stellt sich der Linke Wallraff gegen den Mainstream, ohne dabei mit seinen politischen Weggefährten zu brechen. Damals verwahrte er sich gegen den linken Amerika- und Israelhass – heute schert er aus dem Bündnis aus, das viele Linke mit dem politischen Islam eingegangen sind (in London etwa gab es linke Demonstrationen zugunsten der radikalislamischen Hisbollah). Man mag die von Günter Wallraff angekündigte Lesung tollkühn finden. Man mag ihm ein Dutzend Bodyguards mit in die Moschee wünschen. Eines wird man ihm nicht versagen: Respekt.“
(Hannes Stein/ Welt 12.7.07.)

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„Oskar Lafontaine, der nationale Sozialist“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/09/oskar-lafontaine-der-nationale-sozialist/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/09/oskar-lafontaine-der-nationale-sozialist/#comments Mon, 09 Jul 2007 19:29:07 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/09/oskar-lafontaine-der-nationale-sozialist/
„Das Phänomen Lafontaine leitet nicht nur eine weitere Stufe in der Entfremdung der Bürger von politischen Prozessen ein. Es besiegelt und belegt auch die Auflösung der Kategorien von links und rechts.
Denn der Demagoge aus dem Saarland ist ja beileibe kein linkes Phänomen. Aus Lafontaines Weltanschauung folgt das Programm einer nationalpopulistischen Regierungspartei, bei der Jürgen W. Möllemann den Außenminister, Peter Gauweiler den Innenminister und Erich Mielke und Franz Schönhuber die Ehrenvorsitzenden hätten geben können. „Die Linke“ müsste eigentlich „Die Reaktionäre“ heißen. Sie pflegt ein Weltbild des Ressentiments: protektionistisch, wirtschafts- und wettbewerbsfeindlich, nationalistisch und fremdenfeindlich.(…) Schuld sind die Amerikaner, die Fremdarbeiter, die Kapitalisten oder – und auch das ist eine interessante terminologische Anleihe – der „militärisch-industrielle Komplex“. Hilfe bietet der starke, segnende Staat und natürlich der für die wundersame Brotvermehrung höchstpersönlich zuständige Heilsbringer Oskar Lafontaine.(…)In der Idee des Nationalpopulismus schließen sich der ganz linke und rechte Rand zum Kreis. Ob der Antikapitalismus, der Antiamerikanismus oder der als Antizionismus verkleidete Antisemitismus nun von ganz links oder ganz rechts kommt, spielt im nationalen Sozialismus oder sozialistischen Nationalismus keine Rolle. Lafontaine hält Chávez für ein großes Vorbild. Chávez sieht in Ahmadinedschad, den er gerne umarmt, einen Bruder im Geiste. Aber wenn die Leugnung des Holocaust und Fantasien zur Vernichtung Israels durch die Hintertür relativiert werden – allerspätestens dann hört der Spaß auf. Wer auch dafür noch Verständnis hat, hat nichts verstanden.“

So Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer AG, in seinem Beitrag „Oskar Lafontaine, der nationale Sozialist“ für die „Welt“. Den ganzen Artikel könnt ihr euch hier durchlesen.

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„Ich hau dir auf’s Maul, scheiß Wixer!“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/09/ich-hau-dir-aufs-maul-scheiss-wixer/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/09/ich-hau-dir-aufs-maul-scheiss-wixer/#comments Mon, 09 Jul 2007 14:52:23 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/09/ich-hau-dir-aufs-maul-scheiss-wixer/ Auch wenn es am Samstag in Frankfurt nicht verhindert werden konnte, dass ein paar Hundert Neonazis durch die Straßen der Stadt zogen und Parolen a la „BRD Judenstaat, wir haben dich zum Kotzen satt“ und ähnlichen Müll gröhlen konnten, ist es doch beruhigend zu sehen, wie sich die Faschos gegenseitig das Leben schwer machen. So bin ich auf einer Neonaziseite auf folgenden amüsanten Bericht gestoßen, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Nach circa 200 Metern hatten einige Ordner wohl wirklich einen Sonnenstich erlitten. Aufgrund fehlender Kopfbedeckung? Wir wissen es nicht! Vielleicht fühlten sich einige Ordner auch einfach zu etwas höherem berufen als der Durchschnittsdemonstrant. Hilfspolizisten?

Eine Gruppe von ungefähr 200 KameradInnen führte Seitentransparente mit sich. Seitentransparente sind an sich eine tolle Sache, sind sie doch für den Bürger der sich das Demonstrationsgeschehen vom Bürgersteig aus betrachtet besser wahrnehmbar als Transparente die in der Masse der Leute untergehen. Die Polizei verlangte nun das zwischen den Seitentransparenten ein Abstand von 20cm einzuhalten sei. Von dieser Auflage wußten die Teilnehmer natürlich nichts, da die kurzerhand erlassene Auflage nicht per Megaphon durchgegeben, sondern nur den Ordnern mitgeteilt wurde.

Bei Demonstrationen ist es üblich das die Ordner die Teilnehmer in ruhiger, freundlicher Art & Weise auf solche Auflagen hinweisen. Das geschah in Frankfurt jedoch nicht. Zwei namentlich bekannte Ordner rissen den Teilnehmern, wie vom Hafer gestochen die Transparente aus der Hand ohne vorher nur ein Wort über die polizeiliche Auflage erwähnt zu haben.

„Weg mit dem Scheiß!“, „Pack den Scheiß ein!“… Wenn zwei wildgewordene Ordner dem Durchschnittsteilnehmer seine Transparente entreissen und mit Aussagen wie „Ich hau dir auf’s Maul, scheiß Wixer!“ um sich werfen, dann ist der Stino-Demonstrant natürlich erstmal verwundert und holt sich sein Transparent zurück. Das wiederum bewirkte dann, daß die zu Hilfsheriffs mutierten Ordner handgreiflich wurden, was wiederum bewirkte, daß der stinknormale Demonstrationsteilnehmer zwei besonders engagierte Hilfspolizisten in ihre Schranken verwies.

Es geht auch anders, welch Wunder, welch Wunder: Nachdem den Demonstrationsteilnehmern (Die Teilnehmer, die von den Hilfspolizisten als „Schwarzer Block“ und Krawallmacher identifiziert wurden.) von Ordnern ruhigeren Gemüts die polizeiliche Auflage bekannt gegeben wurde, da verzichteten die Teilnehmer teilweise sogar auf das Mitführen von Seitentransparenten damit die Demonstration endlich weiterkommt.

Ein namentlich bekannter Aktivist aus Thüringen beriet sich nach dem Zwischenfall mit dem Hilfssheriff (jener der mit Gewalt drohte und Worte wie „Wixer“ in den Mund nahm und von einem ordentlichen Auftreten bei Demonstrationen wohl noch nichts gehört hatte) über die Veröffentlichung von Videomaterial was er gedreht hatte. Der besagte Videoaktivist filmte mit seiner Kamera immer wieder in den von den Hilfssheriffs herbei halluzinierten „schwarzen Block“ und prahlte damit das Videomaterial veröffentlichen zu wollen. Prima! Zukünftig kann die Antifa zu Hause bleiben, die Outings übernehmen ab sofort die Leute aus den eigenen Reihen!

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen, einen Überblickbericht zu den Aktivitäten in Frankfurt findet ihr hier.

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Skandalöse Streetart http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/08/skandaloese-streetart/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/08/skandaloese-streetart/#comments Sun, 08 Jul 2007 14:57:54 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/08/skandaloese-streetart/ Mit Bestürzung bin ich im blog von just auf dieses Bild gestoßen:

Die von just aufgeworfene Frage „..was ist denn das fuer eine antifa die solche plakate druckt und plakatiert??“ kann ich recht einfach beantworten: eine (gelinde ausgedrückt) dumme! Erinnert das wohl zwecks Diffamierung von Nazis verwendete Motiv doch frappierend an die so genanten „Judensau“– Darstellung aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit, etwa an folgende aus Nürnberg aus dem 15. Jahrhundert:

Diese „Judensau“ Darstellungen sind seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Sie sind auf Steinreliefs und Skulpturen an etwa 30 Kirchen und anderen Gebäuden bis heute zu sehen. Daneben begegnet man dem Bildmotiv seit dem 15. Jahrhundert in der Art einer bösartigen Karikatur in Flug- und Hetzschriften und anderen Medien. Bezeichnenderweise finden wir diese Darstellung fast ausschließlich im deutschsprachigen Raum. Charakteristisch ist die Abbildung von an ihrer aufgezwungenen Kleidung erkennbarer Juden, die obszöne Handlungen – häufig mit Ausscheidungs- und Verdauungsprozessen – an Säuen vornehmen. Schweine wurden deswegen gewählt, da sie im Judentum als unrein oder hebräisch „tame“ gelten. Zudem verbietet die Tora den hier dargestellten sexuellen Kontakt zwischen Mensch und Tier. Außerdem sind Schweine Symbole für das Unreine, Unkeusche und Sündige, das durch diese Form der Darstellung mit den Juden in eins gesetzt wird.

Somit erfüllten dies Bilder zwei Funktionen:
Einerseits sollten Juden verspottet und in ihrem religiösen Empfinden durch den dargestellten Tabubruch verletzt werden.
Andererseits sollten bereits bestehende Vorurteile über Juden verfestigt werden; diese Bilder sollten den Abscheu und die Verachtung der Juden zusätzlich steigern, deren angebliche „Andersartigkeit“ unterstreichen und sie somit zu leichteren Zielen für Attacken machen.

Dem Betrachter des Judensau-Motivs wurde also suggeriert, dass Juden besonders sündige, abstoßende, verkehrte und ausschweifende Dinge tun und mit Schweinen artverwandt seien. Noch heute ist es in rechtsextremen oder arabischen Zeitungen nicht unüblich, israelische Politiker als Schweine darzustellen. In Deutschland ist die Verwendung des Begriffs „Judensau“ heutzutage gesetzlich verboten. Sehr zu empfehlen zum Thema ist die Untersuchung Isaiah Shachar: The Judensau. A Medieval Anti-Jewish Motif and its History. Warburg Institute, London 1974.

Auch wenn ich mir denken kann, mit welcher Intention die „Stellung 88″ Plakate gestaltet wurden, entschuldigt dies keineswegs die skandalöse Form der Darstellung. Wer keine anderen Argumente gegen Nazis hat als sowas, sollte vielleicht besser ganz schweigen.

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http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/08/skandaloese-streetart/feed/
„Weiter waren wir noch nie“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/07/weiter-waren-wir-noch-nie/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/07/weiter-waren-wir-noch-nie/#comments Sat, 07 Jul 2007 14:41:11 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/07/weiter-waren-wir-noch-nie/
Nun rotiert das neue Album der angeblich „wichtigsten Band Deutschlands“ und deswegen wahrscheinlich auch -wie neulich bei der „MTV Campus Invasion“ in Marburg geschehen- mittlerweile im Vorprogramm der Deutschpopper „Juli“ spielenden Tocotronic seit gestern in einer Endlosschleife in meinem Abspielgerät und ich muss sagen: Es ist sehr gut geworden! Das Warten hat sich wirklich gelohnt, zumal ich allen im Freundeskreis kursierenden Vorabversionen zum Trotz bis zum gestrigen Veröffentlichungstermin gewartet habe, um in den Klangkosmos von „Kapitulation“ einzutauchen.
Da vergesse ich auch gleich meinen kurzzeitigen Unmut über die Beteiligung der Band an einem von den notorischen Etatisten von „attac“ initierten Sampler zum antikapitalistischen Kameradschaftstreffen von Heiligendamm/Rostock, die mich angesichts der von Sänger Dirk von Lowtzow geäußerten Worte in einem Interview mit der Jungle World umso mehr verwundert. So bemerkte der Gitarrendandy völlig richtig zum Thema: „Man darf ja auch nicht vergessen, was es bedeutet, wenn jetzt auch Heiner Geißler Attac beitritt. Es ist natürlich auch interessant, dass man bei diesen G8-Demons­trationen dieselben Slogans mit nur hauchfeinen Unterschieden auch von Neonazis hören konnte.“ Nur um wenig später zu kapitulieren „Ich will diesen Anti-G8-Protest gar nicht diskreditieren, ich finde das schon grundsätzlich okay..“ Aber halbherzig kritisieren um anschließend umso begeisterter mitzumachen kennt man ja auch von den Möchtegerns vom „Ums ganze!“ Bündnis.. Doch was solls, Tocotronic sind (zum Glück) nur eine Popband die Popmusik macht und das auch auf dem neuen Album auf eine wirklich überzeugende Weise. Alle 12 Lieder betören mich, gerade besonders „Mein Ruin“, „Aus meiner Festung“ und „Imitationen“, Ausfälle sucht man vergeblich und nach den 54 Minuten Spielzeit drückt man wie selbstverständlich wieder auf Play. Auch im Gesamtkontext des Werkes der mittlerweile vier Hamburger fügt sich das Album nahtlos ein und erweist sich als logischer Nachfolger des letzten Albums „Pure Vernunft darf niemals siegen“ von 2005. Oder wie es in dem Lied „Harmonie ist eine Strategie“ heißt „Weiter waren wir noch nie“…damit auch genug popkulturelles Geschwafel von mir, wenn ihr mehr wissen wollt kauft euch das Album, fragt die notorischen Nervensägen Roger Behrens oder Dietmar Dath oder -falls ihr die Band nicht mögt oder „versteht“– lest einfach den Artikel von Michael Pilz aus der Welt.

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„Erstens haben die Deutschen ein Problem mit den Juden“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/05/rstens-haben-die-deutschen-ein-problem-mit-den-juden/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/05/rstens-haben-die-deutschen-ein-problem-mit-den-juden/#comments Thu, 05 Jul 2007 11:29:28 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/05/rstens-haben-die-deutschen-ein-problem-mit-den-juden/ In der aktuellen (und ansonsten recht öden) konkret findet sich ein interessantes Interview mit der 2. Vorsitzenden des Zentralrats der Ex-Muslime, Arzu Toker, über die Debatte um den Moscheebau in Köln-Ehrenfeld, aus dem ich einen Auszug zitieren möchte:
„konkret: Überrrascht es Sie, daß die Äußerungen Giordanos zu so einer heftigen Debatte geführt haben?
Toker: Nein. Erstens haben die Deutschen ein Problem mit den Juden. Wenn jüdische Persönlichkeiten wie Ralph Giordano sich äußern, wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Meint jemand, einen Fehler gefunden zu haben, gibt es einen Riesenskandal. Zweitens haben die Islamisten ein Problem mit den Juden. Wenn Sie in den Koran schauen, werden Sie sehen, daß es vielleicht 30 christenfeindliche Verse gibt, aber Hunderte von judenfeindlichen. Die Feindschaft gegenüber den Juden ist ein zentrales Element des islamischen Glaubens. Hinzu kommt ein aktuelles Problem: Obwohl es in Deutschland nur wenige Juden gibt, sind sie – wegen des Holocaust – in etlichen gesellschaftlich relevanten Gremien vertreten. Die Moslems in Deutschland, deren Zahl viel größer ist als die der Juden, fühlen sich nicht ausreichend vertreten, so daß sie voller Mißgunst und Eifersucht auf die Juden blicken.“
(konkret Heft 7/2007, S.3)

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Independence Day http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/04/independence-day/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/04/independence-day/#comments Wed, 04 Jul 2007 20:45:06 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/04/independence-day/

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Bahamas Popkultur http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/03/bahamas-popkultur/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/03/bahamas-popkultur/#comments Tue, 03 Jul 2007 19:24:01 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/03/bahamas-popkultur/ Meine Lieblingszeitschrift, die legendäre Bahamas, vertreibt jetzt auch original Bahamas Buttons:

Die 25 mm großen Bahamas-Ansteckbuttons (Motiv siehe oben) können für 0,50 Eurocent pro Stück zuzüglich 2 Euro für den Versand bestellt werden.
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Anglikanische Wetterfrösche http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/03/anglikanische-wetterfroesche/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/03/anglikanische-wetterfroesche/#comments Tue, 03 Jul 2007 13:03:52 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/03/anglikanische-wetterfroesche/ Der anglikanische Bischof von Carlisle, Graham Dow, behauptet, die "lockere Lebensführung" insbesondere von Schwulen und Lesben habe Überschwemmungen in England verursacht. "Wir haben Probleme, weil jede Art von Lebensstil jetzt als legitim angesehen wird", sagte britische Bischof der Zeitung "Sunday Telegraph". Weil das Gott nicht gefalle, gebe es nun mehr Naturkatastrophen, wie erst kürzlich das Hochwasser in weiten Teilen des Landes.

"Unsere Regierung spielt Gott, indem sie sagt, dass Menschen das machen können, was sie wollen", fährt der als äußerst konservativ geltende Bischof fort. Als Beispiel nennt er die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften, die die Ehe beschädigten. "Auch die Antidiskriminierungsgesetzgebung ist Teil dieser sexuellen Freizügigkeit. Wir sind an dem Punkt angekommen, an dem wir uns vor Gott verantworten müssen. Er wird uns zur Reue auffordern."

Bei britischen Homosexuellengruppen stießen die Aussagen des Bischofs auf Entsetzen. Die "Gay and Lesbian Humanist Association" nannte Dow zum Beispiel einen "Primitivling aus der Bronzezeit".

Innerhalb der anglikanischen Kirche wird gegenwärtig heftig über die Akzeptanz gegenüber Homosexualität debattiert. Die konservativen afrikanischen Diözesen wollen eine harte Linie durchsetzen, während vor allem die nordamerikanische Kirche auf Toleranz setzt.

Für das schlechte Wetter zur Zeit muss ich mich daher bei euch entschuldigen, ich habe am Wochenende mannigfaltig gesündigt. Sorry! Aber auch die überall beschworene "Klimakatastrophe" erscheint mir nun in einem völlig neuen Licht...

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Stalker http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/01/stalker/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/01/stalker/#comments Sun, 01 Jul 2007 16:55:43 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/01/stalker/
Druckvollen Minimal bieten die Berliner Zwillinge Lars und Gunnar Hemmerling auf ihrer bei dreiton.net veröffentlichten LP „Stalker“. Laden könnt ihr das ganze hier…Tanzflächen statt Arbeitsplätze!

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Es wird in keiner Gruppe möglich sein, die freie Assoziation der Individuen vorwegzunehmen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/01/es-wird-in-keiner-gruppe-moeglich-sein-die-freie-assoziation-der-individuen-vorwegzunehmen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/01/es-wird-in-keiner-gruppe-moeglich-sein-die-freie-assoziation-der-individuen-vorwegzunehmen/#comments Sun, 01 Jul 2007 15:24:18 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/07/01/es-wird-in-keiner-gruppe-moeglich-sein-die-freie-assoziation-der-individuen-vorwegzunehmen/ Racket]]> „Wer immer sich politisch oder ideologisch betätigt- und sei´s mit dem Ziel, Ideologie zu kritisieren und Politik abzuschaffen, um die einzig mögliche Wendung zum Besseren herbeizuführen-, sieht sich genötigt, mit und in politischen Gruppen zu arbeiten, also in Zusammenhängen, in denen das Schlechte als Form bereits die Zusammenarbeit bestimmt. Das >Racket<, um mit Max Horkheimer zu sprechen, beherrscht alles Politische, in autoritären wie demokratischen Staaten, in Gruppen mit reaktionären wie emanzipatorischen Zielen. Diese Form scheint so unumgänglich wie offenbar die der Familie: Voraussetzung und zugleich Konsequenz der bürgerlichen Gesellschaft. Selbst wer sich einzeln zu behaupten sucht und allen Kontakt mit Gruppen verweigert, definiert sich noch als Einzelner im Verhältnis zu ihnen, auch wenn er sich dessen nicht bewusst ist: verbleibt als in einer von Rackets konstituierten Struktur- so wie die Haltung des Unpolitischen seit je eine bestimmte Haltung bedeutet.“
Gerhard Scheit: Mitmachen oder Dagegensein? Zum Verhältnis von Kritik und Identifikation, in: Feindaufklärung und Reeducation, Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus, Hg.: Stephan Grigat, Freiburg 2006, S. 202f.)

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Möllemann, geh du voran! http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/29/moellemann-geh-du-voran/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/29/moellemann-geh-du-voran/#comments Fri, 29 Jun 2007 17:38:33 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/29/moellemann-geh-du-voran/

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Magdeburg II http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/28/magdeburg-ii/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/28/magdeburg-ii/#comments Thu, 28 Jun 2007 21:35:16 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/28/magdeburg-ii/ Ich hatte ja schon letzte Woche über die Ungeheuerlichkeiten, welche sich in der eigentlich recht schönen Stadt Magdeburg ereigneten, berichtet und erst gestern noch zufällig mit Corebert über die Sache gesprochen.
Wie ich nun bei nada erfahren musste waren die früheren Übergriffe der notorischen „Autonomen Antifa Magdeburg“ (AAMG) erst der Anfang. Gestern Abend wurde schon wieder eine Veranstaltung der Gruppe Antifa-Infoportal Magdeburg zu dem interessanten Thema “Zur Kritik des Antisemitismus und des Antiamerikanismus. Solidarität mit Israel” angegriffen, diesmal packten die wackeren „Anti“-Faschisten von der AAMG das komplette Street Fight Programm von Pfefferspray und Boxhieben über Tritte und Steinwürfe aus, aber wer keine Argumente hat…die ganze Story könnt ihr hier nachlesen. Wer noch Lust zu Kotzen hat kann sich auch noch dort die ganzen Kommentare durchlesen, Täter präsentieren sich als Opfer, auch in dieser urdeutschen Disziplin weiß die AAMG zu überzeugen!
Auch Aftershow und subwave berichten.

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10 Jahre Jungle World http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/27/10-jahre-jungle-world/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/27/10-jahre-jungle-world/#comments Wed, 27 Jun 2007 20:38:55 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/27/10-jahre-jungle-world/
Die Berliner Wochenzeitung Jungle World (vom Nürnberger Sektenguru Robert Kurz in Gesprächen gerne als „Kinder-Welt“ bezeichnet) wird 10 und feiert mit einer dicken Jubiläumsausgabe. Mhm, 10 Jahre, da ist es doch eigentlich an der Zeit, den unsäglichen Bernhard Schmid endlich rauszuschmeißen! Nun ja, anlässlich des Jubiläums hat der (abgesehen von salty) angeblich „sexiest man of Berlin“, Ivo Bozic, einem Radiosender ein interessantes Interview gegeben, das ihr euch hier anhören könnt. Sehr witzig wird es, als der Interviewer seinen Hass auf die „Welt“ loswerden möchte..
Im Übrigen ist der beste Artikel in der Jubiläumsworld eindeutig und wie zu erwarten der von Tjark Kunstreich, „Globale Gollwitz-Linke“, den sich besonders die Möchtegerns vom „Ums Ganze Bündnis“ durchlesen sollten, am besten gleich hier:

„Globale Gollwitz-Linke
G8 sei Dank: Die deutsche Konsenslinke ist wieder da. Vom Antisemitismus will sie endlich nichts mehr wissen müssen

Das Gift hat eine neue Plattform«, kommentierte Dieter Graumann, der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Gründung der Partei »Die Linke«. Es gebe traditionell eine »krankhafte Feindseligkeit« gegenüber Israel. Es ist jedoch nicht nur der Antizionismus, die politische Rationalisierung des Antisemitismus, sondern auch der Antikapitalismus dieser Linken, der an Versatzstücke der Nazi-Ideologie anknüpft.

Das wollten auch die Antifa-Gruppen deutlich machen, die am 2. Juni in Rostock im »Ums ­Ganze«-Block neben Palästina-Deutschen, Antiimps und anderen Freaks, die Völker, Kulturen und Saatgut gegen den globalen Kapitalismus verteidigen wollen, demonstrierten. Anstelle einer Kritik des Antikapitalismus kam am Ende jedoch etwas anderes heraus: Anarchosyndikalisten und Gewerkschafter, Autonome und MLer, Antideutsche und Maoisten, Antifas und Antizionisten – sie alle können wieder gemeinsam auf eine Demon­stration gehen. Mit Palästinensertuch und Davidstern vereint gegen die Mächtigen der Welt.

Es wurde der Hauptwiderspruch wieder entdeckt, der Kapitalismus, der wahlweise dafür verantwortlich ist, als Imperialismus verkleidet die Völker der Welt zu knechten, oder für den Antisemitismus, der die Existenz des Staates Israel leider notwendig macht: Such dir eine Wahrheit aus! Nicht nur die Wasg und die Linkspartei haben sich vereinigt, auch die unterschiedlichen Strömungen der radikalen Linken haben wieder zum guten, alten Minimalkonsens gefunden.

Dieser besteht darin, zum einen die Verhältnisse als »strukturelle Gewalt« zu interpretieren, zum anderen gezielte Militanz als deren Brechung zu würdigen. In den neunziger Jahren war der Begriff »strukturelle Gewalt« aus dem Repertoire kritischer Bemühungen verschwunden, weil er ebenso gut dazu taugt, aus einem rassistischen oder antisemitischen Hassverbrechen eine Ver­zweif­lungs­tat zu machen, an der letztlich die Verhältnisse schuld sind – noch heute eine beliebte Übung, wenn es darum geht, islamischen Untaten ein irgendwie fortschrittliches oder wenigstens antikapitalistisches Moment anzulügen.

Angesichts der Pogromwelle Anfang der neunziger Jahre wurde dieser Sorte linken Interpretierens vorläufig der Garaus gemacht, weil zu offensichtlich geworden war, dass es nicht ausreicht, Antisemitismus und Rassismus als ein Spaltungsmanöver der Herrschenden zu erklären, das die Untertanen davon abhalten soll, ihre wirklichen Interessen wahr­zunehmen. Stattdessen wurde unterstellt, dass Leute, die Flüchtlinge jagen und umbringen, nichts anderes wollen, als Flüchtlinge zu jagen und diese umzubringen. Auf die Geschichte bezogen wurde dies übersetzt in die Erkenntnis, dass der Nazi-Faschismus nicht eine Diktatur gegen die Mehrheit der Bevölkerung war, sondern dass er von dieser mehrheitlich getragen und exekutiert wurde.

In der Wiederkehr des deutschen Antisemitismus in den neunziger Jahren bündelte sich das Unbehagen an Deutschland wie in einem Brennglas. Als im Jahr 1997 im ostzonalen Gollwitz die Bevölkerung die Unterbringung jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion verhinderte, wurden als »Gollwitz-Linke« jene bezeichnet, die Verständnis für den zum Pogrom bereiten Mob äußerten, wie etwa Werner Pirker in der jungen Welt.

»So sind die realen Kräfteverhältnisse in der Linken: Die Nachdenklichkeit, die nach der Wiedervereinigung und dem Golfkrieg in allen Strömungen zu beobachten war, hat keine Wirkung gehabt. Die allermeisten Linken waren, sind und bleiben Spießer, Reaktionäre, Antisemiten«, resümierte Jürgen Elsässer damals (Jungle World 49/97). In Rostock-Lichtenhagen hatte der Mob 1992 Vietnamesen und Zigeuner verbrennen wollen, in Hoyers­werda tobte das Wir-sind-ein-Volk, bis die Asyl­bewerber unter Polizeibegleitung die Stadt verlassen mussten. An die 100 Menschen bezahlten nach der Wiedervereinigung den völkischen Terror mit dem Leben. Der Antisemitismus spielte dabei aufgrund der historischen Reminiszenz eine besondere Rolle, er war sozusagen der Beweis für die Kontinuität der volksgemein­schaftlich-nationalsozialis­tischen Gesinnung der Deutschen.

In der Verunsicherung ob dieser Entwick­lung wurde auch die eigene Tradition zum Gegenstand von Selbstkritik. Als Martin Wal­ser 1998 seine Rede wider die »Dauerpräsen­tation unserer Schande« hielt, funktionierte dies noch ganz gut: Linksradikal zu sein, hieß, sich der Befreiung der Nation von ihrer Vergangenheit zu widersetzen.

Anlässlich des ersten deutschen Krieges nach 1945, der sich 1999 nicht zufällig gegen den letzten Rest des unter deutscher Führung zuvor zerschlagenen Jugoslawiens richtete, ging die Kritik dieser Entsorgung noch Hand in Hand mit antiimperialistischen Parolen. Man brauchte nur die USA gegen Deutsch­land auszutauschen und war damit immerhin auf dem Erkenntnisstand von 1914: Der Hauptfeind steht im eigenen Land. Von da an ging’s bergab, weil der Nazi-Faschismus vom Tabu zum Präsentationsobjekt und zur Rechtfertigung militärischer Bemühungen um Menschenrechte wurde. Deutsch­land stellte sich seiner Vergangenheit, die Auseinandersetzung mit der Nazi-Vergangenheit wurde zum Allgemeinplatz, zum Ticket.

Was von der Konsenslinken übrig war, blickte schon Ende der neunziger Jahre neidisch ins Ausland, wo sich die Antiglobalisierungsbewegung formierte. Schon früh entdeckten einige, die von der Selbstkritik nie etwas wissen wollten, in dieser Bewegung mit ihrer kruden Mischung aus Öko­logismus und Antiimperialismus eine Chance, end­lich eine linke Politik machen zu können, die sich an deutschen Petitessen wie sechs Millionen toter Juden nicht länger aufzuhalten braucht. Antifaschismus und Antikapitalismus fielen nicht erst nach dem 11. September 2001 auseinander, weil erstgenannter als Herrschaftskritik die strukturelle Gewalt der unmittelbaren vorzieht und in der Vermittlung von Herrschaft einen Fortschritt erkennt, während letztgenannter in seiner heutigen ideologischen Form gegen diese Vermittlung den Kult der Unmittelbarkeit von Beziehungen setzt und nicht zufällig mit den grauenhaftesten Verfallsformen kapitaler Herrschaft im Bunde ist.

»Die politischen Generationen haben zusammen­gefunden. Anders als in den neunziger Jahren gibt es wieder eine junge Linke«, freut sich Thomas Seibert vom Bündnis »Interventionistische Linke« in der taz. Mit einiger Verspätung wurde endlich erreicht, was der Rest der Nation längst schon bewältigt hat: die Versöhnung mit sich selbst. Man ist als Teil der westlichen Linken endlich in der geschichtslosen Globalität angekommen. Dass Seibert nicht wahrnimmt, was für ein strenger Geruch von der Formulierung des Zusammenfindens der Generationen ausgeht, zeigt, wie stolz man darauf ist, endlich auch sein Scherflein zur Normalisierung Deutschlands beigetragen zu haben. Schließlich hat es in den neunziger Jahren durchaus eine Generation junger Linker gegeben, sie stand aber für das antiimperialistische Generationenkomplott, anders als die Mehrheit der 68er, nicht zur Verfügung.

Eigentlich steht nach dem Zusammenfinden der Generationen nun das Zusammenfinden der Fraktionen an. Der »Ums Ganze«-Block hat den Weg gewiesen: Zehn Jahre nach der Spaltung wird so auch die Wiedervereinigung von junge Welt und Jungle World denkbar. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch!“
(Tjark Kunstreich/ Jungle World 26/07)

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„Der Westen muss die Stellung halten“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/25/der-westen-muss-die-stellung-halten/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/25/der-westen-muss-die-stellung-halten/#comments Mon, 25 Jun 2007 21:25:00 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/25/der-westen-muss-die-stellung-halten/ Ayaan Hirsi Ali kommentiert in einem Gastbeitrag für die WELT die Proteste gegen die Erhebung des Schriftstellers Salman Rushdie in den Ritterstand durch die Queen:

„Stellen Sie sich einen Haufen Engländer vor, der mit Mohammed-Puppen, Koran-Ausgaben, Modellen der Kaaba in Mekka und saudischen Flaggen durch Londons Straßen zieht. Stellen Sie sich vor, sie entfachten ein Feuer, schleuderten alle Mitbringsel Stück für Stück hinein und riefen jedes Mal, wenn die Flammen aufloderten: „Lang lebe die Königin!“
Das wäre das Äquivalent dessen, was fanatisierte muslimische Studenten in der ostpakistanischen Stadt Multan getan haben: Sie haben Puppen der Queen und Salman Rushdies verbrannt und „Tötet ihn!“ gerufen – als Reaktion auf den Ritterschlag für Rushdie. So ein tobender Mob ist im modernen Westen selten (von Fußball-Hooligans abgesehen). In der muslimischen Welt jedoch ist er mittlerweile an der Tagesordnung; er taucht auf, sobald ein Papst, irgendein Cartoonist oder, wie jetzt, die Queen, eine Grenze übertritt, die die Mächte der Intoleranz in den Sand gezeichnet haben.
Eine immer größere Zahl von Muslimen überall auf der Welt glaubt sich in einem Kampf auf Leben und Tod, einem Kampf gegen den Westen um Macht, um Land, um begrenzte Ressourcen und Ideen. Symbole waren in jedem Krieg wichtig, sie sind es ganz besonders in der muslimischen Vorstellungswelt, die ein rigider Code von Ehre und Scham beherrscht. Und in diesem Kontext sind Symbole nicht bloß Bilder, sondern eine Frage von Leben und Tod. Sie verkörpern Ehre (die es unter Einsatz des Lebens zu verteidigen gilt) und Scham (die zu verhindern man stirbt oder tötet). Der, der tatenlos zusieht, wie seine Symbole demoliert werden, hat seine Ehre verloren.

Eine weitere Beleidigung der in ihrer Ehre Verletzten?
Der Code von Ehre und Scham gilt für die gesamte muslimische Gesellschaft – für Familie, Stamm und muslimische Nation. Und das Mitglied, das diesen Code verletzt – Salman Rushdies großes „Verbrechen“ –, muss hingerichtet werden. Rushdie hat die Ehre der Muslime auf zweierlei Weise verletzt. Er hat dem Islam den Rücken gekehrt. Und er hat dessen unfehlbaren Gründer beleidigt. Dieser Logik zufolge hat die Queen die in ihrer Ehre Verletzten nun ein weiteres Mal beleidigt. Sie schlägt Rushdie zum Ritter– und damit 1,5 Milliarden Muslime ins Gesicht. Denn in der tribalistischen Vorstellungswelt ist die folgenlose Zerstörung der eigenen Ikonen gleichbedeutend mit der Niederlage. Deren Wirklichkeitsgehalt spielt dabei keine Rolle, entscheidend ist allein die Wahrnehmung. Für viele Menschen im Westen ist die Nationalflagge nicht mehr als ein Stück Stoff, das ein paar Patrioten in Ehren halten und dem man die Ehre erweist. Für den inbrünstigen Gefolgsmann des Islam jedoch verkörpert das Banner die Ehre der Nation. Für alle Muslime (und nicht nur für Saudis) ist die saudische Fahne, was für einen gläubigen US-Katholiken beides zusammen wäre, die US-Flagge und das Kreuz. Der Schriftzug auf der saudischen Flagge ist ein islamischer Treueschwur, darunter ist ein Schwert zu sehen.

Ist der im Recht, der die Bombe zündet?
So wie jetzt, wenn ein Abbild der Queen verbrannt wird, haben die Menschen im Westen allzu oft achselzuckend auf die Demolierung ihrer Ikonen reagiert. Denn der Eindruck von Schwäche, den der Westen so hinterlässt, stachelt diese Fußsoldaten nur noch mehr an und treibt bin Laden und seinesgleichen mehr Dschihadisten in die Arme als die Kriege in Afghanistan und im Irak und der israelisch-palästinensische Konflikt zusammen. Besser wäre es, der Westen stünde zusammen und verteidigte seine Symbole und seine Zivilisation entschlossen. Auf Forderungen, sich zu entschuldigen, sollte man stoisch reagieren.
Regierungen wie die Pakistans– die das Feuer noch anheizen– sollten nicht verhätschelt, sondern zur Rechenschaft gezogen werden. Pakistans Religions-Minister, Mohammed Ijaz ul-Haq, sagte vor dem Parlament in Islamabad: „Der Westen bezichtigt die Muslime des Terrorismus. Wenn jemand eine Bombe an seinem Körper zündet, wäre er im Recht, wenn sich die britische Regierung nicht entschuldigt und den Titel des ‚Sir‘ zurückzieht.“ Dafür sollten die USA und Großbritannien seinen Rücktritt fordern.

Die Freiheit des Gewissens und der Kunst
Der nigerianische Schriftsteller Wole Soyinka hat Recht: Der Westen macht einen fatalen Fehler, wenn er es den Kräften der Intoleranz überlässt, das Feld der Beleidigung zu besetzen. Der Westen muss die Stellung halten. Indem sie Salman Rushdie zum Ritter schlägt, ehrt die Queen die Freiheit des Gewissens und der Kunst, die der Westen liebt. Das macht sie statt zu einem Symbol verlorener königlicher Macht zu einem Symbol unseres freiheitlichen Lebens. Lang lebe die Königin!“

(Ayaan Hirsi Ali/ Welt 25.06.07)

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„Toleranz hilft nur den Rücksichtslosen“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/25/toleranz-hilft-nur-den-ruecksichtslosen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/25/toleranz-hilft-nur-den-ruecksichtslosen/#comments Mon, 25 Jun 2007 14:45:27 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/25/toleranz-hilft-nur-den-ruecksichtslosen/ Im folgenden dokumentiere ich die Dankesrede von Henryk M. Broder anlässlich der Verleihung des „Ludwig Börne Preises:

„Toleranz hilft nur den Rücksichtslosen
Ich danke Ihnen, dass sie heute hergekommen sind, um mit mir zu feiern. Wie Sie sich denken können, ist die Verleihung des Ludwig-Börne-Preises an mich nur ein kleiner Schritt vorwärts für die Menschheit, aber ein großer Schritt für mich in Richtung der Hall of Fame der großen Geister. Ich sage das in aller Unbescheidenheit und im vollen Bewusstsein, dass es zum guten Ton und zum Ritual solcher Feiern gehört, sich verwundert und überrascht zu zeigen, dass es nicht einen anderen erwischt hat, einen, der es viel mehr verdient hätte.
Sogar Kardinal Ratzinger hatte vor seiner Wahl zum Papst den Allmächtigen angefleht, er möge den Kelch an ihm vorbeigehen lassen. Nein, ich finde, Helmut Markwort hat die richtige Wahl getroffen.
Je länger ich darüber nachdachte, worüber ich heute reden sollte, umso klarer wurde mir, dass es umso besser wäre, je weniger ich sagen würde. Ich könnte, wie vor kurzem beim Münchener Amtsgericht, vor sie hintreten, ein paar Angaben zur Person machen, ansonsten die Aussage verweigern und den Rest meinen Anwälten überlassen, die heute hergekommen sind, um mich vor Dummheiten zu bewahren.
Grüß Gott, Herr Gelbart; schön, dass Sie da sind, Herr Hegemann. Aber das wäre langweilig, und Dummheiten zu begehen macht viel mehr Spaß, als Dummheiten aus dem Weg zu gehen. Und deswegen möchte ich doch die Gelegenheit nutzen und etwas sagen, auch auf die Gefahr hin, mir eine Blöße zu geben und unsouverän zu erscheinen.
Ich werde in zwei Monaten einundsechzig. Ich kam vor fünfzig Jahren mit meinen Eltern nach Deutschland, ich schreibe seit vierzig Jahren. Ich bin ein Bundesbürger mit Migrationshintergrund, ein Beutedeutscher. Meine Eltern haben den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust überlebt; als ich 1990 nach Berlin kam, war die Mauer schon gefallen, die Glienicker Brücke frei begehbar und der Potsdamer Platz noch eine Brache.
Ich weiß, ich bin ein Glückskind. Ich habe noch jeden Charterflug überlebt, letztes Jahr einen Bestseller geschrieben und eine Tochter, die soeben das Abitur gemacht hat – mit einer Note, die mich an meiner Vaterschaft zweifeln lässt.
Und doch verspüre ich immer öfter ein leises Unbehagen, sobald ich mein Arbeitszimmer verlasse und mich in die Welt begebe, und sei es nur zum Zeitunglesen ins Café Einstein. Es ist kein Katzenjammer, der aus dem Überfluss resultiert, kein Weltschmerz, der sich sich selbst genügt, es ist das Gefühl: Bin ich verrückt, oder sind es die anderen?
Von Oskar Panizza stammt der Satz: Der Wahnsinn, wenn er epidemisch wird, heißt Vernunft. Und diese Art von irrer Vernunft scheint allgegenwärtig. Wie finden Sie es, dass der Umweltminister Sigmar Gabriel demonstrativ Bahn fährt – nur um seinen Fahrer samt Dienstwagen zum Einsatzort nachreisen zu lassen? So kreuzen der Minister und sein Dienstwagen kreuz und quer durch die Republik, jeder für sich und doch vereint in dem Bemühen, die Umwelt zu schonen und mit gutem Beispiel voranzugehen. Und keiner lacht.
Ist es nicht seltsam, mit welcher Heftigkeit das Für und Wider der neuen Frisur von Ursula von der Leyen debattiert wurde? Und wenn man die Diskussionen um die Nachfolge von Sabine Christiansen und Anne Will verfolgte, musste man zu dem Schluss kommen, dass es nicht um die Besetzung zweier Fernsehsendungen, sondern eine Neuregelung der Erbfolge im Hause Habsburg ging.
Ich versuche zu verstehen, warum eine Raketenabfanganlage, die von den Amerikanern in Tschechien gebaut werden soll, den Menschen Angst macht und die Politiker von einer Wiederbelebung des Kalten Krieges phantasieren lässt, während die Tatsache, dass Iran sich zur Atommacht erklärt hat, so gelassen wie ein unvermeidliches Naturereignis hingenommen wird. Es gab keinen Aufschrei der Empörung, als der Direktor des Hamburger Orient-Instituts vor kurzem erklärte, falls Iran wirklich nach Atomwaffen strebe, dann nur deshalb, um mit dem Westen auf gleicher Augenhöhe verhandeln zu können. Teheran gehe es darum, endlich respektiert zu werden.
Europa müsse keine Angst haben, sagte der bekannte Nahost-Experte, Europa wäre „sicher das letzte Ziel, das Iran einfallen würde, falls es wirklich aggressive Absichten verfolgen sollte“. Eine Atommacht Iran wäre nur „für seine Nachbarn“ ein Problem, „für eine säkulare Türkei und natürlich für Israel“, aber Europa, das gute alte Europa, müsse sich „von Iran in keiner Weise bedroht fühlen“.
Vermutlich geht der Mann davon aus, im Falle eines iranischen Atomangriffs auf die Türkei oder auf Israel würde sein Orient-Institut vom atomaren Fallout verschont bleiben, weil er immer so nett und respektvoll über die Mullahs und deren Politik gesprochen hat. Diese Art von Entgegenkommen scheint effektiver und preiswerter zu sein als jeder Raketenschutzschild. Alternativ dazu könnte man auch den Experten selbst als Abwehrwaffe aufbauen, auf einem freien Feld irgendwo in der Lüneburger Heide oder in der Mark Brandenburg, wo er sich dann mit weit ausgebreiteten Armen den anfliegenden iranischen Raketen entgegenstellen und rufen würde: „Verschont uns! Wir sind die Guten!“
Das sind die Momente, in denen ich mich wirklich frage: Bin ich verrückt, oder sind es die anderen? Und wenn es dann auch noch heißt, das Existenzrecht Israels sei nicht verhandelbar, es stehe nicht zur Disposition, höre ich aus solchen Zusicherungen das Gegenteil heraus.
Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Nachbar Ihnen jeden Tag versichern würde, er habe nicht vor, Sie umzubringen, Ihre Frau zu vergewaltigen und hinterher Ihr Haus abzufackeln? Die meisten von Ihnen würden das Problem vermutlich ignorieren, einige besonders Mutige würden den Nachbarn zu einem therapeutischen Gespräch einladen, sich von seiner schweren Kindheit berichten lassen und ihn davon zu überzeugen versuchen, dass man mit Gewalt keine Probleme lösen könne.
Und genau das ist es, was derzeit in Europa passiert. Alle wissen, es gibt ein Problem. Keiner weiß, wie man es lösen könnte. Also wird es entweder ignoriert, oder man sucht nach einem therapeutischen Ansatz, um wenigstens etwas Zeit zu gewinnen. Der Mann in Teheran, der sich eine „World without Zionism“ wünscht, der den letzten Holocaust leugnet und den nächsten plant, der sei doch nur ein Angeber und Wichtigtuer, ein Verbalradikaler, der sich mit markigen Sprüchen gegen seine Konkurrenten daheim zu profilieren versuche. Er meine es nicht so, und falls er doch an einer Atombombe baue, werde diese frühestens in drei bis fünf Jahren fertig sein. Kein Grund also, beunruhigt zu sein, zumal im schlimmsten aller Fälle es nur die säkulare Türkei und „natürlich Israel“ erwischen würde.
Ich hatte es mir vorgenommen, heute ausnahmsweise nichts zur Appeasement-Politik der Europäer gegenüber dem neuen Totalitarismus zu sagen, der die Tradition des Faschismus und Kommunismus aufnimmt, um sie diplomatisch und technologisch weiterzuentwickeln. Ich mag mich nicht wiederholen. Freilich: Wir haben es immer wieder mit derselben Situation zu tun: Dem Tatendrang der einen Seite, die sich als der bewaffnete Arm Gottes versteht, steht das hilflose „Nie wieder!“– und „Wehret den Anfängen!“-Gestammel der anderen Seite gegenüber, die nicht gemerkt hat oder nicht merken will, dass die Anfänge schon lange vorbei sind. Das Engagierteste, das man von ihr erwarten kann, ist das alljährliche Gedenken an die Befreiung von Auschwitz, denn nicht nur in Deutschland, in ganz Europa wird der Kampf gegen die Nazis umso heftiger geführt, je länger das Dritte Reich tot ist.
Wenn sich aber ein deutscher Angler in Grenzgewässern versegelt und anschließend zu achtzehn Monaten Gefängnis verurteilt wird oder fünfzehn britische Soldaten festgenommen und der Welt als Spione vorgeführt werden, dann macht sich Ratlosigkeit breit; man möchte den Dialog mit dem despotischen Regime nicht gefährden und auf keinen Fall mit Sanktionen drohen, denn das würde die Lage nur verschlimmern.
Einer der britischen Soldaten brachte die Situation nach seiner Freilassung und Heimkehr auf den Punkt. Er sagte: Fighting was no option. Wozu wird dann einer Soldat, wenn Kämpfen keine Option ist? „Fighting is no option“ wäre ein schönes Motto für die europäische Verfassung, man sollte den Satz auch auf alle Euroscheine drucken.
Aber ich will heute nicht granteln und nicht zürnen, mich nicht über den Verfall der Werte und die Volksmusikabende im öffentlich-rechtlichen Fernsehen aufregen. Ich will mich am liebsten überhaupt nicht mehr aufregen. Ich finde die vielen hauptamtlichen Aufreger nur noch lächerlich. Sie sitzen bei Christiansen, bei Illner oder im Presseclub und geben Sätze von sich, die sich so anhören wie ein rostiges Gartentor, das man vor zehn Jahren zuletzt geölt hat. Vor die Wahl zwischen Depression und Aggression gestellt, habe ich mich immer für die Aggression entschieden. Das erschien mir bekömmlicher. Inzwischen freilich suche ich nach einem dritten Weg, nicht weil ich weiser, sondern weil ich müder geworden bin. Irgendwann fiel mir auf, dass mein Blick öfter von Anzeigen für Seniorenresidenzen und den Treppenlift von Lifta als von der Werbung für Dessous von Victoria’s Secret angezogen wird. Ich bin darüber so erschrocken, dass ich mich inzwischen dazu zwinge, Berichte über das Liebesleben der Jungs von Tokio Hotel zu lesen, um den Anschluss an die Moderne nicht zu verlieren.
Aber diese Strategie der Ablenkung kostet Kraft, und sie funktioniert nur bedingt. Denn allen guten Vorsätzen zum Trotz rege ich mich immer noch auf, öfter und heftiger, als ich es möchte. Um am Ende immer wieder bei der Frage zu landen: Bin ich verrückt, oder sind es die anderen? Ist es wirklich wahr, oder habe ich es mir nur eingebildet, dass der Intendant eines Berliner Theaters über die Killer, die unter dem Markenlogo RAF anderer Menschen Blut vergossen haben, sagt, sie seien „keine gewöhnlichen Mörder“ gewesen, „die töteten, um sich zu bereichern“, sondern fehlgeleitete Idealisten ohne materielle Interessen, die „etwas gegen die Ermordung von Hunderttausenden von Kindern und Frauen“ in Vietnam unternehmen wollten?
Abgesehen davon, dass auf dem Höhepunkt der RAF-Aktionen der Vietnamkrieg schon vorbei war, müsste nach einem solchen Satz die Erde beben – so lange, bis der Intendant vom eigenen Orchestergraben verschluckt wird.
Kann es wirklich sein, dass der rechtskräftig verurteilte Mörder eines elfjährigen Kindes mit einer Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Erfolg hat, weil seine Menschenrechte durch die Androhung körperlicher Schmerzen beim polizeilichen Verhör verletzt wurden? Er habe, berichtete der Anwalt der Mörders, „ergriffen und tief berührt“ auf die gute Nachricht aus Straßburg reagiert, dass der Gerichtshof seine Beschwerde zur Entscheidung angenommen habe. Und wenn das Verfahren aufgerollt wird, stehen die Chancen nicht schlecht, dass es mit einem Freispruch beendet wird, weil die Regeln eines fairen Verfahrens verletzt wurden.
Ich weiß, auch ein Mörder hat einen Anspruch auf einen Prozess nach den Regeln der Strafprozessordnung, aber ein elfjähriges Kind, dessen Recht auf Leben missachtet wurde, hat einen Anspruch darauf, dass der Mörder nicht zum Opfer seiner eigenen Tat stilisiert wird. Theoretisch sind das alles Selbstverständlichkeiten, über die man eigentlich nicht reden müsste.
Dass es praktisch keine Selbstverständlichkeiten sind, hat damit zu tun, dass der gesunde Menschenverstand außer Kraft gesetzt und durch drei Untugenden ersetzt wurde: Äquidistanz, Relativismus und Toleranz.
Ja, sie haben sich nicht verhört: Ich sagte Toleranz. Toleranz war das Gebot der Zeit, als Lessing seinen Nathan in eine Welt setzte, die vertikal organisiert war. Die einen waren oben und die anderen waren unten, und dazwischen war wenig. Aber in horizontal organisierten Gesellschaften, in denen es kein Oben und kein Unten, sondern ein breites Spektrum an homogenisierten Angeboten gibt, unter denen man wählen kann, in horizontal organisierten Gesellschaften kommt das Toleranzgebot nicht den schwachen, sondern den Rücksichtslosen zugute. Sie sind es, die mit der Toleranzkeule um sich schlagen und Rechte einfordern, die sie anderen verweigern.
Wir werden täglich aufgerufen, für alle möglichen Fundamentalismen und Fanatismen Verständnis zu haben und Toleranz zu praktizieren, Vorleistungen zu erbringen, ohne Gegenleistungen zu erwarten. Ein deutscher Nobelpreisträger hat den Vorschlag gemacht, eine Kirche in eine Moschee umzuwidmen, als GoodwillGeste den Muslimen gegenüber. Bis jetzt warten wir vergeblich auf den Vorschlag eines islamischen Intellektuellen, eine Moschee in eine Kirche umzuwandeln, denn so eine Idee, öffentlich geäußert, könnte ihn sein Leben kosten. So wie es einen afghanischen Muslim fast das Leben kostete, als er zum Christentum konvertierte. Er entging der Todesstrafe nur dadurch, dass er für verrückt erklärt wurde, nachdem sich Politiker von Angela Merkel bis Kofi Annan seiner angenommen hatten.
Toleranz steht auf dem Paravent, hinter dem sich Bequemlichkeit, Faulheit und Feigheit verstecken. Toleranz ist die preiswerte Alternative zum aufrechten Gang, der zwar gepredigt, aber nicht praktiziert wird.
Wer heute die Werte der Aufklärung verteidigen will, der muss intolerant sein, der muss Grenzen ziehen und darauf bestehen, dass sie nicht überschritten werden. Der darf „Ehrenmorde“ und andere Kleinigkeiten nicht mit dem „kulturellen Hintergrund“ der Täter verklären und den Tugendterror religiöser Fanatiker, die Sechzehnjährige wegen unkeuschen Lebenswandels hängen, nicht zur Privatangelegenheit einer anderen Rechtskultur degradieren, die man respektieren müsse, weil es inzwischen als unfein gilt, die Tatsache anzusprechen, dass nicht alle Kulturen gleich und gleichwertig sind.
Wer sich zur selektiven Intoleranz bekennt, der wird auch darauf achten, nicht in die Falle der Äquidistanz und des Relativismus zu tappen. Inzwischen kann man auf jeder Tupperware-Party Punkte sammeln, wenn man nur erklärt, George Bush und Osama Bin Laden seien aus demselben Holz geschnitzt, die Zahl der Menschen, die bei Terroranschlägen ums Leben kommen, sei viel kleiner als die Zahl der Verkehrstoten, und die christlichen Kreuzfahrer hätten viel mehr Blut vergossen als die islamischen Terroristen heute. So kann man sich aus der Wirklichkeit schleichen, aber man entkommt ihr nicht. Ich wäre nicht überrascht, wenn demnächst eine Kannibalen-Selbsthilfegruppe ihre Anerkennung als Alternative zur vegetarischen Lebensweise fordern würde, zeichnen sich doch beide durch eine gewisse Einseitigkeit aus.
Vor kurzem hat ein Berliner Verwaltungsgericht zugunsten einer politischen Gruppe entschieden, die zu einer Anti-Kriegs-Demonstration aufgerufen hatte. Der Berliner Polizeipräsident hatte den Veranstaltern untersagt, bei der Demo Fahnen und andere Symbole der Hisbollah zu führen. Die Demonstranten aber fühlten sich eines Grundrechts beraubt und riefen das Gericht an. Das entschied, die Hisbollah sei Partei in einem bewaffneten Konflikt, bei dem man sowohl die eine wie die andere Seite unterstützen könne. Und so werden die Kinder und Enkel der Judenmörder von gestern demnächst unter der Fahne der Judenmörder von morgen für eine gerechte Endlösung der Nahost-Frage demonstrieren.
Womit ich wieder bei der Mutter aller Fragen wäre: Bin ich verrückt, weil ich so etwas absurd und obszön finde, oder sind es die anderen, die nichts dabei finden? Habe ich ein Wahrnehmungsproblem oder der Präsident des Frankfurter Landgerichts, der mich wegen Beleidigung angezeigt hat, weil ich mir erlaubt habe, darauf hinzuweisen, die Richter der Bundesrepublik seien „die Erben der Firma Freisler“? Offenbar habe ich etwas übersehen. Die Bundesbahn ist die Rechtsnachfolgerin der Reichsbahn, die Bundeswehr ist die Rechtsnachfolgerin der Reichswehr und der Wehrmacht, die ganze Republik trägt schwer am Erbe des Dritten Reiches. Nur die Wiege der bundesdeutschen Justiz stand ganz allein in einer Suppenküche der Heilsarmee, wo sonst.
Ich bin mir durchaus der Absurdität des Augenblicks bewusst. Ich bekomme einen Preis, der nach einem Juden benannt ist, der an Deutschland gelitten hat. An Deutschland zu leiden scheint überhaupt eine sehr jüdische Tugend zu sein: von Börne und Heine über Jakob Wassermann zu Wolf Biermann und Marcel Reich-Ranicki. Ich möchte mich dieser Tradition gerne verweigern. Wenn ich schon leiden muss, dann nicht an Deutschland, sondern an meiner eigenen Unvollkommenheit. Ich weiß, welche Rolle ich spiele: die des jüdischen Pausenclowns, der in einer großen Manege seine kleinen Kunststücke vorführen darf. Ich will gar nicht bestreiten, dass es mir Spaß macht und dass ich es gerne mache, meine Clownereien sind ein Beweis dafür, wie liberal die Gesellschaft geworden ist, die sogar meine Grenzverletzungen goutiert, solange sie dabei unterhalten wird.
Ich habe mich in einer Nische eingerichtet, aus der ich manchmal zu entkommen versuche: nach Island, nach Kalifornien, weit weg von deutschem Größenwahn, jüdischer Wehleidigkeit und multikulturellen Missverständnissen. Und dann zieht es mich doch zurück in die Arena der Eitelkeiten, zu den anderen Pausenclowns, die mit dem Finger aufeinander zeigen und sich gegenseitig vorwerfen, Profiteure der repressiven Toleranz zu sein.
Die Frage, ob ich verrückt bin oder die anderen, werden wir heute nicht klären können, sie muss offen bleiben, vorläufig. Ich weiß nur, dass ich nicht der Einzige bin, der sie sich stellt. Jemand, dem ich viel verdanke, bei dem ich viel gelernt und einiges geklaut habe, hat sie sich immer wieder gestellt: der Geschichtenerzähler und Kabarettist Hanns Dieter Hüsch, das Schwarze Schaf vom Niederrhein. Hüsch war, ohne selbst den Anspruch zu erheben, ein Philosoph oder, wie man auf Jiddisch sagen würde: a Mensch. Er hat von der „Solidarität der Einzelidioten“ gesprochen und viele wunderbare Texte geschrieben, darunter einen, der in meinem Kopf rumort, seit ich ihn das erste Mal gehört habe. Erlauben Sie mir, als Verbeugung vor einem großen Meister der Sprache Ihnen diesen Text vorzulesen:
Ich sing für die Verrückten
Die seitlich Umgeknickten
Die eines Tags nach vorne fallen
Und unbemerkt von allen
An ihrem Tisch in Küchen sitzen
Und keiner Weltanschauung nützen
Die tagelang durch Städte streifen
Und die Geschichte nicht begreifen

Die sich vom Kirchturm stürzen
Die Welt noch mit Gelächter würzen
Und für den Tod beizeiten
Sich selbst die Glocken läuten
Die mit den Zügen sich beeilen
Um nirgendwo zu lang zu weilen
Die jeden Abschied aus der Nähe kennen
Weil sie das Leben Abschied nennen
Die auf den Schiffen sich verdingen
Und mit den Kindern Lieder singen
Die suchen und die niemals finden
Und nachts vom Erdboden verschwinden

Die Wärter stehen schon bereit mit Jacken
Um werkgerecht die Irrenden zu packen
Die freundlich auf den Dächern springen
Für diese Leute will ich singen
Die in den großen Wüsten sterben
Den Schädel längst schon voller Scherben
Der Sand verwischt bald alle Spuren
Das Nichts läuft schon auf vollen Touren
Die sich durchs rohe Dickicht schieben
Vom Wahnsinn wund und krank gerieben
Die durch den Urwald aller Seelen blicken
Den ganzen Schwindel auf dem Rücken

Ich sing für die Verrückten
Die seitlich Umgeknickten
Die eines Tags nach vorne fallen
Und unbemerkt von allen
Sich aus der Schöpfung schleichen
Weil Trost und Kraft nicht reichen
Und einfach die Geschichte überspringen
Für diese Leute will ich singen.
Hanns Dieter, ich danke dir. Und ich danke Ihnen, dass Sie mir zugehört haben.“

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Anatomie des Aufruhrs http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/22/anatomie-des-aufruhrs/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/22/anatomie-des-aufruhrs/#comments Fri, 22 Jun 2007 20:35:44 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/22/anatomie-des-aufruhrs/
Anlässlich der Proteste gegen den Ritterschlag Salman Rushdies untersuchen der indische Dichter Ranjit Hoskoté und deutsch-bulgarische Schriftsteller Ilija Trojanow in einem Artikel für die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Anatomie des Aufruhrs. Das pakistanische Parlament etwa hat die britische Regierung aufgefordert, den Beschluß, Rushdie mit dem Ritterschlag zu ehren, wieder rückgängig zu machen und der pakistanische Minister für religiöse Angelegenheiten sagte, die Auszeichnung, die viele Millionen Muslime angeblich verletze, rechtfertige Selbstmordattentate! Er forderte die islamischen Länder auf, diplomatische Beziehungen zu Großbritannien abzubrechen. Die Muslime müssten sich vereinigen, ansonsten werde sich die Situation verschlimmern und Salman Rushdie sogar einen Sitz im britischen Parlament bekommen, heizte der Minister die Stimmung an. In Kuala Lumpur wünschten Demonstranten vor der britischen Vertretung Großbritannien zur Hölle und riefen: „Vernichtet Rushdie“. In Teheran, wo Ayatollah Khomeini im Februar 1989 die Fatwa verhängte, die zum Mord Rushdies wegen angeblicher Gotteslästerung aufrief, wird Rushdies Ritterschlag als Beleidigung verurteilt. Eine Organisation lobte eine Belohnung von 80.000 Pfund aus für die Hinrichtung „des Abtrünnigen Salman Rushdie“. Es werden dieselben Hassparolen bemüht, die nach 1989 erklangen, als die Muslime in aller Welt zum Protest gegen Rushdies Roman mobilisiert wurden und die ganz ähnlich unlängst nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in Dänemark zu hören waren. Aber auch in Großbritannien melden sich Stimmen zu Wort, die dieselben Floskeln bemühen. Der 1998 als erster Muslim ins Oberhaus beförderte Lord Ahmed erklärte sich entsetzt über Rushdies Ritterschlag. Vor zwei Wochen habe der Premierminister zur Versöhnung zwischen Großbritannien und der muslimischen Welt aufgerufen und „plötzlich wird einem Mann, der nicht nur Muslime, sondern auch Christen beleidigt hat, ein Rittertitel verliehen“. Der in Pakistan geborene und in England aufgewachsene Ahmed sagte, das Vertrauen, das in Großbritannien mühsam zwischen den Religionen aufgebaut wurde, sei beschädigt worden durch diese „provozierende Entscheidung“. Es gehe zu weit, einen Mann zu ehren, der „Blut an den Händen habe“. Ahmeds inakzeptable Äußerungen haben andere wiederum veranlasst zu fragen, was sich die Labour-Regierung mit seiner Erhebung ins Oberhaus gedacht hat. Aber jetzt zum Artikel „Anatomie des Aufruhrs“:

„So spielen sich viele Demonstrationen in Pakistan oder Indien ab: Einige hundert jüngere Männer, Bildnisse des jüngsten Sünders in der Hand, stehen herum, unterhalten sich, nehmen fotokopierte Zettel mit aufhetzenden Tiraden entgegen, rufen von Zeit zu Zeit einen Slogan aus und warten offensichtlich auf einen Startschuss. Zwischen ihnen bewegen sich zielstrebig einige pompöse Organisatoren, die man an den Handys am Ohr erkennt.

Dann tauchen die Fernsehkameras auf, und die Männer verwandeln sich in wütende Furien, dirigiert von den Rädelsführern mit den Handys, sie schreien sich mit verzerrten Gesichtern die Seele aus dem Leib, sie setzen die Bildnisse in Brand, bevor sie auf ihnen herumtrampeln. Kaum sind die Kameras verschwunden, beruhigt sich der Volkszorn wieder, und die Männer gehen bald darauf auseinander, um irgendwo einen Tee zu trinken, in Erwartung des nächsten Kampfaufrufes. Sie zählen die Münzen, die man ihnen zugesteckt hat – ihr einziger Tagesverdienst. Der öffentliche Zorn ist so groß wie der Fernsehbildschirm.

Ereignisse müssen im lokalen Kontext gesehen werden

Der Sünder des Augenblicks ist mal wieder Salman Rushdie, und die Empörung im Westen über die Todesdrohungen gegen ihn schlägt erneut hohe Wellen. Wieso, wundern sich viele Kommentatoren hierzulande, sind die Wunden über seine als Blasphemie empfundenen „Satanischen Verse“ in den knapp zwanzig Jahren seit ihrer Veröffentlichung nicht geheilt? Zwar wird dabei die ganze islamische Welt über einen Kamm geschoren, doch die öffentlichen Proteste finden vor allem in Iran und Pakistan statt, zwei Länder, die sich in einem dramatischen innenpolitischen Tumult befinden. Und in solchen Krisen ist der Fall Rushdie ein exzellentes Spektakel, ja eines der sichersten Instrumente öffentlicher Agitation.

Die Ereignisse der letzten Tage können nicht ohne Berücksichtigung des jeweiligen lokalen Kontextes verstanden werden: In Pakistan gilt Präsident Musharraf vielen als Marionette Washingtons, als ein Verräter an den Mudschahedin, und er muss einen Kampf gegen die säkularen Kräfte im Land ausfechten, weil er eigenmächtig den Obersten Verfassungsrichter Iftikar Chaudhuri seines Amtes enthoben hat. Zudem wird Pakistan gebeutelt von regionalen Sezessionsbestrebungen in Belutschistan und Sindh sowie parteipolitischen Konfrontationen mit den islamistischen Regierungen in einigen der Provinzen.

Aufruhren sind in Pakistan an der Tagesordnung

In diesem Zusammenhang bietet Rushdie eine einfache Chance, ein Passionsspiel zu inszenieren, bei dem sich Splitterparteien zu profilieren vermögen und die Regierung ablenken kann. Jeder kennt das Skript, die Symbolik ist allen vertraut. So muss nur noch die Logistik des Protestes zur Verfügung gestellt werden – die Lastwagen, die Megaphone, die Fahnen und Plakate. Selbst die Bühnen sind allen bekannt, die Plätze vor bestimmten Moscheen, die öffentlichen Parks. Schließlich bedarf es nur noch eines Anrufes bei den Fernsehstationen – und man hat sich mit einfachen Mitteln eine Weltöffentlichkeit gesichert. Das laute Entsetzen im Westen steigert die lokale Aufmerksamkeit. Die Organisatoren solcher Proteste verstehen sich auf die Ästhetik und die Macht des Fernsehens.

Solcher Aufruhr ist in Pakistan an der Tagesordnung. Doch im Gegensatz zu den theatralischen Selbstdarstellungen der Anti-Rushdie-Demos verlaufen andere, von den Medien weniger beachtete Unruhen erheblich blutiger, wie etwa der Protest vor zwei Tagen in Karachi gegen die unzuverlässige Stromversorgung. Was für das westliche Auge außergewöhnlich erscheint, ist ein alltäglicher Teil des politischen Dramas, bei dem die Agitatoren zynisch manipulativ ihre jeweiligen Agenden massenwirksam inszenieren. Die Anatomie des Aufruhrs ist stets dieselbe, unabhängig von den jeweils verfolgten Interessen oder den religiösen Positionen.

Student verprügelt und gesetzeswidrig verhaftet

Vor wenigen Wochen gab es in der westindischen Universitätsstadt Baroda einen ähnlich gelagerten Fall: Ein junger Student hatte im Rahmen der jährlichen Sammelausstellung an seiner Kunstakademie einige Bilder gezeigt, darunter die Figur eines hinduistischen Gottes mit vielen verschiedenen Köpfen, umgarnt von rosaroten Penissen, sowie ein Kreuz, von dem ein Phallus herabhängt. Am Eröffnungsabend stürmten Aktivisten der VHP (Vishwa Hindu Parishad, der Hinduweltverband, eine faschistoide Hindubewegung) den Campus, das Fernsehen und die Polizei im Schlepptau.

Ihr Anführer rannte mit erhobenem Zeigefinger von Bild zu Bild und schrie seine Anschuldigungen heraus. Er wiederholte, wie auswendig gelernt, dies sei ein perfider Angriff gegen die religiösen Gefühle, den man nicht tolerieren werde. Es entbehrt nicht der Ironie, dass die VHP, die alle anderen Religionen am liebsten aus Indien verbannen würde und vor knapp zehn Jahren Kirchen in demselben Bundesstaat (Gujarat) niedergebrannt hatte, sich in diesem Fall auch zum Anwalt christlicher Feinfühligkeit erhob. Die Aktivisten verprügelten den Studenten, die Polizei verhaftete ihn gesetzeswidrig, und er verbrachte eine Woche im Gefängnis. Erst eine massive öffentliche Kampagne von Intellektuellen, Rechtsanwälten und Künstlern bekam ihn frei.

Politischer Aktivismus mit zirkusreifen Aufführungen

Auch in diesem Fall war die ganze Aktion offensichtlich für die Fernsehkameras vorbereitet, und ein unbekannter örtlicher Unruhestifter gelangte zu nationaler Berühmtheit. Wie so oft agierte der Anführer als Choreograph der Gewalt; die Mitläufer bildeten das Corps des Zorns. Es fällt auf, dass die Fanatiker, ob in Pakistan oder Indien, sich Künstler als Prügelknaben aussuchen, denn so können sie leicht, ohne Risiko und ohne inhaltliche Verpflichtung, politischen Profit schlagen. Die eigenen Anhänger werden um eine erfolgreich durchgefochtene Tat geschart, die Aktien der öffentlichen Bekanntheit steigen.

In diesen Länder besteht der politische Aktivismus zu großen Teilen aus solchen zirkushaften Aufführungen, bei denen Probleme geschaffen und zugleich heldenhaft gelöst werden, die mit den wahren, stillen Krisen der Gesellschaft nichts gemein haben. Mit Vernunft kann man gegen solche Proteste nichts ausrichten. Eine Offenbarung kann man mit Vernunft in Frage stellen, nicht aber Propaganda. Und diese Propaganda gibt den vielen ungebildeten und arbeitslosen jungen Männern ein erhebendes, in Momenten geradezu ekstatisches Gefühl, indem sie ihnen vorgaukelt, ihr größtes Anliegen sei dank ihrer stolzen Hilfe verteidigt worden. Jene, die sich als Opfer der Geschichte sehen, werden für eine kurze Zeit zu Verteidigern ihrer Würde. Und dafür kommt der Ritterschlag für Salman Rushdie gerade recht.“
(Von Ranjit Hoskoté und Ilija Trojanow/FAZ vom 22.7.07)

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Neues vom Kölner Moscheestreit http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/22/neues-vom-koelner-moscheestreit/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/22/neues-vom-koelner-moscheestreit/#comments Fri, 22 Jun 2007 19:47:20 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/22/neues-vom-koelner-moscheestreit/

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“Wir wollen und wir werden nie wieder Opfer sein” http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/21/wir-wollen-und-wir-werden-nie-wieder-opfer-sein/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/21/wir-wollen-und-wir-werden-nie-wieder-opfer-sein/#comments Thu, 21 Jun 2007 10:46:07 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/21/wir-wollen-und-wir-werden-nie-wieder-opfer-sein/ Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, hat die Linke wegen ihrer Politik gegenüber den Islamisten im Nahen Osten scharf kritisiert: Das „alte SED-Gift“ wirke weiter in ihr, sagte Graumann , der neben Salomon Korn zu den Stellvertretern von Zentralrats-Präsidentin Charlotte Knobloch gehört, der taz. Schon die DDR-Führung habe die blutigsten Israel-Feinde unter den Terroristen im Nahen Osten massiv unterstützt. Das habe zu „Tausenden von Terroropfern“ in Israel geführt, so Graumann weiter.

An den Händen der DDR-Partei- und Staatsspitze habe das Blut von Israelis gehangen, sagte Graumann am Dienstag bei einer gemeinsamen Tagung des Zentralrats und der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Titel „Das Israelbild in Deutschland – Der Sechs-Tage-Krieg als Wendepunkt?“. Er kritisierte, die am Wochenende aus der PDS und der WASG entstandene Partei stehe auch heute noch in der Tradition der Israelfeindschaft der DDR-Führung: „Das Gift hat eine neue Plattform.“

Graumann griff namentlich den neuen Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine scharf an. Er verwies darauf, dass Lafontaine von einer deutschen Neutralität zwischen Israel und der Hisbollah gesprochen habe. Unhaltbar ist für Graumann auch Lafontaines Frage, ob nicht auch der Iran Atomwaffen habe dürfe, wenn Israel sie besitze. Außerdem zeigte sich der Zentralrats-Vize empört darüber, dass die Linkspartei ganz offiziell einen Minister der israelfeindlichen Hamas nach Deutschland eingeladen hatte. Der Besuch war nur deshalb nicht zustande gekommen, weil der Minister keine Einreiseerlaubnis für die Bundesrepublik bekam. Zwischen ihm und Lafontaine, so Graumann ironisch, bestehe angesichts von dessen Äußerungen zum Nahen Osten mittlerweile eine enge „Brieffreundschaft“.

Graumann betonte, natürlich sei der Zentralrat „keine Außenstelle der israelischen Regierung“. Andererseits seien die Juden in Deutschland, was das Schicksal Israels angehe, Partei: „Wir wollen und wir werden nie wieder Opfer sein“, sagte Graumann. Er erinnerte daran, dass der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad schon mehrfach damit gedroht habe, Israel zu vernichten. Diese Äußerungen seien ernst zu nehmen. Ahmadinedschad strebe offensichtlich einen „neuen Holocaust“ an. Die jüdische Geschichte habe erwiesen, dass es nötig sei, jeden ernst zu nehmen, der damit drohe, die Juden umzubringen.
(Quelle: Philipp Gessler, taz vom 21.6)

Ergänzend möchte ich noch auf zwei Sachen hinweisen: Einerseits auf ein Interview aus der aktuellen Jungle World mit dem Sprecher des Landesarbeitskreis Shalom in der Linksjugend solid (Linksjugend???), dem Jugendverband der Partei Die Linke, Björn Tielebein, und andererseits auf ein Radiofeature des mittlerweile legendären „Radio Corax“ aus Halle zum Thema Antisemitismus in der DDR.

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Antiamerikanismus bei laut.de http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/21/antiamerikanismus-bei-lautde/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/21/antiamerikanismus-bei-lautde/#comments Thu, 21 Jun 2007 09:25:06 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/21/antiamerikanismus-bei-lautde/
Da jemand in meinem Freundeskreis seltsamerweise eine Vorliebe für die True Metal Schwuchteln von Manowar hat, habe ich anlässlich der Beschaffung eines Geschenkes für diese Person eine kleine Recherche durchgeführt und bin bei dem bekannten Musikportal laut.de auf ein krasses Beispiel des gerade für Deutschland so typischen Antiamerikanismus aufmerksam geworden. So schreibt ein gewisser Michael Edele in einer Review des Albums „Warriors of the World“ von 2002:

„Fuck, no! Bei so viel Patriotismus platzt mir einfach der Arsch. Amerika nach dem 11. September auf einmal in die Opferrolle zu stellen, finde ich einfach nur arm. Wer jetzt wieder nur auf Patriotismus macht, hat von der Realität scheinbar keinen Schimmer.“

Wer hier von der Realität keinen Schimmer hat scheint mir recht klar zu sein. Michael Edele, halt dein Maul!

Apropos Manowar: Mir ist ebenfalls bei meiner Recherche aufgefallen, dass der Gitarrist besagter Band identisch ist mit der „Big Brother“ Haus Bewohnerin Kathrin. Glaubt ihr nicht? Dann schaut mal hier:


Wer jetzt meint, das wäre weit hergehohlt, dem gebe ich mal zu bedenken, dass noch niemand „beide“ an einem Ort gesehen hat!

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Christenverfolgung im Gaza-Streifen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/20/christenverfolgung-im-gaza-streifen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/20/christenverfolgung-im-gaza-streifen/#comments Wed, 20 Jun 2007 13:20:42 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/20/christenverfolgung-im-gaza-streifen/ Der christlichen Minderheit im Gaza-Streifen stehen nach der Machtübernahme der Hamas unheilvolle Zeiten bevor. Nachdem am Sonntag eine katholische Kirche und die dazugehörige Schule der Brandschatzung zum Opfer gefallen waren, hat sich nun der Islamistenführer Sheik Abu Saqer gegenüber „WorldNetDaily“ zur Zukunft der etwa 2000 Christen in Gaza geäußert.

Der Kopf der Bewegung „Jihadia Salafiya“ hat dabei betont, dass Christen von nun an nur dann sicher in Gaza leben könnten, wenn sie das islamische Gesetz akzeptieren. Darin eingeschlossen sei etwa der Verbot von Alkohol und die Kopftuchpflicht für Frauen. Wörtlich verkündete Abu Saqer: „Ich erwarte von unseren christlichen Nachbarn, dass sie verstehen, dass die neue Hamas-Herrschaft einen radikalen Wandel bedeutet. Sie müssen bereit sein für die islamische Herrschaft, wenn sie weiterhin in Frieden in Gaza leben wollen.“

Abgesehen von der christlichen Missionierung führt der radikal-fundamentalistische Muslim auch einen Feldzug gegen westliche Vergnügungseinrichtungen: „Auch die Aktivitäten von Internetcafés, Billardhallen und Bars müssen gestoppt werden. Wenn es weitergeht, werden wir diese Dinge mit aller Härte angreifen.“

(Yedioth Ahronot, 19.06.07)

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Ethel und Julius Rosenberg http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/19/ethel-und-julius-rosenberg/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/19/ethel-und-julius-rosenberg/#comments Tue, 19 Jun 2007 21:44:35 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/19/ethel-und-julius-rosenberg/
Heute vor 54 Jahren, am 19.6. 1953, wurde das US-Amerikanische Ehepaar Ethel und Julius Rosenberg hingerichtet. Den beiden wurde Spionage für die Sowjetunion vorgeworfen, ein Vorwurf, den die beiden bis zuletzt bestritten. Die Hinrichtung von Julius verlief planmäßig. Bei Ethel mussten mehrere Stromstöße zum Einsatz kommen, nachdem nach Ablegen der Elektroden wider Erwarten noch Herztätigkeit festgestellt wurde. Zum Zeitpunkt ihres Todes war Julius 35 und Ethel 37 Jahre alt. Die Rosenbergs hatten zwei Söhne, Robert und Michael Rosenberg, die nach der Hinrichtung ihrer Eltern zur Adoption freigegeben wurden.
Beide hatten sich in den 30ern in der „Young Communist League“ von New York kennen- und lieben gelernt.

Die Tatsache, dass die Rosenbergs Juden waren, spielte bei ihrem Prozess eine Rolle. „Besonders die amerikanischen Juden wurden der Sympathie, wenn nicht gar der Komplizenschaft mit dem Kommunismus verdächtigt“, schreibt dazu Enzo Traverso, denn: „Im Kalten Krieg wurde die UdSSR zum totalitären Feind erklärt, gegen den alle Energien der freien Welt entfaltet werden mussten. Deshalb bestand die Gefahr, dass die Erinnerung an die Judenvernichtung und die Verbrechen der Nazis die öffentliche Meinung desorientieren.“ Vielen Nazideutschen und anderen diente und dient der Fall der Rosenbergs hingegen zur Relativierung ihrer Taten.
Der Hauptzeuge gegen die Rosenbergs war der Bruder Ethels, David Greenglass, und dessen Frau, Ruth Greenglass, ebenso ein geständiger Spion namens Harry Gold, der schon im Dezember verurteilt worden war. Alle drei Hauptzeugen waren ebenfalls der Spionage angeklagt und dienten als Kronzeugen. Greenglass hatte während des 2. Weltkrieges in Los Alamos gedient, wo an den Bomben gearbeitet wurden, die schließlich über Hiroshima und Nagasaki gezündet wurden. Der Tatvorwurf, der vom Gericht etabliert wurde, lautete, daß Julius und Ethel Rosenberg David Greenglass im Jahre 1944 dazu angestiftet hätten, Diagramme über die Funktionsweise der Atombombe an den Kurier Harry Gold zu übergeben, der sie über den bekannten Spion Klaus Fuchs an die Russen weitergegeben hätte. In der Presse war Julius Rosenberg direkt nach seiner Festnahme als Mitglied des vermeintlichen Spionagerings um Klaus Fuchs bezeichnet worden. Die Festnahme Ethel Rosenbergs, die bis zum Ende lediglich angeklagt war, die gestohlenen Dokumente abgetippt zu haben, diente nach internen FBI-Berichten vor allem dazu, Julius dazu zu bringen, andere Mitglieder des vermeintlichen Spionagerings zu verraten.
Nach Aussage des Führungsoffiziers von Julius Rosenberg, Alexander Feklisow, nach Ende des Kalten Krieges und dem neueren Stand der Forschung war dieser tatsächlich an der Weitergabe, allerdings weniger bedeutender, militärischer Informationen an die Sowjetunion beteiligt. Ethel wurde hingegen von Feklisow weitgehend entlastet und wurde vermutlich unschuldig hingerichtet. Dies wird zusätzlich durch die posthum erschienenen Memoiren von Nikita Crustschows gestützt. Am 5. Dezember 2001 gab Ethels jüngerer Bruder, David Greenglass (79), der fünfzehn Jahre wegen Spionage in Haft war und seit 1960 unter falschem Namen lebt, ein Interview in der CBS-Nachrichtensendung „60 Minutes,“ in dem er zugab, daß er mit der Staatsanwaltschaft einen „Deal“ ausgehandelt hatte. Man habe ihm zugesagt, seine ebenfalls unter Spionageverdacht stehende Frau aus dem Spiel zu lassen, wenn er gegen seine Schwester aussagen würde. Da es da wenig auszusagen gab, sog Bruder David sich einiges aus den Fingern. Er behauptet, im Leben nicht damit gerechnet zu haben, daß man sie dafür hinrichten würde.
Die Weitergabe wichtiger Informationen zum Bau der Atombombe an die Sowjets erfolgte tatsächlich durch Theodore Alvin Hall, einen Wissenschaftler und Doppelagenten in Los Alamos, wie dieser selbst später eingestand.

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Spanking http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/17/spanking/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/17/spanking/#comments Sun, 17 Jun 2007 17:16:13 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/17/spanking/

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Magdeburg http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/17/magdeburg/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/17/magdeburg/#comments Sun, 17 Jun 2007 15:35:36 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/17/magdeburg/
Magdeburg ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und mit rund 230 000 Einwohnern nach Halle die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Stadt an der Elbe ist bekannt für ihr bedeutendes historisches Erbe als Kaiserpfalz Ottos I., des wahrscheinlich ersten Kaisers des Heiligen Römischen Reiches ab 962. Weitere Bekanntheit erlangte Magdeburg als Neonazi-Hochburg. Trauriger Höhepunkt derer Aktivitäten waren die Ermordung zweier Punks in den 90ern.
Der 23-jährige Torsten Lamprecht hatte infolge eines Überfalls von Neo-Nazis auf eine Geburtstagsfeier am 9. Mai 1992 mit einem offenen Schädelbasisbruch lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten und erlag drei Tage später seinen schweren Verletzungen.
Frank Böttcher wurde am 8.02.1997 in Magdeburg- Olvenstedt ermordet. Böttcher wurde an der Endhaltestelle am Krankenhaus von mehreren Neo-Nazis angegriffen und dann von einem aus der Gruppe mit acht Messerstichen umgebracht.
Heutzutage gelten vor allem die Bereiche Magdeburg- Nord und Neustadt als Neo-Nazi Reviere. Dies wird deutlich durch den in der Johannes- R.- Becherstraße etablierten rechten Jugendclub „Standarte 26″. Dieser ist in der bundesdeutschen Neo-Naziszene bekannt, da dort regelmäßig Konzerte und Informationsveranstaltungen stattfinden. Außerdem werden dort rechte Accessoires, wie Anstecker, Mützen oder Aufnäher verkauft. Nach Einschätzung lokaler Fachleute stellt dieser Club eine strukturelle und kulturelle Grundlage für die Existenz und Weiterentwicklung der Magdeburger Neo-Naziszene dar. Eine weitere bekannte Kneipe des rechten Umfeldes ist zudem das „Play House“ in der Lübeckerstraße, wo sich Nazis regelmäßig treffen. Organisiert sind(/waren?) sie in der Kameradschaft „Festungsstadt“ bzw. „Nationale Sozialisten“.
Angesichts dieser Zustände sollte man meinen, dass es für Magdeburger Antifaschisten genug zu tun gäbe. Doch weit gefehlt, denn die notorisch antiimperialistische „Autonome Antifa Magdeburg“ (AAMG) hat den wahren Feind woanders ausgemacht. Anlässlich eines im Rahmen der von dem „Antifa Infoportal Magdeburg“ (AIP) organisierten „Veranstaltungsreihe gegen Antisemitismus“Vortrags zum Thema „Entweder Kritik der politischen Ökonomie oder reaktionärer Antikapitalismus“ am 13.6. kam es zum wiederholten Mal zu gewalttätigen Übergriffen von Personen aus dem Umfeld der AAMG und der „Gruppe Internationale Solidarität“ (GIS) auf vermeintlich „Antideutsche“. Die mit Mundschutz und Handschuhen ausgerüsteten Antiimps griffen anscheinend -nachdem ihnen aufgrund früherer Übergriffe der Zugang zu der Veranstaltung verwehrt wurde- die Veranstalter an und verletzten mehrere von diesen. Den genauen Tathergang könnt ihr hier nachlesen. Traurigerweise handelt es sich bei diesem Vorfall nicht um einen Einzelfall, vielmehr scheinen Gewalttätigkeiten gegen „Antideutsche“ in Magdeburg Normalität zu sein. So wurden beispielsweise im Januar Teilnehmer einer Kundgebung anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee auf dem Heimweg von Leuten aus der Magdeburger Antiimpszene attackiert, genaueres dazu hier.
Damit (immer) noch nicht genug werden weitere Übergriffe angedroht, etwa in der berüchtigten Kommentarspalte von indymedia:

Fight Antideutsche!
keks 14.06.2007 – 08:47
Solidarität mit Israel bedeutet auch Solidarität mit Rassisten und Faschisten!

1.)Das AIP wurde nicht von Magdeburgern der AAMD oder GIS angegriffen, sondern das AIP versuchte das Hausverbot mit Gewalt durchzusetzen! Und dabei hats ne klatsche gegeben!
2.)Das AIP hat bereits im Vorfeld im ADF Forum und anderen Foren die Angst geschnürt und ihr Opfergelaber runtergezogen!
3.)Das AIP hat zum Schutz extra Spinner Zionisten aus Berlin und Leipzig geholt!
4.)Obwohl das AIP immer wieder nicht als Antideutsch gewertet werden will und auf Antinational macht laufen AIP Mitglieder ständig mit Israelfahnen auf Demos in anderen Städten umher, sie holen Antideutsche zum Schutz nach Magdeburg, machen Veranstaltungen ,welche Solidarität mit Israel fordern usw.

Konsequenzen:
Das AIP macht während ihrer Veranstaltungsreihe noch eine Videovorstellung und eine Infoveranstaltung!
Diese gilt es zu verhindern!
Deshalb sollten alle internationalen/ Antinationalen emanzipatorischen Linken nach Magdeburg kommen um hier zu zeigen was für ein Spinnerverein das AIP ist!

In Magdeburg und anderswo gibt es keinen Platz für Antideutsche Rassisten!
Distanziert und boykotiert das AIP sowie alle anderen Antideutschen!

Smash:
22.06.07 // Magdeburg Umsonstladen „LirumLarum“ // Umsonstkino

27.06.07 // Magdeburg EineWeltHaus // Vortrag und Diskussion // Zur Kritik des Antisemitismus und des Antiamerikanismus. Solidarität mit Israel.

…Traurig, traurig!

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Apartheid? Welche Apartheid? http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/13/apartheid-welche-apartheid/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/13/apartheid-welche-apartheid/#comments Wed, 13 Jun 2007 13:27:56 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/13/apartheid-welche-apartheid/
In Reaktion auf die Entscheidung der British University and College Teachers Union (UCU), israelische Hochschullehrer und Forscher zu boykottieren, hat Yair Lapid einen Brief verfasst, indem er seiner Haltung zu diesem skandlösen Vorgang zum Ausdruck bringt.
Bereits zuvor hatte die israelische Außenministerin Tzipi Livni deutliche Worte gefunden, um die israelische Haltung gegenüber dem Boykottaufruf zum Ausdruck zu bringen: „Wir müssen den Boykott auf jeder Ebene und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen. Dies ist ein Akt der Heuchelei und des Hasses, der keinen Bestand haben darf, auch wenn er nur von marginalen Körperschaften ausgeht. Wir müssen jeden, der die werte Israels und der restlichen freien Welt teilt, davon überzeugen, sich diesem Kampf anzuschließen. Wer auch immer einen Boykott dieser Art unterstützt, soll wissen, dass er einen Preis dafür zahlen muss. Wir können uns nicht leisten, nicht zu handeln; wir haben die Pflicht, eine Ausweitung dieser Entwicklung zu verhindern.“

„Brief an einen britischen Dozenten – Von Yair Lapid
[…] Würden wir tun, was die ehrenwerten britischen Dozenten von uns verlangen, würde ich sterben. Vielleicht nicht unmittelbar; aber das Warten auf den Tod ist auch kein wirklicher Spaß. In den zwei oder drei Monaten, die bis zu meinem Tod vergehen würden (und, keine Sorge, länger würde es nicht dauern), müsste ich mich nämlich ständig fragen, wie genau ich getötet werden würde. Wird eine Katyusha-Rakete auf mein Haus fallen und mich unter dem Schutt vergraben? Wird ein Selbstmordattentäter sich im Einkaufszentrum in die Luft jagen, während ich gerade neue Schuhe für meine kleine Tochter kaufe? Wird jemand in der Allenby-Straße in Tel Aviv mit der Axt auf mich zulaufen und mir den Schädel spalten? Oder wird mich vielleicht ein Scharfschütze erschießen, wenn ich auf dem Weg bin, um meinen Sohn von der Schule abzuholen? Wenn ich die Wahl hätte, würde ich die letzte Möglichkeit wählen. Sie scheint am wenigsten schmerzvoll. Meine Frau würde den Jungen verspätet abholen und ihm erklären, dass Papa tot ist. Zu meinem Bedauern habe ich nicht die Freiheit der Wahl, was meinen Tod angeht, und die Neugierde – verzeihen Sie mein Wortspiel – bringt mich um.
Im Gegensatz zu mir und meiner lächerlichen Sturheit am Leben zu bleiben verstehen sich Akademiker – gewiss zumindest jene Dozenten, die durch die stillen Flure altangesehener englischer Universitäten wandeln – darauf, das größere Bild in den Blick zu nehmen. Aus einer historischen Perspektive heraus erscheint mein Tod eher marginal in Anbetracht des groß angelegten Versuchs, das loszuwerden, was sie „israelische Apartheid“ nennen. Ihre Verwendung dieses Ausdrucks verstört mich ein wenig. Kann es sein, dass selbst Hochschullehrer die Lehrveranstaltungen verpassen? Apartheid? Welche Apartheid?
Die Unterdrückung infolge der Besatzung (ja, die Besatzung verursacht Unterdrückung) ist nicht darauf angelegt, die Palästinenser zu Sklaven zu machen. Wir haben sie nie geschickt, um in den Minen nach Diamanten zu suchen oder auf unseren Feldern Baumwolle zu pflücken, und nie haben wir sie gezwungen, öffentliche Toiletten mit der Kennzeichnung „Nur für Araber“ zu benutzen. Die Trennung zwischen Israelis und Palästinensern hängt nicht zusammen mit Rasse, Religion oder Hautfarbe. Tatsächlich ist Israel einer der wenigen Staaten auf der Welt, der es rassistischen Politikern verbietet, in sein Parlament gewählt zu werden. Beinahe 20 Prozent der Einwohner Israels sind Araber, und sie können die Tatsache bezeugen, dass niemand sich je vorzuschlagen getraut hätte, dass sie im hinteren Abschnitt des Busses sitzen sollten.
Das einzige, was mich interessiert, ist, dass der erwähnte Bus nicht in die Luft geht, da meine Tochter manchmal mit ihm zur Gymnastikstunde fährt. Versprecht uns dies, und ihr werdet sehen, wie die Straßensperren verschwinden und der Zaun zusammenfällt. Versprecht uns dies, und ihr werdet sehen, wie der Staat Israel sich dafür einsetzt, den Palästinensern bei der Errichtung eines Staates zu helfen, ihre Wirtschaft zu retten und ihnen in ihrem wichtigsten Krieg beizustehen – dem gegen Armut, Ignoranz und den zerstörerischen islamischen Fundamentalismus. Das ist alles, was ich von ihnen verlange. Kein Geld, keine Dienstleistungen, noch nicht einmal Freundschaft. Nur dass sie die ärgerliche Tatsache akzeptieren, dass ich keine Lust habe zu sterben. […]“
(Yedioth Ahronot, 08.06.07)

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Das alte Leid http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/10/das-alte-leid/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/10/das-alte-leid/#comments Sun, 10 Jun 2007 15:07:06 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/10/das-alte-leid/
Während hierzulande die CSD Paraden immer nur durch inszeniertes Communitygefühl, fragwürdige Aussagen a la „proud to be gay“ und profilierungsgeile Politiker auffallen und maximal israelsolidarische Homosexuelle angegriffen werden, sieht die Situation in Osteuropa anders aus. Nachdem es neulich zum wiederholten Mal zu Übergriffen in Moskau kam, wurde gestern schon wieder eine CSD Parade attackiert, diesmal in der der rumänischen Hauptstadt Bukarest, wo die rund 300 TeilnehmerInnen von meist maskierten Gegendemonstranten angegriffen wurden. Die Gewalttäter warfen neben Eiern, Tomaten und Müll auch Kopfsteinpflaster, berichtet die dpa. Auch wenn über Verletzungen bislang nichts bekannt ist können wir wohl von recht vielen Verletzten ausgehen, auf jeden Fall mehr als beim Ausflug der Villa Kunterbunt nach Heiligendamm.
Die rumänische Polizei, die mit 400 Mann zum Schutz der CSD-Teilnehmer angetreten war, verhaftete insgesamt 108 Gegendemonstranten. Die Hälfte davon waren nach Angaben der Behörden Minderjährige. Es wird vermutet, dass der rechtsextreme Verein „Noua Dreapta“ („Neue Rechte“) für den Übergriff verantwortlich ist. Außerdem organisierte die rumänische orthodoxe Kirche im ganzen Land Gebetsveranstaltungen gegen das „sündige Verhalten“ Homosexueller.
In Rumänien ist Homosexualität seit 2001 nicht mehr strafbar. Allerdings sind nach der letzten „Eurobarometer“-Umfrage die Bewohner keines anderen EU-Mitgliedslandes intoleranter gegenüber Lesben und Schwulen. Grund genug für mich, in mein Ruderboot zu steigen, durchs Mittelmeer zum Schwarzen Meer zu rudern und den Homophoben vor Ort eine „Lesson in love“ zu geben..

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Deutschland mal wieder! http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/08/deutschland-mal-wieder/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/08/deutschland-mal-wieder/#comments Fri, 08 Jun 2007 19:40:31 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/08/deutschland-mal-wieder/ Deutschland mal wieder: Das Ordnungsamt des thüringischen Kaffs Heiligenstadt im Eichsfeld untersagte einer Klezmer-Gruppe, aus Protest während einer NPD-Demo aufzutreten mit der Begründung, Letztere könnten sich provoziert fühlen. Auch wenn später das Verbot zurückgenommen wurde frage ich mich echt, was in den Köpfen der Beamten vorgegangen sein mag.
Die „Thüringer Allgemeine“ zitiert aus einem Schreiben des Amtes, dass eine für Samstag vorgesehene Darbietung von Klezmer-Musik an einem SPD-Stand ein Sicherheitsrisiko wäre, da sie zu Konfrontationen mit Sympathisanten der NPD führen könne. Erst als die SPD widersprach und zudem die Zahl der Musiker von 16 auf nur noch 3 verringerte, stimmte die Behörde dem Auftritt zu. Die Polizei betonte, dass sie „keine Aussagen“ über die geplante Veranstaltung gemacht hat. Auch das Landratsamt hat nach eigenen Angaben keinerlei Empfehlungen oder Ratschläge abgegeben, sondern lediglich auf mögliches „Konfliktpotenzial“ verwiesen. Bürgermeister Bernd Beck (CDU) gab keine Stellungnahme ab. Der SPD-Kreisvorsitzende Ronny Fritzlar bezeichnete es als „unerhört“, dass die traditionelle jüdische, aus Osteuropa stammende Musik ein Sicherheitsrisiko sein sollte.
Die NPD plant für den 9.6. eine zweistündige Veranstaltung auf dem Heiligenstadter Marktplatz, die um 9 Uhr beginnen soll. Die Kundgebung ist genehmigt; die Polizei stellt sich auf ihren Einsatz ein. Anlass für die Demo ist die Gründung eines NPD-Kreisverbands. Der stellvertretende Kreisvorsitzende des NPD Kreisverbandes
Eichsfeld ist übrigens Thorsten Heise.

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G8 rettet Leben http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/08/g8-rettet-leben/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/08/g8-rettet-leben/#comments Fri, 08 Jun 2007 12:31:45 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/08/g8-rettet-leben/ Beim G8-Treffen in Heiligendamm haben sich die Staats- und Regierungschefs der teilnehmenden Länder darauf geeinigt, in den kommenden fünf Jahren 60 Milliarden US-Dollar, also rund 45 Milliarden Euro, für die Bekämpfung von HIV/Aids und anderen Infektionskrankheiten wie Malaria oder Tuberkulose zur Verfügung zu stellen. Das Programm geht auf eine Initiative von US-Präsident George W. Bush zurück. Dieser hatte bereits im Vorfeld angekündigt, 30 Milliarden Dollar im Kampf gegen HIV/Aids in ärmere Länder zu investieren. Die anderen sieben Industriestaaten haben sich nun bereit erklärt, die andere Hälfte zu übernehmen. Das Geld solle in einen Fonds eingezahlt werden, der 450 Gesundheitsprojekte in 136 Ländern verwaltet. Auch Deutschland wolle Berichten zufolge seine Mittel deutlich aufstocken. Insbesondere Italien soll lange Widerstand gegen den Beschluss geleistet haben, weil die Höhe der Hilfe „zu hoch“ angesetzt sei.
Bereits Ende Mai hatte George W. Bush den amerikanischen Kongress aufgefordert, die Ausgaben im Kampf gegen die „moderne Pest“ in den Entwicklungsländern zu verdoppeln. In den vergangenen drei Jahren hätten dank Bushs Initiative 1,1 Millionen Positive in 15 Ländern behandelt werden können, die meisten davon in Afrika, erklärte Regierungssprecher Tony Snow. Mit den aufgestockten Mitteln könnten nun 2,5 Millionen Menschen behandelt und über elf Millionen Infektionen verhindert werden, so Snow weiter.

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„Das Minarett ist ein Herrschaftssymbol“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/07/das-minarett-ist-ein-herrschaftssymbol/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/07/das-minarett-ist-ein-herrschaftssymbol/#comments Wed, 06 Jun 2007 22:41:24 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/07/das-minarett-ist-ein-herrschaftssymbol/ Vorgestern veröffentlichte die FAZ anlässlich des so genannten „Kölner Moschee Streits“ um den Bau einer Moschee in Köln-Ehrenfeld einen sehr lesenswerten Artikel der Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Necla Kelek zum Thema, den ich ich nicht vorenthalten möchte:

„Das Minarett ist ein Herrschaftssymbol

Ralph Giordano hat einen Fehler gemacht. Er hat sich beklagt, dass Islamorganisationen in Köln eine Großmoschee bauen wollen, obwohl es seiner Meinung nach ein falsches Zeichen für die Integration ist. Und er hat sich darüber mokiert, dass in Köln Frauen im Tschador herumlaufen. Prompt wurde er bedroht und beschimpft, weil er religiöse Gefühle beleidigt habe. Sein Fehler war, dass er es gewagt hat, die religiösen Motive der Moscheebauer in Zweifel zu ziehen. Dafür glaubt man, ihn abstrafen zu dürfen.
Aber Ralph Giordano hat recht. Der Islam ist und macht Politik. Die Kopftücher, die die Gesichter der Frauen einschnüren, und die farblosen Mäntel, die die Körper der Frauen verbergen sollen, sind das modisch Unvorteilhafteste, was Schneider je zusammengenäht haben, nur noch übertroffen vom schwarzen Zelt, dem Tschador: Er macht die Frauen zu einem entpersönlichten Nichts. Als Muslimin verwahre ich mich dagegen, dass diese Frauen solch eine Verkleidung im Namen des Islam tragen. Es gibt dafür keine religiösen, sondern nur politische Begründungen.
Ein sozialer, kein sakraler Ort
Wenn man in Ankara die größte Moschee, die Kocatepe Camii besichtigen will, steht man zunächst vor einem Einkaufszentrum. Man geht durch die Hosen- und Hemdenabteilung des Kaufhauses, bevor man den Aufgang zur Moschee findet. Die riesige Moschee ruht in ihrer ganzen Breite auf einem Geschäft. Das hat Tradition im Islam, war der Prophet doch selbst Kaufmann; auch beruhen viele Praktiken dieses Glaubens auf einem Handel mit Gott. Moscheen, masjids, sind Orte, an denen man sich niederwirft, und sie sind in der islamischen Tradition keine heiligen Stätten, sondern Plätze, an denen sich die Männer der Gemeinde zum Gebet und Geschäft versammeln. Die Moschee ist in der islamischen Tradition ein sozialer und kein sakraler Ort. Mohammed traf sich dort mit seinen Getreuen. Der Koran erwähnt Moscheen nur in einem Vers: „. . . in Häusern, hinsichtlich derer Gott die Erlaubnis gegeben hat, dass man sie errichtet und dass sein Name darin erwähnt wird . . .“ (Koran Sure 24, Vers 36).
Moscheen erfüllten, wie der Islamwissenschaftler Peter Heine in seinem Islam-Lexikon schreibt, administrative Funktionen: „Hier fanden die Sitzungen des Stammesrates statt, und sie waren Versammlungsorte, wenn sich die Männer zu einem Kriegszug aufmachten.“ Im Laufe der Geschichte haben sich zwei Arten von Gebetshäusern herausgebildet. Einmal als Gebetsraum für das tägliche Gebet der Gläubigen, und zum anderen die „Freitagsmoschee“, in der am Freitag gebetet und die Predigt gehalten wird. Freitagsmoscheen hatten seit jeher einen politischen Charakter, dort verkündete der Kalif seine Doktrin. Die Kölner Moschee ist von Größe und Ausstattung her kein Gebetshaus, sondern eine „Freitagsmoschee“.
Sie verstecken sich in Kulturvereinen
Es ist im Prinzip nichts dagegen zu sagen, dass in Deutschland solche Gebäude errichtet werden. Es gibt die Religions- und Versammlungsfreiheit. Aber die islamischen Vereine sind keine anerkannten Religionsgemeinschaften. Sie könnten diesen Antrag jederzeit in den Bundesländern stellen. So wie es die Aleviten – eine Glaubensrichtung, die von anderen Islamvereinen nicht als muslimisch anerkannt wird – erfolgreich getan haben. Dachverbände wie „Milli Görus“ und die von der Türkei gesteuerte „Ditib“ (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) haben das versäumt. Sie bauen erst ihre Moscheen und setzen auf eine politische Anerkennung auf Bundesebene, etwa als Ergebnis der Islamkonferenz. Bis dahin verstecken sie sich in Kulturvereinen und hinter anderen rechtlichen Hilfskonstruktionen. Das erspart kritische Fragen nach Mitgliedern, Finanzierung und dem Einfluss fremder Regierungen auf ihre Statuten.
Moscheen sind selbst nach muslimischer Lesart keine Sakralbauten wie Kirchen oder Synagogen, sondern „Multifunktionshäuser“. Das wird gern verschwiegen. So wie der Islam eben keine Kirche ist. Der Islam begreift sich nicht nur als spirituelle Weltsicht, sondern als Weltanschauung, die das alltägliche Leben, die Politik und den Glauben als eine untrennbare Einheit sieht. Eine verbindliche theologische Lehre gibt es nicht.
Keimzellen einer Gegengesellschaft
In diesem Sinne haben viele Islamvereine in Deutschland die Funktion einer Glaubenspartei, einer politischen Interessenvertretung. Deshalb ist die Frage des Moscheebaus auch keine Frage der Glaubensfreiheit, sondern eine politische Frage. Bau- und Vereinsrecht sind da überfordert. Ein Kriterium für die Erteilung der Baugenehmigung für ein Gebäude eines politischen Islamvereins müsste deshalb die positive Beantwortung der Frage sein: Werden dort die Gesetze eingehalten? Wird, zum Beispiel, dafür gesorgt, dass Frauen nicht diskriminiert werden? Und eine zweite Frage darf und muss gestellt werden: Dienen sie der Integration? Hier sind Zweifel angebracht. So wie in vielen Moscheen in Deutschland der Islam praktiziert wird, erweist er sich als ein Hindernis für die Integration. Diese Moscheen sind Keimzellen einer Gegengesellschaft.
Vor allem die größeren Moscheen in Deutschland entwickeln sich zu „Medinas“. Dort praktizieren die Muslime, was sie das Gesetz Gottes nennen. Dort wird eben nicht nur die Spiritualität gepflegt und sich um das Seelenheil der Gläubigen gesorgt, sondern dort wird das Weltbild einer anderen Gesellschaft gelehrt und ein Leben im Sinne der Scharia praktiziert. Dort üben schon Kinder die Abgrenzung von der deutschen Gesellschaft, dort lernen sie die Gesellschaft in Gläubige und Ungläubige zu unterscheiden, dass Frauen den Männern zu dienen haben, dass Deutsche unrein sind, weil sie Schweinefleisch essen und nicht beschnitten sind.
Diese Moscheen entwickeln sich zu Zentren, in denen wie in einer kleinen Stadt alle Bedürfnisse abgedeckt werden. So finden sich meist in unmittelbarer Nähe, oft in örtlicher Einheit, die Koranschule, koschere Lebensmittelläden, Reisebüros, der Friseur, das Beerdigungsinstitut, Restaurants, Teestuben und anderes mehr – eben alles, was ein Muslim außerhalb seiner Wohnung braucht, wenn er nicht nur beten, sondern auch nichts mit der deutschen Gesellschaft zu tun haben will.
Das kann kein Integrationsmodell sein
Frauen werden – es soll eine Ausnahme geben – nur in separaten Räumen geduldet. Eine Demokratie, vor allem unsere Gesellschaft lebt aber davon, dass Männer und Frauen gemeinsam in der Öffentlichkeit Verantwortung tragen, sie haben gleiche Rechte, und sie müssen gleich behandelt werden. Die Trennung der muslimischen Gemeinde in die der Männer, die in der Moschee sitzen, beten und ihre Geschäfte machen, und die der Frauen, die in ihre Wohnungen verbannt sind, kann kein Integrationsmodell sein. Wenn über Moscheebau diskutiert wird, muss darum die Frage gestellt werden, welche Möglichkeiten der gleichberechtigten Teilhabe die Frauen haben. Solange aber Moscheen archaische und patriarchalische Strukturen befördern, sind solche Häuser für mich nicht akzeptabel. Und ich verstehe auch die Repräsentanten und Vertreter der meisten Parteien nicht, die Toleranz für die Muslime einfordern und gleichzeitig zulassen, dass Frauen auf diese Art diskriminiert werden.
Muslime beklagen oft, dass sie ihre Gebetsräume in Wohnungen oder stillgelegten Fabriketagen einrichten mussten. Dabei ist dies durchaus nicht unmuslimisch oder diskriminierend. Die Ur-Moschee war Mohammeds Wohnhaus in Medina: ein Hof mit offener Säulenhalle. Erst als der Islam christliche Kirchen eroberte, änderte sich auch die Architektur der Moscheen. Die Kuppel, wie sie jetzt auch den Kölner Entwurf ziert, verdankt ihre Idee dem Rundzelt, aber ihre Durchsetzung der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen. Durch Umwidmung des Kuppelbaus der byzantinischen Hagia Sophia zur Moschee wurde eine christliche Kirche zum Vorbild für die türkische Moschee. Minarett und Kuppel wurden Zeichen osmanischer Herrschaft – auch in Mekka.
Ein politisches Statement des Islam in Beton
Der Entwurf für die Kölner Moschee nimmt diese Tradition des Gestus der Eroberung auf. Eine offene Kuppel mit stilisierter Weltkugel zeigt noch keine Weltoffenheit. Es ist entscheidend, was darunter passiert. Man könnte diese Kuppel und das Minarett auch als Hegemonieanspruch deuten, ganz so wie der Islam sich als „Siegel“, als Vollendung der Religionen begreift und den Anspruch auf Weltherrschaft reklamiert. Jedenfalls steht auch dieser Entwurf in osmanischer Tradition und zielt weder von der äußeren Form, noch von der inneren Funktion her auf Erneuerung oder Integration. Die Architekten haben geliefert, was ihre konservativen Auftraggeber wollten: ein politisches Statement des Islam in Beton. Damit steht der Streit um den Bau der Kölner Moschee in einer Linie mit dem Streit um das Kopftuch. Freitagsmoscheen im Stadtbild sind wie die Kopftücher auf der Straße ein sichtbares politisches Statement. Es soll sagen: Wir sind hier, wird sind anders, und wir haben das Recht dazu. Das haben sie tatsächlich. Nur müssen sie sich dann auch gefallen lassen, dass gefragt wird, was sie mit diesem Recht anfangen und für diese Gesellschaft tun. Oder geht es nur um Abgrenzung?
Die islamischen Organisationen drängen auf öffentliche Anerkennung. Sie wollen mit den christlichen Kirchen gleichgestellt werden. Wie kann man diesen Anspruch besser deutlich machen als mit Steinen, die sagen: Seht her, wir haben auch solche Gebäude wie Christen und Juden? Dass sich gegen eine solche Politik Widerstand erhebt, ist verständlich. Denn die Muslime in Deutschland haben ein großes Problem: das der Glaubwürdigkeit. Wort und Tat liegen zu oft und zu weit auseinander. Öffentlich gibt man sich verfassungstreu, doch was in den Gemeinden gedacht und gemacht wird, das wird verschleiert, dort gibt es keine wirkliche Transparenz.
Anderswo wären muslimische Spenden besser aufgehoben
Mich beschämt, wie sich viele Vertreter der Muslime in Deutschland präsentieren. Es gibt eine Reihe großer sozialer Probleme: mit der deutschen Sprache, in den Familien, mit der Erziehung, in Fragen der Gleichberechtigung. Es gibt das Problem der Jungenkriminalität, der Gewalt in der Familie und mit der Integration. Das sind drängende Fragen, deren Lösung das Engagement und die millionenteuren Spenden der Muslime eher bräuchten als die Demonstration von Stärke durch Repräsentativbauten. Doch immer, wenn diese sozialen Probleme angesprochen werden, wird sofort behauptet, das habe nichts mit dem Islam zu tun. Doch eine Religion, die den Anspruch erhebt, alle Aspekte des öffentlichen und privaten Lebens eines Gläubigen in Vorschriften und Gebote zu fassen – und dies über vierundzwanzig Stunden eines jeden Tages – kann sich nicht bei erstbester Gelegenheit vor den Folgen dieses Anspruches drücken.
Wo ist die Spendenkampagne islamischer Organisationen, die es allen Muslimen ermöglicht, Deutsch zu lernen? Wo sind die Initiativen für frühkindliche Bildung, wo die Aktion für die Gleichberechtigung der Frau? Fehlanzeige. Man hat Geld für Architekten und Anwälte und Beton, man gründet Koordinierungsräte und fordert Anerkennung, ohne auch nur einen Gedanken darauf zu verschwenden, was Muslime für diese Gesellschaft tun könnten und was sie ihr verdanken. Religionsfreiheit zum Beispiel, die den Christen, Aleviten, Aramäern in der Türkei und anderen islamischen Ländern verwehrt wird.
Muslime müssen sich Fragen gefallen lassen
Die Zahl der Sekten und konkurrierender Glaubensrichtungen des Islam ist kaum zu überschauen, doch wird vorgegeben, man trete gemeinsam auf und es wird die taqiyya, die Kunst der Verstellung und des Verschweigens der wahren Haltung gegenüber „Ungläubigen“ praktiziert. Die Initiatoren der Kölner Moschee sind Vertreter der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Was die Ditib in Deutschland vorführt, ist Politik im Auftrag der türkischen Regierung, nicht aber im Interesse der Muslime, die mehrheitlich zu vertreten sie jedoch vorgibt.
Die Organisationen sollten sich deshalb nicht wundern, wenn die Sorge und das Misstrauen wachsen, zumal sie auf Kritik immer wieder beleidigt reagieren. Für unsere westliche Gesellschaft gilt der Satz von Max Frisch: „Demokratie bedeutet, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen.“ Der Islam ist eine Realität in Deutschland. Und er ist deshalb eine Angelegenheit der ganzen deutschen Gesellschaft. Muslime müssen es sich gefallen lassen, wenn andere sie fragen, wie sie leben wollen und wie sie es mit den Grundwerten dieser Gesellschaft halten. So wie es Ralph Giordano in Köln getan hat.“
(Text:Necla Kelek für die F.A.Z., 05.06.2007, Nr. 128 / Seite 33)

..Der gleichen Thematik widmet sich in der aktuellen Jungle World Pascal Beucker, der in seinem Artikel „Mer wolle keine Moschee in Kölle“ zu anderen Ergebnissen kommt.

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Vor 40 Jahren: Der Sechs-Tage-Krieg (5.-10- Juni 1967) http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/05/vor-40-jahren-der-sechs-tage-krieg-5-10-juni-1967/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/05/vor-40-jahren-der-sechs-tage-krieg-5-10-juni-1967/#comments Tue, 05 Jun 2007 21:52:34 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/05/vor-40-jahren-der-sechs-tage-krieg-5-10-juni-1967/
Im Juni 1967 führte Israel einen verzweifelten Krieg der Selbstverteidigung, den es schwierigsten Umständen zum Trotz gewann. Im Ergebnis überlebte der jüdische Staat nicht nur, sondern kam auch in den Besitz zusätzlichen Landes, darunter Gebiete, die essentiell für seine Sicherheit sind.

Der Sechs-Tage-Krieg und seine Folgen prägen den Nahen Osten noch heute. Das Verständnis dafür, wie und warum jene Gebiete in Israels Besitz gelangten und wie sich Israels Beziehung zu ihnen gestaltet, ist für eine gerechte und ausgewogene Diskussion des gegenwärtigen Zustands unabdingbar.

Auf der Homepage der Botschaft des Staates Israel gibt es eine interessante Dokumentation zum Thema.

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Gute Nachrichten aus Pakistan http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/05/gute-nachrichten-aus-pakistan/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/05/gute-nachrichten-aus-pakistan/#comments Tue, 05 Jun 2007 21:16:32 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/05/gute-nachrichten-aus-pakistan/ Die pakistanische Polizei hat zwei Männer festgenommen, die an der Entführung und Ermordung des amerikanischen Journalisten Daniel Pearl beteiligt gewesen sein sollen. Der Reporter des „Wall Street Journal“ war am 23. Januar 2002 bei einer Recherche in der pakistanischen Stadt Karatschi entführt und sechs Tage später enthauptet worden. Den brutalen Mord nahmen die Täter auf Video auf und verbreiteten ihn anschließend im Internet. Zur Tat bekannte sich eine Al Quaida nahe Terrorgruppe, die sich „Nationale Bewegung zur Wiederherstellung der pakistanischen Souveränität“ nennt. Die beiden nun gefassten Verdächtigen Attaur Rehman und Faisal Bhatti wurden in einer Stadt rund 480 Kilometer nordöstlich von Karatschi, Kashmor, gestellt, teilte der Polizeisprecher Saghir Mugheri mit. Beide Männer sollen Mitglieder der militanten sunnitischen Gruppe „Lashkar-e-Jhangvi“ sein, der ebenfalls enge Verbindungen mit al Qaida nachgesagt werden. Die Polizei hat die beiden Verdächtigen in einem Auto aufgegriffen, in dem Waffen und Sprengstoff gefunden wurden, die für weitere Terror-Aktivitäten in Karatschi vorgesehen waren, betonte die pakistanische Polizei. Der Nachritenagetur AP zufolge soll Attaur Rehman der mutmaßliche Anführer der Entführung gewesen sein. Er habe die Aktion geplant, geleitet und Daniel Pearl über Tage versteckt gehalten, bevor dieser dann von den Hintermännern getötet wurde. In Pakistan wurden bereits früher einige Männer im Fall Daniel Pearl festgenommen. Der gebürtige Brite und Islamist Ahmed Omar Saeed Shaikh wurde bereits im Juli 2002 zum Tod verurteilt, drei Mitangeklagte zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt. Auch die „Nummer 3″ der al Quaida, Khalid Shaikh Mohammed, soll an Pearls Entführung beteiligt gewesen sein. Der gebürtige Pakistani war im März 2003 von den pakistanischen Behörden gefangen und in das US-Verhörzentrum Guantanámo überstellt worden. Dort prahlt der mutmaßliche Chefplaner der Anschläge vom 11. September seit langem damit, „mit seiner gesegneten rechten Hand den Kopf des amerikanischen Juden Daniel Pearl in Karatschi eigenhändig abgeschlagen zu haben“.

(Daniel Pearl, 1963-2002)
Pearls Witwe Marianne hat übrigens 2003 ein sehr interessantes Buch über ihren Mann veröffentlicht: „Ein mutiges Herz: Leben und Tod des Journalisten Daniel Pearl“.

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Massengrab in der Ukraine entdeckt http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/05/massengrab-in-der-ukraine-entdeckt/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/05/massengrab-in-der-ukraine-entdeckt/#comments Tue, 05 Jun 2007 20:50:45 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/05/massengrab-in-der-ukraine-entdeckt/ Heute wurde in der Ukraine ein Massengrab gefunden, in dem die Überreste von tausenden von den Deutschen ermordeten Jüdinnen und Juden vermutet werden. Bei der Stadt Odessa im Süden des Landes waren Bauarbeiter durch Zufall auf die Grube gestoßen, als sie Grabungsarbeiten für Gasleitungen durchführten. Nahe dem Fundort bei Odessa hätten die Deutschen im November 1941 ein Konzentrationslager errichtet und rund 5000 Juden umgebracht, sagte Roman Schwarzman von der Jüdischen Gemeinde der Region. „Alleine in diesem Grab liegen mehrere Tausend der exekutierten Juden “, betonte Schwarzman weiter.
Die jüdische Gemeinschaft in der Ukraine wurde während der deutschen Besatzung nahezu vollständig vernichtet. Allein bei der Hauptstadt Kiew wurden an zwei Tagen im September 1941 mehr als 34.000 Juden getötet.

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Die Legende lebt http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/03/die-legende-lebt/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/03/die-legende-lebt/#comments Sun, 03 Jun 2007 14:14:22 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/03/die-legende-lebt/ Gestern Abend um 22.45 Uhr war es soweit: Die beste Band der 90er, die legendären Smashing Pumpkins, betraten beim “Rock am Ring” zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder eine Konzertbühne und rockten ein grandioses Set, das wirklich kaum Wünsche offen ließ. Angefangen bei “Today” über “Bullet with butterfly wings”, “Tonight, tonight”, “Stand inside your love”, Cherub Rock”, “Disarm” und “Zero” feuerte die Combo um Billy Corgan ein wahres Hitfeuerwerk ab, in dem auch Lieder des völlig zu Unrecht von vielen Fans ignorierten “Adore” Album einflossen. Auch das Bühneoutfit war gewohnt geschmackvoll: Die ganze Band war in weiße wallende Gewänder gehüllt, die sie wie eine Mischung aus Engeln und Anstaltsinsassen aus dem 19. Jahrhundert wirken ließ. Selbst dem notorisch übel gelaunten Billy Corgan huschte zu Konzertbeginn ein scheues Lächeln übers Gesicht. Schön wars, auch wenn sich über die Definition von Reunion streiten lässt, immerhin waren von der Originalbesetzung neben Mastermind Corgan nur Drummer Jimmy Chamberlin auf der Bühne, dazu gesellten sich eine unbekannte Bassistin, eine Keyboarderin und ein hübscher Gitarrist. Egal, James Iha und D’arcy waren ja auch damals nicht wirklich in den Songwriterprozess eingebunden. Es wurden aber auch Songs vom am 7.6. erscheinenden Album “Zeitgeist” gespielt, die Großes erwarten lassen. Um euch die Zeit zur Veröffentlichung zu verkürzen habe ich hier noch einen Song aus den guten alten Tagen für euch, enjoy:

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HIV weiter auf dem Vormarsch http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/01/hiv-weiter-auf-dem-vormarsch/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/01/hiv-weiter-auf-dem-vormarsch/#comments Fri, 01 Jun 2007 14:19:35 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/06/01/hiv-weiter-auf-dem-vormarsch/ Eigentlich sollten in der heutigen Zeit die Regeln des Safer Sex jedem und jeder bekannt sein und auch beim alten Rein-Raus praktiziert werden.
Traurigerweise gab es aber in Deutschland für das Jahr 2006 einen Anstieg der HIV-Neuinfektionen um 4%, wie das Robert-Koch-Institut bekannt gab. Die Zahl der Männer, die sich durch gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr infiziert haben, stieg überdurchschnittlich um neun Prozent. Insgesamt steckten sich 61 Prozent der neu Infizierten bei schwulem Geschlechtsverkehr an (2001: 46 Prozent); bei 17 Prozent war heterosexueller Sex für die Infektion verantwortlich (2001: 23 Prozent). Besonders erschreckend: Seit 2001 hat sich die Zahl der registrierten Neuinfektionen laut RKI fast verdoppelt! Allerdings könnte für die starke Zunahme auch eine verbesserte Erfassung der Neudiagnosen und erhöhte Testbereitschaft der Grund sein.
Gerade in der „Schwulenszene“ scheinen mittlerweile viele Männer alle Vorsicht vergessen zu haben, wiegen sich angesichts lebensverlängernder Medikamente trotz aller Nebenwirkungen in falscher Sicherheit und ficken und schlucken auf „Barebackparties“ um die Wette. Dabei wird HIV am häufigsten beim Sex ohne Kondom übertragen. Gleichzeitig beobachte ich eine zunehmende Ablehnung gegenüber HIV-Positiven und bereits Erkrankten; so wurde mir zum Beispiel vor einiger Zeit von einem „Szenelokal“ berichtet, in dem 2 als HIV positiv bekannte Männer nicht bedient wurden.

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Justus, wir lieben dich! http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/31/justus-wir-lieben-dich/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/31/justus-wir-lieben-dich/#comments Thu, 31 May 2007 11:03:51 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/31/justus-wir-lieben-dich/ „Ich würde es nicht Hass nennen. Ich würde das einen Grad schlimmer bezeichnen: ich nenne es Verachtung!“
Bei antifamane gefunden und die ganze Nacht gehört: Ein Interview mit the incredible Justus Wertmüller zum antikapitalistischen Kameradschaftstreffen in Heiligendamm. So geil, vom ersten Satz an! Vor allem die Reaktionen des völlig unfähigen Moderators auf Justus klare Ansagen, die in Beleidigungen gegen den Bahamas Redakteur gipfelten, sind so witzig. Zudem ist allein schon das von Justus gebrachte Beispiel mit den angezündeten Autos in Kreuzberg so bezeichnend für den Zustand der globalisierungskritischen Linken.
Das ganze Interview könnt ihr euch hier anhören. Leider dauert das Gespräch nur eine knappe Viertelstunde, wahrscheinlich war es Justus dann echt zu blöd mit dem Moderator.

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Meinungsfreiheit auf venezolanisch http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/29/meinungsfreiheit-auf-venezolanisch/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/29/meinungsfreiheit-auf-venezolanisch/#comments Tue, 29 May 2007 21:20:03 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/29/meinungsfreiheit-auf-venezolanisch/
In der Heimat des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“, dem national sozialistischen Venezuela des Hugo Chavez, ist es gestern zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Anlässlich der Schließung des regierungkritischen Senders RCTV hatten sich rund 5 000 Menschen in der Landeshauptstadt Caracas friedlich versammelt, um gegen den Einschnitt in die Meinungsfreiheit zu protestieren. Mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen griff die Polizei die 5000 DemonstrantInnen an. Mindestens drei Menschen wurden verletzt. Auch in der Universitätsstadt Valencia kam es am Montag zu Protesten, bei denen vier Studenten verletzt wurden. Die Polizei sei brutal vorgegangen und habe auch auf am Boden liegende Studenten geschossen, erzählte eine Demonstrantin. Der „linksgerichtete“ Präsident Hugo Chávez hatte die Lizenz für Radio Caracas Television (RCTV) nicht verlängert, weil der Sender im vergangenen Jahr eine Protestbewegung gegen ihn unterstützt hatte, die nach Regierungsangaben auch Putschpläne verfolgte. Der beliebte RCTV-Moderator Miguel Angel Rodriguez rief bei der Kundgebung: „Sie werden uns nicht zum Schweigen bringen!“ Auf der Frequenz von RCTV strahlte aber bereits ein neuer staatlicher Sender, TVES, sein Programm aus, begleitet von Lobliedern auf die Regierung. Die Schließung von RCTV wird Umfragen zufolge von 70 bis 80 Prozent der Venezolaner abgelehnt. Kritik kam auch von Mediengremien und der Kirche. Robert Menard von den „Reportern ohne Grenzen“ sprach von einer politischen Entscheidung, die von einer regierungstreuen Justiz abgesegnet worden sei. Dies sei eine klare Verletzung der Meinungsfreiheit. Bischof Baltazar Porras verglich Chavez mit Fidel Castro und Mussolini. Kritiker der Regierung hätten immer weniger Raum.
Absurd: Informationsminister William Lara klagte unterdessen gegen den venezolanischen Globovision und den US-Nachrichtensender CNN. Sie riefen zur Gewalt gegen Präsident Hugo Chavez auf und stellten ihn suggestiv auf eine Stufe mit Terroristen und Diktatoren, begründete Lara den Schritt. Der Direktor von Globovision bezeichnete die Vorwürfe als „lächerlich“.
Apropos Venezuela: In der aktuellen Bahamas ist ein interessanter Artikel von Philipp Lenhard zum Thema, den ihr euch hier durchlesen könnt.

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What Ever Happened to Baby Jane? http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/28/what-ever-happened-to-baby-jane/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/28/what-ever-happened-to-baby-jane/#comments Mon, 28 May 2007 15:14:36 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/28/what-ever-happened-to-baby-jane/
„You mean . . . all this time we could have been friends?“

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Und sonst so? http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/25/und-sonst-so/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/25/und-sonst-so/#comments Fri, 25 May 2007 18:08:23 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/25/und-sonst-so/ Da zur Zeit einige Radsportler mit dem wirklich völlig überraschenden Geständnis gedopt zu haben an die Öffentlichkeit treten, habe auch ich endlich den Mut zu gestehen: Ich war bei den Bundesjugendspielen 1995 völlig betrunken und bin daher als Zeichen meiner Reue bereit, meine unrechtmäßig erworbene Teilnehmerurkunde zurück zugeben. Schluchz!
Ansonsten musste ich in der letzten Woche feststellen, dass auch Lesben unter ernsten Beziehungsproblemen leiden. So berichtete mir eine Freundin von ihren Problemen bei der Partnerinnensuche, da alle interessierten Frauen das Weite suchen würden, wenn sie ihnen erzähle, dass sie jeden Tag um 6 zum Nietzsche lesen (zwecks Philosophie-Abschlussprüfung) aufstehe. Frauen, die das nicht entmutigt oder vielleicht sogar anmacht können sich an mich wenden, ich leite die Zuschriften dann weiter. Die gleiche Frau war es übrigens, die mich auf die krasse Ungerechtigkeit hinwies, dass überall nur Kondome verteilt werden aber nirgendwo „Lecktücher“ für Frauen, und das, obwohl sie sich schon mehrmals eine Mandelentzündung geholt habe. Ein berechtigter Hinweis! Und wo ich grad beim Thema bin: In den USA hat Mary Cheney, die lesbische Tochter von US- Vizepräsident Dick Cheney, einen Sohn zur Welt gebracht. Glückwunsch.
Sowieso die Homosexuellen mal wieder. In Polen forderte jüngst Anna Sobecka, ihres Zeichens Chefin des Parlamentsausschusses für Familien und Mitglied der nationalkatholischen „Liga Polnischer Familien“ von Bildungsminister Roman Giertych, ein Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“ im Fernsehen. Wenn damit der Aufruf zur Verbannung von asexuellen Serienquotenschwulen wie dem unsäglichen Georg Uecker alias Carsten Flöter aus der Lindenstraße gemeint ist, schließe ich mich auf jeden Fall der Forderung an. Ferner wurde ich Sonntag in einem Museum von einem katholischen Priester angeflirtet, vielleicht war das der Verfasser dieses interessanten Berichtes? Hätte ich doch mit gehen sollen..?
War noch was? Ach ja, der oft durch seine seltsamen Aussagen auffallende Junge Union Chef Philipp Mißfelder, der in der Vergangenheit schon mit Ideen wie keine Hüftgelenke für Senioren auffiel, fühlt sich bei den militanten Attacken von G-8-Gegnern an die Frühzeit des RAF-Terrorismus erinnert.
Apropos seltsame Aussagen: Die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) will ihren Feldzug gegen die Lebensfreude fortführen und gegen das Rauchen im Fernsehen vorgehen. Wie die Saarbrücker Zeitung (Samstagausgabe) berichtet, hat Bätzing die Verantwortlichen der Privatsender und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu einem Gipfeltreffen eingeladen. Vielleicht sollte sich die Gute auch einfach mal an diese Crew wenden, auf die mich lysis aufmerksam machte.
However, Ich geh erst mal wandern..

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„Wenn sie sich so in Gaza verhalten“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/25/wenn-sie-sich-so-in-gaza-verhalten/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/25/wenn-sie-sich-so-in-gaza-verhalten/#comments Fri, 25 May 2007 15:30:46 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/25/wenn-sie-sich-so-in-gaza-verhalten/ Kommentar von Ze’ev Schiff:

„Die bewaffneten palästinensischen Organisationen im Gazastreifen demonstrieren erneut, was zur Norm unter den Palästinensern geworden ist: Abkommen, zu denen sich die Führer verpflichten, haben keinen Wert. Es reicht, den palästinensischen Bürgern zuzuhören, die sich darüber beschweren, dass Vereinbarungen bezüglich der Feuerpausen keine Bedeutung haben. Abkommen werden geschlossen und unterzeichnet und dann sofort wieder gebrochen.

In der neuesten Runde der Gewalt haben sich die Krieg führenden Parteien bereits fünf Mal für eine Feuerpause entschieden. Doch jedes Mal sind sie innerhalb von Stunden dazu zurückgekehrt, sich gegenseitig zu töten und dabei Unbeteiligte zu verletzen. Wenn sie sich untereinander so benehmen, warum sollten sie mehr Skrupel hinsichtlich der Einhaltung von Abkommen mit Außenstehenden, wie zum Beispiel Israel, Jordanien oder Ägypten, haben? Dies ist eine wichtige Lektion, die Israel aus den derzeitigen Ereignissen in Gaza lernen muss.

Das Phänomen hat seinen Ursprung nicht in Gaza. Während des Bürgerkrieges im Libanon in den 1970er und 1980er Jahren stimmten die Palästinenser mehr als 90 Feuerpausen zu und unterzeichneten diesbezügliche Abkommen. Die meisten wurden durch schreckliches Blutvergießen gebrochen. Der Wunsch, die Palästinenser los zu werden, war der Grund, warum viele Schiiten im Libanon die Truppen der israelischen Verteidigungsarmee, die in den Libanon einmarschierten, begrüßten. Das Ziel, das ungebärdige Verhalten der Palästinenser zu beenden, war auch einer der Gründe der Invasion des Libanon durch Hafez Assad. In Jordanien fuhren die Palästinenser damit fort, die Abkommen, die sie mit König Hussein besiegelt hatten, zu brechen, bis dieser spürte, dass ihm die Regierung aus den Händen glitt. Auch dort beschworen die Palästinenser einen Bürgerkrieg herauf, in dem sie von der jordanischen Armee besiegt wurden. Der Höhepunkt ereignete sich vor nicht allzu langer Zeit, als die Palästinenser auf grobe Weise das Mekka-Abkommen für die Gründung einer palästinensischen Einheitsregierung verletzten noch bevor die Tinte auf dem Papier getrocknet war.

Es ist deshalb offensichtlich, dass die Palästinenser keine Abkommen halten wollen oder können. Sie finden immer eine Entschuldigung oder einen Vorwand, selbst wenn dies damit endet, dass sie sich ins eigene Fleisch schneiden. Einige sagen, dies passiert, weil die Palästinenser keine nationale Einheit haben. Doch unter Yassir Arafat gab es eine solche Einheit, er kontrollierte die Mehrheit seiner Organisationen, und er verletzte andauernd Abkommen.

Israel hat keine andere Wahl als weiterhin nach Abkommen mit den Palästinensern zu suchen. Doch es muss auch darauf bestehen, Sicherheitsmaßnahmen auszudehnen. Dies kann in der gegenwärtigen Situation zum Beispiel dadurch geschehen, dass das Westjordanland vom Gazastreifen isoliert wird und dass die Hamas daran gehindert wird, die Oberhand im Westjordanland zu bekommen. Aus diesem Grund müssen die meisten der sicherheitsbezogenen Passagen im Vorschlag des amerikanischen Generals Keith Dayton zurückgewiesen werden.

Eine weitere Lektion dessen, was im Gazastreifen vor sich geht, bezieht sich auf Ägypten. Dort geschieht etwas Seltsames. Zugegeben, die Ägypter haben ihre Bemühungen, gegen die Terroristen im Sinai vorzugehen, erhöht. Doch wenn man das ägyptische Vorgehen gegen Waffenschmuggler mit den jordanischen Bemühungen vergleicht, liegen die Ägypter weit zurück. Eine ernsthafte Angelegenheit ist auch die Art und Weise, in der Ägypten den Schmuggel von großen Geldsummen durch die Hamas – meistens aus dem Iran – in den Gazastreifen ignoriert. Alles, was Ägypten von denjenigen, die das Geld bei sich tragen, fordert, ist die Angabe der Geldmenge. Diese Gelder sind nicht für die zivile Bevölkerung im Gazastreifen bestimmt, sondern für den Aufbau einer Hamas-Armee. In Israel herrscht das Gefühl vor, dass Ägypten ein doppeltes Spiel beim Krieg gegen den Terror spielt.

Mittlerweile geht der Zermürbungskrieg zwischen Israel und der Hamas weiter, und es kann angenommen werden, dass dieser sich auf andere israelische Gemeinden, die in Raketenreichweite rücken, ausweitet. Die Hamas will einen Sieg gegen die Einwohner von Sderot, die ihre Stadt verlassen, und gegen Israel im Allgemeinen erreichen. Die Schläge, mit denen Israel reagiert, sind keine gravierenden. Gleichwohl ist es wichtig, dass sie nicht nachlassen. Auch das vorübergehende Eindringen in bestimmte Gebiete des Gazastreifens wäre eine Möglichkeit.

Die Hamas und die anderen palästinensischen Organisationen, die vor allem versuchen, zivile Ziele in Israel zu treffen, beklagen sich nun, wenn palästinensische Zivilisten Schaden nehmen. Israel darf palästinensische Zivilisten nicht für die Angriffe auf seine Gemeinden bestrafen. Doch es muss sofort auf palästinensischen Beschuss reagieren und die Quelle des Beschusses angreifen, selbst wenn dabei Zivilisten verletzt werden. Dies ist das grundsätzliche und natürliche Recht der Verteidigung. Die Tatsache, dass Russland der erste Staat war, der Israel deswegen kritisiert hat, ist ausgesprochen lächerlich. Israel sollte darauf achten, im Gazastreifen nicht das zu tun, was die Russen mit schrecklicher Brutalität in Tschetschenien tun. Die Norweger, Israels frühere Freunde, ignorieren, was in Sderot geschieht. Während die Kassam-Raketen abgeschossen wurden, kündigten sie einen Geldtransfer an die palästinensische Autonomiebehörde an. Dieses Geld wird mit Sicherheit seinen Weg zur Hamas finden, mit anderen Worten: zu denjenigen, die die Raketen abschießen. Bei solchen Freunden braucht man keine Feinde.“

(Ha’aretz, 25.05.07)

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New Order haben sich nach 27 Jahren aufgelöst http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/24/new-order-haben-sich-nach-27-jahren-aufgeloest/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/24/new-order-haben-sich-nach-27-jahren-aufgeloest/#comments Thu, 24 May 2007 11:20:46 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/24/new-order-haben-sich-nach-27-jahren-aufgeloest/ Bereits seit einigen Tagen geistert das Gerücht, New Order hätten sich aufgelöst, durchs Netz. Nun besteht traurige Gewissheit, dass eine meiner absoluten Lieblingsbands nicht mehr am Start ist. Schade, schade, aber andererseits waren New Order eh nie die Sorte Band, die ständig im Studio und auf Tour zusammen ist. Zudem bestand die aus den Überlebenden von Joy Division hervorgegangene Combo ja auch schon seit 27 Jahren, hat mit „Blue Monday“ die bis heute meistverkaufte Maxi veröffentlicht, mein Leben mit unzähligen schönen Lieder bereichert und mich zudem erst gestern Nacht mit der famosen „Technique“ in den Schlaf gesungen.
Wie auch immer, Welt Online hat ein interessantes Interview mit dem Bassisten der Band, Peter Hook (der sich um seine Zukunft keine Sorgen machen muss, wie ihr hier sehen könnt) geführt.

„WELT ONLINE: Im Internet wird gerade heftig debattiert: Gibt es New Order noch oder gibt es sie nicht mehr?
Peter Hook: Nein, New Order haben sich nach 27 Jahren aufgelöst.
WELT ONLINE: Warum das?
Hook: Warum sollte ich ausgerechnet Ihnen das erzählen? Das ist einer der schmerzhaftesten Punkte meines Lebens.
WELT ONLINE: Weil die Öffentlichkeit gern mehr darüber wüsste.
Hook: Ich kann so viel noch nicht darüber sagen. Es ist alles ungeheuer frisch. Nun sitze ich hier in Cannes und werde auf der Leinwand mit dem Tod von Ian Curtis konfrontiert. Anton hat einen tollen jungen Schauspieler gefunden, Sam Riley, mir ist es heiß und kalt den Rücken herunter gelaufen. Und nun ist schon wieder ein Kapitel zu Ende geschrieben.
WELT ONLINE: Aber solche Geschichten deuten sich doch länger an.
Hook: Stimmt, von einer Band konnte man bei New Order schon längere Zeit nicht mehr sprechen. Wir haben uns in völlig verschiedene Richtungen entwickelt. Es ist auch nicht sonderlich spaßig, wenn man plötzlich merkt, dass man 50 geworden ist, die letzten Jahrzehnte wie im Flug vergangen sind und man vielleicht nur noch ein paar Jahrzehnte hat. Da überlegt man gründlicher, was man tun möchte. Bei mir ist der Entschluss lange gereift.
WELT ONLINE: Und wenn die anderen weiter als Band auftreten möchten?
Hook: Können sie gern tun, aber sicher nicht als New Order. Das Prinzip hatten wir schon bei Joy Division. Wenn einer der Gründungsmitglieder aussteigt, dann muss sich die Band einen neuen Namen geben.
WELT ONLINE: Da es beide Bands nun nicht mehr gibt, können wir vielleicht einmal, was Sie früher nie gemacht haben, über die nicht unumstrittenen Namen reden.
Hook: Interessiert das immer noch jemanden, ob wir damals faschistisches Gedankengut populär machen wollten? Ich sage Ihnen eines, auch wenn es aus heutiger Sicht vielleicht merkwürdig klingen mag: Wir waren unfassbar naiv damals. Sowohl Joy Division als auch New Order waren reine Bauchentscheidungen. Nachdem dann die Gerüchte laut geworden waren, wir wären eine Fascho-Band, mussten wir uns jedes Mal etwas einfallen lassen. Das war ziemlich anstrengend.
WELT ONLINE: In „Control“ kann man eine faszinierende Reise zurück machen, in die Zeit der Sex Pistols und des erwachenden Punk.
Hook: Kommt mir vor, als wäre es elend lange her. Stimmt schon, dass wir nach dem legendären Konzert der Sex Pistols alle wie elektrisiert waren. Da musste was geschehen, und es ist ja auch was passiert.
WELT ONLINE: Wo und wann passiert so etwas heute?
Hook: Gar nicht mehr. Diese Pop-Musik ist doch heute Tapete. War ich letztens in einem Autohaus, und da spielen die doch wirklich, um ein Produkt zu bewerben, „Lust for Life“ von Iggy Pop. Das fand ich empörend. Iggy in einem Autohaus. Das steht für die heutige Zeit.
WELT ONLINE: Was wird von New Order bleiben?
Hook: Wir konnten neue Trends setzen, weil wir uns immer intensiv mit uns selbst und der Musik auseinandergesetzt haben. Wir waren nur selten zufrieden. Ich denke, es bleibt der Geist, etwas Neues entdecken, schaffen zu wollen. Und natürlich einige Hits.“

..genau, einige Hits. Mein Lieblingslied von New Order ist übrigens „True Faith“

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Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde! http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/22/hunderttausend-heulende-und-jaulende-hoellenhunde/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/22/hunderttausend-heulende-und-jaulende-hoellenhunde/#comments Tue, 22 May 2007 20:24:48 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/22/hunderttausend-heulende-und-jaulende-hoellenhunde/
Heute vor 100 Jahren wurde im belgischen Etterbeek bei Brüssel Georges Prosper Remi, besser bekannt als Herge, geboren, der als Schöpfer von Tim und Struppi weltbekannt werden sollte. Auch wenn ich mir ansonsten früher eher wenig aus Comics gemacht habe, bin ich doch immer gern in Herges Abenteuer eingetaucht. „Das Abenteuer ist immer nur ein Bild entfernt“, wie Holger Kreitling heute treffend in der Welt schrieb.
Das Besondere an den Geschichten war immer, dass in der Tim und Struppi Welt gleich zwei homosexuelle Paare die Hauptrolle spielen. Einerseits das schrullige Polizistenpärchen Schultze und Schulze (wie man am Namen sehen kann sind die beiden entgegen verbreiteter Gerüchte keine Brüder) und natürlich die Transgenerationbeziehung zwischen Tim und Kapitän Haddock. Unvergessen sind jedoch auch die vielen liebevoll gestalteten Nebencharaktere, etwa die wuchtige Operndiva Bianca Castafiore, der schusselige Butler Nestor, der zerstreute Professor Bienlein oder der dreisten arabischen Prinzen Abdallah.
Faszinierend ist aber auch, wie weit der der Zeichner seiner Zeit voraus war, ob japanische Invasion in China oder Mondlandung. Sehr interessant ist auch der Hintergrund der Geschichte „König Ottokars Zepter“ von 1938. In dem Abenteuer verhindern Tim und Struppi den Versuch des aggressiven und verbrecherischen Balkanstaates Bordurien, seinen friedlichen Nachbarstaat Syldavien erst durch Agenten zu schwächen und dann, nach vorgetäuschten Provokationen, zu überfallen. Es war nicht schwer, hinter dieser erfundenen Welt die reale zu erkennen, mit Hitler und Mussolini als Hauptakteuren, und Hergé hat alles getan, um hieran keinen Zweifel aufkommen zu lassen, von bordurischen Schergen in SS-ähnlicher Uniform bis zu Messerschmitt-Jagdflugzeugen, die bei der deutschen wie auch der bordurischen Luftwaffe eingesetzt werden.

Ein Punkt den man trotz aller Begeisterung nicht verschweigen sollte ist der in den ersten Heften anzutreffende Rassismus. Vor allem die Episode „Tim im Kongo“ strotzt nur so an rassistischen Zuschreibungen. „Natürlich gibt es Menschen, die sagen: Hergé ist rassistisch“, erklärt hierzu der Hergé-Spezialist Philippe Goddin. „Ich würde allerdings behaupten, dass Hergé insgesamt eher Werte wie Toleranz oder Völkerfreundschaft unterstützt. Denn man darf nie vergessen, dass das Werk von Hergé Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre begann. Tim und Struppi waren ein Spiegel ihrer Zeit.“
Zudem fällt auch in der Episode „Der geheimnisvolle Stern“ die, nun ja „antisemitisch angehauchte“ Darstellung des Gegenspielers negativ auf.
Herges Kindheit und Jugend verlief für die Zeit typisch: katholische Schule und Pfadfinder. Später arbeitete er für das Wochenblatt „Le Vingtième Siècle“. Als er Chef der Jugendbeilage „Le Petit Vingtième“ wurde, erblickten auch Tim und Struppi – oder Tintin und Milou, wie sie im Original heißen – das Licht der Welt. Am 10. Januar 1929 schickte Hergé den jungen Reporter und sein weißes Hündchen zum ersten Mal auf große Abenteuerreise.´Als Schöpfer der „Ligne claire“, der klaren Linie, gilt Hergé in der Comicwelt schon seit langem als Vaterfigur. Seine Zeichnungen wirkten stilbildend für eine ganze Generation von Comic-Zeichnern.
Hergé starb 1983 an Leukämie in Brüssel und verfügte testamentarisch, dass niemand die Serie weiterzeichne darf.Daher ist der letzte Band „Tim und die Alpha-Kunst“ auch nur in Fragmenten vorhanden. Doch bis heute ist das Interesse an Tim und Struppi ungebrochen. Seine Geschichten gehen jährlich nach wie vor gut drei Millionen Mal über die Ladentheke. Übersetzungen gibt es in 70 Sprachen, darunter auch Exotisches wie Tibetanisch, Flämisch oder Esperanto. Hergés Fangemeinde zählt Bewunderer von Andy Warhol bis zum Dalai Lama, der den Künstler im vergangenen Jahr für „Tim in Tibet“ ehrte.
Die jüngste Meldung kommt noch aus Hollywood: Stephen Spielberg und Peter Jackson wollen zusammen ein T&S Abenteuer verfilmen, ich tippe mal auf eine der Doppelfolgen, also „Reiseziel Mond“/ Schritte auf dem Mond“, „“Das Geheimnis der Einhorn“/“Der Schatz Rackhams des Roten“ oder „Die Sieben Kristallkugeln“/“Der Sonnentempel“.

hier könnt ihr euch noch ein sehr interessantes Interview der FAZ mit dem britischen Herge Fachmann Michael Farr durchlesen.

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http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/22/hunderttausend-heulende-und-jaulende-hoellenhunde/feed/
Sderot kommt nicht zur Ruhe http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/22/sderot-kommt-nicht-zur-ruhe/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/22/sderot-kommt-nicht-zur-ruhe/#comments Tue, 22 May 2007 11:19:55 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/22/sderot-kommt-nicht-zur-ruhe/ Sderot steht nun bereits seit einer Woche unter andauerndem Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen. Seit dem 15. Mai sind bereits über 130 Raketen in der südisraelischen Kleinstadt und der sie umgebenden Region des westlichen Negev eingeschlagen.

Am gestrigen Sonntag wurden 15 Raketen von Hamas-Terroristen in die Region
geschossen, wobei vor allem der Kibbutz Nir-Am stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Hier brannten das Restaurant „Fauna“ und 200 Quadratkilometer Nutzfläche völlig aus. Verletzt wurde dabei niemand.

In Sderot verlassen währenddessen immer mehr Bürger die Stadt. Das
Verteidigungsministerium und die Stadtverwatung haben bisher 580 Menschen einen Erholungsaufenthalt an der Mittemeerküste im Zentrum des Landes ermöglicht. Heute sind bis zum Mittag bereits vier weitere Raketen in Sderot eingeschlagen.

(Ha’aretz, 21.05.07)


(Brennende Felder im westlischen Negev nach palästinensischem Raketenbeschuss.)

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat sich gestern auf der
wöchentlichen Kabinettssitzung seiner Regierung zu der Situation in Sderot und Umgebung geäußert. Hier ein Auszug aus seiner Stellungnahme:

„Seit letztem Dienstag stehen die Stadt Sderot und andere Gemeinden in der
Umgebung des Gaza-Streifens unter ständigem Angriff. Innerhalb von fünf Tagen wurden mehr als 120 Raketen abgefeuert. Die Terrororganisation Hamas, die einen bedeutenden Teil der Regierung der Palästinensischen Autonomiebehörde darstellt, hat erneut der ganzen Welt bewesen, dass sie eine durch und durch mörderische Terrororganisation ist. Der Sicherheitsapparat führt Operation gegen die
Terroristen durch, die verantwortlich für die Angriffe sind, und Dutzende von ihnen sind in den letzten Tagen getötet worden. Die Hamas-Mitglieder bezahlen für ihre Handlungen und werden weiterhin dafür bezahlen.

Wir, die Regierung, tragen eine schwere Verantwortung für den Frieden und das Wohlergehen der ca. 40 000 Israelis, die in Sderot und anderen gemeinden in der Umgebung des Gaza-Streifens leben. In den letzten fünf Jahren, hat der Staat über eine Milliarde Shekel in die Erweiterung der Sicherheitsvorkehrungen, in ökonomische Hilfe und die Stärkung der Gemeinden in der Region investiert. Von dieser Summe sind 300 Millionen Shekel in den Schutz von Erziehungsinstitutionen investiert worden. Bis jetzt sind ca. 170 Schulen und Kindergärten gesichert worden. Außer dem Verteidigungsministerium, das für die Heimatfront zuständig ist, tun die Ministerien für Soziale Wohlfahrt und Soziale Dienste, Gesundheit, Einwanderung, Erziehung und Seniorenangelegenheiten das ihre, um den schwächeren Bevölkerungsteilen beizustehen und Bürgern Kurzurlaube und psychologische Hilfe zu ermöglichen.“

(Kabinettskommunique vom 20.05.07)

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Justus mal wieder… http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/15/justus-mal-wieder/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/15/justus-mal-wieder/#comments Tue, 15 May 2007 19:12:53 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/15/justus-mal-wieder/ Justus mal wieder…lest, schmunzelt und geht hin, falls ihr aus der Gegend um Halle/Saale kommt:

„Diskussions-Veranstaltung in Halle, am 29.05.2007, 19:00 Uhr

Antikapitalistisches Kameradschaftstreffen in Heiligendamm.
Ein Beitrag zur Demobilisierung

Vortrag von Justus Wertmüller, Redaktion Bahamas (Berlin).

Die (radikale) Linke ist hässlich. In ihren Händen verkehrt sich Kritik ins Bekenntnis trivialer Seelen, jede schriftliche Äußerung in Propaganda aus dritter Hand und Sprache in einen fiesen Jargon. Sie weiß von sich selbst kaum mehr als dass man sich irgendwie im Widerstand gegen Systeme, Strukturen und Herrschaftsverhältnisse befände, die sie nicht bestimmen kann. Ihre Elendsumzüge im Zeichen von Antifa und Noglobal, Antirassismus und irgendetwas mit Gender, auf denen schreckliche Wursthaarträger ihre beispiellose Kreativität zur Schau stellen, androgyne Antifaburschen oder -mädchen die neueste Turnschuh- und Kapuzenpullikreation auftragen, und Quotenmigranten ein Herz für fiese Kulturen und Religionen einfordern, vermögen noch nicht einmal die Teilnehmer zu begeistern, geschweige denn irgendwelche Passanten.
Und doch bleibt sie gefährlich und ist zurecht auch weiterhin Objekt ständiger Beobachtung durch den Kritiker. Nicht weil das „Who is who?“ von Belang wäre, die Protagonisten sind austauschbar und banal, sondern weil die je verkündete Losung, strategische Orientierung und praktische Mobilisierung manchen Aufschluss darüber gibt, wohin die Mehrheit in diesem Land treibt. In diesem Jahr geht es gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm. Die Mobilisierung wird wenig erfolgreich sein, die Mecklenburger Einöde lädt nicht so recht zum Protest ein. Wer aber warum ausgerechnet gegen dieses harmlose und belanglose Stelldichein von Staats- und Wirtschaftsfunktionären aufruft, ist dennoch von Belang. Auf die Straße oder besser auf die nicht nur wegen Regenmangels braune Wiese lädt ein breites Bündnis nationaler Sozialisten, das von der PDS bis zur NPD von den globalisierungskritischen Gemeinschaften bis zu den originalen Kameradschaften,von der Jungen Freiheit bis zur Jungen Welt reicht.
Dabei wird es zu keiner Vereinigung in Freundschaft und Toleranz von Nazis und Linken kommen. Die Linken werden die Nazis im Gegenteil in dem Maße wie sie ihnen immer gleicher werden, nur umso mehr hassen, und auch eine wirkliche Stärkung der Massenbasis von NPD und Kameradschaften steht nicht zu befürchten. Auf dem Feld, wo Linke und Nazis um den gleichen Kuchen streiten, die angemaßte Führerschaft über vom Kapitalismus „betrogene“ und „enttäuschte“ Massen, wird für beide Avantgardebewegungen wenig zu gewinnen sein, für die Globalisierungskritiker in Amt und Würden dafür desto mehr. Das politische und publizistische Establishment hat schon lange gelernt, von den hässlichen Struppis aus der Protestbewegung zu lernen, woher der Wind weht, und sie setzen Segel. Für aus dem Herzen kommenden Antisemitismus braucht man nicht die Junge Welt, das machen Rupert Neudeck oder Peter Gauweiler viel effizienter. Der Hass auf Amerika und Israel wird vom Auswärtigen Amt diskret aber beständig bedient,und für die offene Propaganda gegen beide Länder sind Deutschlands bildende Künstler, die Filmschaffenden und das Feuilleton zuständig. Sie alle lernen von den Mobilisierungen auf Mecklenburgs braune Wiesen, wo noch Nachholbedarf ist, welche Radikalisierung der öffentlichen Meinung und der praktischen Politik zur Befriedigung der Bedürfnisse von Deutschlands Antikapitalisten gefragt ist.
Die Linke ist genauso hässlich wie Schicksalsgemeinschaften, deren tiefster Wunsch eine große nationale Aussprache aller Deutschen ist, eben sein müssen: abgrundtief.“

Diskussions-Veranstaltung in Halle, am 29.05.2007, 19:00 Uhr
Melanchthonianum Universitätsplatz

Veranstalterin: ag antifa im stura

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87 schwule Männer im Iran festgenommen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/15/87-schwule-maenner-im-iran-festgenomme/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/15/87-schwule-maenner-im-iran-festgenomme/#comments Tue, 15 May 2007 11:42:33 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/15/87-schwule-maenner-im-iran-festgenomme/ Nach Angaben einer iranischen Exil-Homosexuellengruppe sind in der südwestiranischen Großstadt Isfahan 87 Männer wegen „Homosexualität“ festgenommen worden. Sie alle hatten einer Geburtstagsfeier eines schwulen Freundes teilgenommen, den die in Toronto ansässige Iranian Queer Organization (IRQO) als Farhad identifiziert hat. Die IRQO nennt nie die vollen Namen der Opfer, da dies auch ihre Familien gefährden würde. Der Vorfall soll bereits am 10. Mai stattgefunden haben.

Die Polizei sei dabei dem Bericht zufolge bei den Verhaftungen mit äußerster Brutalität vorgegangen. „Ich habe noch ein Geschenk für Farhad gekauft und bin deshalb zu spät zur Party gekommen“, berichtete ein Peyman telefonisch der IRQO. „Als ich ankam, war bereits überall Polizei. Alle meine Freunde wurden verhaftet. Sieben oder acht Polizisten haben sie mit Gummiknüppel geschlagen. Zwei sind aus dem 2. Stockwerk gesprungen – sie waren in einer sehr schlechten Verfassung“. Andere Anrufer erzählten von „blutüberströmten verhafteten Männern“. Nach Angaben von IRQO gibt es Berichte, dass die Männer in der Haft gefoltert würden und ihr Leben in Gefahr sei.

Im Iran steht auf Homosexualität die Todesstrafe. Seit 1979 sollen die Mullahs Menschenrechtsorganisationen zufolge mindestens 4.000 schwule Männer hingerichtet haben. Eine Ausnahme machten die iranischen Machthaber aber anscheinend bei Volker Becks Besuch im „Gottesstaat“ Ende Januar, als der bekennend homosexuelle Grünen Politiker anstatt exekutiert zu werden, „gute Gespräche“ mit iranischen Spitzenpolitikern führte. Eigentlich steht laut Paragraf 111 des iranischen Strafgesetzbuches auf Sex zwischen zwei Männern die Todesstrafe. Die Paragrafen 121 und 122 bestrafen das „Vorspiel“ ohne Penetration mit 100 Peitschenhieben für beide Partner. Nach dem vierten Vergehen wartet die Exekution. Nach Paragraf 123 gibt es 99 Peitschenhiebe für nicht verwandte Männer, die „nackt unter demselben Laken liegen, ohne dass dies nötig wäre“. Die Paragrafen 127 bis 134 regeln lesbische Beziehungen, die mit bis zu 100 Hieben geahndet werden. Auch hier gibt es beim vierten Urteil die Todesstrafe.

Mehr zum Fall findet ihr hier.


(diese beiden jungen Schwulen wurden bereits 2005 im Iran mit dem Strick ermordet)

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Europäer boykottieren Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung Jerusalems http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/15/europaeer-boykottieren-feierlichkeiten-zur-wiedervereinigung-jerusalems/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/15/europaeer-boykottieren-feierlichkeiten-zur-wiedervereinigung-jerusalems/#comments Tue, 15 May 2007 11:20:48 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/15/europaeer-boykottieren-feierlichkeiten-zur-wiedervereinigung-jerusalems/ In seiner Funktion des Ratspräsidenten der Europäischen Union hat Deutschland vergangene Woche dem israelischen Außenministerium und der Knesset mitgeteilt, dass die Botschafter der europäischen Staaten die Feierlichkeiten boykottieren werden, die derzeit anlässlich des 40. Jubiläums der Wiedervereinigung Jerusalems begangen werden. Dies gilt nicht zuletzt für die Sondersitzung der Knesset, die am heutigen Montag stattfindet.

Im Hintergrund steht dabei die Tatsache, dass die europäischen Staaten die
Wiedervereinigung Jerusalems bis heute nicht anerkennen und aus ihrer Sicht der östliche Teil der Stadt, der während des Sechstagekriegs eingenommen wurde, besetztes Gebiet ist.

Im israelischen Außenministerium hieß es dazu im Vorfeld: „Jerusalem ist die vereinigte Hauptstadt Israels. Diese Woche begehen wir den vierzigsten
Jahrestag seiner Vereinigung. Wir haben zahlreiche Gäste zu den Feierlichkeiten eingeladen, eingeschlossen Angehörige des diplomatischen Korps. Wir erwarten ihre Teilnahme.“

(Yedioth Ahronot, 13.5.07)

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Rechtsextreme Straftaten nehmen zu und keinen interessierts http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/13/rechtsextreme-straftaten-nehmen-zu-und-keinen-interessierts/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/13/rechtsextreme-straftaten-nehmen-zu-und-keinen-interessierts/#comments Sun, 13 May 2007 13:57:30 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/13/rechtsextreme-straftaten-nehmen-zu-und-keinen-interessierts/ Ich hatte in der letzten Woche das „Vergnügen“, an einer Veranstaltung mit dem brandenburgischen Ministerpräsidenten und Ex-General Schönbohm ( Selbstauskunft: „Er mag klassische Musik und schätzt u.a. besonders das literarische Werk Ernst Jüngers.“) teilzunehmen, wo dieser nonstop Unfug a la „So schlimm ist das mit den Nazis gar nicht, die Linken sind mindestens genau so gefährlich, freiwillige Dorffeuerwehren sind ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Rechts, es gibt keine No-Go Areas“ blabla von sich gab. Auch wenn für einen „weißen“, heterosexuellen Mehrheitsdeutschen wie Schönbohm Neonazis wohl wirklich keine Gefahr darstellen, sollten selbst Leute wie er angesichts der nun veröffentlichen Zahlen des neuen Verfassungsschutzberichtes aufschrecken. Diesem Bericht zufolge ist der höchste Zuwachs von rund 14 Prozent im Bereich der rechtsradikalen Kriminalität festzustellen, die mit 18.142 Straftaten (2005: 15.914) den Hauptanteil der politisch motivierten Straftaten ausmacht. Der Hauptteil davon sind 12.629 „Propagandadelikte“. Dies sind natürlich nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer liegt bekanntlich noch viel höher, aber Schönbohm und Co werden nicht müde, dieses Ausmaß der rechtsextremen Gewalt zu verharmlosen und reflexartig auf die „nicht zu unterschätzende Bedrohung von Links“ hinzuweisen.

(Bei einer Razzia gegen Rechtsextreme 2007 in Niedersachsen und NRW gefundene Waffen)

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“Völlige Entgleisung im Feld der Sexualität” http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/11/178/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/11/178/#comments Fri, 11 May 2007 19:04:48 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/11/178/
Wenn sich Vertreter des Christentums -besonders Katholiken- zu Fragen der Sexualität äußern ist die Komik nie fern, besonders absurd wird es aber immer bei christlichen Aussagen zur Homosexualität. So auch diesmal: Der lettische Kardinal Janis Pujats hat in einem offenen Brief Homosexualität als „völlige Entgleisung im Feld der Sexualität“ (yeah!) und als „unnatürliche Form der Prostitution“(?) bezeichnet. Zudem rief der „Mann Gottes“ seine Mitbürger dazu auf, gegen den für den 3. Juni geplanten CSD in Riga auf die Straße zu gehen. „Wenn 1.000 sexuell verrückte Leute auf dem Marktplatz ihren Pride abhalten, sollten mindestens 40.000 bis 50.000 Menschen dagegen marschieren“, erklärte der 76-Jährige. „Diese Proportionen würden der Regierung und der Öffentlichkeit genug Grund geben, sexuelle Perversionen nicht mit Dingen wie der Homo-Ehe zu adeln.“
Die EU-Mitgliedschaft habe nach Angaben des Kardinals zudem die Gesellschaft „sexualisiert“ und das würden Homosexuelle nun ausnützen. „Sie greifen uns mit ihren Perversionen an“, erklärte Pujats. Pujats wurde 1991 zum Erzbischof von Riga ernannt. Papst Johannes Paul II beförderte ihn 1998 zum Kardinal.
Homophobie ist echt so schwul, und auch wenn ich sicherlich niemand bin, der sich genötigt fühlt, auf irgendwelchen Paraden im Fellschlüpfer den Identitätsschwulen zu geben und zusammen mit Volker Beck zu schlechter Musik Kondome von Wagen zu werfen, die Homo-Ehe zu feiern, Deutschland für seine ach so große Toleranz zu preisen oder Stolz über die eigene sexuelle Orientierung auszudrücken, sollte doch jeder und jede die Freiheit haben, dergleichen Firlefanz zu treiben. Im Übrigen gilt auch hier folgende Parole.
Bereits im letzten Jahr hatte es Probleme in Lettland gegeben: Nachdem die geplante CSD-Parade verboten worden war hatten sich rund 50 Schwule und Lesben (interessanterweise) in einer anglikanischen Kirche versammelt. Dort belagerten dann Hunderte von Rechtsradikalen das Haus. Sobald Menschen aus der Kirche kamen, kam es zu verbalen Auseinandersetzungen und zu Handgreiflichkeiten. Viele der Gottesdienst-Teilnehmer und der Pfarrer wurden mit Fäkalien beworfen. Nach Polizeiangaben wurden fünf Skinheads festgenommen. Die Gottesdienst-Teilnehmer sagten jedoch der Presse, die Polizei habe zunächst nichts gegen die Rechtsradikalen unternommen. Erst als es zu Schlägereien kam, seien die Beamten eingeschritten. Somit scheinen auch in diesem Jahr gewalttätige Übergriffe auf die Homosexuellen vorprogrammiert zu sein.

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„Wie Islamisten die Herzen der Türken erobern“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/09/wie-islamisten-die-herzen-der-tuerken-erobern/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/09/wie-islamisten-die-herzen-der-tuerken-erobern/#comments Wed, 09 May 2007 19:52:15 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/09/wie-islamisten-die-herzen-der-tuerken-erobern/ Ayaan Hirsi Ali beschreibt in einem Gastbeitrag auf WELT ONLINE den wachsenden Einfluss von Islamisten in der Türkei:

„Wie Islamisten die Herzen der Türken erobern

Seit Kemal Atatürks Zeiten ist die Türkei gespalten in jene, die den Staat nach islamischen Leitsätzen führen wollen, und solche, die Allah aus dem öffentlichen Raum heraushalten wollen. Die Befürworter des Islam in der Regierung wie Recep Tayyip Erdogan, Abdullah Gül und ihre AKP sind bemerkenswert erfolgreich gewesen. Anders als die säkularen Liberalen haben sie begriffen, dass man die Demokratie mit demokratischen Mitteln aushöhlen kann. Auf diese Einsicht gründet sich ihre machtvolle Strategie. Drei Säulen dieser Strategie verdienen eine eingehende Betrachtung.
Die erste ist Dawa, eine Taktik, die von Mohammed, dem Stifter der islamischen Religion, inspiriert ist. Dawa bedeutet schlicht, den Islam voller Überzeugung als Lebensform zu predigen, die Regierungsform inbegriffen. Alle Bekehrten sind verpflichtet, hinaus in die Welt zu gehen und anderen zu predigen. So entsteht eine Volksbewegung, die die Herzen und Köpfe der Wählerschaft gewinnt.

Islamisten gewinnen die Schlacht um die Herzen
Die Säkularisten in der Türkei haben diesen Aspekt unterschätzt und so den Wettstreit um die Herzen und Köpfe der Wählerschaft vernachlässigt. Nun sind sie von Umfragen geschockt, die nahe legen, dass 70 Prozent der Wähler für Gül als Präsident stimmen könnten, gelänge es Erdogan eine Verfassungsänderung zur Direktwahl des Präsidenten durchzusetzen. Jeglicher Protest der Säkularisten gegen diesen offenkundigen Willen des Volkes klingt unvernünftig und undemokratisch.
Die zweite Säule ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Als die säkularen Parteien an der Macht waren, lag die türkische Wirtschaft unbestreitbar in Trümmern. Seit Erdogan im Amt ist, sind Wirtschaftswachstum und Investitionsraten hoch, die Inflation ist niedrig,
Die dritte Säule ist die Kontrolle zweier Arten von Organen in einer Demokratie, jene der Information (Bildung und Medien) und solche der Sicherheit und Ordnung (Polizei, Justiz und Geheimdienste). In anderen Worten: die Islamisten kontrollieren die Informationen, die du kriegst, und haben die Macht, dich zum Schweigen zu bringen.
Die Islamisierung der Türkei kann am Militär scheitern
Nachdem die islamistische Revolution 1997 im ersten Versuch scheiterte, haben Erdogan und seine Partei eingesehen, dass ein graduelles Vorgehen ihnen eine länger anhaltende Macht einbringen würde. Fraglos ist ihnen klar, dass die umfassende Islamisierung der Türkei nur dann gelingen kann, wenn sie die Armee und das Verfassungsgericht unter ihre Kontrolle bringen. Beide sind – bis heute – Atatürks Wunsch nach einer säkularen Türkei nachgekommen.

Die aktuelle Entscheidung des Verfassungsgerichts, Güls Nominierung nach einer Warnung des Militärs zu annullieren, ist für die Islamisten nur ein vorübergehender Rückschlag. Erdogan und Gül haben noch eine Karte im Ärmel. Sollten sie die gleiche Zurückhaltung und Geduld an den Tag legen, die sie soweit gebracht hat, könnten sie ihr Ziel erreichen, indem sie weiterhin um eine EU-Mitgliedschaft buhlen. Naive, aber wohlmeinende europäische Führer sind von Anfang an dahingehend manipuliert worden, dass sie eine zivile Kontrolle über die türkische Armee gefordert haben wie es sie auch in allen anderen Mitgliedstaaten gibt. Und so gesehen, haben sich Erdogan und seine Partei ihren Erfolg verdient. Sie dafür zu verurteilen, wäre engstirnig und gewiss kein geeignetes Mittel, sie an der Übernahme der totalen Macht in der Türkei zu hindern.
Im Nachhinein können die säkularen Liberalen die Schuld nur bei sich selbst suchen. Sie haben die Macht der Dawa unterschätzt, in der Wirtschaftspolitik versagt und die Manipulation von EU-Mitgliedern nicht als Taktik erkannt, die dazu diente, die Kontrolle über Armee und Verfassungsgericht zu erlangen.
Istanbul muss die Freiheit des Individuums schützen
Ein wichtiges Merkmal des Liberalismus jedoch ist, aus Fehlern zu lernen. Dass die säkularen Liberalen in der Türkei geirrt haben, bedeutet nicht, dass sie nicht erneut versuchen könnten, Atatürks Erbe zu bewahren und der Türkei eine Zukunft auf der Basis westlicher Werte zu ermöglichen.
Sobald sie von ihren Demonstrationen heimkehren, müssen sie den Plan zu einer Volksbewegung entwickeln, deren Botschaft individuelle Freiheit lautet. Sie müssen das Vertrauen der Türken in eine liberale Wirtschaftspolitik wiederherstellen und die Organe der Information und Bildung, der Polizei und Justiz zurückgewinnen. Ebenso müssen sie die EU-Führer davon überzeugen, dass Armee und Verfassungsgericht in der Türkei nicht allein Land und Verfassung verteidigen, sondern auch dazu geschaffen wurden, die türkische Demokratie vor dem Islam zu schützen.

Wahrer Säkularismus in der Türkei ist nicht irgendein Säkularismus. Gemeint ist ein Säkularismus, der die Freiheit und Rechte des Individuums schützt – und nicht der der Ultranationalisten, in deren Kreisen Hitlers „Mein Kampf“ ein Bestseller ist, der Völkermord an den Armeniern geleugnet wird und Minderheiten verfolgt werden. Hrant Dink, der armenische Redakteur, wurde von einem solchen Nationalisten ermordet. Es ist diese Mixtur aus bösartigem Nationalismus und räuberischem Islam, die die säkularen Liberalen in der Türkei heute vor eine größere Herausforderung stellt als jede andere liberale Bewegung.
Andere liberale Demokratien im Westen müssen den Liberalen in der Türkei in dieser schwierigen Zeit zur Seite stehen. Es ist nur scheinbar paradox, dass diese Unterstützung mit der Erkenntnis beginnt, dass die türkische Armee anders als jede andere ist. Ihre Aufgabe ist einzigartig, weil sie den säkularen Charakter der Türkei gewährleistet.“

(Hirsi Ayaan Ali für Welt Online, Aus dem Englischen von Wieland Freund.)

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Björk ist keine weibliche Bono http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/09/bjoerk-ist-keine-weibliche-bono/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/09/bjoerk-ist-keine-weibliche-bono/#comments Tue, 08 May 2007 22:40:23 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/09/bjoerk-ist-keine-weibliche-bono/
Björk bringt ja grad ihr neues Album „Volta“ raus, aber eine Sorge kann ich euch jetzt schon nehmen. In einem Interview mit der „Süddeutschen“ konnte die isländische Diva alle Befürchtungen, sie könnte sich in eine weibliche Bono verwandeln, zerstreuen. Lest selbst:

SZ: Droht die Gefahr, wie Bono – diese predigende Pest – zu werden, wenn man zu viel über diese Dinge nachdenkt?

Björk: Ich schreibe die meisten Songs eher für mich selbst als für andere. Ich erkläre anderen nicht, wie sie sich zu verhalten haben. Mein Stimmzettel ist immer leer geblieben, und in die Politik mische ich mich nicht gern ein.
(das ganze Interview könnt ihr hier durchlesen.)

Noch mal Glück gehabt, vor allem, da ja zur Zeit ansonsten auch respektable Bands den Bono in sich entdecken und wie just Tocotronic und Blumfeld auf lächerlichen Samplern wie „Move against G8″ zusammen mit lächerlichen Acts (oder „linken KulturaktivistInnen“ wie attac auf seiner Homepage verkündet) wie Madsen, den Toten Hosen, Gentlemen und Mr Deutschland Jan Delay (warum sind MIA eigentlich nicht mit drauf?) zu einem völlig lächerlichen Anlass veröffentlichen. Wie seid ihr denn drauf? Als wäre es nicht schon blöd genug, auf den Anti-G8 Zug aufzuspringen, ist ein Auftritt auf einem Sampler zusammen mit Jan Delay echt das Allerletzte. Warum? Zu Delay muss ich wohl eigentlich nix mehr sagen, aber auch wenn schon andere darauf hingewiesen haben verweise ich hier dann der Komik halber auf Jans Interview mit der taz (wo auch sonst?). So geil!
Ansonsten besorgt euch das neue Björk Album, darauf ist auch ein sehr schönes Duett mit Antony von Antony& and the Johnsons.

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Schwereloses Treiben in dunkler Kälte http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/06/schwereloses-treiben-in-dunkler-kaelte/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/06/schwereloses-treiben-in-dunkler-kaelte/#comments Sun, 06 May 2007 14:40:56 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/06/schwereloses-treiben-in-dunkler-kaelte/
Das russische Netlabel Fragment gehört eindeutig zu meinen Lieblingsnetlabels, da könnt ihr eigentlich blind zugreifen. Aber selbst für dieses gute Label stellt die neue Veröffentlichung von Killahertz, eine EP namens „Rush“, eine besondere Perle dar. Minimal, der mich teilweise gar an Dark Ambient der Marke „Lustmord“ erinnert. Schwereloses Treiben in dunkler Kälte, vielleicht aber auch der perfekte Soundtrack zu Stanislaw Lems „Solaris“, zumahl in dessen 1972er Sowjetschwarzweiß-Verfilmung von Andrei Tarkowski. Macht euch einen eigenen Eindruck, hier könnt ihr die EP downloaden. Am besten nachts hören..

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Heterosexismus in der Arbeitswelt http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/04/heterosexismus-in-der-arbeitswelt/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/04/heterosexismus-in-der-arbeitswelt/#comments Fri, 04 May 2007 19:35:28 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/04/heterosexismus-in-der-arbeitswelt/ Gegenwärtig wird anlässlich einer neuen Studie in den Medien verstärkt ein ernstes Thema angesprochen: Heterosexismus am Arbeitsplatz und Homosexualität als Karriere Risiko. Nach einer aktuellen Studie der Universität Köln halten in Deutschland über die Hälfte der Schwulen und Lesben, genauer 52%, ihre sexuelle Orientierung vor ihren ArbeitskollegInnen geheim. Das ist zwar etwas weniger als bei einer ähnlichen Studie zehn Jahre zuvor, als es noch 67% waren. „Aber angesichts der größeren Aufgeschlossenheit gegenüber Homosexuellen in der Öffentlichkeit hätte ich mit einem anderen Wert gerechnet“, sagt Dominic Frohn vom Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Kulturpsychologie an der Universität Köln.
Viele Unternehmen wollen mit dem Thema nichts zu tun haben. Doch es gibt auch Ausnahmen. Ein Beispiel ist der Fall des zurückgetretenen BP-Chefs John Browne. Dieser kam zu offiziellen Einladungen oft mit seiner Mutter. Eine Ehefrau hatte er nicht an seiner Seite, denn er ist schwul. Das legte Browne jetzt unter dem Druck von Boulevardblätter offen – nach 41 Jahren im Konzern.
„In my 41 years with BP I have kept my private life separate from my business life,“ so Browne in einem Statement. „I have always regarded my sexuality as a personal matter, to be kept private. It is a matter of deep disappointment that a newspaper group has now decided that allegations about my personal life should be made public.“

(John Browne)
„Auch in den Vorständen großer deutscher Konzerne gibt es Homosexuelle, die heimlich leben“, sagt Thomas Norpoth, Chef des Völklinger Kreises, des Bundesverbands schwuler Führungskräfte. Für schwule Politiker sei es dagegen nach den Bekenntnissen von Klaus Wowereit (SPD) , Ole von Beust (CDU) und FDP-Chef Guido Westerwelle leichter geworden. „Aber die Wirtschaft will mit dem Thema nichts zu tun haben.“
Vorstandsetagen seien geschlossene Kreise, sagt der 55-jährige Norpoth, der seit 20 Jahren die Abteilung für Arzneimittelforschung bei Schering leitet. Dort würden oft gegenseitig Einladungen nach Hause ausgesprochen. „Wenn dann statt einer Frau ein Mann den Tisch deckt, ist das eben komisch.“
Lesben und Schwule bilden keine homogene Gruppe, Homosexualität zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Allerdings gibt es große Unterschiede bezüglich des Umgangs mit der sexuellen Orientierung in den verschiedenen Branchen. In Berufen, die verbreiteten gesellschaftlichen Klischees über Homosexuelle entsprechen, etwa Künstler und Kulturschaffende, gehen die Leute am offensten mit ihrer Homosexualität um. In Industrie und Landwirtschaft will sich hingegen kaum jemand offenbaren. Im Mittelfeld liegen die Beamten. Mitarbeiter über 35 Jahre sind offener als Berufsanfänger. „Die sagen sich dann: Ich habe mir einen gewissen beruflichen Stand erarbeitet, deshalb fällt mir ein Coming-out leichter“, sagt Frohn.
Laut der Kölner Studie geht es Menschen besser, die sich am Arbeitsplatz offen zu ihrer Homosexualität bekennen. Bei der Studie gaben rund 70 Prozent der Befragten an, bei Bewerbungen zu berücksichtigen, ob eine Firma ausdrücklich als schwulen- oder lesbenfreundlich auftritt. Diese Erkenntnis versuchen einige Unternehmen in Deutschland bereits zu nutzen. Die Deutsche Bank inseriert in Schwulenmagazinen oder unterstützt ihre Mitarbeiter bei Ständen auf dem Christopher Street Day. Ford bot 2003 als erste deutsche Firma eine Betriebsrente für Hinterbliebene gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften an. Auch VW, IBM oder eben der BP-Konzern sind hier sehr aktiv.
Grundlegendes Problem bleibt aber der allgegenwärtige Heterosexismus an den Arbeitsplätzen. Lesben und Schwule werden von ihren KollegInnen und Vorgesetzten als heterosexuell wahrgenommen, es sei denn, sie deklarieren sich implizit etwa durch Auskünfte aus dem Privatleben oder explizit. In jedem Fall ergibt sich daraus eine problematische Situation. Verheimlichen Lesben und Schwule ihre sexuelle Identität am Arbeitsplatz, so wächst mit der Zeit die Anstrengung, die vorgetäuschte heterosexuelle Identität aufrecht zu erhalten etwa durch Erfindung eines Freundes/einer Freundin. Werden persönliche Auskünfte generell verweigert, so gerät mensch in die Gefahr, als arrogant zu gelten und deshalb gemieden und – in weiterer Folge – diskriminiert zu werden.
Wird andererseits aber die eigene Identität offen gelegt, so kann dies zu konkreten Diskriminierungsfolgen führen. Beginnend bei der Verweigerung der Arbeitsstelle können – bei aufrechtem Arbeitsverhältnis – von lesben- und schwulenfeindlichen Witzen bis zu eindeutiger psychischer und physischer Gewalt alle Erscheinungsformen von Diskriminierung erlebt werden.
Doch selbst wenn die Diskriminierung nicht so offensichtlich geschieht, sondern sogar eine scheinbare Akzeptanz vorherrscht, üben sublime Diskriminierungsformen einen beständigen Druck aus. So gilt das private Gespräch über Kinder oder EhegattInnen am Arbeitsplatz nicht als sexuell, auch wenn dadurch implizit die eigene Heterosexualität dargestellt wird, während die Erwähnung des/der gleichgeschlechtlichen LebensgefährtIn nicht als privat, sondern als sexuell und somit als ungehörig rezipiert wird, da die Homosexualität der/des KollegIn nicht als integraler Bestandteil ihrer/seiner Identität gesehen wird, sondern auf den rein sexuellen Aspekt reduziert wird. Oder es wird Lesben und Schwulen auch oft eine ExotInnenrolle zugedacht, sie werden nur noch reduziert auf ihre Rolle als Lesbe bzw. Schwuler wahrgenommen („Vorzeigelesbe“, „Quotenschwuler“, etc.). Die meisten dieser Mechanismen sind dabei so unterschwellig, dass sie auch von den Betroffenen nicht als diskriminierend wahrgenommen werden, was jedoch ihrer Wirkung keinen Abbruch tut.

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Rot-braune Armee Fraktion http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/04/rot-braune-armee-fraktion/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/04/rot-braune-armee-fraktion/#comments Fri, 04 May 2007 14:51:05 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/04/rot-braune-armee-fraktion/ The incredible Uli Krug veröffentlicht einen sehr interessanten Artikel in der aktuellen Jungle World, in dem er der Frage nach geht, ob es sich bei der RAF um eine antifaschistische Organisation handelte und zu dem Schluss kommt, dass sie lediglich ein bewaffneter Vertreter des deutschen Geschichtsrevisionismus war, der einen grotesk überflüssigen Bürgerkrieg mit zwar echten Toten, aber gänzlich imaginären Fronten führte. Sehr lesenswert!

Gefühltes Gas
Der Mythos von der Vernichtungshaft. Wie sich die RAF an die Stelle der ermordeten Juden setzte und das Land der Überlebenden zum faschistischen Staat erklärte.
War die RAF eigentlich eine antifaschistische Organisation? Allein schon wegen des innewohnenden Zweifels wäre diese Frage vor Jahren in linken Kreisen noch als gegenstandslos und unsinnig zurückgewiesen worden. Hatte die RAF denn nicht für die Aufnahme des »bewaffneten Kampfes« 1970 gerade explizit den »faschistischen Charakter der BRD« angeführt? Hatte die RAF nicht die Geiselnahme und spätere »Beendigung der kläglichen und korrupten Existenz« des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer im Zuge ihrer »Offensive ’77« unter anderem damit begründet, dass der ein führender Funktionär der NS-Schreckensherrschaft über das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren war? Wurde nicht auch die braune Vergangenheit führender BRD-Würdenträger immer wieder in RAF-Statements angeprangert?

Das alles ist zwar zutreffend, beantwortet aber die Eingangsfrage keineswegs. Das Faschismus-Verständnis der RAF-Kader nämlich spitzte lediglich die damals in progressiven Kreisen ohnehin übliche NS-Bagatellisierung weiter zu. Die wiederum gründete in der ständigen Gleichsetzung von Holocaust und Atombombe, wie sie beispielsweise Hans Magnus Enzensberger Mitte der sechziger Jahre in Reinkultur vorführte: Hier verschwand die wirkliche deutsche Tat der Judenvernichtung flugs in einem generellen, obendrein hypothetischen Menschheitsfatum, nämlich der Bedrohung durch die damaligen Atommächte, namentlich natürlich durch die USA. So gehe das Spezifische und Partikulare der Tat von Deutschen »in der Sauce des Allgemeinen unter«, kritisierte Hannah Arendt damals hellsichtig.

Die endgültige Bannformel jedoch gegen die Unannehmlichkeiten, die der Nationalsozialismus dem progressiven Weltbild zumutete, erwuchs schließlich aus dem gröblichen Missverständnis einer Sentenz Max Horkheimers, dass nämlich vom Faschismus schweigen solle, wer vom Kapitalismus nicht reden wolle. Gegen Horkheimers erbitterten Protest wurde daraus die Parole destilliert: »Kapitalismus führt zum Faschismus, Kapitalismus muss weg!« – worauf sich wiederum das historische Wissen der sie skandierenden Demonstranten auch schon beschränkte. »Faschismus« wurde zu einer der austauschbaren Leerformeln, die schon die Sprache des SDS, vor allem aber die der RAF bestimmten: eine Invektive wie »Entfremdung«, »Ausbeutung« oder »Imperialismus«.

War man ohnehin weit entfernt davon, irgend zwischen Nationalsozialismus und Faschismus zu differenzieren, ermöglichte die Sinnentleerung auch des Begriffs Faschismus selbst eine grandiose Selbstermächtigung: nämlich dazu, beliebig zu bestimmen, was oder wer gerade als »Faschismus« oder »Faschist« und damit als das universal Böse zu bezeichnen ist, und nicht weniger: was oder wer als sein Opfer gelten darf. Einen ersten Höhepunkt narzisstischer Vereinnahmung bildete das Schauspiel, wie sich nicht nur die französischen Mai-Demons­tranten, sondern auch deutsche Studentenführer öffentlich als die wahren Juden von heute deklarierten. Noch hemmungsloser, als die meisten Postmodernen es sich später trauten, wurde Geschichte hier neu erfunden: gänzlich nach eigener Willkür und damit zugleich gelenkt von unbewussten und damit unreflektierten Motiven.

Genau diese allgemeine Tendenz spitzte die RAF extrem zu: Sie setzte sich selber sowohl an die Stelle der Verfolgten des Nationalsozialismus als auch an die der Befreier und Rächer. Darin besteht die Bedeutung des Kürzels RAF, das die Nachfolge der sowjetischen Armee beansprucht, aber ungewollt auch die britische Luftwaffe assoziieren lässt. Die Royal Air Force wiederum (sie war ja »kapitalistisch-imperialistisch«) betrachtete Ulrike Meinhof mit denselben Augen wie der Nazi David Irving, den sie 1965 auch prompt als Gewährsmann in ihrer Konkret-Kolumne heranzog: »Als die deutsche Bevölkerung die Wahr­heit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Öffentlichkeit die Wahrheit über Dresden. Den Tätern wurde der Ruhm versagt, der ihnen von den Regierenden versprochen worden war. Hier und dort. In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab: zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt.«

Diese Neigung zu einem verqueren Revanchismus gegen die westlichen Siegermächte dominierte auch die späteren RAF-Vorstellungen von einem Rachefeldzug im »Namen der Völker«, ausdrücklich übrigens inklusive des deutschen. Die Bombenkampagne gegen US-Einrichtungen im Mai 1972 (vier Tote, 13 Schwerverletzte) wurde nicht umsonst von einem RAF-Theorie-Pamphlet namens »Dem Volke dienen« als die »neue Generallinie« des »bewaffneten Kampfes gegen den Hauptfeind, die US-Militärpräsenz in der Bundesrepublik und Westberlin«, angekündigt; auch die nachgereichte Kommandoerklärung gefiel sich in einem stramm nationalen Duktus, in dem die Rache für Hanoi von der für Dresden nicht mehr unterschieden und die Bombardierung Hamburgs als ­Auschwitz für die Deutschen hingestellt wurde: »Die Menschen in der Bundesrepublik unterstützen die Sicherheitskräfte bei der Fahndung nach den Bombenattentätern deshalb nicht, weil sie Auschwitz, Dresden und Hamburg nicht vergessen haben, weil sie wissen, dass gegen die Massenmörder von Vietnam Bombenanschläge gerechtfertigt sind.«

Diesem nationalen Jargon blieb die Gruppe treu – was sie allerdings nicht übermäßig negativ heraushob aus der zeitgenössischen Linken, sondern die Marxisten-Leninisten der RAF vielmehr als Vorlagengeber für die abstrusen Antiimp-Pamphlete der achtziger Jahre zeigt. In jener »Erklärung zur Sache«, die Baader, Ensslin, Meinhof und Raspe 1976 in Stammheim abgaben, heißt es beispielsweise: Die »Klassenkämpfe« in Deutschland spielen sich »zwischen dem Proletariat hier und dem US-Imperialismus« auf der anderen Seite ab; der nämlich habe »Westdeutschland kolonisiert« und sich gegenüber den Deutschen so betragen »wie gegenüber der autochthonen Bevölkerung eines besetzten Landes der 3. Welt«. Die Re-Education und Liberalisierung nach dem Zweiten Weltkrieg habe auf der »rassistischen Behauptung einer spezifischen, antidemokratischen Charakterstruktur des deutschen Volkes« gefußt und sei nichts weiter gewesen als »der Versuch der Besatzungsmacht, die Identität des unterworfenen Volks zu vernichten, das Bewußtsein seiner historischen Existenz auszulöschen« (Hrvh. U.K.).

Die Anwürfe der RAF-Gründergeneration in diesem, ihrem letzten zur Agitation bestimmten Text gegen die »alten Nazis« an der Spitze der BRD beschränken sich allein noch darauf, dass sie Deutschland den USA ausgeliefert hätten – die RAF hielt den »alten Nazis« allen Ernstes vor, dass sie keine richtigen Nazis mehr wären, sondern Landesverräter.

Die Gleichung Staatsfeind in Deutschland gleich Feind Deutschlands geht also im Fall der RAF nicht auf. Deren Ideologie schlägt eher in die Richtung jener nationalrevolutionären »Systemfeinde«, die es der Bundesrepublik übelnehmen, dass sie sich von ihrem deutschen Erbe entfremdet habe. Der Ex-RAF-Mann Horst Mahler kann für seine spätere Wandlung vom Genossen zum Kameraden durchaus ideologische Konsequenz und Stimmigkeit reklamieren.

Die damalige empathische Hinwendung der RAF-Gründer zu den Deutschen ging wenig überraschend einher mit usurpatorischer Verdrängung der Juden als Nazi-Opfer und ihrer Ersetzung durch die höchsteigene Person. Was bereits in der Studentenbewegung aufgekommen war, wurde zu einer echten Manie der RAF-Gefangenen. Zweifels­ohne gab es Übergriffe auf die Gefangenen in den Knästen und phasenweise äußerst verschärfte Haftbedingungen, andererseits aber nichts weniger als eine systematische »Vernichtungshaft« – in der hätte es kein von Christian Ströbele und anderen aufgebautes und unterhaltenes Infosystem (Gerd Koenen zitiert in dieser Hinsicht die FR v. 30. November 1974) gegeben, keine Zeitungsabonnements, keine nachmittäglichen Treffen der RAF-Gefangenen miteinander und kein Schreibbüro in Mahlers Zelle.

Doch das hinderte weder drinnen noch draußen irgendjemanden daran, zugleich eklige und hysterische Analogien von so genannter weißer Folter etc. zum »Gas« zu fabrizieren. Ensslin im O-Ton: »Unterschied toter Trakt und Isolation: Auschwitz zu Buchenwald.« Und glaube niemand, dass die harten Hungerstreiks der ersten RAF-Generation für Hafterleichterungen geführt worden wären; vielmehr hat man sich zu ihrer Verhinderung totgehungert. Denn, so die RAF-Logik: »Je liberaler die Schweinerei gehandhabt wird – unaufdringlich – locker – nett – hinterhältig – glitschig – gemein, kurz: je psychologischer – desto effektiver, tiefer die Vernichtung der Persönlichkeit des Gefangenen.« So ist das Ziel des Hungerstreiks allein er selbst, also »Kampf, der Kampf erzeugt«.

Je manischer man sich an die Stelle der toten Juden setzen wollte, desto größer wurde zugleich der Hass auf Israel, den Staat der lebenden Juden, dem nicht zufällig das ansonsten eher beliebig eingesetzte »Faschismus«-Etikett dauerhaft angeklebt wurde. Das erschütterndste Dokument dazu hat Ulrike Meinhof hinterlassen, mit ihrer Recht­fertigung des Mord-Überfalls arabischer Terroristen der Organisation »Schwarzer September« auf israelische Olympia-Teilnehmer 1972.

Während die Autorin wähnte, statt im Gefängnis in einer Gaskammer zu sitzen (O-Ton eines Meinhof-Kassibers: »der politische begriff für toten trakt, köln, das sage ich ganz klar, ist das gas. meine auschwitzphantasien da drin waren realistisch«), brachte sie Folgendes zu Papier: Diese Tat sei »gleichzeitig antiimperialistisch, antifaschistisch und internationalistisch. Sie hat eine Sensibilität für historische und politische Zusammenhänge dokumentiert, die immer nur das Volk hat«, das nämlich genau wisse, dass »Israel sein Wiedergutmachungskapital aus Westdeutschland – früher Nazideutschland« gesteckt bekommen habe. Und nun habe »Israels Nazi-Faschismus« seine »Sportler verheizt wie die Nazis die Juden – Brennmaterial für die imperialistische Ausrottungspolitik«, die der »Moshe-Dayan-Faschismus« (Dayan bezeichnet Meinhof im weiteren als »Himmler Israels«) betriebe.

Damit ist denn auch die Eingangsfrage klar negativ beantwortet: Die RAF war ein bewaffneter Vertreter des deutschen Geschichtsrevisionismus, der einen grotesk überflüssigen Bürgerkrieg mit zwar echten Toten, aber gänzlich imaginären Fronten führte. Das nicht einmal im Ansatz bemerken zu können, war wiederum das Resultat einer Abschottung gegen jede Erfahrung – die aber wiederum nicht allein die RAF betraf, sondern letztlich die ganze militante »Neue Linke« samt ihrem dubiosen Antiimperialismus, ihren absurden Organisationsdebatten und ihrem selbstverliebten Militanzgehabe prägte. Die RAF hatte all das nur am konsequentesten durchexerziert und wurde eben deshalb auch in ganz besonderem Maße durch psychodynamische Prozesse gesteuert. Oder in den noch heute schaudern machenden Worten Ulrike Meinhofs: »es gibt nur eine heilung: knarre, bewusstsein und kollektiv.«

Retrospektiv betrachtet scheint der zeitgenössische Hass insbesondere der älteren Deutschen auf die »Baader-Meinhof-Bande« deswegen so besonders groß gewesen zu sein, weil die Unterschiede in der Sache so besonders klein waren. Dieses epochale Missverständnis, das heute einige Medien und Politiker – allerdings auch eher halbherzig – in der Debatte um die Begnadigung von Christian Klar noch einmal zu nutzen versuchen, bedürfte der Aufklärung. Bewies Christian Klar doch erst unlängst, dass er genau dieselbe antiwestliche Pennälerlyrik produziert wie der CSU-Rechtsaußen Peter Gauweiler oder jede stramm pazifistische Kindergärtnerin. Weil das so ist, gibt es keinen Grund, ihn länger im Knast schmoren zu lassen.

Wenn dann das endlose Recyclen des »Deutschen Herbstes« endgültig gegenstandslos wird, dann zeigt sich vielleicht auch deutlicher, wie schauderhaft deutsch die RAF war. Oder anders gesagt: Wie gut sich die größten Geiferer, die einst nach KZ und Todesstrafe riefen, eigentlich mit den verhassten »Terroristen« hätten unterhalten können – über US-Kulturimperialismus, internationales Judentum, alliierten Bombenterror und die nationale Rückbesinnung Deutschlands.

(Uli Krug/ Gefühltes Gas, Jungle World 18/2007, S.20f.)

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Warum Helmut Kohl so fett ist http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/03/warum-helmut-kohl-so-fett-ist/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/03/warum-helmut-kohl-so-fett-ist/#comments Thu, 03 May 2007 20:54:05 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/03/warum-helmut-kohl-so-fett-ist/ Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass Helmut Kohl mir immer suspekt war, aber was ich nun in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ über den „Altkanzler“ erfuhr ist echt zu strange. Denn wie der ehemalige schwedische Premierminister Göran Persson enthüllte hat Kohl die Angewohnheit, in Stresssituationen Butter in sich hineinzustopfen. Im Fernsehen seines Heimatlandes hatte Persson über das Essverhalten des damaligen Bundeskanzlers bei einer erregten Debatte über den Euro berichtet: „Dann setzte er sich hin und begann, Butter zu essen. Massenweise Butter. Erst einen Teller, auf dem wohl zehn Stückchen zu je zehn Gramm lagen. Der war schnell weg. Dann noch einen. Erst danach beruhigte er sich langsam.“ Seltsam, seltsam, aber damit ist immerhin die Frage beantworte, warum der Gute so fett ist, das müssen viele stressige Jahre gewesen sein..obwohl, besser Butter als Chillischoten.

(Kohl 1991 beim randalieren in Halle)

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hate is a four letter word http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/03/hate-is-a-four-letter-word/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/03/hate-is-a-four-letter-word/#comments Thu, 03 May 2007 19:57:40 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/03/hate-is-a-four-letter-word/ „Friede sei auf euch“ – ein beliebter Gruß unter Muslimen: al-salâmu °alaikum. D.h.: der Friede Allahs sei von oben herab auf euch! Mit Frieden hat folgender Auszug einer Hasspredigt allerdings nichts zu tun. Hasspredigten aus den palästinensischen Autonomiegebieten sind ja leider nichts ungewöhnliches. Aber selbst für diese Verhältnisse sind die Äußerungen krass, die Dr. Ahmed Bahar, Sprecher des Palästinensischen Legislativrats am 20.04.07 im Palästinensischen Fernsehen (PA TV) von sich gegeben hat:

„Dies ist der Islam, der seiner Zeit voraus war in Hinsicht auf die
Menschenrechte und die Behandlung von Gefangenen, aber unser Volk wurde heimgesucht von dem Krebsgeschwür, das die Juden sind, im Herz der arabischen Nation (…) Seit sicher, Amerika ist dabei zu verschwinden, Amerika suhlt sich heute in Blut im Irak und in Afghanistan, Amerika wird besiegt und Israel wird besiegt und wurde besiegt im Libanon und in Palästina (…) Mache uns siegreichüber die Ungläubigen(…) Allah, greife dir die Juden und ihre Verbündeten, Allah, greife dir die Amerikaner und ihre Verbündeten (…) Allah, zähle sie und töte sie bis zum letzten und lasse keinen Einzigen übrig.“

Die Videoaufzeichnung der Hasspredigt in arabischer Sprache mit englischen Untertiteln ist unter dem folgenden Link anzusehen:
http://www.pmw.org.il/Bulletins_apr2007.htm#b300407

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stop me if you think you´ve heard this one before http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/02/stop-me-if-you-think-youave-heard-this-one-before/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/02/stop-me-if-you-think-youave-heard-this-one-before/#comments Wed, 02 May 2007 19:42:21 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/05/02/stop-me-if-you-think-youave-heard-this-one-before/
„…und dann hörten wir die Smiths, manchmal auch The Cure oder New Order, aber größenteils die Smiths“ sang vor einigen Jahren ein gewisser „Funpunker“ namens Farin U. und recht hat er (auch wenn ich eigentlich New Order noch viel lieber höre). Zwar finde ich sowohl die Morrissey Solosachen als auch das neue, unter Marrs Mitarbeit entstandene Album von Modest Mouse, dessen Titel „We were dead before the ship even sank“ auch von den Smiths hätte stammen können, sehr angenehm, aber nichts geht über das Zusammenspiel der „Lennon und McCartney der 80er“ Morrissey und Johnny Marr. Nicht zu unrecht wurden die Vier ja auch im Jahr 2004 noch vor den Langeweilern von den Beatles von dem englischen Musikmagazin NME zum „Most Influential Artist Ever“ gewählt worden. Auch wenn die Band aus Manchester nur 5 Jahre zwischen 1982 und 1987 existierte, haben die Vier doch eine Vielzahl unvergesslicher Songs veröffentlicht, aus denen ich meine 10 Lieblingslieder rausgesucht habe. Welche mögt ihr am Liebsten?
Ach ja, und allen die auf eine Reunion hoffen, sei folgendes gesagt: Morrissey gab auf die Frage, ob er sich noch einmal eine Zusammenarbeit mit Johnny Marr vorstellen könne, die Antwort: „Lassen Sie es mich so ausdrücken: Nein“.
10. Shoplifters of the world unite. Angeblich auch Morrisseys Smithslieblingslied..
9. The headmaster ritual: vom meiner Meinung nach besten Smiths Album „Meat is murder“, obwohl meine vegetarischen Zeiten schon ewig her sind und sonst fast jeder das „The Queen is dead“ Album für das beste Smiths Album hält. Zudem stellt das Lied ein klares Statement gegen Prügelstrafen an Schulen dar.
8. Cemetry Gates: Fragt mich nicht warum, aber mir wurde vor vielen Jahren mal ein Platzverbot auf einem Friedhof ausgesprochen.
7. Panic: sorgte damals aufgrund der Aufforderung, den DJ zu hängen für Furore, ein Gedanke, der mir auf der Maidemo auch kam, aber eigentlich schrieben Morrissey und Marr den Song im April 1986, als der Radio DJ Steve Wright zuerst die Katastrophe von Tschernobyl verkündete und gleich darauf den Wham!-Song I‘m Your Man gespielt hatte (welcher Song wäre denn angemessener gewesen?)
6. How soon is now“: Kommerziell der größte Hit der Band, hier aber nur auf der 6, weil ich das Lied vielleicht einfach in dunklen Tagen zu häufig gehört habe.
5. Stop me if you think you heard this before: Obwohl das letzte Album der Band „Strangeways, here we come“ echt nicht ihr bestes Album ist, mag ich dieses Lied wirklich sehr, vereinte s doch alle Merkmale eines perfektes Smiths Songs.
4. That joke isn´t funny anymore: traurig, „I‘ve seen this happen in other people’s lives and now it’s happening in mine“
3. William, it was really nothing: Ich hatte mal vor Jahren ein Tape mit Liedern von den Smiths, welches mit diesem Lied anfing.
2. Bigmouth strikes again: Es gibt von dem Song auch eine schönen Version von Placebo, aber das Original bleibt natürlich unerreicht. War soweit ich mich erinnere auch das erste Lied von den Smiths, das mir von einem Freund vorgespielt wurde.
1. Ask: einfach des schönste Lied von den Smiths!

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Frisurfaschismus http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/30/frisurfaschismus/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/30/frisurfaschismus/#comments Mon, 30 Apr 2007 21:08:51 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/30/frisurfaschismus/ The Rakes singen auf ihrem neuen Album „The world was in a mess but his hair was perfect“, aber selbst diesen kleinen Trost können sich die Männer im Iran fortan abschminken.
Wie ich heute erfuhr haben die iranischen Sittenwächter ihr striktes Vorgehen gegen modische Männer weiter verschärft, denn nun sind im „Gottesstaat“ keine „westlichen“ Frisuren mehr erlaubt, wobei mir gerade etwas unkar ist, was denn eine „westliche“ Frisur ausmacht. „Westliche“ Haarschnitte, Make-up für Männer und das Färben und Zupfen der Augenbrauen seien künftig verboten, berichtete die Zeitung „Etemad“ in ihrer Sonntagsausgabe. Sämtliche Make-up-Utensilien und Kosmetikartikel für Männer müssen aus den Salons verschwinden. Entsprechende Anordnungen habe die Polizei in den Friseursalons des Landes erteilt. Männliche Friseure dürften außerdem keine Krawatten oder Fliegen mehr tragen.Verstöße gegen die neuen Anweisungen würden mit einer zunächst auf einen Monat befristeten Schließung des Friseurladens oder dem Entzug der Geschäftslizenz geahndet werden.
Der iranische Herrenfriseur-Verband warnte, die neuen Vorschriften seien nur schwer einzuhalten. Selbst wenn die Verbandsmitglieder sich an die Vorschriften hielten, gebe es weiter Hunderte Friseurläden ohne Lizenz, die die Regeln womöglich missachteten, zitierte „Etemad“ den Verbandschef Mohammad Efthegari-Fard. Viele junge Leute ließen sich ihren Haarschnitt von Laien-Friseuren verpassen.
Dabei sind diese neuen Formen des Frisurfaschismus nur der Gipfel einer Reihe von ungeheuerlichen Eingriffen in die Privatsphäre der Menschen im Iran. Erst am vergangenen Wochenende hatten 2000 Studenten der Universität Schiras gegen neue Vorschriften protestiert, die ihnen das Tragen kurzärmliger Oberteile und kurzer Hosen außerhalb ihrer eigenen Zimmer verbieten. Noch schlimmer trifft es die Frauen im Iran. Sie werden im Iran neuerdings auf der Straße angehalten, wenn sie sich nach Auffassung der Sittenpolizei in „figurbetonter Kleidung“ oder nicht „ausreichend verhüllt“ zeigen. Schon am Tag nach Beginn der Kampagne wurden nach offiziellen Angaben knapp 1500 Frauen verwarnt. Bei Widerstand droht den Frauen Polizeigewahrsam.

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Insane in the brain http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/26/insane-in-the-brain/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/26/insane-in-the-brain/#comments Thu, 26 Apr 2007 19:08:36 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/26/insane-in-the-brain/ Auf einigen Blogs des Blogsport Planeten scheint endgültig der Wahnsinn ausgebrochen zu sein: Anlass ist Ivo Bs Rückblick auf die Geschichte der Demos zum 1. Mai in Berlin aus der aktuellen Jungle World, genauer dieser Auszug

„Gedenkstätten zeichnen sich in der Regel zumindest durch eine Hinweistafel oder ein Denkmal aus. Im Fall der Gedenkstätte für die Riots vom 1. Mai 1987 war es aber nur eine Freifläche, eine Baulücke im Herzen Kreuzbergs, eine fehlende Häuserecke am Görlitzer Bahnhof, darauf Reste einer Ruine. Dort stand bis zu jenem ersten warmen Tag des Jahres 1987 ein Bolle-Supermarkt, der im Zuge der Krawalle zunächst geplündert und dann angezündet wurde. Eine Neubebauung des Geländes war lange Zeit nicht denkbar; sie wäre von der autonomen Szene in Kreuzberg sicherlich als Angriff auf die historische Authentizität des Kiezes gewertet worden. Heute steht dort eine fast fertig gestellte riesige Moschee. Sie muss nicht fürchten, Opfer von Plünderung und Zündelei zu werden am kommenden 1. Mai, und das nicht nur, weil es dort mit Sicherheit keine Schnapsflaschen einzustecken gibt. Die Verteidigung eines von McDonald’s freien multikulturellen Bezirks SO 36 in Kreuzberg ist ein konstituierendes Moment der Berliner autonomen Bewegung.

So weit, so normal, nicht normal ist hingegen, was die üblichen Verdächtigen projizieren. So sehen zeank und ascetonym allen Ernstes in der Passage einen Aufruf zur Brandschatzung an irgendwelchen Moscheen.
Das ist nicht mehr die leider schon gewohnte Feindbildpflege, das ist bereits üble Nachrede.
Obwohl es bekanntlich keinen Sinn macht, mit dergestalt hasserfüllten Leuten zu diskutieren hat Ivo trotzdem ein Statement abgegeben:

hmm, ich weiß zwar nicht, warum ich argumentieren soll, wenn hier alle anderen nur paranoid herumpolemisieren, aber nun gut.
ich habe selbstverständlich weder geschrieben noch gemeint, dass man die moschee anzünden soll. wer das daraus liest, WILL das daraus lesen.
tatsache ist, dass ein wichtiges thema der autonomen, von UNS autonomen war, den kiez gegen die durchkapitalisierung und modernisierung zu verteidigen, was manchmal, auch richtig war, zum teil aber auch zu so völlig absurden dingen geführt hat, wie die kampagne “oberbaumbrücke bleibt stadtringlücke”. JEDE umstrukturierung des “eigenen” kiezes wurde als einmischung in die gewünschte selbstbestimmung der kiez-gemeinschaft betrachtet.
zu dem kiez-kuschel-bild gehörte auch die vermeintliche multi-kulturelle verfasstheit. deshalb konnte vermutlich NUR eine moschee dort an diesem für die autonomen heiligen ort gebaut werden, oder es hätte auch ein hindu-tempel oder event. eine falaffelbude sein können, aber keinesfalls ein parkhaus, ein fernsehstudio oder mc donald’s. naja und ob die “multi”kulturelle nachbarschaft den bau einer synagoge begrüßt hätte, könnte man auch bezweifeln.
das sagt etwas über die identitäre kiezpolitik der autonomen aus, und über ihr kulturrelativistisches multikulti-verständis.
DAS wollte ich damit gesagt haben. nein, genau das und nichts anderes HABE ich gesagt, und drum nutzt es vermutlich auch nichts es jetzt nochmal gesagt zu haben, weil hier ja lieber feindbildpflege betrieben wird.

Um euch ein eigenes Bild zu machen verweise ich auf den ganzen Artikel 1., 2., 3. Mai

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http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/26/insane-in-the-brain/feed/
»Früher hat ein Stein noch wehgetan« http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/25/afrueher-hat-ein-stein-noch-wehgetana/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/25/afrueher-hat-ein-stein-noch-wehgetana/#comments Wed, 25 Apr 2007 20:26:28 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/25/afrueher-hat-ein-stein-noch-wehgetana/ Sehr amüsiert hat mich heute der Artikel „Anna und Arthur halten´s Maul“ in der neuen Jungle World, in dem sich Daniel Steinmeier und Nicole Tomasek auf die Suche nach den letzten Autonomen begeben haben und dabei allerlei skurrile Interviews führen konnten. Ich habe hier mal für euch die besten Statements gesammelt:

»Aufs My-Fest gehe ich aber bestimmt nicht«, empört er sich. Dieses Straßenfest, das seiner Meinung nach »nur zur Befriedung und Entpolitisierung des 1. Mai« diene, das »haben auch noch alte Hausbesetzer initiiert, weil die heute Angst um ihre Autos haben«.
(Topse)
Bist du Autonomer? – »Klar.« – Was machst du am 1. Mai? – »Autos anzünden.«
(Lemmy)
»Früher hat ein Stein noch wehgetan«
(Paule)
»Wenn man heute mit der Polizei darüber diskutieren muss, dass die Länge von Seitentransparenten unter 1,50 Metern bleibt, hat das nichts mehr mit ›autonom‹ zu tun«
(Klaus)
»Klar, vielen ist das hier zu krass. Hat ja nicht jeder Bock auf Kotze am Schuh.«
(Nick)
es sei immer wieder »voll geil, wenn man mit 40 Leuten aus verschiedenen Ländern einen Konsens findet. Also schreib nicht so’n Scheiß übers ›Plenum‹. Da machen sich alle immer drüber lustig, die Reportagen über die Szene schreiben.«
(Nick)
Auch wenn man, wie David meint, »angesichts vermummter Polizisten und von allen Seiten gefilmter Demonstranten eigentlich kaum noch demonstrieren kann«.
(David)
»Aber wenn mal eine Zeitarbeitsfirma brennt, dann schreibt die Jungle World irgendwas von blindem Aktionismus.«
(David)
…den ganzen Artikel findet ihr hier während hier schon oder noch über die Frage Hassi oder Hoodie sinniert wird.

(Autonome?)

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Zufall? http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/25/zufall/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/25/zufall/#comments Wed, 25 Apr 2007 19:32:20 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/25/zufall/
Ob ein Zusammenhang zwischen der Entlassung von Biggi Mohnhaupt und dieser Sache besteht?

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Antisemitismus in jordanischen Zeitungen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/25/antisemitismus-in-jordanischen-zeitungen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/25/antisemitismus-in-jordanischen-zeitungen/#comments Tue, 24 Apr 2007 23:03:28 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/25/antisemitismus-in-jordanischen-zeitungen/ Das Intelligence and Terrorism Information Center im Israel Intelligence Heritage & Commemoration Center (IICC) berichtet in „The hate industry“ über antisemitische Zeitungsartikel und Karikaturen aus Jordanien. Unter anderem über dieses widerwärtige Beispiel (welches gleichzeitig im Vergleich zu den anderen Sachen noch eines der harmloseren Beispiele ist)
, eine Karikatur des jordanisch-palästinensischen Zeichners Jalal al-Rifa‘i aus der Tageszeitung „Ad-Dustour“ vom 26. Februar, die die typische Verbindung von antizionistisch-antisemitischer mit antiamerikanischer Hetze repräsentiert. Dabei meinte doch noch im letzten Jahr in einer doch recht heftigen Diskussion ein gewisser Sozialwissenschaftler zu mir, es gebe gar keinen Antisemitismus in der islamischen Welt. Seltsam! Während ich noch überlege, ob ich mich auf zur jordanischen Botschaft mache oder es doch bei einem Boykott jordanischer Produkte belasse, könnt ihr euch hier den ganzen Artikel durchlesen.

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Bahamas 52 in Wehrmacht 42 http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/22/bahamas-52-in-wehrmacht-42/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/22/bahamas-52-in-wehrmacht-42/#comments Sun, 22 Apr 2007 14:50:37 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/22/bahamas-52-in-wehrmacht-42/ Das schöne Wetter dieser Tage kann man gut zum Lesen im Park nutzen, um so besser, dass jetzt auch schon die neue Bahamas erschienen ist. Den Preis für die passenste Überschrift hat Jan Geber schon sicher, denn was passt besser zu einem Rückblick auf 20 Jahre 1. Mai als „Austand der Arschlöcher“?:

Inhalt:
Zur Beantwortung der Frage, ob der alte Adolf gleich Franklin Delano war oder umgekehrt, haben Kuratoren des Deutschen Historischen Museums eine Ausstellung organisiert, die keine deutschen Wünsche offen lässt. Von Sören Pünjer

Die Erde des Vaterlands ist heilig. Wer das dem Türkentum bestreitet, gilt als Verräter und hat sich alles Weitere selbst zuzuschreiben. Von Justus Wertmüller

Warum der „Zentralrat der Ex-Muslime“ mit seinen Wortmeldungen gegen islamische Herrschaftskultur und Berufsdialogisten die Zivilgesellschaft empfindlich stören könnte, erklärt Matthias Hippler.

Kein bisschen Frieden kann Äthiopiens Armee in Somalia schaffen, solange die Weltgemeinschaft statt einzugreifen den „Dialog“ mit dem Islam predigt. Von Thomas Becker.

Vereint gegen „Gringo-Terror“ und Israel sind Iran und Venezuela entscheidender Teil einer Achse der Rackets. Gerhard Scheit zur politischen Ökonomie des Antisouveräns.

Äquivalenzprinzip, Almosen, Antisemitismus sind die Eckpfeiler des Ölrentensozialismus Hugo Chávez’. Philipp Lenhard erklärt die „bolivarische“ Willkürherrschaft und ihre Grundlagen.

Nicht zu Unrecht reklamieren Nazis den Mythos Dutschke als seitengescheitelten Führer einer nationalen Rebellion für sich. Uli Krug blickt auf die APO-Zeit und ihre Ideen zurück.

Sören Pünjer zeichnet nach, wie Rudi Dutschke der „Neuen Linken“ die Reste marxistischer Vernunft austrieb und sie auf Volks- und Heimatliebe einschwor: Von der Vorhut der Massen zur Nachhut des Volksempfindens.

Den Nicht-Aufruf der Redaktion Bahamas zu einer geplanten „Großdemonstration“ nahmen einige Israelfreunde zum Anlass für eine offenbar überfällige Abrechnung. Der skandalöse Aufruf zur Demonstration gegen die gefährlichsten Politiker unserer Zeit der Redaktion wird dokumentiert.

Israelsolidarische Appelle im Jargon der Friedensbewegung sind das Erkennungsmerkmal eines als Realpolitik verkleideten Ressentiments. Von Tjark Kunstreich

Als Freunde Israels dessen mächtigste Feinde nicht beim Namen nennen wollten, musste der Kritiker die Diagnose stellen: Ersatzobjekt Ahmadinedschad. Von Justus Wertmüller

Im Januar 2007 warfen Möchtegern-Bewegungspolitiker dem Zentralrat der Juden unsolidarische Zurückhaltung vor. Uli Krug erklärt, warum Frau Knobloch recht tat.

Bankrott oder Sabotage? Welche Antworten auf diese Frage die blamierten Sprecher einer gescheiterten Israel-Solidaritätsbewegung gegeben haben, dokumentiert die Redaktion.

Das Schlusswort zu einer israelsolidarischen „Grossdemonstration“, die im Desaster enden musste, spricht die Redaktion Bahamas in ihrer Erklärung Politik und Intrigantentum.

Den grotesken Versuch deutscher „Qualitätszeitungen“ in „ungeistiger Zeit“ Jugendliche zu verführen, nimmt Justus Wertmüller zum Anlass, die alte Frage, Ist Zeitunglesen sexy? als sittenwidrig zurückzuweisen.

Immer am 1. Mai bereiten Kreuzberger Autonome die Revolution vor. Jan Gerber blickt zurück auf 20 Jahre Aufstand der Arschlöcher.

Eine andere Welt ist möglich! Darin sind sich rote und braune Organisatoren des G8-Protests einig. Karl Nele präsentiert neue Szenen einer sehr alten Hassliebe.

Zum Abschluss noch ein Hinweis zum Titelbild dieser Ausgabe: Die für den Schriftzug „Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ verwendete Type trägt die Bezeichnung „Wehrmacht 42“.

Beziehen könnt ihr sie hier, auch wenn es eigentlich lustiger ist, in gewissen Infoläden nach der Bahamas zu fragen..

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Besser nicht vor der Moschee knutschen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/21/besser-nicht-vor-der-moschee-knutschen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/21/besser-nicht-vor-der-moschee-knutschen/#comments Sat, 21 Apr 2007 15:20:23 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/21/besser-nicht-vor-der-moschee-knutschen/ In der heutigen Ausgabe der Hamburger Morgenpost gibt es nicht nur ein nettes Titelblatt mit dem Titel „Rechts, rechter, Oettinger“, sondern auch einen interessanten Artikel von Christopher Peter und Volker Schimkus zum Thema Toleranz, lest selbst, vielleicht liegt es ja wieder am Schweinefleisch? Bezeichnenderweise wird auch noch im Artikel ein Typ aufgrund seiner Aussage „..doch ich bin für einen Dialog mit den Schwulen (..) Im Koran stehe schließlich: Lasst die Sünder zu mir kommen.“ als Anwärter auf den nächsten Friedensnobelpreis präsentiert, aber den hat ja auch schon in der Vergangenheit ein gewisser Yassir Arafat erhalten. Wie ging das Lied vom kleinen Arschloch noch? „Wir wollen sündigen, im Himmel kündigen!“

„Moslems gegen Schwule
Von außen betrachtet scheint es hier in St. Georg zu funktionieren: das Nebeneinander von Moslems und Schwulen. Grüne Islamflaggen und Regenbogenfahnen hängen hier Tür an Tür.°Elf Moscheen auf einem Quadratkilometer und mehr als hundert Schwulenbars und Geschäfte für Schwule. Doch die Ruhe ist trügerisch. Denn diese Woche beendete die Centrum-Moschee einen von den Grünen initiierten Stadtteildialog. „Wir wollen uns nicht von Schwulenaktivisten auf der Nase herumtanzen lassen“, sagte Ahmet Jazici, Vize-Chef der Centrum-Moschee.

Irgendwo zwischen der Langen Reihe und den Seitenstraßen des Steindamms verläuft die imaginäre Trennlinie zwischen den beiden Welten. Der Bankkaufmann André H. (33) und der Student Christopher N. (30) haben sie übertreten. Sie sind verheiratet und lieben sich. Allein das unschuldige Händchenhalten in Sichtweite der Centrum-Moschee führt zu einem Menschenauflauf. Ältere Ladeninhaber und muskelbepackte Türstehertypen in Bomberjacken bauen sich vor ihnen auf, bedrängen die beiden. „Vor einer Moschee haben Schwule nichts zu suchen“, schreien sie. „Wenn die sich geküsst hätten, hätte jeder Einzelne in dieser Straße sie angegriffen“, droht Ahmed Kajhy (18) unverhohlen. Ein anderer brüllt: „Ihr beleidigt den Islam.“

Ist offenes Schwulsein eine Beleidigung für Muslime? Auch eine Umfrage des schwulen Hamburger Stadtmagazins „Hinnerk“ bei muslimischen Kaufleuten zeigt die ausgeprägten Bruchlinien im Multikulti-Viertel. „Das sind keine Menschen“, heißt es dort. Und auf die Frage, was er tun würde, wenn sein Sohn schwul wäre, antwortet ein anderer: „Erschießen!“

Die Grünen wollten den Kulturkampf verhindern. „Im vergangenen Sommer haben Migranten Schwule bedroht und verprügelt“, sagt der GAL-Bürgerschaftsabgeordnete Farid Müller. Ein Stadtteildialog mit der Centrum-Moschee, dem größten Gebetshaus Norddeutschlands, sollte es richten. Im Herbst traf man sich im Deutschen Schauspielhaus. „Ein zweites Treffen diesen Freitag wurde jedoch brüsk abgesagt“, so Müller.

Der Grund: „Es sollte erneut über Homosexualität diskutiert werden, doch das ist Sünde und verboten“, sagt Ahmet Jazici. „Wir lassen uns nicht vorführen.“ Ein Dialog verändere nicht den Koran. Da gebe es nichts zu diskutieren oder zu verhandeln.

Zu den Übergriffen hat die Gemeinde jedoch eine Erklärung herausgegeben. Der Inhalt: Kein einzelner Muslim hat das Recht, Schwule zu verprügeln. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Doch beim Gespräch in der Moschee schwingt ein „Aber“ mit. Denn der islamistische Verein „Milli Görüs“, der das Gebetshaus betreibt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird, will seine Islam-Vorstellungen auch politisch umsetzen.

„Die meisten der rund 2000 nicht gewaltbereiten Islamisten in Hamburg gehören zu „Milli Görüs“, erklärt Manfred Murck, Vize-Chef des Hamburger Verfassungsschutzes. „Auch wenn die Hamburger Fraktion als reformorientierter gilt, orientierten sich viele an der Scharia, dem islamischen Recht.“ Doch was heißt das für die Schwulen? „Öffentlich gelebte Homosexualität ist für uns ein Straftatbestand“, gibt Jazici unumwunden zu.

Harte Worte des Vize-Chefs des Bündnisses der islamischen Gemeinden in Norddeutschland, mit dem Bürgermeister Ole von Beust sogar einen Staatsvertrag schließen will. Denn im Viertel wächst die Besorgnis. So nehmen unweit der Moschee Vorfälle bei „Hein & Fiete“, dem Infozentrum der Gay-Community am Pulverteich zu. Dreck vor der Tür, Müll im Briefkasten und Schmierereien wie „Tod den Schwulen“. „Seit diesem Jahr gibt es sogar regelrecht Hausbesuche von Migrantengruppen, zum Schutz wurde ein Alarmknopf eingebaut“, berichtet Mitarbeiter Christian Heise (Name von der Redaktion geändert). „Wir fühlen uns körperlich bedroht. Ich bin im Viertel auch bepöbelt worden. Es gibt in St. Georg Zonen, in denen man besser nicht offen schwul ist“, so Heise. „Aus Angst vor Rassismusvorwürfen werden viele Vorfälle unter den Teppich gekehrt.“

Dass ein Dialog doch möglich ist, zeigt Murat Yilmaz (24), Chef des Teehauses „karatren“ an der Langen Reihe. Er ist konservativ und dafür, dass Frauen Kopftücher tragen. Doch bei seiner eigenen Frau toleriert er, dass sie das nicht will.

„Als Moslem gehe ich zum Freitagsgebet in die Centrum-Moschee, doch ich bin für einen Dialog mit den Schwulen“, so Yilmaz. Im Koran stehe schließlich: Lasst die Sünder zu mir kommen. Doch für Yilmaz gibt es auch Grenzen: „Auch im Teehaus sind alle willkommen, aber wer rumknutscht, fliegt raus, egal ob schwul oder hetero.“"

(MOPO vom 21.04.2007 / SEITE 10-11)

..Eine interessante Analyse zum Thema „Homosexualität und Islam“ bietet zudem lysis, lesenswert.

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Happy Birthday James Newell Osterberg http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/21/happy-birthday-james-newell-osterberg/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/21/happy-birthday-james-newell-osterberg/#comments Sat, 21 Apr 2007 13:50:23 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/21/happy-birthday-james-newell-osterberg/
Damit hätten früher nicht viele gerechnet (so fangen wohl fast alle Artikel zu diesem Thema an): Nachdem neulich ja schon sein ehemaliger Gespiele David Bowie 60 wurde zieht heute der „Godfather of Punk“ James Newell Osterberg, einigen auch als Iggy Pop bekannt, nach. Wenn auf jemanden die viel bemühte Phrase von Sex and Drugs and Rock‘n'Roll zutrifft, dann auf diesen Musiker, der seinen Künstlernamen aus seiner ersten Band The Iguanas und dem Nachnamen eines Junkies aus dem heimatlichen Michigan, Jim Popp, bildete. Probleme mit dem Altern hat Iggy Pop, der sich unter anderem 1968 wegen „Entblößung“ auf der Bühne vor einem amerikanischen Gericht verantworten musste, nicht. „Zum ersten Mal habe ich alles, was ich immer wollte: Coole Autos, heißen Sex, eine gute Band, die die Leute wirklich mögen, ordentliche Gigs“, bemerkt er zufrieden. Statt an LSD und Coke, wie zu seinen wildesten Zeiten, hält sich Iggy Pop heute lieber an ein paar gepflegte Gläser Bordeaux. Er schwimmt regelmäßig, praktiziert Tai Chi und wohnt in einem kleinen Dorf in der Sumpflandschaft von Florida. Auch wenn die Jahre der ungezügelten Exzesse vorbei scheinen sind seine Dämonen geblieben, so äußerte sich Pop in einem Interview zur Veröffentlichung des neuen Stooges Albums wie folgt: „Die Dämonen tauchten nicht auf, bevor ich mit den Stooges auf Tour ging. Ich achtete darauf, sie in einem Käfig zu halten. Sie machten sich aber auf dem neuen Album bemerkbar. Sie sagten: Fuck you, ich will nicht sein wie du, ich will nicht leben wie du, keine Erwartungen erfüllen, ihr seid alle voller Scheiße, Gut ist Böse und Böse ist Gut, Oben ist Unten und Unten ist Oben, der Papst ist kein netter Typ. Dieses Gefühl kommt da raus.“
Ich gratuliere und schicke dem Guten in Erinnerung an seine legendären Auftritte mit den Stooges eine Glasscherbe als Geburtstagsgeschenk. Seinen Geburtstag feiert er übrigens heute Abend mit einem Auftritt ausgerechnet in der ehemaligen Hippiestadt San Francisco. Ansonsten empfehle ich euch noch zum Thema einen meiner Lieblingsfilme „Velvet Goldmine“, der (unter anderem) die Beziehung zwischen Iggy Pop und David Bowie in den 70ern thematisiert. Ach ja, wusstet ihr, dass sich Ian Curtis vor seinem Selbstmord Iggy´s erste Soloplatte „The Idiot“ anhörte? Ausnahmsweise muss ich heute sogar mal der jungen WeltRecht geben, „Man muß ihn schon sehen. Iggy Pop bloß zu hören, ist immer nur die halbe Miete.“

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Hartz 4 tötet http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/18/hartz-4-tatet/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/18/hartz-4-tatet/#comments Wed, 18 Apr 2007 19:56:57 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/18/hartz-4-tatet/ Vor ein paar Jahren stampften nicht nur die antiamerikanischen „Friedensdemos“ durch die deutschen Städte, sondern auch die „Montagsdemos“ gegen Hartz 4, die trotz vieler personeller Überschneidungen den Unterschied hatten, dass ein Gutteil der DemonstrantInnen tatsächlich „betroffen“ von dem war, wogegen sie sich öffentlich wendeten. Die Alimente von Millionen langfristig aus der korporatistischen Sozialpartnerschaft Ausgeschlossener wurden drastisch gekürzt, während zugleich die staatliche Zugriffsbefugnis auf die Lebensumstände dieser Ausgeschlossenen sich ebenso drastisch ausdehnten.
Mir wurde erzählt, dass „Hartz 4 tötet“ damals auf diesen „Montagsdemos“ eine beliebte Parole gewesen sei. Jetzt stellt sich heraus, dass die DemonstranInnen damit leider gar nicht so unrecht hatten: Wie ich in der FAZ las ist in Speyer ein 20 Jähriger Hartz 4 Empfänger in seiner Wohnung verhungert, nachdem die Stadt Speyer alle Zahlungen an den jungen Mann eingestellt hatte, als sich dieser „erdreistet“ hatte, Arbeitsangebote der Stadt trotz Bezugskürzungen abzulehnen.
Der 20-Jährige war am Sonntag tot in seiner Wohnung in der Speyerer Innenstadt aufgefunden worden. Der Hartz-IV-Empfänger hatte mit seiner ebenfalls arbeitslosen Mutter in der Wohnung zusammengelebt, die ebenfalls starke Zeichen von Mangelernährung zeigte. Bekannte der Mutter hatten die Polizei alarmiert. Nach dem Ergebnis der Obduktion konnte sich der junge Mann bereits seit Monaten nicht mehr anständig ernähren und war regelrecht verhungert. In ersten Vernehmungen gab die 48-Jährige an, sie und ihr Sohn hätten aus Geldmangel seit längerer Zeit keine Lebensmittel mehr kaufen können. Ein Sprecher der Stadt, Matthias Nowack, sprach zynisch von einem „tragischen Fall“.
…und hier habe ich noch einen interessanten Artikel von Uli Krug und Karl Nele über Hartz Vier und die Kontinuität deutscher Krisenbewältigung, Verstaatlichung der Arbeitskraft aus der Bahamas Nr. 45, ich zitier mal das Ende „Was für eine wundervolle Vorstellung wäre es, einmal eine Demo mitzuerleben, auf der nicht mit, sondern gegen Verdi Hartz IV in seiner deutsch-sozialdemokratischen Kontinuität angeprangert würde; oder, wenn einmal eine Gruppe junger Arbeitsloser die Abschaffung des Berufsbeamtentums und das Ende der generationellen Abschottung des „ersten Arbeitsmarktes“ fordern würde – doch dafür spricht leider ebenso wenig wie dafür, daß die UN-Vollversammlung nur einmal den arabischen Judenhaß verurteilt.“

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No Punks http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/18/no-punks/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/18/no-punks/#comments Wed, 18 Apr 2007 19:09:06 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/18/no-punks/
Neulich fiel mir ein Flyer für eine der unvermeidlichen Maidemos in die Hände, auf dem sich das organisierende Bündnis aufgrund der Erfahrungen im letzten Jahr genötigt fühlt, „No Dogs“ und „No Alk“ anzusagen (was ja auf Demos eigentlich eh klar sein sollte, aber immer seltener auch praktiziert wird, gerade was den Alkohol betrifft) anstatt sich gleich zu trauen, „No punks“ zu schreiben. Neulich meinte ja auch sehr zutreffend irgend so ein Typ in einem Interview in der Jungle World „Punks mit Hunden sind schon so ein deutsches Ding.“ Aber bevor ihr jetzt mit eurem „Punks sind ja auch ganz anders..“Geschwafel anfangt, ich weiß und darum möchte ich hier auch eine Geschichte weiterverbreiten, die mir gestern Abend ein kundiger junger Mann an einer Theke erzählte. Und zwar hatte eine Gruppe von Punks ein Haus in einer unbedeutenden Kleinstadt, deren Namen ich hier mal verschweige, besetzt und fortan bei jeder sich bietenden Gelegenheit vollmundig verkündet: „Ey, solln se doch kommen zum Räumen, wir ham die Mollis schon bereit gelegt, uns kriegen die nie raus..bla, bla“ Wenige Tage später stellte sich dann jedoch heraus, dass sich die wackeren Punks mit 300 Euro vom Ordnungsamt bestechen haben lassen, das Haus freiwillig wieder zu verlassen. Eigentlich aber eine gute Geschäftsidee, vor allem wenn ihr euch erinnert, wie es anderswo abgegangen ist.

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Anti-Israelischer Terror 2006 http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/16/anti-israelischer-terror-2006/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/16/anti-israelischer-terror-2006/#comments Mon, 16 Apr 2007 21:08:24 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/16/anti-israelischer-terror-2006/ Das „Intelligence and Terrorism Center“ hat unter der Leitung von Dr. Reuven Ehrlich einen zusammenfassenden Bericht über die Art und das Ausmaß des anti-israelischen Terrors im Jahr 2006 verfasst, den ihr euch
hier durchlesen könnt.
Der Bericht beinhaltet eine ausführliche Darstellung sowie umfassendes statistisches Material über die Aktivitäten palästinensischer Terrororganisationen im vergangenen Jahr. Darüber hinaus werden die israelischen Maßnahmen zur Bekämpfung und Prävention terroristischer Anschläge erläutert und eine topographische Übersicht der terroristischen Infrastruktur in den palästinensischen Autonomiegebieten skizziert. Die Unterstützung der Hisbollah und verschiedener palästinensischer Terrororganisationen durch den Iran und Syrien wird thematisiert und die Ereignisse an der israelisch-libanesischen Grenze analysiert.

(Kassam-Rakete der Hamas vor dem Abschuss auf Sderot)

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Indymedia, wo auch sonst?! http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/14/indymedia-wo-auch-sonst/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/14/indymedia-wo-auch-sonst/#comments Sat, 14 Apr 2007 18:33:38 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/14/indymedia-wo-auch-sonst/ Eigentlich ist es ja völlig müßig hinzuhören wenn Linksdeutsche ihr Maul aufreißen, schließlich ist Antisemitismus in linksdeutschem Geschwafel zu entdecken wie Fische aus einem Fass zu angeln, aber gerade begegnete mir ein besonders widerlicher Fall, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

„traurig, traurig…
(Trauma?) 14.04.2007 – 19:28
… weltweit hats die Linke begriffen, dass Faschismus, Rassismus, usw. das Gleiche ist, egal, aus welcher Richtung es kommt, nur Teile der Deutschen versuchen immer noch, reflexartig alles zu verteidigen, was irgendwo auf der Welt von Juden gemacht wird.
Es könnte ein jüdischer Kinderschänder sein, jede Anklage würde als antisemitisch bezeichnet werden.

Es ist einfach irrelevant, ob Israel ein jüdischer Staat ist oder nicht.
1. 1/5 der israelischen Bevölkerung ist nicht-jüdisch.
2. haben die Zionisten damals mit den Nazis kollaboriert, also zieht die Holocaustmasche von vorn herein nicht.
3. fand der Holocaust nicht in Palästina statt, also sollte die Bevölkerung dort nicht unter den Folgen leiden.

Ein Völkermord rechtfertigt !nie! einen anderen. Und so sieht die Situation nun mal aus. Den Palästinensern wurde ihr Land genommen, jetzt leben sie in Armut in ihren Ghettos in besetzten Gebieten, jeden Tag in Angst, dass die Bulldozer wiederkommen während die israelischen Siedler ihnen auch noch das letzte fruchtbare Land abzwacken. All dies ist übrigens nicht nur inhuman sondern verstößt gegen internationales Recht.
Der Vergleich zwischen Ramallah und dem Warschauer Ghetto, den dieser Bischof letztens gemacht hat, war mE völlig gerechtfertigt.

Die Linie, die hier teilweise vertreten wird („Kritik an Israel ist antisemitisch und wers trotzdem macht ist ein islamofaschistischer Terrorist“ – weil ja anscheinend jedes Kind, das erschossen wird weil es mit Steinen auf Panzer geworfen hat nachdem sein Haus plattgewalzt wurde, ein antisemitischer Faschist ist), wird sogar in Amerika, Israels bestem Freund weltweit (der wieder und wieder gegen eine 2-Staaten-Lösung Veto eingelegt hat und Israel mehr „Entwicklungshilfe“ schickt als jedem anderen Land) nur von den Neocons vertreten.“

  • gefunden habe ich die Scheiße -surprise, surprise- in der Kommentarspalte eines
    indymediaartikels
    , wo auch sonst?! Was muss mensch eigentlich noch schreiben, bis es selbst den Indymedia Mods zu Nazi wird?

    ..nur gut, dass es auch noch vernünftige Leute gibt!

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/14/indymedia-wo-auch-sonst/feed/
    „Mütze, Band und Bier“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/14/matze-band-und-bier/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/14/matze-band-und-bier/#comments Sat, 14 Apr 2007 14:00:32 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/14/matze-band-und-bier/ Zur Zeit regen sich viele Leute völlig zu Recht über den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger und dessen Rede bei der Beerdigung von Hans Filbinger („Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes. Allerdings konnte er sich den Zwängen des Regimes ebenso wenig entziehen wie Millionen andere.“) auf, aber mal im Ernst: Was kann man von einer Person erwarten, die im Juni 2000 bei der internen Feier einer Tübinger Studentenverbindung damals noch als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg die erste Strophe des „Deutschlandliedes“ mit sang und damit nicht genug selbst auf eine erfolgreiche Karriere in einer schlagenden Studentenverbindung, der „Landsmannschaft Ulmia Tübingen“( Eigenwerbung „Mütze, Band und Bier – wichtige Bestandteile unseres Zusammenlebens“) zurück blickt? Anfang 2007 sagte Oettinger dann noch bei einer Veranstaltung dieser „Ulmia“: „Wir sind in der unglaublich schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist, es kommt kein Krieg mehr.“ Es kommt also nicht von ungefähr. Ansonsten hat Oettinger mittlerweile den üblichen Beschwichtigungsbrief geschrieben, den ihr
    hier< lesen könnt; Ich zitier nur mal kurz meine Lieblingsstelle „Vorbilder für mich als christlichen Demokraten sind die Männer und Frauen des Widerstandes, wie zum Beispiel die Gebrüder Graf von Stauffenberg.“ Na dann…

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/14/matze-band-und-bier/feed/
    Wer verlässt euch nie? http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/12/wer-verlasst-euch-nie/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/12/wer-verlasst-euch-nie/#comments Thu, 12 Apr 2007 18:16:47 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/12/wer-verlasst-euch-nie/ Obwohl (oder weil?) gewisse Leute in meinem „Umfeld“ ihren Rock´n Roll Lifestyle mit Geld von der Rosa Luxemburg Stiftung finanzieren habe ich in absehbarer Zeit nicht vor, (die „Linke“) zu wählen. Dessen ungeachtet habe ich mir erlaubt, für die Partei der Wendeverlierer und Kubafreunde ein Wahlplakat zu entwerfen, welches ihr aller Wahrscheinlichkeit nach die absolute Mehrheit bei der nächsten Wahl bescheren sollte, zumindest in Mahrzahn. Über die Zahlungsmodalitäten reden wir dann später. Alternativ gibt es noch eins mit Lothar Bisky.

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    Happy Birthday Tel Aviv http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/11/happy-birthday-tel-aviv/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/11/happy-birthday-tel-aviv/#comments Wed, 11 Apr 2007 19:52:39 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/11/happy-birthday-tel-aviv/ Heute vor 98 Jahren wurde der Grundstein für die Stadt Tel Aviv gelegt.

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    Schweinefleisch macht schwul http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/schweinefleisch-macht-schwul/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/schweinefleisch-macht-schwul/#comments Tue, 10 Apr 2007 19:57:53 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/schweinefleisch-macht-schwul/
    Über die Ahmadiyya-Gemeinde und ihr Anliegen, im tiefsten Ostberliner „Stadtteil“ Heinersdorf eine Moschee zu bauen wurde in der Vergangenheit schon genug geredet, dem möchte ich hier auch nichts hinzufügen, verweise aber auf Sören Pünjers Artikel zum Thema in der Bahamas Nr. 51.
    Interessant finde ich jedoch, dass die Ahmadiyya-Gemeinde auf ihrer Website die Erkenntnis verbreitet, dass der Genuss von Schweinefleisch schwul machen soll. Der Verzehr von Schweinefleisch habe Auswirkungen auf das „menschliche Moralverhalten“, da es von einem „schamlosen Tier“ stamme, so die Gemeinde in ihrer Publikation „Jugend Journal“: „Unser geliebter vierter Khalifa, Hazrat Mirza Tahir Ahmad (möge Allah Gefallen an ihm finden und seiner Seele gnädig sein) äußerte in dem Zusammenhang, dass er den zunehmenden Hang zur Homosexualität mit dem Schweinefleischverzehr in unserer Gesellschaft in Verbindung setzt.“ Damit nicht genug, es drohen noch weitere „Leiden“: „Der Genuss von Schweinefleisch ist häufig Ursache für akute Erkrankungen, wie etwa Blinddarmentzündung, Gallenblasenentzündung oder aber Rheuma, Bandscheibenleiden, Hauteiterung, Verkalkung und Bluthochdruck, ja auch Schlaganfall und Krebs (an der Speiseröhre, an Magen oder Darm), um nur einige Krankheiten zu nennen.“ Wohlgemerkt allein der Konsum von Schweinefleisch, andere Fleischsorten sind der Gemeinde zufolge anscheinend ungefährlich.
    Die ganze „Wahrheit“ erfahrt ihr hier< und ich brat mir jetzt erst mal ein Schnitzel. Ist ja eh zu spät!

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/schweinefleisch-macht-schwul/feed/
    Noch mal Glück gehabt http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/noch-mal-glack-gehabt/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/noch-mal-glack-gehabt/#comments Tue, 10 Apr 2007 18:46:29 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/noch-mal-glack-gehabt/ Noch mal Glück gehabt! Israel hat 19 Aktivisten der von der Mehrheit der PalästinenserInnen gewählten radikal-islamischen Hamas-Bewegung festgenommen, weil diese vergangenen Monat einen großen suizidalen Massenmord zum Pessah-Fest im Großraum Tel Aviv geplant haben. Israelische Medien berichteten nach Aufhebung einer Nachrichtensperre, der Anschlag sei in letzter Minute aus bisher ungeklärten Gründen abgeblasen worden.
    Der als suizidaler Massenmörder vorgesehene Mann, ein Palästinenser aus der Stadt Kalkilia im nördlichen Westjordanland, sei bereits mit einer israelischen Identitätskarte nach Israel gekommen, hieß es. Er sei im Auto bis in den Großraum Tel Aviv gefahren, dann jedoch aus unbekanntem Grund zurück in seine Heimatstadt Kalkilia gereist. Ist er zur Besinnung gekommen oder wollte er nur noch mehr Sprengstoff holen? Er habe nach Informationen des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet eine etwa 100 Kilogramm schwere Bombe in seinem Fahrzeug transportiert. In Shin Beth explodierte der Sprengstoff – wahrscheinlich wegen eines technischen Defekts. Niemand kam zu Schaden.
    Die festgenommenen Mitglieder des militärischen Hamas-Arms Issedin al-Kassam seien die Drahtzieher des geplanten Anschlags, hieß es nun. Medienberichten zufolge handelt es sich bei den Terroristen um Abtrünnige der Hamas, die deren Kurs als Regierungspartei für „zu moderat“ halten.
    Reuters/dpa/AP

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    We need education http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/we-need-education/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/we-need-education/#comments Tue, 10 Apr 2007 18:20:52 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/10/we-need-education/
    Neue Schulbücher für palästinensische SchülerInnen der 12. Klasse lehnen die Existenz Israels ab und versuchen in keiner Weise, die Schüler zum Frieden und zur Koexistenz zu erziehen. Dies veröffentlichte die Organisation „Palestinian Media Watch“ (PMW, http://www.pmw.org.il), die palästinensisch-arabische Medien und Schulbücher untersucht. Die primären Ergebnisse des Berichtes werden heute dem Ausschuss für Bildung und Kultur der israelischen Knesset vorgestellt.
    „Der Lehrstoff weist wiederholt Israels Existenzrecht zurück, präsentiert den Konflikt als einen religiösen Kampf des Islams, bezeichnet Israels Gründung als Imperialismus und zeichnet sowohl verbal als auch visuell ein Bild des Nahen Ostens, auf dem Israel überhaupt nicht existiert“, schrieb die Organisation in einem Februar-Bericht mit der Überschrift „Vom nationalistischen Kampf zum religiösen Konflikt: Neue palästinensische Schulbücher für Zwölftklässler präsentieren eine Welt ohne Israel“.
    Laut dem Bericht beschreibt das Schulbuch die Gründung des Staates Israel wie folgt: „Palästinas Krieg (im Jahr 1948) endete mit einer beispiellosen Katastrophe in der Geschichte, als zionistische Banden Palästina stahlen und seine Bewohner aus deren Städten, Dörfern, von deren Land und aus deren Häusern vertrieben und den Staat Israel gründeten.“
    Die Schulbücher wurden vom „Zentrum für die Entwicklung des palästinensischen Lehrplans“ verfasst und Ende 2006 von der palästinensischen Autonomiebehörde eingeführt, so der Bericht.
    „Israels Gründung als ‚beispiellose Katastrophe in der Geschichte’ und als Diebstahl ‚zionistischer Banden’ zu definieren und außerdem zahlreiche hasserfüllte Beschreibungen Israels als ‚kolonial-imperialistisch’ und ‚rassistisch’ hinzuzufügen und den Konflikt als religiösen Krieg darzustellen, lässt den Schülern keinen Spielraum für die Entwicklung positiver oder zumindest neutraler Ansichten über Israel.“, schreiben PMW-Direktor Itamar Marcus und die stellvertretende Direktorin Barbara Cook in dem Bericht.
    Marcus und Crook merken an, dass Israel auf den Landkarten des Schulbuches nicht existiert. „Die Landkarten der Region lehren die Schüler ebenfalls, eine Welt ohne Israel zu sehen, da Israel auf keiner Landkarte existiert. Die Gegend wird als ‚Palästina’ bezeichnet“, so der Bericht weiter.

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    Rock Hudson http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/06/rock/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/06/rock/#comments Fri, 06 Apr 2007 17:49:39 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/06/rock/
    Ich bin zwar kein Cineast, aber angesichts der Filmflut über die Ostertage möchte ich eine Person, die jetzt wieder häufiger über den Bildschirm flimmert, in Erinnerung rufen: Rock Hudson.
    Der 1925 in Illinois als Roy Harold Scherer jr.geborene Schauspieler zählt zu Ikonen der großen Hollywood Ära und spielte bis zu seinem Tod 1985 an den Folgen von AIDS in über 70 Filmen, meistens Komödien, Western und Sandalenfilmen mit. Obwohl Hudsons erste Schauspielerschritte in Schulauführungen aufgrund seiner Schwierigkeiten, sich Texte zu merken, wenig erfolgreich verliefen und er dann im Zweiten Weltkrieg erstmal bei der US Navy seinen Beitrag zur Niederringung der Deutschen leistete, schaffte er nach dem Namenswechsel und einer kosmetischen Zahnoperation den Sprung nach Hollywood. Vor allem in den 50ern und 60ern erlangte er durch so genannte „bedroom comedies“, häufig an der Seite von Doris Day, große Popularität. Zwischen 1957 und 1964 wurde er 8 Mal in die Top Ten der beliebtesten Filmstars gewählt. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören „Giganten“ (der letzte Film mit James Dean), „Bettgeflüster“ und „Ein Pyjama für zwei“. Rollenmäßig war Hudson festgelegt auf den charismatischen „Frauenheld“, was er wie folgt kommentierte: „I can‘t play a loser – I don‘t look like one.“
    Besonders seltsam wirkt im Rückblick der Film „Bettgeflüster“ in dem Hudson einen Heterosexuellen spielte, der vorgab, homosexuell zu sein. Hudson war selbst homosexuell, auch wenn er wie damals (und oftmals auch heute) üblich verheiratet war.

    Gerüchten zufolge soll die Ehe von Hudsons Filmstudio arrangiert gewesen sein. Trotz dieser Tarnung hielten sich bereits in den 50ern hartnäckige Gerüchte bezüglich seiner sexuellen Orientierung, sein Manager musste sich oftmals gegen Erpressungen zur Wehr setzten und ein Zeitgenosse kommentierte „Almost everyone in the „underground“ world of gay bars in the fift“ies knew that Rock Hudson was gay.“ Aufgrund dieser Homosexualität führte sogar das FBI eine Akte über den Schauspieler. Hudson unterhielt Beziehungen unter anderem mit dem Schriftsteller Armistead Maupin, Jack Coates, Tom Clark, der später ein Buch über die gemeinsame Zeit unter dem Titel „Rock Hudson: Friend of Mine“ veröffentlichte und bis zu seinem Tod mit Marc Christian.
    In den 70ern verblasste sein Ruhm etwas, sein letzter Auftritt vor der Kamera war – bereits von der Krankheit gezeichnet- eine Gastrolle 1985 in der damals sehr populären Serie „Dynasty“ (in Deutschland als „Denver Clan“bekannt).
    Angesichts eines starken Zigarettenkonsums und dem damaligen geringen medizinischen Erkenntnisstand wurde seine AIDS-Erkrankung zuerst als Lungenkrebs diagnostiziert. Rock Hudson war einer der ersten, vielleicht sogar die erste weltweit bekannte Person, die öffentlich von ihrer AIDS Erkrankung erzählte. Eines seiner letzten öffentlichen Statements vor seinem Tod war „I am not happy that I am sick. I am not happy that I have AIDS. But if that is helping others, I can at least know that my own misfortune has had some positive worth.“ Hudson starb am 2.10.1985 mit 59 Jahren in Los Angeles. Seine Asche wurde im Meer verstreut. Obwohl er auch nach seiner HIV Infektion noch ungeschützten Sex mit seinem damaligen Partner Marc Christian hatte, steckte sich dieser zum Glück nicht an. Nach Hudsons Tod bewilligte das US-Repräsentantenhaus 190 Millionen Dollar für die Aids-Forschung – 90% mehr, als im Etat zuvor vorgesehen waren. Man sagte damals „Rock Hudson’s death gave AIDS a face.“ 1995 wählte das „Empire Magazine“ Hudson auf Platz 28 der „100 Sexiest Stars in film history“.

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    „Und wenn die Revolution ruft?“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/04/und-wenn-die-revolution-ruft/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/04/und-wenn-die-revolution-ruft/#comments Wed, 04 Apr 2007 20:13:54 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/04/und-wenn-die-revolution-ruft/ In der „Süddeutschen“ steht ein Interview von Willi Winkler mit Jochen Distelmeyer, in dem er auf blöde Fragen a la „Und wenn die Revolution ruft“ mit „Dann möchte ich wissen, welche Revolution gemacht werden soll und mit welchen Mitteln.“ antwortet. enjoy!

    „Bowie und Beck sind nur Jongleure“, von Willi Winkler

    Blumfeld, Lieblingsband der Pop-Intellektuellen und Vehikel ihres Sängers und Gitarristen Jochen Distelmeyer, nehmen Abschied. 1992 erschien ihre erste Platte „Ich-Maschine“ und begründete die sogenannte „Hamburger Schule“‘. Die nahm den Faden der Neuen Deutschen Welle auf und brachte ihn mit Bands wie Blumfeld, Die Goldenen Zitronen und Tocotronic in die Ära des Grunge und Independent.

    Ende Januar teilten Blumfeld beiläufig mit, dass sie sich nach 17 Jahren auflösen werden. Zum Abschied gehen sie noch einmal auf Tournee; außerdem erscheinen ihre gesammelten Werke auf fünf CDs unter dem Titel „Ein Lied mehr“. Die Tournee beginnt am 10. April in Hildesheim und endet am 24. Mai in Hamburg. In Berlin sprach Jochen Distelmeyer mit der SZ über Pop und Politik.

    SZ: Es gibt zwei berühmte Menschen, die aus Bielefeld kommen: Kai Diekmann und Sie.
    Jochen Distelmeyer: Wer ist Kai Diekmann noch mal?

    SZ: Der Chef der Bild-Zeitung.
    Distelmeyer: Ach, der kommt auch daher.

    SZ: Wie unterscheiden sie sich denn?
    Distelmeyer: Dazu kann ich nichts sagen. Ich gehöre nicht zu den Lesern dieser Zeitung.

    SZ: Ist Bielefeld das große Nichts, aus dem man unbedingt fort muss?
    Distelmeyer: Nach meinem Empfinden unterscheidet sich das nicht von anderen kleineren oder mittelgroßen Städten, in denen man das Gefühl hat, es gibt sicherlich noch was anderes, aufregenderes.

    SZ: Das war Ende der Achtziger Hamburg?
    Distelmeyer: Für mich lag das nahe. Rückblickend kann ich keine bewusste Entscheidung ausmachen. Mein Verhältnis zur Stadt ist inzwischen eher abgekühlt.

    SZ: Sie waren Hamburger Schule.
    Distelmeyer: Das war der Hype, der um die Stadt gemacht worden, aber man wusste, dass das Wellenbewegungen sind.

    SZ: Wann haben Sie zum ersten Mal das Wort „Eklektizismus“ gebraucht?
    Distelmeyer: Was heißt das noch mal genau?

    SZ: Das ist jetzt gemein, Sie machen sich lustig.
    Distelmeyer: Weit davon entfernt.

    SZ: Der Eklektiker nimmt sich, was ihm gerade passt.
    Distelmeyer: Ich habe das nie. Im Lauf der Zeit stellt sich ein Bewusstsein für die eigenen Kriterien ein.

    SZ: An einem Tag interessiert einen vielleicht Hans Albers und am nächsten was von Tangerine Dream.
    Diestelmeyer: Für mich ist das nie willkürlich gewesen.

    SZ: Wenn man es gebildet sagen will, dann steht Blumfeld wie Walter Benjamins Engel der Geschichte vor einem Berg von Kulturschutt. Sie nehmen sich, was Sie brauchen.
    Diestelmeyer: Den Zusammenhang stelle ich her durch die Behauptung, es gäbe ihn. Aber damit ist er auch da und verbindlich. Das ist bei unserer Platte „Verbotene Früchte“ vielerorts nicht verstanden worden.

    SZ: Nämlich?
    Distelmeyer: Weil nämlich der Naturbegriff, wie er durch die Parteitage, die Feuilletons, die Literaturgeschichte geistert, ein willkürlicher, ein konstruierter ist. Die Art, wie Marlon Brando in „Apocalypse Now“, in der Verfilmung von „Herz der Finsternis“, vom „Horror“ spricht, ist mit einer ursprünglich romantischen Sinnerwartung beim Blick in die Natur verbunden. Er sitzt in diesem Dickicht, erhofft sich Antworten auf die Fragen, die ihn dorthin haben gehen lassen, aber das Dickicht antwortet nicht, dem ist es völlig egal.

    SZ: Das ist jetzt Ihre Interpretation. Bei Joseph Conrad ist das „Herz der Finsternis“ auch eine Reportage über die belgische Kolonialwirtschaft am Oberlauf des Kongo.
    Distelmeyer: Klar, ich sehe das Buch durch die Interpretation Coppolas und Brandos, die Situation beim Drehen des Films, die Konflikte, die mit dem Verkörperer ausgetragen wurden.

    SZ: Wie kann man das dem Käufer, dem Zuschauer und Zuhörer ohne einen meterdicken kritischen Apparat mitteilen?
    Distelmeyer: Gar nicht, ich baue darauf, dass sich das assoziativ ergibt. Es ist nicht meine Aufgabe, jenseits meiner Arbeit als Songwriter, Sänger und Gitarrist einer Band, Interpretationshilfe zu leisten. Am Ende ist es Rock’n’Roll.

    SZ: Mick Jagger hat schon vor 25 Jahren gesagt, der Rock’n’Roll habe sich er-schöpft. Alles ist mehrfach durchgespielt, und es sind noch immer drei Akkorde.
    Distelmeyer: Auf „Old Nobody“ gibt es ein Stück, „Status: Quo Vadis“, das genau das aufgreift. Wenn etwas vorbei und erledigt ist, wird es für mich häufig erst interessant. Originalität oder das Neue interessieren mich erst mal nicht. Wenn es passiert, nehme ich es zur Kenntnis und finde es gut oder schlecht, aber es ist kein Antrieb für mich.

    SZ: War der Bandname Ihre Idee?
    Distelmeyer:Ich habe eine Zeitlang viel von Franz Kafka gelesen, auch die Erzählung, „Blumfeld, ein älterer Junggeselle“.

    Zweiter Teil: Wie der Bandname entstand und der Zusammenhang von Relevanz und Marktwert

    SZ: Um die Pointe des Namens zu verstehen, braucht man wieder die ganze Novelle.
    Distelmeyer: Es sollte ein Name sein, ein jüdischer Nachname für eine Band aus Deutschland.

    SZ: Könnte man Blumfeld als Junggesellenmusik bezeichnen?
    Distelmeyer: Das hört sich interessant an, ist es aber für mich nicht so.

    SZ: Ich finde, dass Blumfeld Musik für Tüftler ist, für Hermeneutiker, für hemmungsloses Interpretieren.
    Distelmeyer: Man kann das, man muss nicht.

    SZ: Dieses Sammeln von Bezügen verbindet den Hörer von Blumfeld mit Nick Hornbys „High Fidelity“.
    Distelmeyer: Das finde ich eher eine Beleidigung, völlig daneben. Nee. Wenn ich noch mal zum Engel der Geschichte komme, der auf den Schutt um sich herum kuckt, dann ist das in dem Stück „Strobohobo“ auf „Verbotene Früchte“ anhand des Typs, der mit den Optionen jongliert, thematisiert. Das Jonglieren mit Optionen, das möglicherweise virtuose Spielen mit irgendeinem Know-how interessiert mich künstlerisch nicht. Mich interessiert der Moment der Entscheidung. David Bowie, Beck und so weiter sind bestenfalls pittoreske Jongleure, die in ihrem Talent gefangen bleiben. Es kann manchmal tolle Musik dabei rumkommen, es ist aber langweilig, es entsteht nichts. Das gilt für die ganze Retrokultur, in der das Sammeln zur Warenform geronnen ist, was am Ende in H & M mündet.

    SZ: Sie haben selber das Wort Warenform gebraucht. Wie aber entgeht man selber dem Warencharakter?
    Distelmeyer: Eine Frage, die durch das, wie man es macht, beantwortet wird. Wir haben versucht, die Bedingungen unserer Arbeit auch vor diesem Hintergrund transparent zu machen, auch kritisierbar zu halten.

    SZ: Sie waren in den Neunzigern an den Wohlfahrtsausschüssen beteiligt und wollten für politische Aufklärung sorgen.
    Distelmeyer: Das war ich als Nichtmusiker.

    SZ:Wenn jetzt in Heiligendamm der Weltwirtschaftsgipfel stattfindet, werden Sie nicht mehr draußen am Zaun stehen und an den Stäben rütteln?
    Distelmeyer: Ich überleg noch, ob ich das mache. Ich lese, was die Leute von attac und die anderen zu sagen haben, und dann entscheide ich das.

    SZ: Das Politische ist also noch nicht vorbei.
    Distelmeyer: Es ist nie vorbei, sollte es auch nicht sein. Für mich hat sich diese Popkultur als Kulturindustrie, als das, was in den Zeitungen, in den Feuilletons und in den Musikmagazinen als Krise der Plattenindustrie und des „Konzepts“ Popkultur mit dem Subversionsversprechen verhandelt wird, schon seit „Old Nobody“ erledigt. Das ist eher ein verzweifelter Versuch, die eigene Relevanz und den Marktwert zu heben.

    SZ: Zwischen Relevanz und Marktwert besteht aber noch ein Unterschied.
    Distelmeyer: Gerade in diesem Bereich hängt das eng zusammen, es geht um kulturelles Kapital. Dieses Abrufen von subversiven Gesten – Styling, Sounds, Texten oder der Art wie drüber gesprochen wird – interessiert mich nicht. Wer die Revolution will, und es gibt ja genügend Gründe, warum man sie wollen könnte, der soll sie machen. Der soll sich aber auch darüber im Klaren sein, was das in der Konsequenz bedeutet.

    SZ: Wen meinen Sie denn?
    Distelmeyer: Ich rede von Leuten, die entweder blind dafür sind oder nicht aufrichtig drüber sprechen, dass ihr Interesse an diesem Subversionsversprechen irgendeiner Popkultur auch mit dem eigenen Einkommen zu tun hat. Wenn Ihr daran festhalten wollt, dann sage ich: O.k., wer die Revolution will, soll sie machen. Das bedeutet, dass man sich früher oder später vor die Machtfrage gestellt sieht. Für die Medien und den Markt ist sie ganz selbstverständlich. Es geht um die Frage, ob man das Recht des Stärkeren zur Grundlage seines Handelns machen will, ob man wie sie auch diesem Prinzip huldigen will und die damit einhergehenden Opfer auch verantworten kann. Das ist auf „Verbotene Früchte“ mitverhandelt worden. Ich habe die Frage für mich beantwortet.

    SZ: Mit dem Gang in die Natur…
    Distelmeyer: Nein, nein, das ist doch Quatsch. Ich wollte mit diesem sogenannten „Gang in die Natur“ der Behauptung, der Kapitalismus sei ein Naturzustand, noch mal nachgehen. Was ist das eigentlich? Wo verorten wir uns vor diesem Hintergrund als Menschen? Und ich habe gesagt: Ich kämpfe nicht.

    SZ: Und wenn die Revolution ruft?
    Distelmeyer: Dann möchte ich wissen, welche Revolution gemacht werden soll und mit welchen Mitteln.
    (Süddeutsche, 4.4.07)

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    engine driver http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/03/engine-driver/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/03/engine-driver/#comments Tue, 03 Apr 2007 19:36:40 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/03/engine-driver/ Ich gehöre ja zu den Leuten, die auf Konzerten schon mal inbrünstig mitsingen. Bei diesem Lied würde ich das auf jeden Fall auch tun.

    Seltsam finde ich hingegen, dass verlässlichen Quellen zufolge die Band das Rauchen auf ihren Konzerten untersagt.

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    „Die schöne junge Welt der Stasiveteranen“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/01/die-schane-junge-welt-der-stasiveteranen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/01/die-schane-junge-welt-der-stasiveteranen/#comments Sun, 01 Apr 2007 17:06:57 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/01/die-schane-junge-welt-der-stasiveteranen/ Ich muss gestehen, ganz ganz früher ein Abo der jungen Welt bezogen zu haben, etwas weniger früher sogar einen Vortrag mit einem junge Welt Redakteur organisiert zu haben und auch heute noch manchmal bei Leuten/ an Orten zu sein, wo die junge Welt rumliegt „..wegen der sozialen Themen und so“, wie sich die betreffenden Leute dann rechtfertigen, aber wer sich rechtfertigt klagt sich nur selbst an. Wie auch immer, in der nicht jungen „Welt“ steht ein Artikel über die auflagenstärkste Tageszeitung der DDR (ja, damals noch vor dem „Neuen Deutschland“). Erschreckenderweise hat das Antiimp-Über Ich auch heute noch 17 000 Abonnenten.

    „Die schöne junge Welt der Stasiveteranen
    Der ehemalige RAF-Terrorist Christian Klar hat gute Beziehungen zur „Jungen Welt“, dem früheren Zentralorgan der SED-Jugendorganisation. Ein Blick hinter die Kulissen der Zeitung zeigt, dass sich dort ein Sammelbecken für Stasi-Kader gebildet hat.

    Es gelte, „die Niederlage der Pläne des Kapitals zu vollenden und die Tür für eine andere Zukunft aufzumachen“, ließ der Ex-RAF-Terrorist Christian Klar die Zuhörer der Rosa-Luxemburg-Konferenz im Januar in Berlin wissen. Es war kein Zufall, dass er seine antikapitalistische Grußbotschaft aus dem Gefängnis ausgerechnet hier platzierte. Initiiert worden war diese Konferenz von der Tageszeitung „Junge Welt“, in der Klars Text schon vorab zu lesen war. Zwischen der Redaktion des vermeintlich unabhängigen linken Blattes, ihrem politischen Umfeld und dem RAF-Veteranen bestehen aber alte Bande – die auf das Wirken des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR zurückgehen.
    Mitten im Kalten Krieg, nämlich im Juli 1980, war Christian Klar zu Oberst Harry Dahl nach Ost-Berlin gereist, um kampfesmüde Kameraden in der von der Außenwelt gut abgeschirmten DDR in Sicherheit zu bringen. Dabei diktierte die Stasi die Bedingungen: Die RAF-Leute sollten auf dem Gebiet der DDR dem Terrorismus abschwören und die Beteiligung des MfS an dem Deal ihr Leben lang verschweigen. Zehn RAF-Mitglieder fanden in der DDR eine neue Heimat, während die anderen, noch aktiven Kollegen vor den Augen der Staatssicherheit unbehelligt ein- und ausreisen und Waffen schmuggeln konnten, beinahe wie ihnen beliebte.
    Sammelbecken für unverbesserliche Stasi-Funktionäre
    In der „Jungen Welt“ laufen all diese Fäden zusammen. Schon seit Längerem dient das einstige FDJ-Zentralorgan als Sammelbecken für ewig gestrige Linke, Verschwörungstheoretiker, offizielle und informelle Mitarbeiter der Stasi sowie Exspione aus allen Teilen Deutschlands. Die Zeitung gehört zu den merkwürdigsten Presseerzeugnissen des Landes, und das mit einer steigenden Auflage von derzeit 17000 Stück.
    Seit Klars Grußbotschaft im Januar geht es bei der „Jungen Welt“ turbulenter zu als sonst. Die Verlagsleitung, ständig auf der Suche nach Argumenten, die die Existenz der Zeitung rechtfertigen, äußerte sich kürzlich in der Erklärung „Wir entscheiden selbst“. „Junge Welt“-Verleger Dietmar Koschmieder kritisiert darin die breite Kritik an Klars Botschaft, die mitten hinein in die Überlegungen des Bundespräsidenten Horst Köhler zu seinem Gnadengesuch platzte.
    Den „Niedergang des bürgerlich-demokratischen Systems inklusive seiner Medien“ findet er dadurch einmal mehr bestätigt. Den Kritikern Klars unterstellt er die Überzeugung, dass jeder, der links und antikapitalistisch denke, „hinter Gitter“ gehöre, „in die Psychiatrie oder gleich aufgehängt“.
    Koschmieder selbst ist Mitglied der DKP, des Überbleibsels der alten moskautreuen Kommunistischen Partei der Bundesrepublik. Sein Chefredakteur Arnold Schölzel schrieb, nachdem er Ende der 60er-Jahre aus der Bundesrepublik in die DDR gegangen war, bis 1989 meterweise Berichte als inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi, die der „Welt am Sonntag“ in Auszügen vorliegen. Aus diesen Akten geht hervor, dass Schölzel alias IM „André Holzer“ jahrelang eine studentische Oppositionsgruppe der Humboldt-Universität bespitzelte, der er zum Schein selbst angehörte, und zeitweise täglich detaillierte Informationen an die Staatssicherheit weitergab.
    Viele Führungskräfte haben Spitzel-Erfahrung
    Der ausspionierten Studentengruppe gehörten unter anderen der Bürgerrechtler Wolfgang Templin, der heutige Chefredakteur der Zeitschrift „Sinn und Form“, Sebastian Kleinschmidt und der „BasisDruck“-Verleger Klaus Wolfram an. Stefan Wolle vom Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin nennt Schölzel einen „IM aus wirklicher Begeisterung, der mit größter Perfidie die Menschen, mit denen er befreundet war, permanent hinterging.“
    Auch andere Führungskräfte der „Jungen Welt“ haben eine Vergangenheit als Spitzel. Der Ressortleiter Innenpolitik der „Jungen Welt“, Peter Wolter, arbeitete als „Kundschafter des Friedens“ und versorgte als Westjournalist die DDR mit Informationen. Er wurde dafür Mitte der 90er-Jahre zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der ebenfalls rechtskräftig verurteilte Rainer Rupp, Kommentator im Bereich Außenpolitik, war einer der Topspione der DDR in Westdeutschland, Deckname „Topas“. Sie alle bestimmen die Linie eines Blattes, das sich selbst als „marxistisch“ beschreibt: antiamerikanisch und antiisraelisch, im Zweifel für Slobodan Milosevic, für den Iran, für China, das kommunistische Kuba und den venezolanischen Machthaber Hugo Chávez. Dessen Bestrebungen zur Bildung einer sozialistischen Einheitspartei landen als Spitzenmeldung schon mal auf Seite eins. Chávez wird dort in ähnlicher Weise gefeiert wie einst die Größen des SED-Staates.
    Die „Junge Welt“ lässt kaum eine Gelegenheit aus, Deutschlands demokratische Institutionen zu diskreditieren. Als der Bundestag kürzlich über den Tornadoeinsatz in Afghanistan und die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre abstimmte, titelte man: „Krieg bis 67“, und schrieb: „Selten wurde Politik so direkt am Volk vorbei gemacht.“ Pikanterweise gehört ausgerechnet die Rehabilitierung des real existierenden Sozialismus und der Staatssicherheit zum erklärten Ziel des Blattes.
    Inszenierte Empörung der Stasi-Funktionäre
    Voriges Jahr inszenierten ehemalige MfS-Angehörige in der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen einen Auftritt, bei dem frühere Stasi-Opfer verhöhnt wurden. Die Ex-Stasimitarbeiter hatten ihren Schritt in die Öffentlichkeit jahrelang vorbereitet – mithilfe der „Jungen Welt“. Immer wieder waren dort Interviews und Erklärungen ehemaliger Stasiverantwortlicher erschienen. Nachrufe auf verstorbene Kameraden überschrieb man mit zynischen Sprüchen wie: „Im MfS und Spaß dabei“.
    Beharrlich bestreiten die Ex-Stasigrößen, dass es heute so etwas wie Netzwerke aus alten Tagen gäbe. Sie verbreiten den Anschein, als hätte man sich nach 1989 kampflos ergeben und streite heute für nichts anderes als linke Ideale.
    Schlagworte
    Auch MfS-Oberst Harry Dahl gehört zu den Unterzeichnern mindestens eines der erwähnten Stasi-appelle. 2001 fordert er in der Erklärung „Kameradschaftliche Beziehungen“ ein Ende der „Hexenjagd“ auf ehemalige MfS-Mitarbeiter. Das Ministerium solle endlich in „seinem historischen Kontext“ bewertet werden. Das dreiteilige Interview mit fünf ranghohen Ex-Generälen des Staatssicherheitsdienstes, das sich an die Erklärung anschloss, führte kein Geringerer als Arnold Schölzel, Chefredakteur der „Jungen Welt“.“

    (Jana Hensel( Welt 31.03.2007)

    ..ansonsten verweise ich noch auf den unglaublichen Onlineshop der jungen Welt, aus dem ihr bitte die Geschenke für meinen nächsten Geburtstag organisiert!

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    Zirkumzision kann Leben retten http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/01/zirkumzision-kann-leben-retten/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/01/zirkumzision-kann-leben-retten/#comments Sun, 01 Apr 2007 16:25:59 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/04/01/zirkumzision-kann-leben-retten/
    Die Weltgesundheitsorganisation WHO sowie das Aidsprogramm der Vereinten Nationen (Unaids) empfehlen nun offiziell die Beschneidung der Männer in Gebieten mit hoher HIV-Verbreitung. Es handle sich dabei um eine „wichtige, zusätzliche Maßnahme, um das Risiko der heterosexuellen Übertragung des HI-Virus zu senken.“
    Erst kürzlich hatte die US-Gesundheitsbehörde NIH zwei klinische HIV-Studien zur Wirkung der Beschneidung in Afrika abgebrochen, da die Daten bereits vor dem eigentlichen Ende der Untersuchung ein deutliches Ergebnis gezeigt hatten.Die us- amerikanischen Fachleute hatten festgestellt, dass das Risiko einer HIV-Infektion bei beschnittenen Männern in Kenia um 53 Prozent und in Uganda um 48 Prozent niedriger war, als bei unbeschnittenen Studienteilnehmern.
    Flächendeckende Beschneidungen könnten allein in den Gebieten südlich der Sahara 5,7 Millionen Neuinfektionen und drei Millionen Todesfälle im Laufe von 20 Jahren verhindern, so die Berechnungen der WHO und Unaids. In Deutschland profitieren promiskuitive Männer von einer Beschneidung laut WHO zwar ebenfalls, aber auf die Infektionsraten allgemein wirkt sich diese Maßnahme jedoch kaum aus.
    Frauen zählen allerdings zu den Gewinnerinnen, wenn ihr Partner „unten ohne“ ist. Denn die Zirkumzision verringert die Gefahr der Partnerin, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, signifikant (New England Journal of Medicine 2002, 346: 1105-1112).
    Laut der Untersuchung haben aber auch die Männer selbst durchaus einen Vorteil: Während von den 847 nichtbeschnittenen Männern knapp ein Fünftel mit dem humanen Papillomvirus infiziert waren, konnte der Erreger von Feigwarzen im Genitalbereich nur bei 5,5 Prozent der Beschnittenen nachgewiesen werden.
    Vielleicht dämpft diese Erkenntnis das unangenehme Gefühl, das sicher bei manchem Mann auftritt, wenn er an eine Beschneidung denkt. Zwangsbeschneidungen wird es trotz der gesundheitlichen Vorteile nicht geben, weder in Afrika noch in Europa. Vor allem muss auch klar sein: Die Zirkumzision von Männern schützt sie nicht völlig vor HIV, so eine Sprecherin von Unaids.
    Vielmehr handelt es sich um eine zusätzliche Maßnahme, die die Verwendung von Kondomen und die Einschränkung der Sexualpartner ergänzen soll.
    Allerdings wird die Beschneidung von Jungen (und oftmals auch Mädchen) in Afrika, Vorderasien und Indonesien oder bei den Aborigines in Australien, oft nicht mit Betäubung und sterilisierten chirurgischen Instrumenten, sondern unter sehr primitiven Bedingungen vorgenommen, was zu bleibenden Schäden oder gar zum Tod führen kann.
    Zum Abschluss noch etwas zum Stil:
    Nach der Platzierung der Beschneidungsnarbe unterscheidet man zwischen „low“, also nah an der Eichel und „high“, d.h. hoch am Schaft, also weiter entfernt von der Eichel. Bei einer Beschneidung „low“ wird das innere Vorhautblatt nahezu vollständig entfernt. Nach der Straffheit der Schafthaut unterscheidet man zwischen „loose“, so dass die Eichel im nicht eregierten Zustand noch teilweise bedeckt ist und „tight“, wobei die Eichel immer frei liegt und die Schafthaut bei einer Erektion keinen Bewegungsspielraum mehr hat. Daraus ergeben sich die Beschneidungsstile „high & tight“, „high & loose“, „low & tight“ und „low & loose“.
    Während in den USA vornehmlich „high & tight“ beschnitten wird, ist im europäischen Raum eher ein „low & loose“ Stil verbreitet.

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    Streetart in Israel http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/28/streetart-in-israel/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/28/streetart-in-israel/#comments Wed, 28 Mar 2007 22:03:06 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/28/streetart-in-israel/ Ein guter Freund von mir ist zur Zeit für ein Semester in Israel und hat mir heute diese beiden Bilder aus den Strassen Haifas geschickt:

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/28/streetart-in-israel/feed/
    Back in the 90ies http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/28/back-in-the-90ies/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/28/back-in-the-90ies/#comments Wed, 28 Mar 2007 21:30:06 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/28/back-in-the-90ies/ Die Zahl der rechtsextrem motivierten Straftaten in Deutschland war 2006 auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Mit einer Zunahme der Fälle um 14% auf mehr als 18 000 (!) Delikte wurde auch der Rekordwert vom Vorjahr deutlich übertroffen. Davon fallen allein 1100 Fälle auf Gewalttaten mit rechtsextremen Hintergrund. Vor allem nahm aber die Zahl der „Propagandadelikte“ zu. Laut einem Sprecher des BKA werde die rechte Szene immer selbstbewusster. Das zeigte sich an ihren zunehmend öffentlich gewählten Tatorten und an provokanten Auftritten gerade in „linken Stadtteilen“ oder „alternativen Hochburgen“. Beflügelt werde der rechte Aufschwung durch die jüngsten Erfolge rechtsextremer Parteien bei Wahlen und durch die große Medienpräsenz rechter Demonstrationen, so das BKA. Zudem konstatierten Sicherheitsbehörden, dass rechtsextreme Parteien intensiver als früher zusammenarbeiteten. Ihr Bemühen, eine sogenannte rechte „Volksfront“ zu bilden, sei nicht zu bestreiten. Als Reaktion fordern SPD, Linksfraktion und Grüne „parteiübergreifende Strategien“, was auch immer sie sich darunter vorstellen. Die Union hingegen erhofft sich nach Worten von Innenminister Wolfgang Schäuble eine größere Integrationskraft ihrer Partei am rechten Rand in den neuen Ländern. Es sei ein „besonderes parteipolitisches Problem für die Union, wenn eine rechtsextreme Partei bei Wahlen erfolgreich ist“, sagte der Minister. FDP-Innenexperte Max Stadler kommentierte „gute Absichten, sich gegen den Rechtsextremismus mit einem „Aufstand der Anständigen“ zu wenden, reichen alleine nicht aus. “
    Durchschnittlich gibt es täglich 2,5 rechtsextreme Übergriffe in Deutschland . Allein in Sachsen gibt es etwa 40 „Freie Kameradschaften“ mit rund 1800 Mitgliedern.
    Bereits im Januar 2007 wurden 909 rechtsextreme Straftaten registriert, davon waren 58 Gewaltdelikte. Die meisten rechtsextremen Delikte wurden im Januar in Nordrhein-Westfalen (153) und Brandenburg (118) verübt. Die größte Zahl an Gewalttaten bundesweit wurde in Brandenburg registriert, wo es neun solcher Vorfälle gab. Berlin taucht in der Statistik mit 63 politisch rechts motivierten Straftaten, darunter drei Gewalttaten, auf.
    „Der Nationalsozialismus lebt nach, und bis heute wissen wir nicht, ob als Gespenst dessen, was so monströs war, dass es am eigenen Tode noch nicht starb, oder ob es gar nicht erst zum Tode kam; ob die Bereitschaft zum Unsäglichen fortwest in den Menschen wie in den Verhältnissen, die sie umklammern.“
    (Theodor W. Adorno/ Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit“)

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    „Die neue Freiheit der Schwulen“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/27/die-neue-freiheit-der-schwulen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/27/die-neue-freiheit-der-schwulen/#comments Tue, 27 Mar 2007 14:30:03 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/27/die-neue-freiheit-der-schwulen/ Heute findet sich im FAZ-Feuilleton ein interessanter, wenn auch recht unkritischer Artikel von Dieter Bartetzko über die angebliche Freiheit der Schwulen heutzutage. Lest selbst und bildet euch eure Meinung, ich verweise hier aber zusätzlich auf einen Vortrag von Tjark Kunstreich zum Thema „Die Transformation der Schwulenbewegung“, den ihr euch
    hier
    anhören könnt.


    „Die neue Freiheit der Schwulen
    Anderssein lohnt sich
    Von Dieter Bartetzko 26. März 2007

    „Dann haben wir festgestellt, dass wir mehr sind als nur gute Freunde.“ Was meinte Matt, das einzige ausgesprochen männlich wirkende Mitglied der Boygroup „Part Six“, als er so die Frage nach seinem Verhältnis zu Tim, einem der übrigen singenden Jungs, beantwortete? Gewöhnlich wird damit klargestellt, dass zwei sich lieben. War das also das Bekenntnis einer schwulen Beziehung? Das Publikum des „Tigerentenklubs“ jedenfalls, Kinder zwischen neun und zwölf, wirkte keineswegs verwundert, sondern bejubelte den Auftritt so wie alle Teenies, die seit Monaten „Part Six“ feiern. Von Anrufen alarmierter Eltern oder enttäuschter Fans bei der ARD, die den betreffenden Club mehrmals ausstrahlte, war auch nichts zu hören.
    Ähnliches gilt für den Fernsehfilm „Einfache Leute“, der kurz zuvor den populären Tatortkommissar Max Ballauf alias Klaus J. Behrendt in der Rolle eines Familienvaters und Schwimmsportlers zeigte, der nach jahrzehntelangem Versteckspiel als Schwuler geoutet wird. Von Behrendts intensiver Darstellung war die Rede, vom grotesken Tatbestand, dass in der Sportwelt Homosexualität offiziell inexistent und hinter den Kulissen ein absoluter Makel ist, nicht aber davon, dass zur besten Sendezeit der Mehrheit ein sogenanntes Minderheitenproblem vorgesetzt wurde.
    Ein Schauspieler mit Macho-Image spielt bravourös einen Schwulen, in beliebten Krimiserien ist mindestens ein schwuler Kommissar fester Bestandteil – was vor zehn Jahren noch eine lang und breit besprochene Sensation gewesen wäre, gehört heute zum Fernsehalltag. Genauso wie das gerührte „Ich danke meinem Mann“, das Peter Plate, schwules Mitglied des Pop-Duos „Rosenstolz“, bei der Liveübertragung der Verleihung der „Goldenen Kamera“ aller Welt verkündete. Dem widerspricht nicht, dass Klaus J. Behrendt nach seinem Film in einem Interview beteuerte: „Ich liebe nun mal die Frauen – und das ist gut so.“ Denn mit dem Zitat der bundesweit zum geflügelten Wort gewordenen Formel, die vor sechs Jahren Klaus Wowereits Bekenntnis zu seiner Homosexualität bekräftigte, fügte der Schauspieler dem Beteuern seiner Heterosexualität quasi ein Augenzwinkern hinzu.

    Das gehört heute zum guten Ton: Robbie Williams, noch immer Europas Popgott und nach eigenem Bekenntnis homosexuellen Erfahrungen nicht abgeneigt, hat in „Supreme“, einem seiner größten Hits, die entspannte Haltung unserer Gesellschaft zur Homosexualität zusammengefasst: „All the best women are married, and all the handsome men are gay.“ „You feel deprived“, schlussfolgert der Sänger im Namen der Heterosexuellen. Außen vor? Was früher für Schwule galt, soll heute für Nichtschwule gelten? Wer nicht wenigstens schwule Erfahrung hat oder deren möglichen Reiz nachempfinden kann, hätte den Zug der Zeit verpasst?
    Das scheint zuzutreffen, wenn man beispielsweise hört, dass selbst James Bond, das gestaltgewordene Testosteronsubstrat weltweiter männlicher Selbsteinschätzung, bald mit dem eigenen Geschlecht in Berührung treten wird. Im nächsten Film, so heißt es, soll Daniel Craig, der als zeitgemäß superviril gelobte neue Bond-Darsteller, eine homosexuelle Affäre haben. Und wenn in Nachbetrachtungen zu Breloers Meisterwerk „Die Manns“ außer Armin Müller-Stahl in der Rolle des Schriftstellers und Monica Bleibtreu in der seiner Frau Katja ein Darsteller hervorgehoben wird, dann ist es Sebastian Koch, der mit ergreifender Intensität die Höhen und Tiefen im schwulen Leben des Klaus Mann darstellte.
    Klaus Mann trieben Depressionen in den Selbstmord. Seine Homosexualität trug zu ihnen bei, aber sie war nicht ausschlaggebend. Denn die Zeiten der Weimarer Republik, zumindest die den Dichtersohn prägenden Jahre, waren in den Großstädten von Liberalität gekennzeichnet. Homosexuelle Anklänge waren Mode. So kokettierte beispielsweise Hans Albers vor seiner Karriere als blonder Matrosenhüne erfolgreich auf Berlins Bühnen mit dem Habitus eines beiden Geschlechtern zugeneigten Gigolos. So führten Gerüchte, der Operetten- und Revuestar Max Hansen sei nicht ausschließlich am weiblichen Geschlecht interessiert, nicht zu einem Karriereknick, sondern zu weiteren Erfolgen. Und so schaffte Curt Bois, nachdem er als Lieblingsknirps der Operette hatte abdanken müssen, als junger Mann seinen Wiederaufstieg in einer Neuinszenierung von „Charleys Tante“, für deren Titelrolle ihm die angesehensten Berliner Modeschöpfer ihre besten Kreationen auf den mageren Leib schneiderten.

    Damit aber war der geniale Schauspieler nicht etwa zum Vorzeigetransvestiten der Metropole verdammt, sondern triumphierte kurz darauf in der Rolle des schüchternen Liebhabers verführerischer Diven. Heute im Fummel, morgen im Frack und übermorgen im Blaumann, mal homo- und mal heterosexuell – in den Künstler- und Intellektuellenkreisen der zwanziger Jahre schien das für niemanden ein Problem zu sein. Dass man in einer Scheinwelt lebte, zeigte sich, als mit dem „Dritten Reich“ die staatliche Verfolgung der Schwulen einsetzte. Doch die Betroffenen hätten zuvor erkennen können, was sie erwartete: an der Verbissenheit beispielsweise, mit der ein Walther Rathenau oder ein Harry Graf Kessler ihre – dennoch allgemein bekannte – Homosexualität verbargen, weil sie fürchteten, bei Bekanntwerden ihrer Neigung für immer als Politiker und Kulturführer diskreditiert zu sein.
    Heute muss kein Politiker bei uns sich mehr vor dem Outing als Schwuler fürchten. Es sei denn, er bewegte sich einmal außerhalb seiner gewohnten Kreise. Zum Beispiel unter Anhängern des weltweit populären jamaikanischen Raps. Dessen größter Star, Buju Banton, der mehr CDs verkauft hat als Bob Marley, phantasiert in seinen Songs regelmäßig davon, Schwule per Kopfschuss zu töten, mit Säure zu begießen oder zu verbrennen.
    Die primitive Homophobie der Rapper auf Jamaika ist nicht als Kreuzzug durchgedrehter Insulaner abzutun. Auch in den Vereinigten Staaten und England gehören homophobe Attitüden zum Ehrenkodex der dortigen Rapper und Hiphopper: Jeder „Chi Chi man has to go flat“, blafft Bobby Hollygood, international gefragt, in seinem Song „Diamonds in the Ruff“, und prophezeit Schwulen, sie in ihren Autos zu rösten. Dagegen nehmen sich die Hasstiraden des Rap-Superstars Eminem fast harmlos aus, der in „Marshall Mothers“ erklärt, Boygroups wie „New Kids on the Block sucked a lot of dick. Boy/girl groups make me sick. And I can‘t wait ’til I catch all you faggots in public.“
    In Deutschland hat sich noch kein Rapper gefunden, der den Jungen von „Part Six“ Schläge oder Schlimmeres androht. Doch zwei Schritte vom liberalen künstlerischen und politischen Parkett, in unseren Sportvereinen beispielsweise, herrschen diesbezüglich nicht gerade Flötentöne. Dort ist die heterosexuelle Welt noch intakt, respektive wird auf Biegen und Brechen so getan, als sei sie es. In den deutschen Profifußballligen, so vor einigen Monaten die „taz“, müsse es nach allen Regeln der Statistik etwa hundert Schwule geben. Bekannt davon ist keiner. Vermutlich sind ihnen außer den mehr oder weniger versteckten Drohungen ihrer Trainer und den homophoben Zoten ihrer Sportskameraden auch Parolen wie die eines Lothar Matthäus im Gedächtnis, der gern betonte, ein Schwuler könne nicht Fußball spielen.
    Bei uns hält die Mauer des Schweigens noch dicht. Nicht so in den Vereinigten Staaten, wo der Basketballer John Amaechi nach fünf Jahren Karriere in der National Basketball Association und vier Jahre nach deren Ende öffentlich seine Homosexualität erklärte. Das Land, das dem metrosexuellen Fußballprofi David Beckham entgegenfiebert und „Brokeback Mountain“, dem ersten schwulen Western, den Oscar verlieh, ist schockiert. Noch mehr sind es die Trainer und Funktionäre – und die einstigen Mitspieler John Amaechis, die gern ihre Fußnägel zu Weihnachten grün und am Valentinstag rot lackierten, in der Dicke ihrer Diamantringe und Goldketten wetteiferten und sich nach Turnieren mit Eau de toilette einnebelten. Fassungslos fragen sie sich, wie ein Schwuler derart lange in ihren durch und durch männlichen Kreisen unerkannt bleiben konnte.
    Diese Haltung fasst ihr Ex-Kollege Tim Hardaway zusammen: „Homosexualität hat in dieser Welt nichts verloren.“ Wer kann garantieren, dass bei uns nicht ähnlich reagiert und beim Outing eines Spielers der Fußballnationalelf für den Betroffenen das Sommermärchen nicht zum Albtraum würde? Wie steht es um die echte, nicht um die Fernsehpolizei? Die Bundeswehr? Ist der Skandal um General Günter Kießling, der wegen vermuteter Homosexualität als amtsunwürdig galt, Schnee von gestern? Gibt es schwule Bundesrichter? Schwule Priester? Schwule Lehrer? Schon der reflexartige diesbezügliche Zweifel bezeugt die anomale Lage.
    Der Mörtel aller institutionellen Eckpfeiler unserer Gesellschaft ist die Heterosexualität – und die derzeitige große Freiheit für Schwule ist wie gewohnt überwiegend auf die Bereiche der Kunst und der Intellektualität beschränkt; ein perfekt getarntes Freigehege. Wenn Familie und Freunde oder gar die Öffentlichkeit, so John Amaechi, erfahren, „dass ein Mensch, den man liebt, schwul ist, geht plötzlich die Musik aus“.
    Geld, viel Geld, macht ihm die Stille erträglich: Dem ehemaligen Basketballer hilft, wie zuvor drei anderen amerikanischen Sportstars, die sich geoutet haben, der Marketing-Stratege Howard Bragman. Dank ihm kann Amaechi zehntausend Dollar pro Auftritt verlangen, hat Angebote von Sponsoren, und seine Autobiographie steht ganz oben in den Verkaufslisten. „Es ist eine kluge Geschäftsidee, sich zu outen“, zitierte kürzlich der „Spiegel“ einen zynisch pragmatischen Sportsponsor aus Amerika. Bisher aber hat sich diese kluge Idee offenkundig selbst im Lieblingsland der Entschädigungsprozesse und des allmächtigen Profitstrebens nicht durchgesetzt. So gilt also auch für die neuen Schwulen hier wie dort noch das Wettrennen zwischen Libertinage und Diskriminierung. Übrigens: Ob Matt und Tim von „Part Six“ schwul sind oder ihre Antwort nur das gemeinsame musikalische Können meinte, ist unerfindlich. Eigentlich ist es ja auch egal. Eigentlich.“
    Text: F.A.Z., 27.03.2007, Nr. 73 / Seite 37

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/27/die-neue-freiheit-der-schwulen/feed/
    Tocotronic kapitulieren im Juli http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/25/tocotronic-kapitulieren-im-juli/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/25/tocotronic-kapitulieren-im-juli/#comments Sun, 25 Mar 2007 15:33:54 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/25/tocotronic-kapitulieren-im-juli/
    Die Frage, wann Arne, Dirk, Jan und Rick das neue Album rausrücken ist endlich beantwortet. Die neue Platte von Tocotronic wird im Juli erscheinen und „Kapitulaltion“ heißen, was ein sehr angemessener Titel für eine Band ist, die 2005 auf dem legendären von der KP Berlin organisierten Open Air zum 60. Jahrestag der deutschen Niederlage performten (Obwohl ein Freund von mir schon meinte, der Titel könnte auch eine Anspielung auf das nahende Ende der Band sein, aber ich glaube/hoffe nicht, dass sich Blumfeld und Tocotronic im selben Jahr auflösen.) Nach der Trennung der Band von L‘Age D‘Or/Lado Musik wird das kommende Album bei Universal Music erscheinen, wozu die Vier verlauten ließen: „Wir, die Gruppe Tocotronic, freuen uns auf eine spannende und langfristige Zusammenarbeit mit der Firma Universal. Wir sind uns sicher, dass unser nunmehr achtes Studioalbum ‚Kapitulation‘ in diesem traditionsreichen Hause mit dem ihm gebührenden Donnerhall veröffentlicht werden wird.“
    Das alles ist Anlass genug, meine 10 Lieblingslieder der Band zu bestimmen:
    1. „Die neue Seltsamkeit“ (K.O.O.K.): Tocotronic haben eigentlich nur schöne Lieder, aber dieses Lied liebe ich am meisten. Einfach so.
    2. „Ein Abend im Rotary Club“ (Es ist egal, aber) „Noch vor kurzem hätte ich nicht einmal im Traum daran gedacht, dieser Veranstaltung hier beizuwohnen..“ Denke ich auch immer wieder, bei Vorträgen, Demos, Arbeitsbesprechungen, Redaktionssitzungen, Plenen, Rendezvous, Gruppensex, Gerichtsverfahren, Beerdigungen..
    3.“Drüben auf dem Hügel“ (Digital ist besser): „Ich warte dort auf dich, weil ich dich mag“ ist vielleicht in ihrer Schlichtheit die romantischte Zeile von Tocotronic.
    4. „Das Unglück muss zurückgeschlagen werden“ (K.O.O.K.): …sollte unser Motto sein, gerade, wenn es echt schlecht aussieht…Zudem ist es genial, wenn die erste „richtig gesungene“ Zeile nach dem Intro auf der K.O.O.K. “ Es ist erschreckend, aber wahr..“ist.
    5. „Ich bin viel zu lange mich euch mitgegangen“ (Es ist egal, aber): Auch so ein Lied, das mir vornehmlich nach den üblichen Plenen/Demos/Kundgebungen/Vorträgen mit den immer gleichen Leuten/Parolen/Abläufen/Inhalten durch den Kopf geht.
    6. „Schatten werfen keine Schatten“ (Tocotronic): Viele Leute, darunter auch dieser Herr brachen mit diesem Album mit der Band, ich hingegen halte es für ihr musikalisch ambitioniertestes und tiefgehenstes Album, Schatten werfen keine Schatten ist vielleicht der Höhepunkt des Albums.
    7. „Die Welt kann mich nicht mehr verstehen“ (Wir..) „Und ich weiß nicht genau, ob es so etwas gibt, oder ob es an der Zeitumstellung liegt“ Aktueller Anlass, diese Zeitumstellung bringt mich echt jedes Mal wieder völlig durcheinander!
    8.“Ich muss reden, auch wenn ich schweigen muss“ (Nach der verlorenen Zeit). ..könnte auch die Überschrift meines Blogs sein..
    9. „Hi Freaks“ (Tocotronic): Bei diesem Lied denke ich zwangsläufig an einen meiner Geburtstage, den ich mit meiner „Posse“ in einem verrauchten „Indieclub“verbrachten und besagtes Lied auf Drängen meiner FreundInnen um Punkt 12 aus den Boxen schallte. „..was wir sehen bedeutet nichts.“
    10. „Ich habe Stimmen gehört“ (Pure Vernunft..) Mit diesem Lied begannen die Vier vor 2 Jahren ein Konzert, auf das ich mich trotz heftiger Erkrankung schleppte, um eines der besten Konzerte meines Lebens zu erleben (obwohl mensch auch angesichts der hohen PalituchträgerInnendichte meinen konnte, auf einer Fatah-Sitzung gelandet zu sein!).
    ..ich hätte auch noch 30 andere „absolute Lieblingslieder“ von Tocotronic auflisten können (so merke ich gerade, dass „Unter der Schnellsraße“ und „ich mag dich einfach nicht mehr so“ fehlen), momentan sind es diese 10, welche sind eure Liebsten?

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/25/tocotronic-kapitulieren-im-juli/feed/
    Geldstrafen für NPD Funktionäre http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/23/geldstrafen-far-npd-funktionare/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/23/geldstrafen-far-npd-funktionare/#comments Fri, 23 Mar 2007 14:57:51 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/23/geldstrafen-far-npd-funktionare/ Der Berufungsprozess gegen die norddeutschen NPD Funktionäre Stefan Köster und Ingo Stawitz sowie einen weiteren Angeklagten endete gestern nach nur wenigen Minuten mit der Verhängung von geringen Geldstrafen. Das Gericht spracht die drei Männer wegen gemeinschaftlich begangener schwerer Körperverletzung schuldig und verhängte gegen Köster eine Geldstrafe von 5400 Euro, gegen Stawitz 900 Euro und gegen den dritten Schläger 1350 Euro. Dies stellt eine Milderung zur eigentlich verhängten Strafe aus dem Prozess von 2006 dar, als alle drei zu einer 6 monatigen Bewährungsstrafe verurteilt wurden. Die Staatsanwaltschaft hatte 8 Monate auf Bewährung gefordert.
    Die Drei hatten im Rahmen einer NPD-Veranstaltung in Steinburg/Schleswig-Holstein im Jahr 2004 eine Demonstrantin in wechselnder Beteiligung zusammengeschlagen – nach Zeugenaussagen offenbar sogar wiederholt in aller Brutalität mit Füssen getreten, als das Opfer bereits am Boden lag. Ingo Stawitz sagte aus, er habe in „Notwehr“ gehandelt. Um den Angriff der Demonstranten zu stoppen, habe er Wurfgeschosse aufgehoben und zurückgeworfen. Dabei habe er bewusst nicht auf Menschen gezielt. Anschließend habe er vergeblich versucht, einen der Vermummten bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.
    2004 hatten sich während des NPD-Landesparteitages in Steinburg etwa 50 Demonstranten versammelt, um gegen die Veranstaltung zu protestieren. Nach Angaben der Polizei flogen Flaschen und Steine. Einige Delegierte gingen daraufhin zum Gegenangriff über und verfolgten die Demonstranten. Dabei wurde eine Frau aus Kiel zu Boden gerissen. NPD-Mitglieder sollen dann von allen Seiten auf sie eingetreten haben. Der Einsatzleiter der Polizei, Uwe Kleinig, berichtete damals im NDR, dass er „schockiert“ war von der Gewalt der Rechten, die „deutlich stärker“ gewesen sei als die der Linken, von denen es „keine Gegenwehr“ gegeben habe. Als einer der Rechten mit einem Stuhl auf einen bereits verletzt am Boden liegenden Demonstranten habe schlagen wollen, soll ein anwesender Zivilbeamter der Polizei zwei „Signalschüsse“ abgeben haben.

    (Ingo Stawitz beim Steinewerfen)
    Köster ist Landesvorsitzender der NPD in Mecklenburg-Vorpommern, Stawitz stellvertretender Landeschef der Partei in Schleswig-Holstein. Der Fall hatte damals für Aufsehen gesorgt, da die Attacke von einem Fernsehteam der ARD Sendung „Panorama“ gefilmt worden war.
    ..weitere Infos zu Ingo Stawitz und zu Stefan Köster

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    Robbie Williams relativiert die Shoa http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/21/robbie-williams-relativiert-die-shoa/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/21/robbie-williams-relativiert-die-shoa/#comments Wed, 21 Mar 2007 15:12:21 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/21/robbie-williams-relativiert-die-shoa/
    Der Titel des shoarelativierenden Arschlochs des Tages geht heute eindeutig an den Popsänger Robbie Williams. Der frühere Boygrouptänzer und heutige Ü30 Ikone hatte seinen dreiwöchigen Aufenthalt in einer amerikanischen Entzugsklinik als „schlimmer als in einem Konzentrationslager“ bezeichnet. Anscheinend hat der jahrelange Drogenkonsum bereits schwere Schäden an Williams Gehirn verursacht. Die Klinik, in der er sich wegen seiner Medikamentenabhängigkeit behandeln ließ, hat eine Beleidigungsklage gegen das Popmoppelchen angekündigt, ein Mitarbeiter stellte klar: „Wir sind eine der angesehensten Reha-Kliniken in der Welt, und was dieser Mann gesagt hat, ist empörend. Unser Vorstand hat sich juristisch beraten lassen und bereitet eine Klage wegen Diffamierung vor. Alle Mitarbeiter stehen zu 100 Prozent dahinter.“
    Ich habe mich eh schon des öfteren gefragt, was so viele Leute an Williams finden, musikalisch wie optisch spricht der mich echt nicht an, intellektuell hat er sich auch spätestens mit dieser Aussage disqualifiziert und so bleibt wohl als einzig interessanter Aspekt die Tatsache, dass er sich früher mit den anderen von „Take That“ im Tourbus regelmäßig gemeinschaftlich einen runtergehohlt hat, wie ich neulich durch Zufall im TV erfuhr.

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    Standpunkt des Staates Israel zur palästinensischen Einheitsregierung http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/20/standpunkt-des-staates-israel-zur-palastinensischen-einheitsregierung/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/20/standpunkt-des-staates-israel-zur-palastinensischen-einheitsregierung/#comments Tue, 20 Mar 2007 14:48:15 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/20/standpunkt-des-staates-israel-zur-palastinensischen-einheitsregierung/ 1. In der Regierungserklärung der palästinensischen Einheitsregierung sind die drei Forderungen des Nahostquartetts (Anerkennung des Staates Israel, Abkehr von Gewalt und Einhaltung aller zwischen Israel und der PA geschlossenen Verträge) nicht erfüllt. Darum hat sich die Position der israelischen Regierung nicht geändert. Israel kann diese Regierung nicht anerkennen und nicht mit ihr oder einem Teil von ihr zusammenarbeiten.

    2. Israel erwartet, dass die internationale Gemeinschaft an ihren Prinzipien festhält und mit dieser Regierung verfährt, wie sie mit der vorherigen auch umgegangen ist, d.h., solange die drei Forderungen nicht erfüllt sind, hat diese Regierung keine internationale Legitimierung und die internationale Gemeinschaft wird keinen Kontakt zu ihr haben und sie nicht finanziell unterstützen.

    3. Die Regierungserklärung der palästinensischen Einheitsregierung spiegelt Positionen wider, die sogar extremer sind als die im Abkommen von Fatah und Hamas, und beweist, dass die Extremisten die Moderaten auf ihre Seite gezogen haben:

    a) Die Regierungserklärung stellt zwar fest, dass jede Verhandlung vom Vorsitzenden der PA geleitet wird, aber jede Entscheidung der Zustimmung des palästinensischen Parlaments (PNC) oder eines Referendums bedarf. Das bedeutet, jede Verhandlung ist von vornherein Bedingungen unterworfen.

    b) Die Ausweitung der Waffenruhe auch auf das Westjordanland steht im Gegensatz zur Institutionalisierung der Gewalt als legitimes Recht. Beides ist in der Regierungserklärung verankert, d.h., dass diese Waffenruhe nur eine taktische Auszeit sein wird, in der die Terrororganisationen neue Kräfte sammeln.

    c) Die palästinensische Einheitsregierung bezeichnet sich selbst zwar als die Instanz, die „helfen wird, schnell eine Lösung für das Problem des entführten Soldaten herbeizuführen“, aber die Hamas, die ein Teil dieser Regierung ist, ist die Terrororganisation, die den Soldaten Gilad Shalit entführt hat.

    d) Die palästinensische Einheitsregierung besteht auf dem Recht auf „Widerstand“. Es gibt keine Abkehr vom Terror, im Gegenteil, der bewaffnete Widerstand wird institutionell legalisiert.

    d) Die Road Map wird in der Regierungserklärung an keiner Stelle erwähnt. Mit dieser Erklärung wird sogar die Möglichkeit der Ausrufung eines palästinensischen Staates in provisorischen Grenzen, wie es in der Road Map vorgesehen ist, unmöglich gemacht.

    4. Der Staat Israel fordert, dass die palästinensische Einheitsregierung die drei Bedingungen der internationalen Gemeinschaft sofort erfüllt und den Soldaten Gilad Shalit umgehend freilässt.

    5. Israel sieht sich der Road Map und der Vision von zwei Staaten verpflichtet und wird weiter Kontakt zu palästinensischen moderaten Kräften pflegen, die sich von dieser Regierung und ihrer Ideologie distanzieren.

    Israelisches Aussenministerium 16.03.2007

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    „Entweder du leidest, oder du wächst“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/18/entweder-du-leidest-oder-du-wachst/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/18/entweder-du-leidest-oder-du-wachst/#comments Sun, 18 Mar 2007 16:15:16 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/18/entweder-du-leidest-oder-du-wachst/ Neulich habe ich einen sehr bewegenden Artikel über eine junge Frau aus Israel, Lea Saban, gelesen, die über einen suizidalen Massenmord mittels Autobomben berichtet, bei dem sie starke Verbrennungen erlitten hat. Ihre Geschichte möchte ich hier stellvertretend für die Tausenden durch palästinensische Mörderbanden Verstümmelten und Ermordeten dokumentieren:

    „Entweder du leidest, oder du wächst“
    „Jeder Grashalm hat seinen Engel, der sich über ihn beugt und flüstert: „Wachse, wachse.“ (aus dem Talmud)

    (Lea Saban nach dem Anschlag 2001)
    Verbranntes Haar, verbrannte Haut. Bis heute geht ihr der Geruch nicht aus der Nase. Lea Saban (23), Tochter tunesischer Einwanderer und Älteste von acht Geschwistern, zieht genüsslich an ihrer Zigarette. Volle, weiche Lippen, makellose Haut, dichte, geschwungene Augenbrauen. Lea Sabans Gesicht ist atemberaubend schön.
    Das Fotomodell sitzt an der Fensterfront des „Café Hillel“, eines beliebten Coffee-Shops an der quirligen Jaffa Straße. Es ist ein verregneter Nachmittag. Die meisten Kunden – Geschäftsleute, Studenten, Touristen – kaufen ihren „Coffee to go“ und tauchen mit den dampfenden Pappbechern im Regenschirmmeer der israelischen Hauptstadt unter. Lea hat es nicht eilig. Sie ist mit dem Café schicksalhaft verbunden. Es ist der Ort, der für sie zum Ausgangspunkt eines apokalyptischen Szenarios wurde. Es ist der Ort, an den sie so oft wie möglich zurückkehrt, an dem sie sich zuhause fühlt.
    Es geschah am 1. Dezember 2001. Es war eine Zeit, während der fast täglich Israelis bei Selbstmordattentaten ums Leben kamen. In Bussen, Cafés, Fußgängerzonen. Der Terror war allgegenwärtig. Trotzdem, das Leben ging weiter. Lea, vor wenigen Tagen 18 geworden, ging mit fünf Freundinnen aus, um im „Café Hillel“ ihren Geburtstag nachzufeiern. „Ich war den ganzen Tag unheimlich nervös“, sagt Lea und ihre großen, goldenen Ohrringe beginnen zu schaukeln. „Ich konnte nicht still sitzen und hatte so ein ungutes Gefühl im Bauch. Um elf machten wir uns auf den Nachhauseweg.“
    Lea muss als einzige in eine andere Richtung. Sie wickelt den Strick-Poncho fest um ihren Oberkörper und geht mit verschränkten Armen los. Vorbei an angetrunkenen Jugendlichen, kichernden Mädchen-Cliquen, verrauchten Bars. Jerusalems Ausgeh-Meile pulsiert. Dann plötzlich: eine Explosion.
    Flammen, Blut und Schreie. Der Geruch von verbrannter Haut steigt Lea in die Nase. Ein Selbstmordattentäter hat sich in die Luft gejagt. Lea rennt durch das Chaos, stolpert über Leichen und Verletzte. Sie will helfen. Wenige Sekunden später: eine zweite Explosion in der wenige Schritte entfernten Fußgängerzone Ben Jehuda. Lea rennt. So schnell wie sie noch nie in ihrem Leben gerannt ist. „Ich dachte, ganz Jerusalem steht in Flammen.“ Nebenbei kramt sie das Handy aus der Handtasche. „Mama, mit mir ist alles okay“, ruft sie außer Atem, als sie von der Druckwelle einer dritten Explosion meterweit durch die Luft geschleudert wird. Neben ihr ist eine Autobombe hoch gegangen.
    Lea brennt lichterloh. Sie hat das Gefühl zu ersticken. Und trotzdem: Sie rennt weiter, betet das jüdische Glaubensbekenntnis „Schma Israel“. Von hinten schmeißt sich jemand auf sie, beginnt sie zu löschen. Die ersten Rettungswagen treffen ein. Lea läuft weiter, zieht sich mit letzter Kraft über einen zwei Meter hohen Metallzaun, springt auf die andere Seite. Nur weg vom Flammeninferno. Der Zaun steht bis heute. Die Stelle, an der Lea mit letzter Kraft über ihn geklettert ist, ist schwarz verkokelt. „Ich wollte nicht sterben. Nicht hier in einer dunklen Gassen. Nicht jetzt, so kurz nach meinem 18. Geburtstag.“
    Lea wird ins Krankenhaus „Sha’are Zedek“ eingeliefert. Die Abteilung ist voll mit anderen Verletzten. Über 100 junge Menschen, fast alle minderjährig, kämpfen mit schweren Verbrennungen. Elf junge Männer und Frauen sind gestorben. Zwei Selbstmordattentäter haben den teuflischen Plan ausgeheckt. Die Autobombe sollte zünden, wenn die ersten Rettungswagen eintreffen. Ihr Plan ist aufgegangen. Für ihre Gefährten wurden sie so zu Märtyrern, zu Helden ihrer Gesellschaft.
    Lea hat Verbrennungen zweiten und dritten Grades. Die Hände, das Gesicht, den Rücken hat es besonders schwer getroffen. Die Ärzte drängen auf eine Hauttransplantation. Lea verweigert die Unterschrift. „Gott hat mich in diese Situation gebracht, jetzt soll er mich da auch wieder raus holen.“, sagt sie resolut. Sogar ihre religiösen Eltern sind über die Bestimmtheit ihrer ältesten Tochter erschrocken.
    Abends fährt sie heimlich mit dem Rollstuhl in die Synagoge des Krankenhauses. Mit ihren verbundenen Händen, streicht sie über die Tora. „Gott, Du kannst mir nicht entkommen. Meine Haut ist Deine Haut. Bring’ sie wieder in Ordnung. Mach’ Dir selbst keine Schande!“
    Zwei Monate liegt Lea im Krankenhaus. Eine schmerzvolle Zeit, während der sie erwachsen wird. Sie will sich alles von der Seele schreiben. Weil sie wegen der verbundenen Hände noch keinen Stift halten kann, prägt sie sich ihre Gedichte mit Hilfe kurzer Melodien ein.
    „Mir wurde schnell klar, dass es zwei Wege gibt, mit der Situation umzugehen: Entweder Du leidest, oder Du wächst.“ Lea wächst – über sich hinaus. Ärzte, Familie und Freunde bewundern sie für ihren unerschütterlichen Glauben an Gott. Und ohne eine OP geschieht das Unglaubliche: Entgegen aller medizinischer Diagnosen beginnt Leas Haut nachzuwachsen. „Ich bin durch meinen festen Glauben geheilt worden.“, davon ist Lea überzeugt.
    Ihren Retter trifft sie Monate später zufällig in einem Einkaufszentrum wieder. Beim Sicherheits-Cheque piepst der Detektor, als er über Leas Körper fährt. Noch immer sind unzählige Metall-Splitter in der Haut. „Ein Selbstmordattentat?“, fragt der Sicherheitsmann. Lea nickt. „An welchem Tag?“, fragt er weiter. „Da wusste ich auf einmal Bescheid. Dieser große, starke Mann ist mein Retter. Ich habe ihn umarmt und minutenlang nicht losgelassen.“
    Lea packt ihr Leben an. Sie beginnt ein Architektur-Studium, schreibt jede Nacht an ihrem Buch, nimmt Klavier- und Gesangsunterricht.
    Doch manchmal kommen sie doch, diese Bilder. Unerwartet schleichen sie sich in ihre Träume: Lea ist auf einer Bahre festgebunden und verbrennt bei lebendigem Leibe. „Ich habe alles im Griff.“, sagt sie mit einem Lächeln. „Um meine Geschwister und Freunde mache ich mir aber andauernd Sorgen.“ Ihre beste Freundin Orit stirbt auf dem Weg zur Uni in einem Bus. Der Selbstmordattentäter hatte sich als orthodoxer Jude verkleidet. „Das hat mich mehr verzweifeln lassen als mein eigenes Schicksal.“
    Seit anderthalb Jahren arbeitet Lea als Fotomodell. Die auflagenstärkste israelische Frauenzeitschrift „La Ischa“ („ Für die Frau“) wählte sie im letzten Jahr zum Titel-Model. „Ich bin gelassener als meine Kolleginnen.“, sagt Lea. „Ich hab’ gelernt die Dinge im richtigen Maßstab zu sehen.“

    (Kathrin Ludwig/ Welt, 16.03.07)

    (Lea Saban 2007)

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    Die Luft ist raus http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/15/die-luft-ist-raus/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/15/die-luft-ist-raus/#comments Thu, 15 Mar 2007 20:31:13 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/15/die-luft-ist-raus/
    „Du hörst ja nur Popscheiße!“ meinte heute Morgen dieser junge Bursche nach einem auch sonst öden Plenum zu mir und recht hat er, denn wie verkündete Deutschquotenverfechter und auch sonstiger Unsympath Heinz Rudolf Kuntze bei seiner grandiosen Niederlage beim deutschen Grand Prix Vorentscheid: Die Welt ist Pop. Welcher Pop aber echt scheiße ist könnt ihr feststellen, wenn ihr das neue Album von Air anhört…Das ist echt so öde! Dabei gehöre ich sonst nicht zu den Leuten, die nicht müde werden zu behaupten, „das erste Album der Band XY war noch so cool, aber jetzt sich die echt so langweilig geworden..“ blabla. Besonders nervig ist das bei Air, wo die meisten Leute nur ewig davon schwärmen, wie groovy doch die „Moon Safari“ gewesen sei, dabei völlig das Debüt „Premiers Symptomes“ übersehen und sich weigern, die „10 00 Hz Legend“ als musikalischen Höhepunkt der Band anzuerkennen.
    Das neue Album hat nicht von der Magie alter Air Alben, ganz im Gegenteil dominiert die pure Langeweile. Da hilft auch das eigentlich nette Stück mit Jarvis Cocker nicht viel, zumal die schönste Kollaboration eines anderen Künstlers mit den beiden Franzosen wohl eh „The Vagabond“ mit Beck Hansen war. Einen Pluspunkt gibt es noch für das geschmackvolle Coverdesign, das war´s dann aber auch von mir..obwohl ich aus Erfahrung auch nicht ausschließen kann, die Platte in ein paar Monaten als „Platte des Jahres“ zu bezeichnen…hier noch ein Song aus „guten, alten Tagen“:

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    Das darf jawohl nicht wahr sein! http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/14/das-darf-jawohl-nicht-wahr-sein/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/14/das-darf-jawohl-nicht-wahr-sein/#comments Wed, 14 Mar 2007 20:20:19 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/14/das-darf-jawohl-nicht-wahr-sein/ Der Jurist, TV-Moderator und ehemalige Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dr. Michel Friedman,

    (hier auf der von der Redaktion Bahamas organisierten Demonstration „Für Israel- und sein Recht auf Selbstverteidigung“ am 28.7.06 in Berlin) wurde lange Zeit von rechtsradikal gesinnten Bodyguards „geschützt“. Als wäre das nicht schon strange genug: Bei den Männern handelt es sich um Polizisten. Friedman zeigte sich nach der Enthüllung entsetzt: „Das ist für mich erschütternd: Man muss sich vorstellen, dass diese Herren mich eigentlich vor Nazis beschützen sollten, deren Geisteshaltung sie selbst hatten“, sagte er. Der 51-Jährige bedauerte, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. Von einem Kavaliersdelikt könne nicht die Rede sein. „Denn wenn wir zu Recht junge Menschen bestrafen, wenn sie sich für Hitler begeistern, dann muss dies für Polizeibeamte erst recht gelten.“Dass es auch in der Polizei Menschen mit rassistischen Vorurteilen gibt, überrasche ihn nicht. „Rassismus ist mitten in der Gesellschaft angekommen.“
    Nach den Ermittlungen des hessischen Landeskriminalamts hatte einer der Beamten einen 26 Jahre alten Kollegen in einer Uniformjacke mit SS- Runen fotografiert. Dieses Bild sei auch auf der Dienststelle herumgezeigt worden, nicht aber in einem weiteren Kreis, so dass kein „Propaganda-Delikt“ vorliege. Eine selbst gebastelte Urkunde „im Namen des Führers“ habe der 26-Jährige ebenfalls nicht weiter verbreitet. Bei dem Fotografen wurden laut dem Frankfurter Oberstaatsanwalt Thomas Bechtel zudem sieben Musikstücke mit volksverhetzenden Texten gefunden, die über Internet-Suchprogramme vom Rechner des Mannes hätten heruntergeladen werden können. Er habe davon angeblich nichts gewusst. Dies stelle eine „geringe Schuld“ dar, so dass das Verfahren ohne Auflagen mit Zustimmung des Gerichts eingestellt worden sei. „Strafrechtlich sind das keine großen Sachen“, meinte Oberstaatsanwalt Bechtel. Noch offen ist hingegen der dritte Fall eines 1964 geborenen Polizisten, der das verbotene „Horst-Wessel-Lied“ auf seinem Computer gespeichert hatte.
    Keiner der drei betroffenen Beamten ist noch im Personenschutz eingesetzt, „alle wurden unmittelbar ausgetauscht beziehungsweise suspendiert“, sagte der Sprecher des Hessischen Innenministeriums, Michael Bußer. Zeitungsberichten zufolge soll einer der beschuldigten Personenschützer, der mittlerweile vom Dienst suspendiert wurde, für den Fall einer Anklage mit Enthüllungen über „braune Umtriebe im Frankfurter Polizeipräsidium“ gedroht haben.
    Traurigerweise ist es noch nicht einmal der erste Fall dieser Art: Bereits vor einem Jahr hatte die Polizei in Frankfurt Friedman über eine Person aus seiner Schutztruppe informiert, die dann ausgetauscht worden sei.

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    „Es zieht – die Nazis renovieren gerade“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/12/es-zieht-die-nazis-renovieren-gerade/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/12/es-zieht-die-nazis-renovieren-gerade/#comments Mon, 12 Mar 2007 15:03:20 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/12/es-zieht-die-nazis-renovieren-gerade/ Die Problematik von Nazizentren in der Provinz ist den meisten von euch wohl bekannt, dennoch musste ich heute Morgen bei der Zeitungslektüre heftig schmunzeln, als ich in der „Welt“ einen Artikel über ein Nazizentrum in dem Kaff Gonzerath im Hunsrück las, der ohne weiteres auch in der „Titanic“ hätte stehen können. Es geht um einen Typen „in einer verbeulten Trainingshose“, der sich durch Bereitstellung einer Immobilie an die NPD an seinem Wohnort für die Wegnahme seiner Töle rächen will. Deutschland wie wir es kennen!

    „Schinderhannes Schatten
    Das Haus liegt direkt an der großen Straße, die sich wie eine Schlagader durch das pfälzische Dorf im Hunsrück zieht. Wuchtig ist es, mit einem Schieferdach und grauen Flecken an den Stellen, an denen notdürftig der Putz ausgebessert wurde. Davor eine verlassene Hundehütte, dahinter die Landschaft, die der Gegend ihren Namen gibt. Endlose Fichtenwälder auf einem lang gestreckten Bergrücken.
    Peter Landwehrmann öffnet die Tür zur NPD-Landesgeschäftsstelle in einer verbeulten Trainingshose, zwischen den vergilbten Fingern eine Zigarette. „Es zieht – die Nazis renovieren gerade“, warnt er, und dann führt er durch das Erdgeschoss, einen kiefernvertäfelten Saal mit einer Flagge, auf der ein geflochtener Kranz das Symbol der Nationalen Partei Deutschlands rahmt. In der Ecke Bauschutt. Landwehrmann geht hinauf in sein Büro im ersten Stock, auf dem Schreibtisch eine Flasche karibischer Rum. Daneben ein Foto von Anne.
    „Ich bin kein Nazi, für keine zwei Pfennig“, sagt er. „Wenn Anne wieder zwischen meinen Füßen liegt, dann lasse ich mit mir reden.“ Wäre die Hündin nicht gewesen, würde Gonzerath heute nicht der Ruf des Nazidorfes im Hunsrück vorauseilen. Wäre Landwehrmann ein verantwortungsbewusster Mann, hätte er den Dorfvorstand nicht mit etwas provozieren wollen, das eine Lawine auslöste, die nun nicht mehr aufzuhalten ist, doch so sagt er: „Ich will die Gemeinde schikanieren, die mir meinen Hund genommen hat.“
    Sechs Monate ist es her, da schickte das Ordnungsamt seine Riesenschnauzerhündin in ein Tierheim. Sie trägt den Namen Anne, genau wie Landwehrmanns Ex-Frau, die heute „130 Kilo wiegt“, wie er sagt, „da nehme ich lieber den Hund“. Eigentlich habe Anne ein freundliches Gemüt, doch wenn sie sich angegriffen fühlt, verteidigt sie sich. Erst hatte sie in einem Kindergerangel nach der Wade eines Mädchens geschnappt. Dann biss sie einen Dachdecker in die Nase, der seinen Kopf in das Auto hielt, auf das sie aufpasste. Seither lebt Anne in einem Tierheim in Idar-Oberstein, 30 Autominuten von Gonzerath und ihrem ehemaligen Herrchen entfernt.
    Peter Landwehrmann verzweifelte. Dabei hatte alles so gut angefangen. Für 250 000 Mark hatte der Unternehmer für Lackieranlagen im Jahr 2001 das große Gebäude mitten im Ort erworben, das zuvor das Gemeindehaus gewesen war und in den 70er-Jahren eine Grundschule. Beide Seiten waren zufrieden. Die Gemeinde war das renovierungsbedürftige Haus los. Und Landwehrmann hatte einen Deutschland-Sitz für seine Firma Lawema gefunden, deren Hauptwerk in der Toskana steht. Nahe dem Flughafen Frankfurt-Hahn, mit guter Autobahnanbindung und vielen Parkplätzen.
    Aber Landwehrmann, geboren in Wuppertal, blieb der Exot in einer Gegend, in der 90 Prozent der Einwohner ihr restliches Leben in dem Ort verbringen, in dem sie geboren werden. Nachts hatten die Dorfjugendlichen betrunken an seiner Tür gerüttelt. Der benachbarte Postbote hatte ihn angezeigt, weil er im Sommer seinen Grill mit Papier anfeuerte, weil er Laster auf seinem Grundstück parken ließ ohne die erforderliche Sondergenehmigung, weil er die Straße vor der alten Schule nicht ordnungsgemäß reinigte. Irgendwann verließ Landwehrmann nur noch das Haus, um einzukaufen. Einzig Riesenschnauzerhündin Anne hielt zu ihm. Aber einsam? Nein, einsam sei er nicht, er, der weltbekannte Geschäftsmann für Lackieranlagen, eine schöne Frau in Italien habe er und ein Auto, so schnell wie ein Flugzeug. Landwehrmann sitzt da in seiner ausgebeulten Trainingshose, und er redet von sich, als sei er überzeugt, der einzig Auserwählte zu sein unter lauter Dorftrotteln.
    Entschlossen, der Pfalz den Rücken zu kehren, setzte er schließlich im vergangenen Herbst die Schule zum Verkauf ins Internet. Kurz darauf bat Sascha Wagner, stellvertretender Landesvorsitzender der NPD, um ein Treffen. Ende des vergangenen Jahres unterschrieben Landwehrmann und Wagner einen Mietvertrag, gültig bis ins Jahr 2011. Die alte Schule ist seitdem die Landesgeschäftsstelle der NPD. Wagner taufte das schiefergedeckte Haus auf den Namen Schinderhannes-Zentrum, benannt nach einem Räuber, der Ende des 18. Jahrhunderts den Hunsrück unsicher machte. „Er bezahlt mir einen guten Preis“, sagt Landwehrmann, „und ich habe ein Faustpfand, um meinen Hund aus dem Heim zu befreien.“
    In der vergangenen Woche wollte die NPD ihr neues Zentrum mit einer Feier eröffnen, doch stattdessen gingen 2000 Menschen auf die Straße, Gewerkschaftler, die Feuerwehr, Kirchenvertreter, und riefen „Nazis, draußen bleiben“. Die Parteivorsitzenden kündigten an, die Einweihung auf Mai zu verschieben. Ihr neues Zentrum wollen sie vor allem dazu nutzen, Jugendarbeit zu betreiben, neue Parteimitglieder anzuwerben. In allen Bundesländern ist die NPD derzeit auf der Suche nach Häusern, um Zentren wie das im Hunsrück zu eröffnen.
    In Gonzerath nistet nun rechtsradikales Gedankengut. Ein schlechtes Gewissen hat Landwehrmann nicht. Die „braunen Brüder“ erfreuten sich in der Gegend ohnehin bester Beliebtheit, glaubt er. Die Zahlen der letzten Wahl belegen dies nicht. Dort hat die NPD 0,5 Prozent der Stimmen bekommen. Aber man sieht Jugendliche in der Gegend, auf deren Lederjacken „Deutschland erwache“ steht, die Haare tragen sie kurz und zur Seite gescheitelt.
    Ortsvorsteher Dietmar Thömmes nimmt einen gelben Aktenordner aus dem Regal, auf dem „NPD“ steht. „,Ein braunes Kaff‘, diese Ausdrucksweise verbitte ich mir!“, sagt Thömmes, pensionierter Berufssoldat und Hobby-Fahrlehrer. Gerade hat er an einem Seminar zum Schutz der Jugend teilgenommen. In der Akte steht: „Nicht auf eine Diskussion einlassen, mit den Eltern reden, Kontakt zum Jugendamt aufnehmen.“ Maßnahmen, die er den Jugendlichen eintrichtern will, sollte die NPD um sie werben. Thömmes ist CDU-Mitglied, rund 65 Prozent der Dorfbewohner sind Anhänger seiner Partei. Es gibt Leute, die behaupten, bereits ein Sozialdemokrat sei ein Fremdling hier. „Konservativ, ja, aber Fremdenhass, niemals“, sagt Thömmes und erzählt, in der Faschingsnacht habe sein Sohn aus Protest gegen die NPD an die alte Schule gepinkelt.
    50 Kilometer von Gonzerath entfernt liegt die luxemburgische Grenze. Vielleicht sei das der Grund, warum nationales Gedankengut in der Gegend einen Nährboden finde, überlegt Ulrike Kronauer, Leiterin des Tierheims in Idar-Oberstein. Man grenzt sich ab. Vor ein paar Tagen habe sie den CD-Spieler ihres Mitarbeiters zertrümmert, weil er immer dieses Nazilied hörte: „Deutschland erwache, wir wollen kämpfen für dein Auferstehn!“ Neben Kronauer trabt Anne durch die pfälzische Sonne, ab und zu springt sie hoch und verteilt ihre Pfotenabdrücke auf der Hose ihres derzeitigen Frauchens. Anfangs sei sie schwierig gewesen, habe viel geknurrt, am Zaun gezerrt und Hühner gerissen. Aber eigentlich sei Anne ein typischer Riesenschnauzer, sagt Kronauer: gescheit und kinderlieb.
    Laut dem Ordnungsamt könne das Tier nun freigegeben werden für ein neues Zuhause. Die Tierheimleiterin kennt Landwehrmann nur vom Telefon. Bevor sie zustimme, dass Anne zu ihm zurückkomme, will sie ihn eingehend prüfen. Denn Ortsvorsteher Thömmes überlegt Folgendes: Landwehrmann den Hund zurückzugeben und ihn im Gegenzug zum Verkauf der Schule an die Gemeinde zu zwingen – zu einem zivilen Preis. Denn letztlich wolle der Unternehmer den Preis für das Haus in die Höhe treiben und den Ortsvorstand erpressen. Ob die angestrebte Lösung dem Hund zugutekäme, bezweifelt Ulrike Kronauer. Aber Annes Vorlieben, fürchtet sie, müssten in diesem Fall wohl zurückstehen.“
    (Freia Peters/ Welt 12.3.2007)

    ..weitere Infos findet ihr hier

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    Es wird Frühling http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/11/es-wird-frahling/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/11/es-wird-frahling/#comments Sun, 11 Mar 2007 16:45:01 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/11/es-wird-frahling/ Es wird Frühling, Grund genug eine Schönwetterhymne zu posten, zumal es sich um eines meiner Lieblingslieder in einer bizarren Videoversion handelt (obwohl sich Ian Curtis wahrscheinlich im Grab umdreht, Gillian Gilbert sich am Keyboard sichtlich unwohl fühlt und der Gesang absolut nicht lippensynchron ist!). Die Serie, an deren Set das Video gedreht wurde, fand ich übrigens immer öde.

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    3 Sekunden http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/11/3-sekunden/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/11/3-sekunden/#comments Sun, 11 Mar 2007 15:25:19 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/11/3-sekunden/
    „Alles was ist dauert 3 Sekunden“ singt Peter Licht nicht ohne Grund, denn wie ich neulich irgendwo las dauert die Gegenwart neurologischen Untersuchungen in der Tat 3 Sekunden. Genauer gesagt eigentlich 2,7 Sekunden. Informationen können vom Hirn nur in Abschnitten von 3 Sekunden als Ganzes wahrgenommen werden — danach beginnt ein neuer Wahrnehmungsblock. Aufeinanderfolgende Ereignisse werden so zu 3-Sekunden-Inhalten zusammengeschweißt. Was wir jeweils in diesem Zeitintervall erleben, hat für uns den Eindruck der Gegenwärtigkeit.
    Zeit ist für unser Gehirn somit kein Kontinuum, sondern setzt sich aus der Integration von vielen 3-Sekunden-Fenstern zusammen. Dadurch erweist sich auch die Aussage Isaac Newtons, „Die absolute, wahre, und mathematische Zeit fließt aus sich selbst heraus und gemäß ihrer Natur gleichförmig und ohne Beziehung zu etwas Äußerem dahin.“als Illusion.
    Die 3-Sekunden-Gegenwart finden wir auch in unseren Bewegungen. Will man mit hoher zeitlicher Präzision eine Bewegung durchführen – kann die geplante Bewegung nur bis zu etwa 3 Sekunden vorausgeplant werden. Reichen wir jemandem die Hand, so ziehen wir automatisch die Hand innerhalb von etwa 3 Sekunden wieder zurück; wird die Hand länger festgehalten, ist diese „Handreichung“ mit einer besonderen Emotion verbunden.

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    Demokratisierung des Irak http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/08/demokratisierung-des-irak/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/08/demokratisierung-des-irak/#comments Thu, 08 Mar 2007 18:40:01 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/08/demokratisierung-des-irak/ In dieser Woche scheint es besonders in zu sein, Artikel aus der aktuellen Jungle World zu empfehlen, da möchte auch ich mich anschließen und euch ein sehr interessantes Interview von Thomas von der Osten-Sacken mit Michael Rubin vom American Enterprise Institute for Public Policy Research (AEI) nahelegen:

    »Demokratisierung ist Regime Change«
    Trotz vieler Fehler der USA und unerwartet großer Probleme ist die Demokratisierung des Irak nicht gescheitert, sagt Michael Rubin vom American Enterprise Institute.
    Sie gelten als einer der neokonservativen Vordenker und haben im Jahr 2003 den Irak-Krieg unterstützt. Wenn man heute neokonservative Prognosen aus dieser Zeit liest und sie mit der Realität vor Ort vergleicht, wirkt dies doch ernüchternd. Ist der Neokonservatismus tot?

    Das hängt ganz davon ab, was man als neokonservativ bezeichnet. In Europa taucht der Begriff in jeder Verschwörungstheorie auf. Im Zusammenhang mit der US-Außenpolitik heißt neokonservativ, dass wir eine globale Verantwortung tragen und Außenpolitik mit Demokratisierung verbunden sein muss. Deshalb: Nein, der Neokonservativismus ist keineswegs tot.

    Zugegebenermaßen haben damals einige Leute etwas voreilig angenommen, dass sich der Irak in sehr kurzer Zeit positiv verändern würde. Aber was heißt das? Sollen, weil der Prozess im Irak länger dauert und schmerzhafter ist als angenommen, deshalb Europa und die USA fortan nur noch Diktaturen unterstützen?

    Sie haben ein Jahr lang für die amerikanische Besatzungsverwaltung CPA in Bagdad gearbeitet. Was wurde richtig gemacht?

    Saddam Hussein wurde gestürzt, ohne dass ein anderer Diktator an seine Stelle getreten ist. Schiiten und Kurden werden nicht mehr unterdrückt. In allen Diskussionen tritt viel zu oft in den Hintergrund, dass Saddam Hussein Kriege vom Zaun gebrochen und Hunderttausende Iraker getötet hat. Jetzt hören wir: Aber die USA haben ihn doch in den achtziger Jahren unterstützt; ganz so als sollten die USA nicht aus ihren Fehlern lernen und diese sogar im besten Fall wieder gutmachen.

    Und was lief falsch?

    Eine Menge. Es hätte vor allem niemals eine formale Besetzung des Irak durch die Koalition geben dürfen. Wir Neocons waren übrigens zusammen mit vielen irakischen Oppositionellen strikt gegen diese Idee. Indem man diesen Besatzungsstatus etablierte, spielte man all denjenigen direkt in die Hände, die in ihrer Propaganda verbreiteten, dass alle Irakis, die für Demokratie und Freiheit eintreten, de facto Kollaborateure der Amerikaner seien. Hinzu kommt: Demokratie ist ohne Rechenschaftspflicht nicht möglich. Die CPA aber war nichts und niemandem, zu allerletzt den Irakis selbst, rechenschaftspflichtig. Ihr Chef Paul Bremer hatte de facto die Position eines Diktators. So konnten in kurzer Zeit Parteien erstarken, die den Menschen alles Mögliche versprachen, und wenn es dann nicht eintrat, machten sie eben die USA dafür verantwortlich.

    Derzeit findet eine militärische Kampagne statt, die Bagdad befrieden soll. Vorangegangene Offensiven dieser Art sind gescheitert. Was soll diesmal anders gemacht werden?

    Zuerst geht es um Quantität. Nun fragen die Leute: Was machen zusätzliche 21 000 Soldaten denn aus in einem Land, in dem schon 140 000 stationiert sind? Der Unterschied ist, dass sie nicht im ganzen Land verteilt werden, sondern in Bagdad, wo bislang nur 16 000 Mann stationiert waren, jene Stadtviertel sichern, die ethnisch und konfessionell gemischt sind. Sie sollen verhindern, dass in diesen Vierteln ethnische Säuberungen stattfinden.

    Die US-Truppen bleiben, anders als früher, als sie Terroristen bekämpften und dann wieder abgezogen wurden. Die USA verfolgen jetzt eine Strategie, die auf langfristige Befriedung, nicht kurzfristige Bekämpfung von Terroristen abzielt. Deshalb richtet sich das Hauptaugenmerk momentan auch nicht auf die Hochburgen von Milizen und Terroristen, sondern auf jene Gegenden, in denen die Menschen von den Terroristen eingeschüchtert werden.

    Sehen Sie die Zukunft des Irak optimistisch?

    Ja. Es wird sehr sehr lange dauern und viele Rückschläge geben, aber es lohnt sich, und fast alle Irakis, mit denen ich in Kontakt bin, denken ebenso. Und es gibt viele Anzeichen, die für diese Einschätzung sprechen. Der Dinar ist stabil, die Bodenpreise sind sehr hoch, und schauen Sie sich einen wichtigen Indikator an: die Flüchtlingsströme. Jeder sechste Iraker ist unter dem Regime Saddam Husseins geflohen. Zugegeben, auch im Moment fliehen extrem viele Irakis in die Nachbarländer. Aber wenn man sich die Berichte von NGO und der UN aus dem Jahr 2003 ansieht, so liest man, mindestens drei Millionen Irakis würden fliehen und 500 000 verhungern, sollte es zu einem Krieg kommen. Doch über eine Million sind seitdem zurückgekehrt.

    Viele Amerikaner sind weniger optimistisch. Werden die US-Truppen bald abziehen?

    Die USA bleiben ihrer Aufgabe verpflichtet. Selbst Kritiker wie James Baker sagen ja, dass die USA ansonsten eines Tages unter wesentlich schlechteren Ausgangsbedingungen wiederkommen müssten. Die Leute, die hier kämpfen, sind keine irakischen Nationalisten. Es sind Terroristen, die vor allem Zivilisten töten.

    Es ist auch falsch zu hoffen, die USA würden multilateraler werden, was eigentlich nur ein anderer Ausdruck für europäischen Unilateralismus ist. Es wächst allerdings die Zahl der Amerikaner, die sagen: Wir geben auf. Sollte diese Gruppe, nennen wir sie Isolationisten, sich durchsetzen, dann würde es um den Nahen Osten schlimm bestellt sein.

    Sie halten also trotz allem an der Idee von Demokratisierung und Regime Change fest?

    Demokratisierung ist Regime Change unter einem anderen Namen. Gäbe es Demokratie in Ägypten, wäre Mubarak dort nicht mehr Präsident. Demokratie ist auch in der muslimischen Welt möglich. Es gibt Beispiele. Nehmen wir Mali: Es gehört zu den fünf ärmsten Ländern der Welt, 95 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, und doch wird es von Freedom House als eines der freiesten Länder in Afrika bezeichnet.

    Wenn Mali es schafft, warum nicht auch Saudi-Arabien? Doch wir stehen mit diesen Ideen im Westen relativ alleine da. Es erstaunt mich immer wieder, wie feindlich die Europäer gegenüber den zwei funktionierenden Demokratien im Nahen Osten, Israel und der Türkei, eingestellt sind, während sie versuchen, Länder wie Syrien zu stärken. Momentan sagen die Europäer: Die Menschen im Nahen Osten wollen eben keine Demokratie. Uns wird Neoimperialismus vorgeworfen, aber diejenigen, die in kolonialistischen Mustern denken, sitzen in europäischen Außenministerien.

    Welche konkreten Schritte können Sie sich denn vorstellen?

    Saad Eddin Ibrahim, ein ägyptischer Menschenrechtsaktivist, stellt immer wieder fest, dass es im Nahen Osten einerseits die Theokraten gäbe, die ständig die vom Westen unterstützen Autokraten kritisieren, und die Autokraten, die im Gegenzug erklären: Wenn ihr nicht uns unterstützt, dann kommen die Theo­kraten an die Regierung. Die Theokraten haben eine Stimme durch die Moscheen, die Autokraten durch die staatlich gelenkten oder kontrollierten Medien.

    Der Punkt, an dem die USA und Europa wirklich zusammenarbeiten könnten, bestünde darin, ernsthaft eine unabhängige Plattform für die Liberalen schaffen zu helfen. Aber weil Hosni Mubarak oder Bashar al-Assad sich über so eine Initiative beschweren könnten, unternimmt man nichts. Im Iran organisieren sich zum Beispiel gerade die Busfahrer, die, wie damals Lech Walesa in Polen, ihre eigene Gewerkschaft gründen. Und sowohl die Europäer als auch die Amerikaner ignorieren so etwas einfach.
    (Jungle World Nr.10/2007, S.14.)

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    60 Jahre DdA http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/08/60-jahre-dda/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/08/60-jahre-dda/#comments Thu, 08 Mar 2007 18:20:31 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/08/60-jahre-dda/ Heute vor 60 Jahren erschien die „Dialektik der Aufklärung“ von diesen beiden Herren

    in ihrer endgültigen Fassung im Querido-Verlag in Amsterdam.
    „Seit je hat die Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils…“

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    Hirten auf Abwegen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/07/hirten-auf-abwegen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/07/hirten-auf-abwegen/#comments Wed, 07 Mar 2007 20:36:33 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/07/hirten-auf-abwegen/
    Man kennt das ja leider zu genüge: Natürlich sei man kein Antisemit, habe selbst jüdische Freunde, verurteile die Verbrechen der Vergangenheit, ABER man werde doch noch mal was sagen dürfen..und schon werden die Opfer von damals zu den Tätern von heute gelogen. So auch in dem aktuellen Fall der deutschen Bischöfe, die während einer Israelreise antisemitisch auffielen.
    Der Augsburger Bischof Walter Mixa war in Presseberichten mit der Bemerkung zitiert worden, die Palästinenser lebten in einer „gettoartigen Situation“, und dies sei „fast schon Rassismus“. Sein Eichstätter Kollege Gregor Maria Hanke soll am vergangenen Wochenende beim Besuch der Bischofsdelegation in Bethlehem gesagt haben: „Morgens in Yad Vashem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Getto, abends fahren wir ins Getto nach Ramallah. Da geht einem der Deckel hoch.“ Was wollen uns die Bischöfe damit sagen? Warum trennt ein Zaun Ramallah, Bethlehem und andere palästinensische Städte von Tel Aviv, Sderot und anderen israelischen Städten? Weil aus den Palästinensergebieten suizidale Massenmörder kommen, um mittels Sprengstoffgürtel möglichst viele Jüdinnen und Juden zu töten. Wenn der Zaun, der das verhindert, vergleichbar sein soll mit der Mauer um das jüdische Ghetto in Warschau – wollen die deutschen Bischöfe sagen, dass die Juden damals im Ghetto eine ähnlich tödliche Gefahr für ihre nichtjüdische Umgebung bedeuteten, wie arabische Terroristen heute? Mir geht „der Deckel hoch“ bei solchen Aussagen der deutschen Bischöfe (aber nicht nur bei solchen Aussagen, schaut mal hier< ). Immerhin bin ich nicht der Einzige, den solche Aussagen anekeln:

    Der Leiter der Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem, Avner Shalev, ist „schockiert“ über den Vergleich zwischen den Ghettos zur Nazizeit und der Situation der Palästinenser.
    Derartige „beleidigende und ungerechtfertigte Vergleiche“ untergrüben das Andenken der Opfer des Holocaust, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben von Avner Shalev an den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann.
    Deren Bemerkungen verdeutlichten eine „beklagenswerte Unkenntnis der Geschichte wie auch eine verzerrte Wahrnehmung“, schrieb Shalev. Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, nannte die Äußerungen „entsetzlich und völlig inakzeptabel“. Knobloch weiter: „Wenn Bischof Gregor Hanke das Warschauer Ghetto und damit dass Schicksal der dort internierten Juden im Holocaust mit der Situation der Palästinenser in Ramallah vergleicht und schließlich gleichsetzt, dann zeugt dies entweder von bedenklichen Defiziten in seinen historischen Kenntnissen oder er versucht aus den jüdischen Holocaustopfern und ihren Kindern heute Täter zu machen und sich selbst als Therapeuten aufzuspielen. Dem Staat Israel und seiner Regierung rassistische Motive, ganz im Stil von Nazi-Deutschland zu unterstellen, verkennt nicht nur die Fakten des Konflikts im Nahen Osten, und damit die Sicherheitslage Israels, sondern bedient Klischees, die sich hart an der Grenze zum Antisemitismus bewegen“.
    Ebenfalls schockiert zeigte sich der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, über die Ausfälle der Bischöfe: “Man kann zur israelischen Politik unterschiedliche Meinungen haben, man kann sie auch kritisieren – aber es kommt auf die Wortwahl, auf die Begriffe und die historischen Vergleiche an, die man verwendet. Wenn man Begriffe wie „Warschauer Ghetto“ oder „Rassismus“ im Zusammenhang mit der israelischen beziehungsweise palästinensischen Politik benutzt, dann hat man alles vergessen oder nichts gelernt und moralisch versagt.
    Anstatt sich in Demagogie zu üben, hätten sich die Bischöfe über die Ursachen informieren müssen, die israelische Regierungen veranlasst haben, die erzwungenen und notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um Israelis vor Terror zu schützen. Darüber hinaus hätten die Bischöfe sich auch mit Angehörigen der Familien von über 1000 Israelis treffen können, die – nur weil sie Juden waren – in den vergangenen sechs Jahren dem palästinensischen Terror zum Opfer fielen. Das Erhalten des Lebens hat Vorrang vor der Qualität des Lebens, das sollten selbst Bischöfe nicht vergessen – auch wenn sie anders sozialisiert wurden.
    Zaun oder Mauer, die als Sicherheitsmaßnahmen von Menschen gebaut wurden, können, wenn die politischen Bedingungen sich ändern, wieder abgebaut werden. Die Opfer von Terroristen kann man nicht wieder ins Leben zurückrufen.
    Eine Seite des Konflikts zu dämonisieren und doppelte Maßstäbe anzulegen, kann nicht der Weg derjenigen sein, die einen Beitrag zum Frieden leisten wollen. Die israelische Regierung ist jederzeit bereit, mit den Kräften auf der palästinensischen Seite, die das Existenzrecht Israels anerkennen, dem Terror abschwören und Verträge, die unterschrieben wurden, erfüllen, in Verhandlungen zu treten über die Realisierung der Vision von zwei Staaten, die friedlich nebeneinander leben. Wir sind auf Hilfe und Rat angewiesen, aber wenn Bischöfe sich so äußern wie während dieser Reise, tragen sie nicht zu Aussöhnung und Frieden bei, sondern erzeugen bei uns das Gegenteil. Darüber hinaus leisten sie auch keinen Beitrag zu einem sachlichen katholisch-jüdischen Dialog.“

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/07/hirten-auf-abwegen/feed/
    Bloodsport http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/07/bloodsport/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/07/bloodsport/#comments Wed, 07 Mar 2007 19:15:20 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/07/bloodsport/ Die spanische Sporttageszeitung „AS“ schrieb danach: „Das waren Szenen wie bei ‚Rocky 6′. Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun. Schämt euch!“ während das Konkurrenblatt „Marca“ meinte: „Das Ende der Partie war die reinste Feldschlacht. Die Spieler außer Rand und Band“. Was war passiert? Eigentlich nur ein langweiliges Champions League Achtelfinalspiel zwischen dem Ersten der Seria A, Inter Mailand, und dem Dritten der Primera Division, dem FC Valencia, das torlos endete. Aber spannender als das Spiel selbst waren die Szenen, die sich nach dem Abpfiff auf dem Rasen abspielten.
    Der spanische Verein erreichte nach dem 2:2 im Hinspiel das Viertelfinale, vorerst zumindest, denn die Uefa leitete heute ein Disziplinarverfahren gegen beide Teams ein. Am 22. März sollen die in die Tumulte verwickelten Spieler und die Verantwortlichen beider Mannschaften zu den Vorfällen gehört werden.

    Zum Tathergang: Nachdem Valencias Kapitän Carlos Marchena Mailands Nicolas Burdisso übel getreten hatte, waren am Mittelkreis fast alle Spieler in Handgreiflichkeiten verwickelt. Daraufhin stürmte Valencias Auswechselspieler David Navarro das Feld und brach nach Angaben von Inter-Coach Roberto Mancini Burdisso das Nasenbein. Der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark stand den Tumulten, die sich auch noch in den Katakomben des Stadions fortsetzten, hilflos gegenüber. Burdisso wird zu dem Vorfall mit folgenden Worten auf Inter Homepage zitiert: „Ich habe nichts gesehen, weil ich der Erste auf dem Weg in die Kabine war. Die anderen haben mir später erzählt, was geschehen ist. Jetzt habe ich die Fernsehbilder gesehen und kann sagen, dieser Spieler ist ein Feigling. Man kann nichts anderes sagen über jemanden, der einem so einen Schlag versetzt und anschließend wegrennt. Von hinten ankommen ist wenig männlich“, so Burdisso. Der Schläger Navarro meinte hingegen „Ich habe mich noch nie so verhalten. Meine Familie wird sicher sehr enttäuscht von mir sein. Ich habe unseren Manager bereits gebeten, mir die Handynummer von Burdisso zu besorgen. Ich möchte mich entschuldigen, denn es tut mir schrecklich leid, dass ich so heiß gelaufen bin“, sagte Navarro. Die Jagdszenen waren aber auf dem Spielfeld noch nicht beendet. Navarro schlug zunächst Haken wie ein Hase und rettete sich in die Kabine, wohin ihm einige Inter-Profis zu folgen versuchten. Sicherheitskräfte konnten die Italiener jedoch am Stürmen der gegnerischen Umkleide hindern. Mailands Trainer Mancini nannte Navarro einen „Feigling“. Die spanische Nachrichtenagentur „Efe“ berichtete, Navarro habe heute nicht trainieren können aufgrund einer Beinverletzung, die sich der Abwehrspieler durch die Tritte der Inter-Spieler zugezogen habe. Ein Co-Trainer Valencias habe sich zudem am Arm verletzt, so „Efe“…dabei gibt es doch viel schönere Sachen, die die Spieler nach dem Abpfiff hätten machen können!

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/07/bloodsport/feed/
    Dolce&Gabbana rape advertising http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/04/aufhetzung-zur-kollektiven-vergewaltigung-bei-dolcegabbana/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/04/aufhetzung-zur-kollektiven-vergewaltigung-bei-dolcegabbana/#comments Sun, 04 Mar 2007 19:32:02 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/04/aufhetzung-zur-kollektiven-vergewaltigung-bei-dolcegabbana/ Folgendes Werbefoto der italienischen Modemacher Dolce&Gabbana hat heftige Proteste in Spanien und Italien hervorgerufen:

    „Diese Werbung ist eine Aufhetzung zur kollektiven Vergewaltigung von Frauen und muss gestoppt werden“, empörten sich Gleichstellungs-Ministerin Barbara Polastrini und weitere Politiker verschiedener Parteien. Die Ministerin forderte in einem Brief, der von 13 Parlamentariern der Regierungs- und Oppositionsparteien unterzeichnet wurde, den Einsatz der Kommission zur Kontrolle der Werbung: Diese müsse zurückgezogen werden. Zudem appellierte sie an die Sensibilität der beiden Designer, freiwillig auf die umstrittene Werbekampagne zu verzichten.
    Auch Gewerkschafter haben sich dieser Forderung angeschlossen und drohten mit einem Aufruf zum Boykott der Modemacher, wie italienische Zeitungen am Samstag berichteten. „Wenn die beiden Designer sich bei den Frauen nicht entschuldigen, werden wir am 8. März, Tag der Frauen, zu einem Boykott der Produkte der Modegruppe aufrufen“, sagte die Gewerkschaftssprecherin Valeria Fedeli und verwies auf Statistiken, das fast 32 Prozent der italienischen Frauen Opfer von physischer oder sexueller Gewalt sind. “
    Das Designerduo Stefano Dolce und Domenico Gabbana wurde nach der Kritik in den spanischen Medien folgendermaßen zitiert: „Wir werden das Werbeplakat zurückziehen, aber nur in Spanien, wo man ziemlich zurückgeblieben ist. Was hat ein künstlerisches Foto mit Gewalt gegen Frauen zu tun? Ein Bild ist Kunst, wenn man sie in Frage stellt, müsste man den Louvre und einen Großteil der Museen der Welt schließen.“
    Das Werbeplakat zeigt einen Mann mit nacktem Oberkörper, der eine Frau, die mit entblößten Beinen auf dem Rücken liegt, am Boden festhält. Mehrere Männer betrachten die Szene.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/04/aufhetzung-zur-kollektiven-vergewaltigung-bei-dolcegabbana/feed/
    Indienstnahme eines alternden Terroristen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/04/indienstnahme-eines-alternden-terroristen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/04/indienstnahme-eines-alternden-terroristen/#comments Sun, 04 Mar 2007 14:38:26 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/04/indienstnahme-eines-alternden-terroristen/ Bettina Röhl, die Tochter Ulrike Meinhofs, kritisiert in einem Kommentar für die „Welt“ jene „grauen Panther des linken Establishments“, die mit der Kampagne für Christian Klar vor allem ihre eigenen Verirrungen rechtfertigen wollten:

    „Warum gingen die Begnadigungen der RAF-Terroristen Adelheid Schulz oder Rolf Clemens Wagner 2002 und 2003 durch Bundespräsident Johannes Rau geräuschlos über die Bühne, während der Fall Christian Klar eine Debatte auslöst? Weil es für Klar eine Begnadigungskampagne gibt, initiiert von einigen grauen Panthern des bundesrepublikanischen Establishments, die der RAF, wie jüngst Theatermann Claus Peymann bekundete, zumindest mit Sympathie seit den frühen 70er-Jahren verbunden waren. Vor einigen Jahren machten sich der Journalist Günther Gaus, Claus Peymann, Ex-Innenminister Gerhart Baum und einige andere Etablierte ans Werk. Der Schauspieler Rolf Becker wurde zum ehrenamtlichen Betreuer Klars, Gaus holte Klar 2001 in einem exklusiven Interview ins Fernsehen, man half und überredete Klar, ein Gnadengesuch beim Bundespräsidenten zu stellen, und schließlich bot Peymann, Chef des hochsubventionierten Berliner Ensembles, Klar öffentlich ein Praktikum an.
    Woher dieses Engagement für einen Mann, der des neunfachen Mords und des elffachen versuchten Mords überführt wurde, dem noch nie ein Wort des Bedauerns über die Lippen gekommen war, der ohnehin 2009 aus dem Gefängnis entlassen werden soll und programmgemäß ab 2007 Hafterleichterungen bekommen hätte?
    Ist es das schlechte Gewissen der alten Establishmentgrößen, die mit linksradikalen Ideen Karriere und Knete machten, während ein paar junge Leute der RAF die Parolen ernst nahmen und die Drecksarbeit tatsächlich machten? Der Mensch Christian Klar scheint dabei die geringste Rolle zu spielen. Da geht es wohl eher um persönliche Eitelkeiten und Provokationen. Oder darum, die Ziele der RAF und das zigtausendfache Mitläufertum doch noch zu rechtfertigen?
    Der jetzt zu vernehmende Aufschrei Klars darüber, dass der Beginn seines Freiganges in Vorbereitung seiner möglichen Regelentlassung 2009 ausgesetzt wurde, ist verständlich. Er beschuldigt aus Unwissenheit – und auch, um es sich nicht mit seinen fatalen Freunden zu verderben – die Falschen. Diejenigen, die ihm das eingebrockt haben, sind seine Kampagnenführer, die sein Leben benutzen, um sich nach dreißig Jahren wieder mit ihrem Faible für die Revolution ins Spiel und in die Medien zu bringen. Während die RAF-Genossen in den Gefängnissen saßen, lebten die Salon-Revolutionäre wie Maden im Speck. Ob Klar nach 24 Jahren Knast jetzt Freigang kriegt oder durch ihre Medienkampagne weitere Nachteile einfängt, ist für sie nur Spiel.
    Der „Wiederholungszwang“, den Peymann der Bundesrepublik unterstellt, hat den Theatermacher selbst im Würgegriff. Nach 30 Jahren Skandalisierung statt Substanz will der Regisseur die Gesellschaft mit seinem eigenen RAF-Trauma schocken. Eine fürwahr böse Form von Selbsttherapie. Christian Klar muss es ausbaden.“

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/04/indienstnahme-eines-alternden-terroristen/feed/
    Vorsicht! Ein Trend geht um.. http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/02/vorsicht-ein-trend-geht-um/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/02/vorsicht-ein-trend-geht-um/#comments Fri, 02 Mar 2007 19:24:43 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/02/vorsicht-ein-trend-geht-um/ Britney hat es vorgemacht..

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/03/02/vorsicht-ein-trend-geht-um/feed/
    Absurdistan Sachsen-Anhalt http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/28/absurdistan-sachsen-anhalt/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/28/absurdistan-sachsen-anhalt/#comments Wed, 28 Feb 2007 21:26:33 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/28/absurdistan-sachsen-anhalt/
    In Sachsen-Anhalt wurde nun der Prozess gegen 7 Männer eröffnet, die letztes Jahr im Rahmen einer öffentlichen „Sonnenwendfeier“ am 24.6. 2006 in der 900 Seelen Ortschaft Pretzien im Landkreis Schönebeck öffentlich eine Ausgabe des Tagebuchs der Anne Frank verbrannt hatten.
    Den rechtsextrem gesinnten Männern im Alter von 24 bis 29 Jahren wird zur Last gelegt, die Buchverbrennung gemeinsam geplant, den Nationalsozialismus verherrlicht sowie die Shoa geleugnet zu haben. „Sie verhöhnten Anne Frank und mit ihr sämtliche Opfer der Konzentrationslager“, sagte Staatsanwalt Arnold Murra. Aus Platzgründen wird der Prozess des Amtsgerichts Schönebeck im Landgericht Magdeburg geführt.
    Die „Sonnenwendfeier“ war von einem inzwischen aufgelösten „Heimatbund Ostelbien“ veranstaltet worden, der aus einer rechten Kameradschaft hervorgegangen war. Zur Vorbereitung der Feier hatten die Männer nach eigenen Angaben im Internet recherchiert und waren auf Sprüche wie „deutsche Jugend, deutsches Blut“ gestoßen, die bei der Feier vorgelesen wurden. Einer der Männer sagte laut Anklage dann: „Wer was Artfremdes dem Feuer zu übergeben hat, der möge das jetzt tun.“ Ein weiterer Angeklagter gab ebenfalls durch seinen Verteidiger zu, die US-Fahne ins Feuer geworfen zu haben, weil er damit seinen inneren Protest gegen die „Aggressionspolitik“ der USA zum Ausdruck bringen wollte. Auch er stellte die Aktion als Alleingang dar. Bei der Veranstaltung waren 80 Leute aus dem Dorf anwesend, darunter der (damals noch) PDS Bürgermeister. Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes Schönebeck, die interessanterweise auch Mitglied im „Heimatbund“ war, griff schließlich ein und setzte dem Treiben ein Ende. Für den Bürgermeister war die ganze Aktion lediglich eine „riesengroße, dumme Blödheit“. Als die überregionale Presse damals über die Geschehnisse berichtete, richtete sich der Zorn vieler Dorfbewohner gegen die Journalisten: „Noch entsetzter als über die Tat bin ich über die Zeitung.“ beschwerte sich zum Beispiel eine Frau aus dem Ort, während der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer (CDU), in einem Interview mit der „Netzeitung“ sagte: „Wir müssen damit rechnen, dass sich scharenweise Journalisten auf uns stürzen, um uns in ein schlechtes Licht zu stellen. Wir werden versuchen, da deutlich gegenzusteuern.“
    Total absurd wird es aber bei der „Begründung“ eines der Angeklagten:
    „Es tut ihm aufrichtig Leid, dass er falsch verstanden worden ist“, sagte Anwalt Thomas Jauch im Namen des 25-Jährigen. Das Nazi- Regime und die Judenvernichtung hätten diesen so stark belastet, dass er sich mit der Verbrennung des Buchs symbolisch „von diesem bösen Kapitel deutscher Geschichte“ habe befreien wollen. Der Angeklagte bestritt, „sowieso alles Lüge“ gesagt zu haben, als er das Buch ins Feuer warf, wie es ein Zeuge gehört haben will. Der Anwalt ist selbst eine bekannte Größe. Er verteidigte wiederholt Rechtsextreme und ließ sich von der NPD für Schulungen engagieren.
    Auch absurd: Der zuständige Richter Eicke Bruns bezeichnete die politische Einstellung der Angeklagten als „neutral, ein bisschen angehaucht“, auf Nachfrage als „rechts angehaucht“.
    Zu dem Prozess wird auch der Leiter des Berliner Anne-Frank-Zentrums anreisen. Thomas Heppener hofft, dass der Prozess die Dimensionen des Falls klarstellt. Es müsse deutlich werden, dass die Buchverbrennung keine „zufällige Tat alkoholisierter Jugendlicher“ war. Für Heppener steht außer Frage: Diese Tat hat ihre Wurzeln in der organisierten Neonaziszene.
    Den Angeklagten drohen im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahren Haft.

    Die Familie der 1929 in Frankfurt am Main geborenen Anne Frank versteckte sich mehr als zwei Jahre lang in den Niederlanden vor den Nazis, bevor sie schließlich verhaftet wurde. Das Mädchen beschrieb das Leben der Familie in der Enge des Verstecks in einem Tagebuch, das weltweit rund 75 Millionen Mal verkauft wurde.
    Anne Frank starb im Alter von 15 Jahren 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus. Ihr Vater kehrte in die Niederlande zurück und veröffentlichte 1947 die Aufzeichnungen seiner Tochter.

    ..und hier noch ein Artikel über die rechte Szene in Sachsen-Anhalt.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/28/absurdistan-sachsen-anhalt/feed/
    WTC 1993 http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/26/wtc-1993/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/26/wtc-1993/#comments Mon, 26 Feb 2007 20:48:27 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/26/wtc-1993/
    Heute vor 14 Jahren fand der erste Anschlag auf das World Trade Center in New York statt. Wie bei dem suizidalen Massenmord 2001 kamen die Täter auch 1993 aus den Reihen der Islamfaschisten.
    Die Terroristen stellten einen gemieteten Ryder-Van auf der Ebene B2 der Tiefgarage des Nordturms des World Trade Centers ab, in welchem sich rund 700kg TNT sowie etliche Druckgasbehälter mit Wasserstoff, welche die Wucht bei der Explosion des Fahrzeugs noch verstärken sollten, befanden. Um 12.17 Uhr explodierte die Bombe. Die Explosion riss ein 30 Meter großes Loch in vier der sechs Untergeschosse; Sieben Stockwerke wurden besonders schwer beschädigt, sechs davon unter der Erde.
    Sechs Menschen wurden getötet, tausende kamen teils schwer verletzt mit dem Leben davon.
    Die Ermittlungen der Behörden richteten sich gegen eine Gruppe von mehr als 20 Arabern um den blinden Scheich Omar Abdel Rahman, den Chef einer Islamisten-Gruppe namens „Jihad“. Dieser Gruppe werden auch mehrere Überfälle auf Touristen in Ägypten zugeschrieben, zudem sollen Kontakte zwischen Al-Qaida und „Jihad“ bestehen.
    Ein Gericht in New York verurteilte 1994 vier Männer nach 6-monatigem Prozess zu je 240 Jahren Gefängnis.
    Die Angeklagten „begründeten“ die Tat mit der us-amerikanischen Unterstützung für Israel.
    1996 wurde Scheich Rahman wegen Planung mehrerer Bombenanschläge zu lebenslanger Haft verurteilt. 1998 schließlich, wurde auch der Anführer der Attentäter, Ramzi Ahmed Youssef, zu lebenslanger Haft verurteilt
    Dieser Haupttäter gestand nach seiner Verurteilung, dass es eigentlich der Plan der Terroristen gewesen sei, mit einer noch größeren Menge Sprengstoff den Nordturm zum Einsturz zu bringen und diesen auf den Südturm stürzen zu lassen. Hierzu standen aber nicht genügend Explosivmittel zur Verfügung. Die nachfolgende Zerstörung hätte enorme Ausmaße angenommen, weite Teile des Bereichs um die Zwillingstürme wären zerstört worden. Wäre dieser Plan erfolgreich in die Tat umgesetzt worden, so hätte sich die Zahl der Opfer in einen Bereich von bis zu 100.000 Toten bewegen können.

    Todesopfer:
    John DiGiovanni, Valley Stream (New York)
    Robert Kirkpatrick, Suffern (New York)
    Steve Knapp, Manhattan (New York)
    Monica Smith, Seaford (New York)
    William Macko, Bayonne (New Jersey)
    Wilfredo Mercado, Brooklyn (New York)

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    Anschlag auf jüdischen Kindergarten http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/26/anschlag-auf-jadischen-kindergarten/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/26/anschlag-auf-jadischen-kindergarten/#comments Mon, 26 Feb 2007 15:05:02 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/26/anschlag-auf-jadischen-kindergarten/
    In Berlin-Charlottenburg wurde am Sonntag, den 25.2., eine jüdische Kindertagesstätte mit Nazi-Symbolen beschmiert. Zusätzlich warfen die unbekannten Täter einen Rauchkörper in das Gebäude am Spandauer Damm. Glücklicherweise entstand kein größerer Schaden, da der Rauchkörper nicht richtig brannte.
    Die Täter hatten auf der Rückseite der Kita Fenster eingeschlagen. An den Wänden waren in schwarzer Farbe aufgemalte Hakenkreuze und antisemitische Sprüche wie „Juden raus“ zu finden. In das Gebäude seien die Täter der Polizei zufolge allerdings nicht eingedrungen. Der polizeiliche Staatsschutz hat den Fall übernommen und ermittelt unter anderem wegen versuchter Brandstiftung, Volksverhetzung und Sachbeschädigung. Hinweise auf die Täter gebe es bisher aber noch nicht.
    Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) machte sich am Sonntag selbst ein Bild von der Tat. Er sei erschüttert. „Wir tun alles, um das Gebäude zu schützen und um der Täter habhaft zu werden“ sagte er und fügte hinzu: „Das ist eine feige Tat“. Dass ausgerechnet eine Kita ausgewählt worden sei, zeuge von einer „besonderen Bösartigkeit der Täter“. Das jüdische Leben müsse in Berlin weiterhin Normalität bleiben, betonte der Innensenator.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/26/anschlag-auf-jadischen-kindergarten/feed/
    blog like an egyptian http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/24/blog-like-an-egyptian/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/24/blog-like-an-egyptian/#comments Sat, 24 Feb 2007 19:45:12 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/24/blog-like-an-egyptian/
    Der ägyptische Blogger Abdel Karim Nabil Suleiman (22), bekannt als Kareem Amer, wurde wegen „Beleidigung des Islam“ und Beleidigung von Staatschef Mubarak zu 4 Jahren Haft verurteilt.
    In seinem Blog hatte er Mubaraks Ägypten als eine “Diktatur” bezeichnet. Ausserdem hatte er die Al-Azhar-Universität, an der er selbst bis zu seiner Zwangsexmatrikulation Student war, beschuldigt, “die Hirne der Studenten zu verstopfen und sie in menschliche Bestien zu verwandeln, indem sie ihnen beibringt, es gebe keinen Platz für Unterschiede im Leben”. Diese Universität, die als höchste Instanz des sunnitischen Islams gilt, bezeichnete er auf seinem Blog ferner als “Schule des Terrors”.
    Der Betroffene äußerte sich zu seiner Verurteilung wie folgt: „It is very terrible that freedom would be taken from a human being because of an opinion or belief of his, but… it is very beautiful that his detention would be an encouragement for him to stick by his principles, and a reason for him to defy and hold on to what he thinks is right, even if he violates the traditions and beliefs of the majority of the people within the boundaries of his society …“
    Das Urteil setzt sich aus drei Jahren für die “Beschimpfung des Islams” und einem Jahr für die “Beleidigung des Präsidenten” zusammen. Andere ägypische Blogger befürchten, dass durch die Verurteilung Amers ein Präzedensfall für weitere Einschränkungen der Meinugsfreiheit geschaffen wurde. „Ich verstehe das Urteil als drohende Botschaft der ägyptischen Regierung an alle ägyptischen Journalisten und Blogger, dass kontroverse Texte von der Obrigkeit nicht akzeptiert werden.“ meinte einer der prominentesten Blogger Ägyptens, Wael Abbas, nach der Urteilsverkündung.
    Absurderweise bewirbt sich Ägypten gegenwärtig als Gastgeber des „Internet Governance Forums“, bei dem es um Internetregulierung geht.
    Aber auch in anderen Ländern wird die Represssionsschraube weiter angedreht, so müssen sich etwa alle IranerInnen, die einen Blog oder eine Website betreiben, nun innerhalb von zwei Monaten auf einer Regierungswebsite mit Namen und Adresse registrieren. Dies wurde vor einigen Wochen im Kabinett des Präsidenten Ahmadinedschad beschlossen. Ein anderes Beispiel ist China: 52 Regimegegner, die über das Internet die chinesische Regierung kritisiert haben, sitzen derzeit in der „Volksrepublik“ in Haft. Um vermeintlich subversive Inhalte aus dem Netz zu fischen, setzt Peking nicht nur auf maschinelle Filter, sondern baut auch das Netz seiner Informanten und Cyberpolizisten konsequent aus.
    Weitere Infos zu Kareem Amer findet ihr auf http://www.freekareem.org

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    Deutschland bleibt politikverdrossen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/24/deutschland-bleibt-politiverdrossen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/24/deutschland-bleibt-politiverdrossen/#comments Sat, 24 Feb 2007 16:17:20 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/24/deutschland-bleibt-politiverdrossen/
    aus der titanic

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/24/deutschland-bleibt-politiverdrossen/feed/
    Andy Warhol http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/22/andy-warhol/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/22/andy-warhol/#comments Thu, 22 Feb 2007 15:25:00 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/22/andy-warhol/
    Andy Warhol, 6.8.1928-22.2.1987.
    „Ich wollte immer eine Maschine sein“.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/22/andy-warhol/feed/
    Omaboy http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/20/omaboy/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/20/omaboy/#comments Tue, 20 Feb 2007 17:10:17 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/20/omaboy/ In meiner Jugend gab es von den „Ärzten“ ein Lied namens „Omaboy“, ich zitiere:
    „Ich hab mich dem Bund verweigert, Zivildienst war angesagt
    ins Altenheim fuer anderthalb Jahr ohoho
    alles lief voll nach Planung, nie haett ich mich beklagt
    endlich wurden all meine Traeume wahr oh ho hoo
    denn seh ich schneeweisses Haar, ja dann lauf ich Gefahr
    mich vor Liebe und Sehnsucht fast zu vergessen
    denn in dieser unseren Welt, wo Schoenheit und Jugend nur zaehlt
    bin ich auf die Liebe greiser Frauen versessen…
    je aelter, je besser!

    wenn ich ihre Krampfadern zaehle an formlos geschwollenen Beinen
    Oberweite am Bauch, das nenn ich gut gebaut ohoho
    Stargetruebte Augen, schlechter Atem von den Gallensteinen
    starkes Make-up ueber haengender Haut ohoho

    Models in Strapsen sind schick, doch ich krieg meinen Kick
    von welkenden Schenkeln die sich in Stuetzstrumpfhosen pressen
    denn seh ich schneeweisses Haar…

    sie sind so unendlich viel mehr erfahren in Liebesdingen
    wisst ihr welche Gefuehle sich in ihnen regen?
    ich werde in neue Regionen der Liebe eindringen
    denn heut werd ich eine flachlegen

    denn seh ich schneeweisses Haar…“
    wenn irgendjemand auf dieser Welt den Titel des „Omaboys“ zurecht trägt, dann Norbert Raeder (38),

    Wirt des „Kastanienwäldchens“ und Berliner Landesverbandsvorsitzender der „Grauen Panther“, die letztes Jahr mit diesem Plakat

    auf Stimmenfang gingen. Und das mit einigem Erfolg, Die Grauen Panther haben 3,8 Prozent bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus geholt und sie sind in acht Kommunalparlamente eingezogen. Das macht 20 Sitze, womit die „Grauen“ noch vor NPD, WASG und den Republikanern lagen.
    Neben seiner Tätigkeit als Kneipenwirt und Omaboy deckt der Gute wahre Skandale auf; so beschwerte sich Raeder („Vokuhila ist für ihn kein Haarschnitt, sondern ein Statement für Gelassenheit.“– Zitat Tagesspiegel, der ebenfalls enthüllte, dass Raeder sich von Mutti die Haare schneiden lässt) am 12.1.07 im „Berliner Kurier“ darüber, dass fast alle Bezirks-Politiker „Fast nichts tun, aber trotzdem kräftig kassieren“. Skandal! Gut das unser Omaboy nach eigener Auskunft nach der Devise „Lieber naiv als korrupt“ lebt, sich bereits im Alter von 24 der selbsternannten „Generationspartei“ anschloss und auch sonst sein Bestes gibt: „Seitdem (der Wahl 2006- Anm. Cliff) parkt er nicht mehr falsch und geht auch nicht mehr bei Rot über die Ampel.“ wie das „Neue Deutschland“ zu berichten weiß. Im übrigen scheint mir Norbert das Motto der Panther, „Jung und alt gemeinsam“, sehr ernst zu nehmen..obwohl auch ich zumindest in jungen Jahren meine Sexualpartner nach dem Motto „Auf alten Schiffen lernt man das Segeln“ auswählte..

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/20/omaboy/feed/
    music is my boyfriend http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/20/music-is-my-boyfriend/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/20/music-is-my-boyfriend/#comments Tue, 20 Feb 2007 16:07:29 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/20/music-is-my-boyfriend/ Markus Ströhlein hat sicherlich recht, wenn er in der Jungle World zur neuen Platte von „Bloc Party“ schreibt „Sie stört nicht, tut nicht weh. Und nachdem sie durchgelaufen ist, erscheint es einem fast so, als sei gar nichts geschehen.“ Allerdings befindet sich auf dieser Platte auch mit „I still remember“ ein Song, der Ansprüche auf mein Lied des Jahres anmeldet und zurecht als nächste Single ausgekoppelt werden wird. Dies führt mich zu Überlegungen bezüglich möglicher Chartplatzierungen und Charts im Allgemeinen, weswegen ich euch nun auf eine Reise durch die Charts dieser Welt einladen möchte:
    Island:
    1. Grace Kelly – Mika
    2. She’s Madonna – Robbie Williams
    3. Window in the skies – U2
    4. Whistle for the choir – The Fratellis
    5. Lattitude 88 North – ELO
    6. Nobody knows – Pink
    7. Handrit lífsins – Sálin og Gospel
    8. The One (remix) – Trabant
    9. Snow (hey oh) – Red hot chili peppers
    10. See The World – Gomez

    Rumänien:
    1. Beyonce – Irreplaceable
    2. Diddy & Christina Aguilera – Tell Me
    3. Pussycat Dolls – Wait A Minute
    4. Pussycat Dolls – I Don‘t Need A Man
    5. Nelly Furtado – All Good Things
    6. Tom Novy / Lima – Take it
    7. Fedde Le Grand – Put Your Hands Up For Detroit
    8. Rihanna – We Ride
    8. Animal X – Balada
    10. Akon&Eminem – Smack That

    Kenia:
    1. EMINEM – I DONT KNOW
    2. LEMAR – ITS NOT THAT EASY
    3. JUSTIN TIMBERLAKE- SEXY BACK
    4. PAULA DEA – WALK AWAY
    5. SNOOP DOG – THATS THAT
    6. GNARLS BARKLEY – CRAZY
    7. LUDACRISS – RUNAWAY LOVE

    Guatemala:
    1 TOMALO -HILLSONG UNITED
    2 REBIRTHING- SKILLET
    3 TU ERES DIOS -MOSQUITO FARM
    4 GOODBYE FOR NOW -P.O.D.
    5 NIÑA -ONA 7
    6 SUEÑO DE MORIR -LEX CAMPOS
    7 DENTRO DEL OLVIDO -YOSKO
    8 VIP-KYOSKO
    9 BLIND -IFEHOUSE
    10 LOS QUE TRASTORNAN EL MUNDO -AY / FERMIN IV

    Bahamas:
    01. My Love – Justin Timberlake
    02. Smack That – Akon/Eminem
    03. Money Maker – Luda/Pharrell
    04. Fergalicious – Fergie
    05. Irreplaceable – Beyonce
    06. I Wanna Love U – Akon
    07. Say Goodbye – Chris Brown
    08. Walk Away – Paula Deanda
    09. Sexy Back – Justin Timberlake
    10. Get Up – Ciara

    Israel:
    1. Grace Kelly, Mika
    2. Say It Right, Nelly Furtado
    3. This Ain‘t A Scene, It’s An Arms Race, Fall Out Boy
    4. Irreplaceable, Beyonce
    5 . The Sweet Escape, Gwen Stefani
    6. It’s Not Over, Daughtry
    7. Keep Holding On, Avril Lavigne
    8. How To Save A Life, The Fray
    9. All Good Things (Come To An End), Nelly Furtado
    10. Snow (Hey Oh), Red Hot Chili Peppers

    Sri Lanka:
    1.Mage Duppath Es Deka – Chamika Sirimanna
    2. Yasa Thaleta – Waruna Madusanka
    3. Mata Hithanna Baha – Iraj
    4. Egelenna Thanahan – Nirosha Virajini
    5. Api Wen Wena Tharamata – Chamika Sirimanna
    6. Arunelle – Teesha
    7. Aadarei Nam – Surani De Mel
    8 . Neela Nuwan – Preasanga Thissera
    9. Mathaka Mandira – Malith Samitha
    10. Hadu Dun Susanaya – Ajith Bandara

    Fidschi:
    1 Hips Don‘t Lie [ Shakira/Wyclef Jean ]
    2 Far Away [ Nickelback ]
    3 Promiscuous [ Nelly Furtado/Timbaland ]
    4 Lips Of An Angel [ Hinder ]
    5 Sexy Back [ Justin Timberlake ]
    6 Shake Baby Shake [ Elephant Man ]
    7 So Sick [ Ne-Yo ]
    8 Pump It [ Black Eyed Peas ]
    9 S.O.S (Rescue Me) [ Rihanna ]
    10 Be Without You [ Mary J Blige ]

    Was das nun alles zu bedeuten hat fragt ihr am besten Dietrich Diederichsen (Wir lieben dich!)..

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/20/music-is-my-boyfriend/feed/
    Homophobie ist so schwul http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/17/homophobie-ist-so-schwul/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/17/homophobie-ist-so-schwul/#comments Sat, 17 Feb 2007 19:54:23 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/17/homophobie-ist-so-schwul/ Vor einer Woche hatte sich der ehemalige US-Basketballstar John Amaechi zu seiner Homosexualität bekannt. Er spielte fünf Jahre lang in der nordamerikanischen Profiliga NBA, in Orlando, in Utah und in Cleveland. Insgesamt hat er 301 Spiele bestritten, wobei ihm im Schnitt 6,2 Punkte und 2,6 Rebounds glückten. Die beste Partie seiner Karriere bestritt Amaechi im Jahr 2000, als er gegen Denver für die Orlando Magics 31Punkte erzielte. 2003 beendete er seine Karriere.

    Auf die Frage, warum er erst jetzt, lange nach seinem Karriereende an die Öffentlichkeit gehe, sagt der 36Jahre alte Amaechi: ,,Wegen des Machismos, den es nicht nur in der NBA gibt, sondern in jedem professionellen Sport. Der Sport ist der Gipfel der Männlichkeit – zumindest denken das die Leute. Männer und Frauen sehen in Profi-Sportlern Menschen, denen sie gerne ähnlich wären, oder mit denen sie gerne zusammen wären. Wenn man realisiert, dass ein Mensch, den man liebt und unterstützt, schwul ist, geht plötzlich die Musik aus.“
    Sein ehemaliger Teamchef und Olympia-Goldgewinner von Sydney 2000, Tim Hardaway, reagierte mit harschen Worten auf Amaechis Coming-Out: „Ich kann schwule Leute nicht leiden, ich kann sie nicht um mich herum ertragen. Das sollte es nicht geben in der Welt oder in den Vereinigten Staaten.“ so Hardaway in einem Radiointerview in Miami. Auf die Frage, was er denn getan hätte, wenn er einen offen schwulen Kollegen gehabt hätte, sagte er: „So jemanden möchte ich eigentlich nicht in meinem Team haben. Wenn das jedoch doch der Fall wäre, würde ich mich deutlich von ihm distanzieren. Und ich denke, er sollte nicht in der Umkleidekabine sein, wenn ich dort bin.“
    Für diese homophoben Äußerungen erntete Hardaway viel Kritik in den USA.
    „Hardaway’s comments are vile, repulsive, and indicative of the climate of ignorance, hostility and prejudice that continues to pervade sports culture,“ sagte Neil Giuliano, Präsident der „Gay & Lesbian Alliance Against Defamation“. Der Präsident der „National Gay & Lesbian Task Force“, Matt Foreman betonte: „Hardaway is a hero to thousands of young people. And that’s what makes his comments so troubling. Sadly, his words simply put the pervasive homophobia in the NBA on the table.“ Der angegriffene Amaechi kommentierte: „His words pollute the atmosphere. It creates an atmosphere that allows young gays and lesbians to be harassed in school, creates an atmosphere where in 33 states you can lose your job, and where anti-gay and lesbian issues are used for political gain. It’s an atmosphere that hurts all of us, not just gay people.“
    Auch von Seiten der NBA erfolgten Reaktionen auf Hardaways Hasstiraden: „Da sich seine und unsere Auffassungen unterscheiden, wäre es unpassend, wenn er die Liga weiter repräsentieren würde“, sagte NBA-Commissioner David Stern und verbannte Hardaway von allen repräsentativen Aufgaben für die Basketballiga.
    Nachdem seine Aussagen massiv kritisiert wurden, ruderte Hardaway zurück und versuchte, sich aus der Affäre zu ziehen: „As an African-American, I know all too well the negative thoughts and feelings hatred and bigotry cause. I regret and apologize for the statements that I made that have certainly caused the same kinds of feelings and reactions.“ Worauf NGLTF-Präsident Matt Foreman klarstellte: „By apologizing not for his bigotry, but rather for giving voice to it, he’s reminding us that this ugly display is only the tip of a very large iceberg.“

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/17/homophobie-ist-so-schwul/feed/
    Veranstaltungshinweis http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/16/veranstaltungshinweis/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/16/veranstaltungshinweis/#comments Fri, 16 Feb 2007 14:12:29 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/16/veranstaltungshinweis/ Die Sehnsucht nach Rudi Dutschke

    In der Ausstellung „Kunst und Propaganda im Streit der Nationen 1933–1945“ im Deutschen Historischen Museum läßt sich derzeit erleben, wie unwidersprochen man in Deutschland die Gleichsetzung von Stalins Sowjetunion mit Hitlers Deutschland von antifaschistischer Seite hinnimmt, wenn nur dabei herauskommt, daß Roosevelts New Deal-Werbung im Grunde auch nicht viel besser war als die nationalsozialistische Propaganda, die stalinistische oder die des faschistischen Italiens.

    Es waren die 68er, die sich Horkheimers berühmtes Diktum so hinbogen, daß sie vom Kapitalismus ohne viel Federlesens gleich als Faschismus reden konnten, als ob beide Begriffe Synonyme wären. Von vornherein ging es um die Gleichsetzung von (deutschem) Faschismus und Amerikanismus. Der Charakter des Nationalsozialismus wurde so umgelogen, daß sich der Widerspruch gegen die die eigenen Nazi-Eltern auf ein Scheingefecht reduzierte: In dem man dem Hass auf alles „Anglo-Amerikanische“ einen antifaschstischen Anstrich gab, machte man der Eltern-Generation zugleich das Monopol auf deren nicht nur insgeheim weiter bestehenden antiwestlichen Ressentiments erfolgreich streitig. Zentralsatz der auf antifaschistisch getrimmten deutschen Ideologie samt ihrer Nazi-Parolen war die Vorstellung, die CDU Adenauers hätte mit der Westbindung der Bundesrepublik nichts weiter als eine protofaschistische „Restauration“ vollzogen, auf die es nur eine Antwort geben könne, die „sozialistische“ Loslösung Deutschlands vom West- wie Ostblock.

    Der 68er Propagandist und zugleich die mediale Symbolfigur eines solchen neuen deutschen Sonderweges war Rudi Dutschke. Schon damals als „Studenten-Führer“ tituliert, personifiziert Dutschke bis heute die Lebenslüge der 68er schlechthin, die sie nach und nach vor allem selber glaubten: die Lüge nämlich von ihrem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen, der die Adenauer-BRD erst zivilisiert hätte, als ob die antiwestliche Haltung der „linken“ Politkader dazu irgendetwas hätte beitragen können.

    Dutschke war zeitlebens ein Nationalrevolutionär, der gegen die Vereinigten Staaten und für Deutschland konsequent aussprach, was ein Gerhard Schröder oder Hans-Christian Ströbele meinen, heute nicht mehr ohne weiteres sagen zu dürfen. Und weil Dutschke den Vietnamkrieg zum Anlaß nahm, um als Wiedergänger eines Moeller van den Bruck auftreten zu können, stilisiert man den „Studenten-Führer“ nicht nur in Kreuzberg und bei der taz zur Ikone eines gerechten Kampfes vergangener Tage.

    Um diese Sehnsucht nach Rudi Dutschke, die nicht ohne tiefsitzenden Widerwillen gegen die antifaschistische Ur-Szene nach 1945 – die für die von Adenauer durchgesetzte Westbindung steht – auskommt, soll es in der Veranstaltung gehen.

    Es referieren:

    Uli Krug und Sören Pünjer von der Redaktion Bahamas

    Mittwoch, 28. Februar 2007, 19 Uhr

    Max und Moritz, Oranienstr. 162, Berlin, U-Bhf Moritzplatz

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/16/veranstaltungshinweis/feed/
    5 Jahre Haft für Ernst Zündel http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/16/5-jahre-haft-far-ernst-zandel/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/16/5-jahre-haft-far-ernst-zandel/#comments Thu, 15 Feb 2007 23:06:01 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/16/5-jahre-haft-far-ernst-zandel/ Einer der zusammen mit Mahmoud Ahmadineschad und David Irving bekanntesten Holocaust-Leugner, der Deutsche Ernst Zündel (67) ist heute am 15.02.2007 wegen Volksverhetzung vom Landgericht Mannheim zur Höchststrafe von fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Verurteilte hatte auf seiner Homepage in 14 Fällen den Massenmord an den Juden systematisch geleugnet und durch antisemitische Hetze zum Hass gegen Juden aufgestachelt, begründete das Gericht seine Entscheidung. Zündel sei ein „gefährlicher Agitator, ein Hetzer und Brandredner“, sagte Richter Ulrich Meinerzhagen bei der Urteilsbegründung. Er bescheinigte dem Angeklagten, den er als Verehrer Adolf Hitlers bezeichnete, zudem einen abgrundtiefen Hass auf alles „Jüdische“. Das Strafmaß entspricht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Zündels Verteidiger hatten Freispruch gefordert.
    Der Deutsche wanderte 1958 nach Kanada aus, um sich dem Wehrdienst zu entziehen, wo er 2003 verhaftet und im März 2005 nach Deutschland ausgeliefert wurde. Er hatte von Kanada aus als einer der ersten Rechtsextremen ab 1994 weltweit das Internet für seine nazistische und antisemitische Propaganda genutzt. Zündel war daher auch bereits 1996 vom kanadischen Geheimdienst als Gefahr für die öffentliche Sicherheit eingestuft worden. Nachdem seine Internet-Seite von einem kanadischen Gericht für verfassungswidrig erklärt worden war, zog er im Februar 2001 in die USA um. Im Februar 2003 wurde er jedoch von den Vereinigten Staaten nach Kanada abgeschoben und dort festgenommen. Im März 2005 lieferten ihn die kanadischen Behörden dann als „unerwünschte Person“ an Deutschland aus, wo er seither in Untersuchungshaft saß.

    Der Prozess gegen Zündel, der sich selbst „Geschenk an die Welt“ nennt, war seit November 2005 durch zahlreiche Eklats der Verteidiger verzögert worden. Zündels rechtsextreme Anwältin Sylvia Stolz forderte zunächst vergeblich die Zulassung des früheren, mit einem Berufsverbot belegten NPD-Anwalts und RAF-Gründungsmitglieds Horst Mahler als „Assistenten“. Der Vorsitzende Richter Ulrich Meinerzhagen entband später die Pflichtverteidigerin Stolz von ihren Aufgaben, weil sie in einem Antrag selbst zum Hass gegen Juden aufgestachelt und sich die Positionen der Revisionisten zur Leugnung des Völkermords an den Juden zu Eigen gemacht hatte. Zuletzt zweifelte dann auch der bekannte Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger in seinem Plädoyer den Holocaust an. Während des Prozesses waren ständig Anhänger Zündels aus der deutschen Neonaziszene vor Ort, die unter anderem bereits am ersten Prozesstag die erste Strophe des „Deutschlandlieds“ intonierten.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/16/5-jahre-haft-far-ernst-zandel/feed/
    Mugrabi-Brücke in Jerusalem http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/15/mugrabi-bracke-in-jerusalem/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/15/mugrabi-bracke-in-jerusalem/#comments Thu, 15 Feb 2007 22:21:22 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/15/mugrabi-bracke-in-jerusalem/ Mugrabi-Brücke in Jerusalem: Über Lügen und Ausgrabungen
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    Kommentar von Nadav Shragai, Haaretz, 11.2.2007

    Die Leute, die den Plan einbrachten, die Mugrabi-Brücke zu bauen, werden
    vermutlich bald merken, dass die unbegründete, hysterische, moslemische
    Kampagne zur „Rettung der gefährdeten Al-Aksa-Moschee“ das kleinste ihrer
    Probleme ist.

    Manchmal stellt sich heraus, dass Kürzungen in Plänen sehr teuer werden können
    und den Prozess sogar verlängern. Der Plan zum Bau der neuen Mugrabi-Brücke
    hätte der Öffentlichkeit in angemessener Weise und als Teil eines detaillierten
    Stadtplanes, der das Einreichen von Bedenken und Änderungsvorschlägen erlaubt,
    dargelegt werden sollen. So wird es sowohl vom Gesetz wie von der Vernunft
    verlangt. Schließlich geht es hier um eine kontroverse und bedeutende Änderung
    der Landschaft an einem einzigartigen Ort am Tempelberg und dessen Mauern.
    Diejenigen, die den Plan unterstützen, sagen, er sei das kleinere Übel. Und mit
    Sicherheit hätte man den Plan niemals umgesetzt, wäre die Mugrabi-Rampe nicht in
    sich zusammengestürzt. Doch es ist nicht ganz klar, ob die Option, die alte
    Rampe wieder aufzubauen, genügend bedacht und mit ausreichender Kreativität
    betrachtet worden ist.

    Immerhin hat die Sache auch eine gute Seite. Der Plan zum Bau der
    Mugrabi-Brücke deckt die große moslemische Lüge auf – die Lüge der jüdischen
    Verbindung zu Jerusalem, zum Tempelberg und zum Tempel. Dr. Yitzhak Reiter
    beschrieb diese Geschichte in seiner Studie „Von Jerusalem nach Mekka und
    zurück“ – ein Muss an Lesestoff für jeden, der die Wurzeln des moslemischen
    Verhaltens auch in der Angelegenheit der Mugrabi-Brücke verstehen möchte.
    Bedauerlicherweise blieb seine Arbeit eine akademische Studie, die es nicht
    geschafft hat, eine angemessene öffentliche Werbekampagne seitens Israels zu
    erzeugen. Nun erhält die Öffentlichkeit eine weitere Demonstration dieser
    moslemischen Lüge.

    Wer von uns weiß zum Beispiel, dass von der Al-Aksa-Moschee, die gemäß
    zeitgenössischer Untersuchungen vor etwa 1400 Jahren gebaut wurde, behauptet
    wird, dass sie zur Zeit der Erschaffung der Welt, also zur Zeit von Adam und
    Abraham, errichtet wurde? Und wer ist sich der Tatsache bewusst, dass eine
    zunehmende Anzahl von moslemischen Akademikern und religiösen Führern
    behaupten, dass die Moschee vor Jesus und vor Mose existierte und dass der
    Islam dem Judentum und dem Christentum vorausging?

    Heutzutage gibt es Tausende von islamischen Entscheidungen, Veröffentlichungen
    und Quellen, die die jüdischen Wurzeln in Jerusalem und die dortigen jüdischen
    heiligen Orte leugnen. Sie behaupten sogar, dass der Tempel nicht in Jerusalem
    gestanden habe sondern in Nablus oder im Jemen. Eine islamische Rechtsprechung
    (Fatwa) auf der Website der Waqf (moslemisch-religiöse Institution) in
    Jerusalem sagt, König Salomo und König Herodes hätten den Tempel überhaupt
    nicht gebaut, sondern nur einen bereits existierenden Komplex, der dort seit
    Adams Zeiten gestanden habe, renoviert. Heutzutage nennen viele Moslems den
    Tempel „das größte Fälschungsverbrechen in der Geschichte“, und viele
    moslemische Schlichter fügen dem Wort „Tempel“ den Ausdruck „so genannt“
    hinzu.

    Auf der Website der Südlichen Islamischen Bewegung zitiert Mohammed Khalaikah
    israelische Archäologen zur Unterstützung seiner Theorie, dass es in Jerusalem
    keine Spuren eines jüdischen Tempels gäbe. Dabei verfälscht er die Schriften
    dieser Archäologen, deren Studien biblische Quellen über die Existenz des
    Tempels bestätigen.

    Moslemisch-religiöse Personen versuchen, die jüdische Präsenz in Jerusalem als
    eine kurzfristige darzustellen. Die Westmauer sei ein moslemischer Ort,
    argumentieren sie, und die jüdische Verbundenheit mit ihr sei für politische
    Zwecke erfunden worden und datiere auf die Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts
    zurück. Ihr Ziel ist, die Zentralität Jerusalems für das Judentum zu
    widerlegen. Darüber hinaus betonen sie die „Vormacht und die Überlegenheit des
    Islam über das Judentum, das den moslemischen Charakter der Stadt
    verschmutzt“.

    Moslemisch-religiöse Führer, die zumindest einen teilweisen akademischen
    Hintergrund besitzen, schreiben heutzutage Jerusalems Geschichte um und führen
    neue Begriffe und Inhalte in die moslemische und palästinensische Diskussion
    ein. Diese Begriffe sind laut Darlegungen bekannter moslemischer Historiker wie
    z. B. al Makdessi, der im 11. Jahrhundert lebte, kompletter Unsinn. Doch in den
    vergangenen Jahren hat diese neue Terminologie auch den Diskurs von
    palästinensischen und moslemischen Politikern durchdrungen. Ehud Barak, Shlomo
    Ben-Ami und die Mitglieder der israelischen Delegation waren entsetzt, als sie
    diese während des Camp-David-Gipfels im Jahr 2000 von Yassir Arafat und dessen
    Delegationsmitgliedern hörten.

    Somit versteht man leicht, warum die Moslems die archäologischen Ausgrabungen
    nicht nur am Tempelberg, sondern auch um diesen herum, so sehr fürchten, obwohl
    diese Ausgrabungen auch Licht auf die moslemische Geschichte Jerusalems werfen.
    Moslems fürchten diese Ausgrabungen nicht, weil sie das Fundament der
    Al-Aksa-Moschee gefährden könnten, sondern weil diese Ausgrabungen die Lügen,
    nach denen die Juden keine gültigen historischen Wurzeln in der Stadt haben,
    aufdecken. (Nadav Shragai, Haaretz, 11.2.07)

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/15/mugrabi-bracke-in-jerusalem/feed/
    new order movement http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/14/new-order-movement/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/14/new-order-movement/#comments Wed, 14 Feb 2007 22:19:55 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/14/new-order-movement/
    Knapp ein Jahr nachdem sich Joy Division Sänger Ian Curtis aus diesem Leben veranschiedete (Gerüchten zufolge drehte er die Heizung auf, legte er sich eine Schlinge um den Hals und stieg auf einen Eisblock) veröffentlichten die drei Überlebenden zusammen mit Neuzugang Gillian Gilbert an den Tasten unter dem Namen „New Order“ im November 1981 ihr Debüt „Movement“ ( der Bandname ist allen anderslautenden Geschichten von der Schlagzeile „The People’s New Order of Kampuchea“ aus dem „Guardian“ inspiriert).
    Seit damals wird dieses Album von vielen zerissen, steht es doch extrem zwischen den verschiedenen Stühlen. Einerseits kann Bernard Sumner am Mikrofon nicht ansatzweise die Eindringlichkeit Ian Curtis ersetzten, somit fehlt dem Sound auch die extreme Finsternis der Joy Divison Songs, andererseits war die von Joy Division Producer Martin Hannett produzierte Musik aber auch noch Lichtjahre vom verträumten Dancepop späterer New Order Veröffentlichungen a la „The Perfect Kiss“, „Bizarre Love Triangle“ oder „True Faith“ entfernt. Kurz: Alten Joy Divison Fans war die Musik nicht finster genug, späteren New Order Fans war die Musik zu finster.
    Aber gerade diese seltdame „Dazwischenstimmung“ macht den besonderen Reiz dieser Platte aus. Die 8 Songs sind ähnlich wie bei Joy Division geprägt von Peter Hooks tiefem Bassspiel, Steven Morris apathischem Getrommel und Bernhard Sumners schlichtem, hintegründigen Gitarrenspiel. Im Vergleich zur Vorband nehmen allerdings die Synthesizer mehr Raum als früher ein, eine Entwicklung, die sich schon auf der letzten Joy Division Platte, der nach Ian Curtis Tod veröffentlichten „Still“, andeutete.
    Das erste und das siebte Lied des Albums, „Dreams never end“ und „Doubts even here“, werden von Bassisten Peter Hook gesungen, was dem Umstand geschuldet ist, dass nach Curtis Tod nicht klar war, wer in Zukunft das Mikrophon übernehmen sollte (Die Wahl fiel im Endeffekt auf den Gitarristen Sumner, um dessen Instrumentbeherrschung es eh nicht so gut bestellt war).
    Die Platte erreichte „nur“ Platz 30 der britischen Albumcharts. Vor und nicht auf dem Album wurde die Single „Ceremony/In a lonley place“ veröffentlicht, beide Lieder noch zusammen mit Curtis geschrieben, kann man sie heute auf der berüchtigten NewOrderCollection „Substance“ aus dem Jahr 1987 anhören. Eingespielt wurde „Movement“ über einen Zeitraum von 7 Monaten, wobei die Songs „Dreams never end“ und „Truth“ bereits beim ersten Auftritt von New Order, damals noch als Trio, im September 1980 in New York performed wurden. Beide gehören zusammen mit „ICB“ (Ian Curtis Buried) und „The him“ zu den absoluten Höhepunkten der Platte, auch wenn eher die Gesamtstimmung als die einzelnen Songs bei der „Movement“ von Bedeutung sind. Über Allem schwebte der Geist Ian Curtis.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/14/new-order-movement/feed/
    Iran’s Obsession with the Jews http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/12/irans-obsession-with-the-jews/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/12/irans-obsession-with-the-jews/#comments Mon, 12 Feb 2007 16:18:15 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/12/irans-obsession-with-the-jews/ In der nächsten Ausgabe des US-amerikanischen Politikmagazins „The Weekly Standard“ gibt es einen Artikel von Dr. Matthias Küntzel, den ich euch zugänglich machen möchte:


    Iran’s Obsession with the Jews
    Denying the Holocaust, desiring another one.

    On December 12, 2006, Iranian president Mahmoud Ahmadinejad personally brought to a close the infamous Holocaust deniers‘ conference in Tehran. A strange parade of speakers had passed across the podium: former Ku Klux Klan leader David Duke, the nutty followers of the anti-Zionist Jewish sect Neturei Karta, and officials of the neo-Nazi German National party, along with the familiar handful of professional Holocaust deniers. Frederick Töben had delivered a lecture entitled „The Holocaust--A Murder Weapon.“ Frenchman Robert Faurisson had called the Holocaust a „fairy tale,“ while his American colleague Veronica Clark had explained that „the Jews made money in Auschwitz.“ A professor named McNally had declared that to regard the Holocaust as a fact is as ludicrous as believing in „magicians and witches.“ Finally, the Belgian Leonardo Clerici had offered the following explanation in his capacity as a Muslim: „I believe that the value of metaphysics is greater than the value of history.“

    If this motley crew had assembled in a pub in Melbourne, nobody would have paid the slightest attention. What gave the event historical significance was that it was held by invitation, at the Iranian foreign ministry: on government premises, in a country that disposes of the world’s second-largest oil reserves (after Saudi Arabia) and second-largest natural gas reserves (after Russia). And in this setting, the remarks quoted above provoked not dismissive laughter, but applause and attentive nods. On the walls hung photographs of corpses with the inscription „Myth,“ and others of laughing concentration camp survivors with the inscription „Truth.“

    The Tehran deniers‘ conference marks a turning point not only because of its state sponsorship, but also because of its purpose. Up until now, Holocaust deniers have wanted to revise the past. Today, they want to shape the future: to prepare the way for the next Holocaust.

    In his opening speech to the conference, the Iranian foreign minister, Manucher Mottaki, left no doubt on this point: If „the official version of the Holocaust is called into question,“ Mottaki said, then „the nature and identity of Israel“ must also be called into question. The purpose of denying, among all the Nazis‘ war measures, specifically the persecution of the Jews is to undermine a central motive for the establishment of the state of Israel. Auschwitz is delegitimized in order to legitimize the elimination of Israel--that is, a second genocide. If it should turn out, however, that the Holocaust did happen after all, Ahmadinejad explains that it would have been a result of European policies, and any homeland for the Jews would belong not in Palestine but in Europe. Either way, the result is the same: Israel must vanish.

    This focus explains why the conference’s sponsors attached so much importance to the participation of a delegation from the Jewish sect Neturei Karta. Although it does not deny the Holocaust, the sect welcomes the destruction of Israel. That objective was the common denominator uniting all the participants in the conference. In his closing speech, Ahmadinejad formulated it with perfect clarity: „The life-curve of the Zionist regime has begun its descent, and it is now on a downward slope towards its fall. . . . The Zionist regime will be wiped out, and humanity will be liberated.“

    Just as Hitler sought to „liberate“ humanity by murdering the Jews, so Ahmadinejad believes he can „liberate“ humanity by eradicating Israel. The deniers‘ conference as an instrument for propagating this project is intimately linked to the nuclear program as an instrument for realizing it. Five years ago, in December 2001, former Iranian president Hashemi Rafsanjani first boasted that „the use of even one nuclear bomb inside Israel will destroy everything,“ whereas the damage to the Islamic world of a potential retaliatory nuclear attack could be limited: „It is not irrational to contemplate such an eventuality.“ While the Islamic world could sacrifice hundreds of thousands of „martyrs“ in an Israeli retaliatory strike without disappearing--so goes Rafsanjani’s argument--Israel would be history after the first bomb.

    It is precisely this suicidal outlook that distinguishes the Iranian nuclear weapons program from those of all other countries and makes it uniquely dangerous. As long ago as 1980, Khomeini put it this way: „We do not worship Iran, we worship Allah. For patriotism is another name for paganism. I say let this land [Iran] burn. I say let this land go up in smoke, provided Islam emerges triumphant in the rest of the world.“

    Anyone inclined to dismiss the significance of such statements might want to consider the proclamation made by Mohammad Hassan Rahimian, representative of the Iranian Supreme Leader Ali Khamenei, who stands even higher in the Iranian hierarchy than Ahmadinejad. A few months ago, on November 16, 2006, Rahimian explainedThe Jew“—not the Zionist, note, but the Jew--“is the most obstinate enemy of the devout. And the main war will determine the destiny of mankind. . . . The reappearance of the Twelfth Imam will lead to a war between Israel and the Shia.“ The country that has been the first to make Holocaust denial a principle of its foreign policy is likewise the first openly to threaten another U.N. member state with, not invasion or annexation, but annihilation.
    Yet it’s all confusing. Why, if Iran wishes Israel ill, does it deny the Holocaust rather than applaud it? Ahmadinejad’s Holocaust denial has been especially well received in the Arab world, where it has won praise from Hezbollah, the Egyptian Muslim Brotherhood, and Hamas. Yet in the Arab world, Hitler is admired not for building highways or conquering Paris, but for murdering Jews. How can Holocaust denial be most prevalent in a region where admiration for Hitler remains widespread? To unlock this paradox it is necessary to examine the anti-Semitic mind.

    Brother Hitler and Eichmann the Martyr

    Holocaust denial is anti-Semitism at its most extreme. Whoever declares Auschwitz a myth implicitly portrays the Jews as the enemy of humanity: The assumption is that the all-powerful Jews, for filthy lucre, have been duping the rest of humanity for the past 60 years. Whoever talks of the „so-called Holocaust“ implies that over 90 percent of the world’s media and university professorships are controlled by Jews and are thereby cut off from the „real“ truth. No one who accuses Jews of such perfidy can sincerely regret Hitler’s Final Solution. For this reason alone, every denial of the Holocaust contains an appeal to repeat it.
    Consider this passage written by an Egyptian columnist for the state-controlled newspaper Al-Akhbar, Egypt’s second-largest daily, and published in April 2002:
    The entire matter [of the Holocaust], as many French and British scientists and researchers have proven, is nothing more than a huge Israeli plot aimed at extorting the German government in particular and the European countries in general. But I, personally and in light of this imaginary tale, complain to Hitler, even saying to him from the bottom of my heart, „If only you had done it, brother, if only it had really happened, so that the world could sigh in relief [without] their evil and sin.“
    Often, however, enthusiasm for the Holocaust is expressed unvarnished. In 1961, when the trial of Adolf Eichmann dominated the headlines, such enthusiasm became evident for the first time. The Jordanian Jerusalem Times published an „Open Letter to Eichmann,“ which stated: „By liquidating six million you have . . . conferred a real blessing on humanity. . . .
    But the brave Eichmann can find solace in the fact that this trial will one day culminate in the liquidation of the remaining six million to avenge your blood.“ Arab writers such as Abdullah al-Tall eulogized „the martyr Eichmann,“ „who fell in the Holy War.“ In her book Eichmann in Jerusalem, Hannah Arendt summarized the mood in the Arab world:
    The newspapers in Damascus and Beirut, in Cairo and Jordan did not conceal either their sympathy for Eichmann or their regret that he „did not finish the job“; a radio broadcast from Cairo on the opening day of the trial even included a little sideswipe at the Germans, reproaching them for the fact that „in the last war, no German plane had ever flown over and bombed a Jewish settlement.“
    This heartfelt desire to see all Jews exterminated was reiterated in the Egyptian daily Al-Akhbar in April 2001 by the columnist Ahmad Ragab: „[Give] thanks to Hitler. He took revenge on the Israelis in advance, on behalf of the Palestinians. Our one complaint against him was that his revenge was not complete enough.“
    Obviously, from a logical point of view, enthusiasm for the Holocaust is incompatible with its denial. Logic, however, is beside the point. Anti-Semitism is built upon an emotional infrastructure that substitutes for reason an ephemeral combination of mutually exclusive attributions, all arising from hatred of everything Jewish. As a result, many contradictory anti-Jewish interpretations of the Holocaust can be deployed simultaneously: (1) the extermination of millions was a good thing; (2) the extermination of millions was a Zionist fabrication; (3) the Holocaust resulted from a Jewish conspiracy against Germany that Hitler thwarted and punished; (4) the Holocaust was a joint enterprise of the Zionists and Nazis; (5) the Zionists‘ „Holocaust industry“ exaggerates the murder of the Jews for self-interested reasons; (6) Israeli actions against the Palestinians are the „true“ Holocaust--and so on.
    We are dealing here with a parallel universe in which the reality principle is ignored, and blatantly contradictory fantasies about Jews all have their place so long as they serve to reinforce anti-Semitic paranoia and hatred: a universe in which the laws of reason have been abolished and all mental energy is harnessed to the cause of anti-Semitism.
    Amid the confusion, this universe is characterized by two constants: the refusal to come to terms with the facts of the Holocaust as it actually took place; and a willingness to find in the Holocaust a source of encouragement and inspiration, a precedent proving that it is possible to murder Jews by the million. This is why the precise content of Ahmadinejad’s Holocaust tirades is not the issue. He is obsessed with the subject because he is fascinated by the possibility of a second Holocaust.
    Why, then, did Ahmadinejad repeatedly and publicly embrace the ultra-orthodox Jews at the conference? Why did he personally greet every Jew present and say that „Zionism should be strictly separated from the Jewish faith“? Let us take a look at modern anti-Semitism in Iran.

    Ahmadinejad and the Jews

    Ahmadinejad’s great inspiration, the Ayatollah Khomeini, not only recognized the mobilizing power of anti-Semitism in the struggle against the shah, he made use of it himself, as far back as the 1960s. „I know that you do not want Iran to lie under the boots of the Jews,“ he cried out to his supporters on April 13, 1963. That same year, he called the shah a Jew in disguise and accused him of taking orders from Israel. This drew a huge response from the public. Khomeini had found his theme.
    Khomeini’s biographer Amir Taheri writes: „The Ayatollah was by now convinced that the central political theme of contemporary life was an elaborate and highly complex conspiracy by the Jews--‘who controlled everything‘--to ‚emasculate Islam‘ and dominate the world thanks to the natural wealth of the Muslim nations.“ When in June 1963 thousands of Khomeini-influenced theology students set off to Tehran for a demonstration and were brutally stopped by the shah’s security forces, Khomeini channeled all their anger toward the Jewish nation: „Israel does not want the Koran to survive in this country. . . . It is destroying us. It is destroying you and the nation. It wants to take possession of the economy. It wants to demolish our trade and agriculture. It wants to grab the wealth of the country.“
    After the Six Day War of 1967, the anti-Semitic agitation, which drew no distinction between Jews and Israelis, intensified. „[I]t was [the Jews] who first established anti-Islamic propaganda and engaged in various stratagems, and as you can see, this activity continues down to the present,“ Khomeini wrote in 1970 in his principal work, Islamic Government. „[T]he Jews . . . wish to establish Jewish domination throughout the world. Since they are a cunning and resourceful group of people, I fear that . . . they may one day achieve their goal.“ Then in September 1977, he declared, „The Jews have grasped the world with both hands and are devouring it with an insatiable appetite, they are devouring America and have now turned their attention to Iran and still they are not satisfied.“ Two years later, Khomeini was the unchallenged leader of the Iranian revolution.
    Khomeini’s anti-Semitic attacks found favor with the opponents of the shah, both leftists and Islamists. His anti-Semitism ran along the same lines as The Protocols of the Elders of Zion, the turn-of-the-century hoax beloved of the Nazis that purports to expose a Jewish conspiracy to rule the world. The Protocols was published in Persian in the summer of 1978 and was widely disseminated as a weapon against the shah, Israel, and the Jews. In 1984, the newspaper Imam, published by the Iranian embassy in London, printed excerpts from The Protocols. In 1985, Iranian state authorities did a mass printing of a new edition. Somewhat later, the periodical Eslami serialized The Protocols under the title „The Smell of Blood: Jewish Conspiracies.“
    Just two years ago, in 2005, at the Iranian booth at the Frankfurt Book Fair, I was readily able to buy an English edition of The Protocols published by the Islamic Propagation Organization of the Islamic Republic of Iran. Other anti-Semitic classics were also available, such as Henry Ford’s The International Jew and Mohammad Taqi Taqipour’s screed Tale of the „Chosen People“ and the Legend of „Historical Right.“ The cover of the latter volume caught my eye: a red Star of David superimposed over a grey skull and a yellow map of the world. Obviously, even after the death of Khomeini in 1989, the worldwide dissemination of anti-Semitism by Iran continued.
    The fact that 25,000 Jews now live in Iran, making it the largest Jewish community in a Muslim country, is not incompatible with the foregoing. The Jews in Iran are made clearly to feel their subordinate Dhimmi status. Thus, they are not allowed to occupy higher positions than Muslims and so are disqualified from the leading ranks in politics and the military. They are not allowed to serve as witnesses in court, and Jewish schools must be managed by Muslims and stay open on the Sabbath. Books in the Hebrew language are forbidden. Up to the present, the regime, which has time and again published anti-Semitic texts and caricatures, has prevented such hate-mongering from resulting in violence against Jews. Nevertheless, the combination of incitement and restraint leaves the Jewish community in a state of permanent insecurity. Today, the Jewish community serves Ahmadinejad not only as an alibi in his power game, but also increasingly as a deterrent: In the event of an Israeli attack on Iranian nuclear facilities, this community would find itself hostage and vulnerable to acts of reprisal.
    Irrespective of the leeway that Ahmadinejad has, for the time being, left the Iranian Jews, his rhetoric is steeped in an anti-Semitism that is unprecedented for a state leader since World War II. Ahmadinejad does not say „Jews“ are conspiring to rule the world. He says, „Two thousand Zionists want to rule the world.“ He says, „The Zionists“ have for 60 years now blackmailed „all Western governments.“ „The Zionists have imposed themselves on a substantial portion of the banking, financial, cultural, and media sectors.“ „The Zionists“ fabricated the Danish Muhammad cartoons. „The Zionists“ are responsible for the destruction of the dome of the Golden Mosque in Iraq.
    The pattern is familiar. Ahmadinejad is not a racist social Darwinist who, Hitler-like, wants to eliminate every last trace of „Jewish blood.“ The term „half-Jew“ is not used in Islamist discourse. But he invests the word „Zionist“ with exactly the same meaning Hitler poured into „Jew“: the incarnation of evil.
    The Iranian regime can court the Jewish Israel- haters of Neturei Karta all it wants, but anyone who makes Jews responsible for the ills of the world--whether calling them Judas or Zionists--is clearly driven by an anti-Semitism of genocidal potential. Demonization of Jews, Holocaust denial, and the will to eliminate Israel--these are the three elements of an ideological constellation that collapses as soon as any one of them is removed.
    Ahmadinejad inhabits a delusional world that is sealed off from reality. The louder the liberal West protests against Holocaust denial or the Islamists‘ demands for the destruction of Israel, the more conviced Ahmadinejad becomes of Zionist domination. In a conversation with the editors of the German newsweekly Der Spiegel, the Iranian president reacted as follows to the remark that the magazine does not question Israel’s right to exist: „I am glad that you are honest people and say that you are required to support the Zionists.“ Only when we too finally realize that the Holocaust is a Jewish lie--only when we too want to annihilate Israel--only then will Ahmadinejad be convinced that we are academically credible and politically free. It is this lunacy that makes the revolutionary mission of the Iranian leadership so dangerous.
    Which brings us to the question of the broader significance of Iranian Holocaust denial. The Islamist mission is by no means restricted to Israel.

    „Historical War“

    In his first speech on the guiding principles of his politics, Ahmadinejad made this clear: „We are in the process of an historical war, . . . and this war has been going on for hundreds of years,“ he declared in October 2005. This is a war, then, that is not fundamentally about the Middle East conflict and will not end with the elimination of Israel. He continued: „We have to understand the depth of the disgrace of the enemy, until our holy hatred expands continuously and strikes like a wave.“ This „holy hatred“ is boundless and unconditional. It will not be mitigated by any form of Jewish or non-Jewish conduct--other than subordination to sharia and the Koran.
    In his letter to George W. Bush, the Iranian president described his objective: „Those with insight can already hear the sounds of the shattering and fall of the ideology and thoughts of the liberal democratic systems.“ The letter also tells how the liberal democracies will be shattered. Even here (if slightly diluted), the ideology of martyrdom--You love life, we love death--is propagated: „A bad ending belongs only to those who have chosen the life of this world. . . . A good land and eternal paradise belong to those servants who fear His majesty and do not follow their lascivious selves.“
    Shiite Islamism confronts us with an adversary who reviles the achievements of modernity as Satan’s work, who denounces the international system created after 1945 as a „Jewish-Christian conspiracy,“ and who therefore wishes to overturn the accepted historiography of the postwar period. At the start of the Holocaust deniers‘ conference, Foreign Minister Mottaki explained that the problem is the „wording of historical occurrences and their analysis [are written from] the perspective of the West.“ As against this „Western“ historiography, Islamism wants to create a new historical „truth,“ in which the Holocaust is declared a myth, while the Twelfth Imam is deemed real. Whereas the delusional worldview of Holocaust denial is elevated to the norm, any deviation from it is denounced as a symptom of „Jewish domination.“
    Even as he is conducting his religious war, Ahmadinejad is also playing the role of a global populist. He addresses his speeches to all the world’s „oppressed.“ He cultivates good relations with Fidel Castro and Hugo Chávez and ingratiates himself with the Western left by using anti-American rhetoric. His use of the word „Zionist“ is strategic. It is the Trojan horse by which he makes his anti-Semitism respectable, allowing him to be at once an anti-Semite and Holocaust denier and the ultimate spokesman for the „oppressed nations.“
    Of course, Iran would not have to rely on Holocaust denial to pursue its strategic objectives. Yet Ahmadinejad insists on the point, in order to provide ideological undergirding to his push to destroy Israel. He also speculates that this project might win the approval of the Europeans. After all, in Europe the delegitimization of Israel has been going on for some time--if for different reasons. Recently the BBC organized a symposium on the question of whether Israel would still exist in 50 years. In a poll taken four years ago in the E.U., 59 percent saw Israel as „the biggest danger to world peace.“ Even in the United States, a growing number of intellectuals are convinced that Israel and its American supporters are the real source of the problems facing American foreign policy.
    The alarm cannot be sounded loudly enough. If Iran is not put under pressure without delay and forced to choose between changing course and suffering devastating economic sanctions, the only remaining alternatives will be a bad one--the military option--and a dreadful one--the Iranian bomb.

    by Matthias Küntzel
    02/19/2007, Volume 012, Issue 22

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    Candy Darling http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/11/candy-darling/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/11/candy-darling/#comments Sun, 11 Feb 2007 19:16:14 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/11/candy-darling/ Durch das bezaubernde Cover der letzten CD von Antony and the Johnsons- „I am a bird now“– bin ich auf die New Yorker Drag Queen Candy Darling aufmerksam geworden.

    Candy Darling wurde als James Lawrence Slattery 1944/46/48 (nicht ganz klar) in Brooklyn geboren und entdeckte breits als Kind ihre Vorliebe für Frauenkleidung und nannte sich dementsprechend „Hope Dahl“. Unter diesem Namen verkehrte sie nachts in den New Yorker Schwulenclubs, nachdem sie bereits in jungen Jahren von einem Angestellten des örtlichen Kinderschuhladens in die Geheimnisse der Sexualität eingeführt wurde, während tagsüber Hormonbehandlungen bei 5th Avenue Ärzten angesagt war. Sex gegen Geld bzw gegen Hormonbehandlung war ihr damaliger Alltag, doch blieb sie immer ihrer Devise „You must be true to yourself no matter what the cost, it is the highest form of morality.“ treu.
    Im Nachtclub „The Tenth of Always“ lernte Hope/mittlerweile Candy Darling 1967 den Popkünstler und Underground-Filmemacher Andy Warhol kennen, in dessen Filmen sie bald eine wichtige Rolle spielen sollte. Andy Warhol sagte über diese Zeit:

    „67′ waren Drag Queens noch kein akzeptierter Teil der Mainstream-Freak-Kreise. Sie hingen immer noch herum, wo sie immer herumgehangen hatten – an den Rändern der Gesellschaft. Sie hielten sich an ihre eigenen Zirkel – Ausgestoßene mit schlechten Zähnen (Nebenwirkung der Hormonbehandlungen) und Körpergeruch, billigem Make-Up und gruseligen Kleidern. Aber dann, ähnlich wie bei den Drogen, die sich inzwischen bei Durchschnittspersonen etabliert hatten, fingen die Leute an, sich ein bißchen mehr mit den Drag Queens zu identifizieren, sie als gewagte sexuelle Avantgarde statt als Verlierertypen zu sehen. So kam es, dass 68′ die Leute Drag Queens zu akzeptieren begannen, sogar mit ihnen flirteten und sie überall hin einluden.“

    Ihre erste Hauptrolle bekam Candy Darling dann im Andy-Warhol-Film „Women in Revolt“ (1970/71). Sie spielt eine Dame der Oberschicht, die in eine Frauenbefreiungsgruppe namens PIGS (Politically involved girls) gerät. Dieser Film bot Anlass zu einer Kampagne von Feministinnen gegen Warhol und Darling. Candy Darling orientierte sich stark an dem glamourhaften Hollywood-Frauenbild der 1940er Jahre, ein Bild, welches die emanzipierten Frauen der späten 1960er Jahre gerade abschütteln wollten.
    Sie drehte noch eine Reihe von independent Filmen, die größtenteils wenig Erfolg hatten. Candy dazu:“I‘ve had small parts in big movies and big parts in small movies.“
    Zu ihren damaligen Lovern gehörten Iggy Pop und Lou Reed, der ihr durch den Song „Candy says“ noch zu Lebzeiten ein Denkmal setzte. Ich zitiere:
    „Candy says, I‘ve come to hate my body
    And all that it requires in this world

    Candy says, I‘d like to know completely
    What all they discretely talk about

    I‘m gonna watch the blue birds fly
    over my shoulder
    I‘m gonna watch them pass me by
    maybe when I‘m older

    What do you think I‘d see
    if I could walk away from me

    Candy says, I hate the quiet places
    That cause the smallest taste of what will be

    Candy says, I hate the big decisions
    That cause endless revisions in my mind

    I‘m gonna watch the bluebirds fly
    over my shoulder
    I‘m gonna watch them pass me by
    maybe when I‘m older

    What do you think I‘d see
    if I could walk away from me“

    Das Lied wurde übrigens auch von Martin L. Gore auf seiner letzten Soloplatte gecovert, während die Smiths die 7″ von „Sheila take a bow“ mit eínem Bild von Candy verzierten.
    Am 21 März 1974 verstarb Candy Darling mit – wahrscheinlich – 29 Jahren an Leukämie als Folge der Hormontherapien. In ihrem Testament schrieb sie: „Selbst meine vielen Freunde und meine in Fahrt gekommene Karriere verdecken nicht die Leere in mir, die dieses irreale Leben hinterlässt. Es langweilt mich einfach alles, man könnte sagen, ich bin zu Tode gelangweilt. Ich habe bereits mein eigenes Begräbnis organisiert, inklusive Gästeliste und Bezahlung. Ich hätte ein Star sein können, aber ich habe kein Interesse mehr.“

    Gerüchten zufolge soll das Leben der Candy Darling demnächst mit Madonna in der Hauptrolle verfilmt werden.

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    Keine Katharsis http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/09/keine-katharsis/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/09/keine-katharsis/#comments Fri, 09 Feb 2007 20:14:25 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/09/keine-katharsis/ In der aktuellen Ausgabe der Jungle World steht ein sehr interessanter Artikel von Tjark Kunstreich zur RAF und der deutschen Linken, den ich euch nicht nur wegen dem genialen Anfang mit der tripple Alliteration empfehlen möchte:

    30 Jahre deutscher Herbst
    Der deutsche Durchschnittsexistenzialist kann sich Veränderungen nur als kathartische Katastrophe vorstellen, die regelmäßig in der Affirmation des Bestehenden endet. Wie die Eltern die elenden Jahre unmittelbar nach 1945 als notwendiges Durchgangsstadium zum Wirtschaftswunderland interpretiert hatten, so emp­fanden ihre Söhne und Töchter die siebziger Jahre als Durchquerung des Tals der Tränen, deren Vollendung auf das Jahr 1977 datiert werden kann.

    1977 wurde gehobelt, und es fielen Späne; Helmut Schmidt bedankte sich zwei Jahre später bei den deutschen Juristen für ihren Verzicht auf eine genauere Überprüfung der eilends eingeführten Sondergesetzgebung. Was 1977 und danach eigentlich nur von der RAF selbst behauptet wurde – sie habe mit der »Offensive 77« die Machtfrage stellen wollen –, ist nun freimütiger Konsens der Demokraten. Allerdings als Loyalitätsfrage: »Die im Herbst 1977 ihren Höhepunkt erreichende Auseinandersetzung zwischen der RAF und der Bundesrepublik trug Züge einer gesamtgesellschaftlichen Teufelsaustreibung, in deren Zentrum die Frage des legitimatorischen Verhältnisses von Staat und Gesellschaft stand«, zitiert die Welt die Historikerin Dagmar Hauser.

    Viele Linke erlebten dieses Jahr als per­sönliche Katharsis: Waren sie vor der Erschießung des Generalbundesanwalts Buback im April 1977 vielleicht Kritiker der RAF, begriffen sich aber durchaus als Staatsfeinde in revolutionärer Absicht, hatten sie sich zum Ende des Jahres in öffentlichen und nicht öffentlichen Unterwerfungsgesten zum Gewaltmonopol des Staats bekannt. Ihrem erfolgreichen Aufstieg in Regierungsposten und Ministerämter stand nichts mehr im Wege. Aus heutiger Sicht scheint es tatsächlich so, als habe die RAF der verhassten reformistischen Linken den Weg an die Futtertröge freigeschossen, als habe die Strategie, mittels bewaffneter Aktionen den Staat zu zwingen, seine faschistische Fratze zu zeigen, nirgendwo anders enden können als in jener Identifikation mit dem Souverän, die für alles, was folgte, entscheidend war: die Wiedervereinigung und den Aufstieg Deutschlands zur europäischen Führungsmacht.

    Entgegen anderer Vermutungen war es nicht so, dass diese Linken alles über Bord geworfen hatten – ihren Antiamerikanismus und Antiimperialismus nahmen sie mit, ebenso die bizarre Faszination für Stämme, Völker und sonstige Gemeinschaften: alles, von dem sie nicht zu Unrecht annahmen, es könnte auf dem Weg zur Macht noch einmal nützlich sein. Wie nützlich, das haben sie wohl nicht einmal zu träumen gewagt. Auch die Gefangenen waren ihnen nützlich, als ihr negatives Abziehbild, vor dem sie umso heller strahlten.

    Dass es gerade jene Ideologieversatzstücke waren, die den einen zur Macht und die andere auf Jahrzehnte ins Gefängnis brachten, zeigt zum einen, wie wenig diese zum Maßstab irgendeiner fortschrittlichen Entwicklung taugen. Zum anderen zeigt es, dass weder militanter Antiimperialismus noch fehlende Reue hinreichende Gründe für die weitere Inhaftierung der Gefangenen darstellen. Der Grund liegt in der Verweigerung tränenreicher Talkshowbekenntnisse oder anderer Heimkehr symbolisierenden Verrenkungen, mit der die letzten beiden Staatsfeinde nachholen könnten, was ihre Generation 1977 vorgemacht hat. Die vorerst letzte deutsche Katharsis fällt aus, weil die Hauptdarsteller sich weigern, ihren Text aufzusagen.

    Tjark Kunstreich/Jungle World Nr.6, 2007, S. 21.

    Apropos RAF: ich weiß nicht, ob ihr´s wusstet..

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    Morrissey 12 Points! http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/04/morrissey-12-points/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/04/morrissey-12-points/#comments Sun, 04 Feb 2007 17:42:41 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/04/morrissey-12-points/
    Zu einem der schrecklichsten Ereignissen gehört alljährlich der „Eurovision Song Contest“ formerly known as „Grand Prix Eurovision de la Chanson“. Langweilige Balladen, öde Ethnodancemukke, unmögliche Outfits, Ralph Siegel, Schlagernationalismus, Moderationen vom MDR-Stricher Axel Bulthaupt (dem ich mal auf den Fuß getreten bin, aber das ist eine andere Geschichte..), der bezeichnende Sieg von Nicole damals mit „Ein bisschen Frieden“..Während ich es eigentlich mit Peter Lichts Devise „Meide Dinge, von denen du kotzen musst“ halte, gibt es in meinem Bekanntenkreis sogar Leute, die zu diesem Anlass regelmäßig „Grand Prix Parties“ feiern.
    Interessant war eigentlich nur der Wettbewerb damals irgenwann in den 90ern, als die Transsexuelle Dana International aus Israel gewann und daraufhin von den üblichen Verdächtigen beschuldigt wurde, „die arabische Kultur zu unterwandern.“
    Das könnte sich in diesem Jahr ändern, denn während die Deutschen entweder Heinz Rudolf Kunze oder „Monrose“ ins Rennen schicken und so oder so wieder weit abgeschlagen auf den letzten Plätzen enden werden, geht das Gerücht um, dass eine meiner persönlichen Ikonen, der ehemalige Smiths -Sänger, Offenbarer solcher Weisheiten:
    „Ich finde es äußerst langweilig, dass in unserer Gesellschaft so viel Wert auf Sexualität gelegt wird. Ich finde die ganze Idee von Sexualität überflüssig. Begriffe wie Heterosexualität, Bisexualität, Homosexualität kann ich nicht akzeptieren. Sie sind nur Vorsilben, die dem Wort ‚Sexualität‘ vorangesetzt werden. Es ist daraus zu folgern, dass es große Unterschiede zwischen den Menschen gibt, und das stimmt nicht. Eigentlich brauchen alle Menschen genau das Gleiche. Ich kann Heterosexualität auf keinen Fall anerkennen. Sie existiert nicht, und ich bin davon überzeugt, Homosexualität existiert auch nicht.“
    und selbsternannter „last of the famous international Playboys“ Morrissey, für England starten wird!
    Ein Sprecher des verantwortlichen Senders BBC erklärte dazu: ‚Ich kann bestätigen, dass wir uns zur Zeit im Gespräch mit Morrissey über einen möglichen Eurovision Song befinden.‘ Sollte dies eintreffen werde ich mir die ganze 4 Stunden Veranstaltung reinziehen und zu gegebener Stunde zum Telefon greifen.
    Ein Wort noch zum potentiellen deutschen Repräsentanten Heinz Rudolf Kunze: Sein Beitragslied beginnt allen Ernstes so
    „Die Sonne scheint in schwarz rot gold
    der Kaiser hat es so gewollt
    Champagner perlt wie Mädchenblut
    die Welt ist Pop die Welt ist gut

    Im Kanzleramt ist Modenschau
    der nächste Papst wird eine Frau
    man trägt jetzt wieder Wagemut
    die Welt ist Pop die Welt ist gut

    Oh oh oh oh weg mit dem alten Plunder
    also ganz ehrlich
    es gibt doch noch Wunder
    es gibt doch noch Wunder“

    ..mich wundert in Deutschland eh nix mehr! Also, „shoplifters of the world unite“ & Morrissey 12 Points!

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    „Die USA müssen unsere Anführer sein“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/02/die-usa-massen-unsere-anfahrer-sein/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/02/die-usa-massen-unsere-anfahrer-sein/#comments Fri, 02 Feb 2007 20:28:37 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/02/die-usa-massen-unsere-anfahrer-sein/ Gestern war in der Parteizeitung der Grünen ein sehr interessantes Interview mit Ayaan Hirsi Ali:

    „Die USA müssen unsere Anführer sein“

    taz: Frau Ali, Sie vertreten die These vom „Kampf der Kulturen“. Ist diese Formel nicht zu schlicht, um alle Probleme zu erfassen – vom islamistischen Terror bis zur Integrationsdebatte? Reden Sie damit nicht erst jenen Radikalen das Wort, die sich im Krieg wähnen?

    Ayaan Hirsi Ali: Dieser Konflikt existiert, ich rede ihn nicht herbei. Der Krieg hat längst begonnen – und es waren nicht die USA, die ihn erklärt haben. Er wurde von einer Gruppe im Namen einer Ideologie begonnen. Das macht diesen Krieg so verzwickt.

    Und wer ist der Gegner?

    Wir stehen vor keinem Gegner mit Uniformen auf einem Schlachtfeld, wo es leicht ist, die Schlechten und die Guten auszumachen. Heute kann Ihr Nachbar jemand sein, der unsere Werte zerstören will. Wir reagieren nur. Aber unsere Botschaft muss lauten: Wenn ihr unsere Werte zerstören wollt, dann werden wir uns verteidigen.

    Und wie soll das gehen?

    Wir befinden uns mitten in einem Konflikt der Wertesysteme. Tony Blair spricht von einem „unkonventionellen Krieg“ und von einem „Krieg um Werte“ – zwischen den Menschen, die die Freiheit lieben, die freie Individuen wollen, und denen, die die Welt dominieren wollen, in dem sie die Religion dazu nutzen.

    In vielen europäischen Ländern gibt es Probleme mit der Integration von Einwanderern. Aber das kann man doch nicht ausschließlich als einen Kulturkonflikt beschreiben!

    In vielen Ländern ist die Integration gescheitert. Das liegt daran, dass nie jemand den Immigranten und deren Kindern erklärt hat, dass sie eine Menge Rechte bekommen, aber damit auch eine Menge Pflichten verbunden sind. Doch unser Problem hat nur bedingt mit der Immigration zu tun. Wir stehen einer breiten, totalitären Bewegung gegenüber, die versucht, überall reelle Macht zu bekommen: in den Regierungen, den Gewerkschaften, den Universitäten bis hinunter zu den Familien. Sie wollen die Menschen beeinflussen, damit sie einen Islam leben, der nach einem Staat strebt, der auf den islamischen Idealen basieren soll. Wir müssen dies stoppen.

    Wie geht das?

    Wir müssen ganz klar verteidigen, wofür wir stehen. Und dann können wir hingehen und sagen: Okay, ein Teil des Problems ist die Immigration. Also erlauben wir nur denen nach Europa zu kommen, die unsere Regeln und Werte verstehen und annehmen.

    Und was ist mit Muslimen, die in Europa leben oder hier geboren wurden und sich dann radikalisieren?

    Wir können nur einen Teil ausweisen. Sie haben Recht, viele haben bereits die Staatsangehörigkeit. Sie zu erhalten, war bisher viel zu leicht. Die Staatsangehörigkeit muss künftig ein gesellschaftlicher Vertrag sein: Sie stimmen unseren Werten zu, sie sind politisch loyal – dann sagen sie das auch. Im gegenteiligen Fall gibt es keine Staatsangehörigkeit. Und so bald sie beginnen, unser System auszuhöhlen, werden sie abgeschoben.

    Für Sie ist nicht nur der muslimische Fundamentalismus, sondern der ganze Islam das Problem. Halten Sie ihn denn nicht für reformierbar? Es wird ja viel von einem „europäischen Islam“ geredet.

    Wenn die Menschen, die sich als Muslime begreifen, willens sind, den Koran endlich als Buch zu akzeptieren, das von Menschen geschrieben wurde und nicht das Wort Gottes ist. Und wenn sie einsehen, dass der Prophet Mohammed im 21. Jahrhundert nicht für alles ein Vorbild ist: Er kann auf keinen Fall als Vorbild dafür dienen, wie Frauen und die Individuen im Allgemeinen behandelt werden.

    Sie verstehen sich als Frauenrechtlerin. Was müsste Ihrer Ansicht nach konkret geschehen, um die Situation muslimischer Frauen zu verbessern?

    Wir müssen mit dem radikalen Islam in einen Wettstreit um Werte treten. Und wir können unseren Teil zur Befreiung der muslimischen Frau beitragen, indem wir dafür sorgen, dass sie finanziell unabhängig wird und über ihren Körper und ihre Sexualität frei bestimmen kann. Das ist der beste Weg, etwas für die Entstehung eines freien, modernen, europäischen Islam zu tun.

    Sie leben jetzt in den USA und arbeiten in dem neokonservativen Thinktank „American Enterprise Institut“. Haben Sie dort jetzt Ihre ideologische Heimat gefunden?

    Die USA müssen unsere Anführer sein. Denn ich will in keiner Welt leben, die von China, den arabischen Ländern oder Russland angeführt wird. Wir leben in keiner perfekten Welt – aber ich denke, es ist die beste Welt, die wir bisher hatten.

    Und diese Welt muss sich mit allen Mitteln zu Wehr setzen – zur Not mit Krieg?

    Diejenigen, die die Freiheit wollen, müssen in letzter Konsequenz bereit sein, für die Verteidigung dieser Freiheit und deren Institutionen zu sterben. Nur dann können wir diesen Krieg gewinnen.

    taz vom 1.2.2007, S. 12.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/02/die-usa-massen-unsere-anfahrer-sein/feed/
    Congratulations http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/02/congratulations/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/02/congratulations/#comments Fri, 02 Feb 2007 19:49:33 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/02/congratulations/ Wie ich gestern in der FAZ erfuhr erhält der Journalist, Schriftsteller und ehemalige Autor der „St. Pauli-Nachrichten Henryk M. Broder den mit 20 000 Euro dotierten Ludwig-Börne-Preis. Die Auszeichnung wird am 24.6. in einer öffentlichen Veranstaltung in Frankfurt/Main in der Paulskirche verliehen. Der alleinige Juror und Herausgeber der Illustrierten „Focus“, Helmut Markwort, bezeichnete Broder in seiner Begründung als „Ludwig Börne von heute: ein freier Geist, der leidenschaftlich und feurig schreibt, oft polemisch und ohne Rücksicht auf political correctness, aber immer unabhängig und überraschend.“
    Wer sich von euch jetzt fragt, wer denn Ludwig Börne war: Es handelt sich um den 1786 als Juda Löb Baruch geborenen und 1837 verstorbenen Journalisten, der aufgrund seiner pointiert-witzigen anschaulichen Schreibweise als Wegbereiter der literarischen Kritik in Deutschland gilt. Aus diesem Anlass möchte ich kurz aus einem von Broders Klassikern, „Der ewige Antisemit“, von 1986 zitieren:
    „Ob das deutsche Interesse am Nahostkonflikt, die Verantwortungsgeilheit den Palästinensern gegenüber und speziell die linke Parteinahme für die PLO nicht Ausdruck eines unbewussten, nicht eingestandenen Wunsches ist, die Endlösung der Judenfrage möge noch einmal unternommen werden, damit der zweite Anlauf die Notwendigkeit und Berechtigung des ersten legitimiert. Solange die Deutschen mit dem Kainsmal leben müssen, die bislang Einzigen gewesen zu sein, die die Judenfrage ein für alle Mal lösen wollten, stehen sie im Verdacht, einer Wahnidee erlegen zu sein. Käme noch jemand auf dieselbe Idee, wären sie wenigstens von der Last dieser peinlichen Exklusivität befreit. Deswegen müssen ständig neue Beweise für die Schuld der Juden gesucht und gefunden werden, müssen die Opfer ihre Unschuld verlieren, damit die Täter von ihrer Schuld loskommen.“
    (Henryk M. Broder/ Der ewige Antisemit, S.191f.)
    Über Broders letztes Buch: „Hurra, wir kapitulieren“ schrieb übrigens Knut Mellenthin im ehemaligen FDJ-Zentralorgan „junge Welt“:
    „In Deutschland ist Broders Buch ein Bestseller. Wäre es in Ländern wie Großbritannien oder Frankreich erschienen, hätte man dort von den 167 Seiten überhaupt nicht Notiz genommen. Das Thema wird da schon seit einigen Jahren von Autoren mit erheblich größerem geistigen Tiefgang bearbeitet. Deutschland steht auch hier wieder einmal deutlich unter dem Weltniveau. (…) Die Vorstellung, daß die Moslems nach der Weltherrschaft streben, mag zwar in den Köpfen einiger Fundamentalisten vorhanden sein. Sie ist aber sehr weit von der Realität entfernt. Tatsache ist vielmehr, daß der in der NATO vereinigte Westen einen eskalierenden Angriffskrieg gegen die moslemische Welt führt. (…)
    Henryk Broder hat für den Irak-Krieg geworben, und er fordert jetzt von den Europäern, sie müßten den USA und Israel bei der »Entwaffnung der Mullahs«, also beim geplanten Krieg gegen Iran, helfen. In diesem militärstrategischen Kontext ist sein Buch »Hurra, wir kapitulieren« ein Beitrag zur rassistischen Vorurteilsbildung gegen die Moslems und ihre Religion, den Islam. Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus verhöhnt Broder als »feinsinnig« (S. 11), was in seinem Sprachgebrauch soviel wie »schwachsinnig und völlig überflüssig« bedeutet.
    Wer differenziert, der kapituliert im Grunde schon, lautet die Botschaft. Broder steigert sich noch mit dem Kalauer, der Unterschied zwischen Islam und Islamismus entspreche vermutlich dem zwischen Alkohol und Alkoholismus (S. 53). Und er landet schließlich bei der von ihm offensichtlich geteilten Unterstellung, »daß der Islamismus den Islam nicht mißbrauchen, sondern ihn wörtlich nehmen könnte« Nach diesem Muster reiht der Autor völlig einseitig Fallbeispiele aneinander, von denen die meisten ursächlich kaum etwas mit dem Islam zu tun haben, um seine Grundthese vom unvermeidlichen »Clash of Civilizations« zu untermauern. Den der Westen nach Ansicht Broders schon verloren hat: »Der freie Westen, der sonst bei jedem Hakenkreuz auf einer Hauswand ›Wehret den Anfängen!‹ ruft, hat gezeigt, daß er der islamischen Offensive nichts entgegenzusetzen hat.« (S. 20) Das könnte auch in einem NPD-Flugblatt stehen.“ Na, wenn ihr das schreibt..

    1996 erhielt den Preis übrigens Mr „Ich nicht“ Joachim Fest.

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    Kuschelsex? http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/01/kuschelsex/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/01/kuschelsex/#comments Thu, 01 Feb 2007 20:31:31 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/02/01/kuschelsex/
    „Ey Cliff, das Transpi find ich echt total scheiße!“ war noch einer der netteren Kommentare auf der Demo gestern. Egal-Ihr wollt Kuschelsex? Fickt euch!

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    Die Antwort auf Auschwitz http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/27/die-antwort-auf-auschwitz/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/27/die-antwort-auf-auschwitz/#comments Sat, 27 Jan 2007 22:33:11 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/27/die-antwort-auf-auschwitz/
    Es waren die Soldaten der 107. Infanterie-Division der 60. Armee der Roten Armee, unter der Kommandantur von General Konjew, die am Mittag des 27. Januar 1945 durch die Tore auf das Gelände des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau kamen.
    Sie fanden dort nur 7000 Menschen, letzte Überlebende von dem, was vier Jahre lang eine Fabrik des größten Massenmordens der Geschichte war. Eine Million und 200.000 Juden wurden zur Wegkreuzung von Auschwitz-Birkenau geschickt, durchliefen die Selektion und wurden in den meisten Fällen sofort in die Gaskammern geschickt – der technologische Beitrag der Deutschen zur Massenvernichtung. Ihre Leichen wurden verbrannt; die Wenigen, die für die Zwangsarbeit für tauglich erklärt wurden, verhungerten, erfroren, starben durch Folter und letztendlich auf dem Todesmarsch.
    „Ein Ort“, so schreibt Prof. Raoul Hillberg, „wurde zum Symbol des Holocausts an den Juden in Europa: Auschwitz“. Dieses Lager war dazu bestimmt, die „Endlösung“ des „Judenproblems“ in Europa durchzuführen: sie alle zu ermorden. Männer und Frauen, Alte und kleine Kinder, Gesunde und Kranke, Kommunisten und Revisionisten, Bärtige und Rasierte. Aus dem Westen, dem Osten, aus dem Balkan – jeder, den die deutsche Rassenlehre als „jüdisch“ definierte, war zum Tode verurteilt, auf dem Weg in die Gaskammer, bis zum letzten Moment.
    Erst als sie die sowjetische Armee von Nahem sahen, legten die Deutschen die Todesindustrie in Auschwitz-Birkenau still. Das Team des Lagers erhielt aus Berlin die Anweisung, jeden Beweis, leblos oder noch am Leben, zu vernichten. Die Gaskammern und Brennöfen wurden abgebaut und gesprengt und ihre Betreiber ermordet. Die Lager, in denen die Kleidung der Toten und deren persönliche Habe aufbewahrt wurde, gingen zusammen mit Bergen von Dokumenten in Flammen auf.
    Der letzte der SS-Soldaten verließ das Lager am 24. Januar. Der Schriftsteller Primo Levi, Gefangener des Lagers, schrieb über diesen Tag in seinem Buch mit dem Titel „Ist das ein Mensch?“: 24. Januar. Freiheit… keine Deutschen mehr, keine Selektion mehr, keine Zwangsarbeit, keine Schläge, keine Appelle… aber niemand konnte die neue Situation genießen: auf jedem Schild war der Engel des Todes und der Zerstörung.“
    Nach Auschwitz stellten die Schriftsteller und Philosophen ihre Arbeit ein. Es war unmöglich Dichtung zu schreiben oder Gedanken zu verfassen. Die menschlichen Grundordnungen hatten sich von Grund auf geändert. Sie irrten sich. Die Erinnerung an Auschwitz bleibt wie eine blutende Wunde auf dem Gewissen Europas zurück. Doch sie hinderte seine Einwohner nicht daran, Zerstörtes wieder aufzubauen, Kinder in die Welt zu setzen, Theaterveranstaltungen zu genießen, ihr Brot zu verdienen, Dichtung zu lesen – und sogar Antisemiten zu sein.
    Bis heute wurde keine befriedigende Antwort auf die Frage gegeben „Wie konnte Auschwitz geschehen?“ und vielleicht gibt es keine Antwort: K. Zetnik, ein überlebender Schriftsteller, nannte die Vernichtungslager „andere Planeten“ und verschloss sie so dem menschlichen Verstand. „Wir sagen Auschwitz“, schreibt Prof. Israel Gutman, einer der führenden Erforscher der Shoah in Israel und weltweit, selbst Überlebender von Auschwitz, „und meinen das Zentrum der Folterungen und des unfassbaren Schreckens, die Essenz des Bösen und des Grauens, das Menschen angetan wurde.“
    Gibt es etwas Schlimmeres als Juden in den Tod zu schicken, ihnen ihre Würde zu nehmen, ihnen ihre Zähne und ihr Kopfhaar zu rauben, sie zu Zahlen zu machen, sie in den Brennöfen von Treblinka und Auschwitz zu vergasen und einzuäschern? Die Antwort ist ja: All diese schrecklichen Dinge zu tun – und sie zu leugnen!
    Die Gedenkveranstaltungen dieser Tage haben pädagogische, moralische und globale Bedeutsamkeit. Doch wird man aus ihnen die richtige Lehre ziehen? Nur die Existenz eines starken Staates Israel kann sicherstellen, dass es nicht zu einem zweiten „Auschwitz“ kommt. Für sechs Millionen Juden wurde der Staat Israel zu spät gegründet.
    Der Staat Israel und nichts anderes ist die Antwort auf Auschwitz.
    Das dürfen wir nie vergessen.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/27/die-antwort-auf-auschwitz/feed/
    Vier Geschichten von mir http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/26/4-geschichten-von-mir/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/26/4-geschichten-von-mir/#comments Fri, 26 Jan 2007 21:59:11 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/26/4-geschichten-von-mir/ Die Woche begann mit einer puren Horrorshow: Ich war auf der Arbeit und wollte mir gerade einen Günen Tee machen als plötzlich heftiges Bellen gefolgt von schrillem Kreischen ertönte. Sofortiges Nachsehen brachte zu Tage, dass einer Freundin von einem ihrer eigenen Hunde ein Stück ihrer Hand abgebissen wurde. Aus ihrem Fingerstumpf schoss das Blut in einer Fontaine hervor, die jeder Cradle of Filft Show Konkurrenz gemacht hätte. Obwohl wir das abgebissene Stück gleich auf Eis betteten und der Krankenwagen auch schon nach 5 Minuten am Start war, konnte das Stück leider nicht mehr angenäht werden…Die beiden verantwortlichen Hunde waren indes schon einschlägig bekannt, so hatten sie zum Beispiel mal ´ne Halbe Schafherde gerissen…Nichts desto trotz wird die Besitzerin, eine überzeugte Tierfreundin, die beiden Psychos behalten, obwohl ich schon angeboten habe, für deren Einschläferung zu Sammeln.

    Später schrie mich bei anderer Gelegenheit eine Polizistin an „Verschwinde, du miese Studentenschwuchtel!“, dabei kannte die mich gar nicht! Bei derselben Gelegenheit war anscheinend auch der Bruder einer anderen Polizistin zugegen, die die ganze Zeit rief:“ Ey Johnny, hör auf mit dem Scheiß, komm da weg, wenn das die Eltern erfahren! Los Johnny, ich sag das Mama und Papa…“ Worauf Johnny nur meinte: „Ne, ich bleibe, ich hab keine Angst mehr vor Mama und Papa, du Bullenvotze..“(und das, obwohl andere Leute schon wegen zivilisierterer Ausdrücke eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung verpasst gekriegt haben..)

    Am folgenden Tag wedelte der lokale RCDS-Vorsitzende, der im übrigen beim total öden StudiVz in der Gruppe „anti-antifa“ ist, mit einem pinken RCDS-Kugelschreiber vor meiner Nase und meinte: „Na Cliff, der gefällt dir, was?“ als ich im Rahmen der StuPa-Wahl meine Stimme abgeben wollte um Leuten wie ihm die Tour zu vermasseln . Eigentlich wollte ich darauf hin meinen Penis rausholen, damit wedeln und fragen: „Na, Patrick der gefällt dir, was?“ Aber da ein Hund in der Nähe war und mir die Geschichte vom Anfang der Woche noch sehr nah ging, verzichtete ich.

    Abschließend hatte ich noch ein interessantes Gespräch mit einem befreundeten Anglistik-Professor, der mir freimütig erzählte, dass sein Freund total auf „Natursekt“ stehe und sie sich daher immer vor dem „Benutzen der Geschlechtswerkzeuge“ (Kant) ein harntreibendes Medikament verabreichen würden um somit alle 20 Minuten eine Golden Shower nehmen zu können. Wahrscheinlich kann man das ganze auch mit einem einfachen Nieren-Blasentee haben, aber erlaubt ist was gefällt!

    „…das hier sind nur vier Geschichten von mir..“– Tocotronic

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    „Und 33 war Adolf Hitler Gottes Sohn“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/23/und-33-war-adolf-hitler-gottes-sohn/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/23/und-33-war-adolf-hitler-gottes-sohn/#comments Tue, 23 Jan 2007 20:41:53 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/23/und-33-war-adolf-hitler-gottes-sohn/
    Wie ich bei nada erfahren musste lösen sich Blumfeld (also die Band, über die ein gewisser Harald Peters 1999 in der Jungle World schrieb „Die Spice Girls, die Backstreet Boys oder Xavier Naidoo können sowas besser. Die vorgeschobene Ernsthaftigkeit ist hier durch die doppelt ironische Wendung schon wieder reaktionär. Die pubertäre wird Geste berechnend vorgeführt. Blumfeld sind keinen Meter Pop, weil sie zu lang darüber nachgedacht haben, wie sie Pop werden könnten. Pop ist leicht, ist mißverständlich, ist oberflächlich, mehrdeutig und plakativ und billig. Blumfeld sind eindimensional und tiefschürfend, kalkuliert und eindeutig. Blumfeld haben kein Geheimnis, die Münchner Freiheit hat Tausende.“) auf!
    Damit bleiben vom Hamburger Triumvirat nur noch Die Sterne und Tocotronic (welche uns immerhin dieses Jahr mit einem neuen Album beglücken werden) übrig. Traurig, Traurig (wenn auch nicht „Tausend Tränen tief“), auch weil ich nie die Gelegenheit hatte, Blumfeld im Gegensatz zu den anderen beiden live zu erleben. Traurig aber auch, dass viele jetzt sagen „Na klar, das letzte Album war ja auch scheisse“..Na und? Mein Blumfeld Lieblingsalbum war sowieso deren Debüt „Ich-Maschine“ aus dem Jahr 1992, dessen Titeltrack ich hier mal zum Abschied zitieren möchte.

    „Zurück zum Haus
    zwischen den Gleisen und dem Garten,
    in dem die Apfelbäume warten, auf die ich kletterte
    mich vor Erdanziehung rettete bis jemand rief
    und ich dann in die Küche lief auf meinen Platz,
    den ich verließ wie einen Glauben
    wie die Klassenzimmer, Sportplätze, Partykeller
    Sicherheitszonen geschaffen von Eltern
    und Menschen, die in Luftschutzbunkern wohnen,
    in denen Du sonst nichts vermißt außer Dir selbst
    und sobald du Dich fragst, wer das ist
    und ob Du Dir so wie Du bist gefällst
    wird das der Moment, in dem Du das Gebäude verläßt
    mit ihm einen Berg von Leichen, Deine
    ich sah meine auf den Schienen bei gestellten Weichen
    ein letztes Mal die Köpfe schüttelnd liegen
    und fuhr fort und drüber weg
    fuhr fort und drüber weg

    fuhr fort und drüber weg
    als unsichtbares Sexsymbol,
    das den Gedanken lauter werden läßt,
    wenn Dich im Dunkeln mit mir Dein Tastsinn verläßt
    wie man liebe macht
    hat uns nicht nur um den Beischlaf,
    sondern auch um den Verstand gebracht
    und zölibatäre Linguisten, Leer/Lehrkörper und Theisten
    haben sich hoffentlich totgelacht
    und nicht bloß wie sonst ins Fäustchen gemacht,
    weil die wollen, daß wir werden sollen wie sie

    bleibt nur: weiter, weiter, weiter
    soziale Randgruppen auf dem Weg zu sich selbst
    die Geschichte ist alt und wird älter
    auf Tanzflächen, Tresen, Vinyl und Papier, Zelluloid und bei Dir
    heissen hier: Ü-Räume; sind Sicherheitszonen in der Realität
    ein Lebender, der nicht weiß, wie das geht, steht vor dem Haus
    steht zwischen den Gleisen und dem Garten,
    in dem die Apfelbäume warten“

    Vielleicht sollten Bands eh Schluss machen, wenn ihre Abspaltungsprodukte, in diesem Fall Kante, die besseren Alben rausbringen..? Vielleicht wird Jochen Diestelmeyer, über den Rocko Schamoni schrieb
    „Jochen saß oft schweigend daneben und dachte nach. Er war ein bisschen unser Sonderling, professoral zerstreut und gleichzeitig sehr überlegt, verbrauchte er seine meiste Energie zum Reflektieren, während er als einziger von uns immer einen Likör vor sich hatte. Er linste uns durch die dicken Gläser seiner Nickelbrille an und schließlich gab er einen Satz von sich, der ungefähr wie folgt geklungen haben dürfte: „Weg ist klar, Ziel ist klar, die Zeit der Grabenkämpfe ist vorbei, wir müssen unsere sensitive Produktivität bündeln, intellektuelle Zärtlichkeit kann als Waffe ungemein klärend wirken, legen wir uns auf den Boden und schießen uns selber ab!“"
    jetzt aber auch ein Denkmal in seiner Heimatstadt Bielefeld gebaut? Mein Kopf ist auf jeden Fall voll mit Blumfeld-Zitaten und nachdem ich gestern das „Vergnügen“ hatte, Heinz Rudolf Kunze zu treffen, weiß ich eine Band wie Blumfeld erst recht zu schätzen, musikalisch, optisch und auch sonst!

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/23/und-33-war-adolf-hitler-gottes-sohn/feed/
    Oriana & Muhammad http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/20/oriana-muhammad/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/20/oriana-muhammad/#comments Sat, 20 Jan 2007 22:36:31 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/20/oriana-muhammad/ Jetzt habe ich doch glatt verpasst, Ex-Cassius Clay Muhammad Ali am 17.1 zum 65. Geburtstag zu gratulieren, was ich nun aber mit einem ihn betreffenden Auszug aus Oriana Fallacis letztem Buch „Die Macht der Vernunft“ nachholen möchte:

    „Ich hielt ihn für einen Scherz der Natur, Muhammad Ali, geb. Cassius Clay, und nahm ihn nicht ernst. Wie kann man denn auch jemanden ernst nehmen, der sagt: „Ich bin der Größte, der Schönste. Ich bin so schön, dass ich eigentlich drei Frauen pro Nacht verdient hätte. Ich bin so groß, dass nur Allah mich k.o. schlagen kann.“ Oder: „Ich habe den Namen Muhammad gewählt, denn Muhammad bedeutet >jeder Verheißung würdig<“ Oder: „Ob ich je einen Brief geschrieben, je ein Buch gelesen habe? Wahrhaftig nicht. Ich schreibe keine Briefe und lese keine Bücher. Das brauche ich nicht, weil ich mehr weiß als ihr alle. Ich weiß zum Beispiel, dass Allah ein älterer Gott ist als euer Jahwe und euer Jesus, und das Arabisch eine ältere Sprache ist als Englisch. Englisch ist erst vierhundert Jahre alt.“ Oder: „Was ich nach dem Boxen mache? Na ja, vielleicht werde ich Staatschef in einem afrikanischen Land, das ein Oberhaupt braucht und sich fragt: Warum nehmen wir nicht Muhammad Ali, der so stark und schön und mutig und fromm ist?“ Oder: „Wenn ich nicht in Florida, sondern in Alabama leben würde, würde ich für die stimmen, die nicht dafür sind, dass Weiße und Schwarze sich mischen. Ich würde keinen Typen wie Sammy Davis, die eine blonde Schwedin heiraten. Hunde sollen unter sich bleiben, Filzläuse sollen unter sich bleiben, Weiße sollen unter sich bleiben.“
    Ich will damit sagen, auch vom menschlichen Standpunkt aus fand ich nichts Ehrenwertes an diesem dummen, bösartigen, ungebildeten vierundzwanzigjährigen Angeber, der nur gut boxen konnte und basta. Es gab jedoch den ein oder anderen Moment, in dem mir Zweifel kamen, dass es ein Fehler sein könnte, ihn nicht Ernst zu nehmen. Kurz und gut, dass sein Verhalten von größerer Bedeutung war, als es den Anschein hatte. Das erste Mal (es gab zwei Treffen), als er mit einem Satz herausplatzte, der des Voltairischen Protagonisten würdig gewesen wäre, der aus Liebe zu Mohammed seinen Papa umbringt. „Elijah Mohammed liebe ich mehr als meine Mutter. Denn Elijah Mohammed ist Muslim und meine Mutter Christin. Für Elijah Mohammed würde ich sogar sterben. Für meine Mama nicht.“
    Das zweite Mal, als die Black Muslims, die sein Haus bevölkerten, auf mich losgingen. Er verhielt sich nämlich sehr feindselig. Voller Groll. Anstatt meine Fragen zu beantworten, schnaufte er, kratzte sich, vertilgte riesige Scheiben Wassermelone und rülpste mir mitten ins Gesicht. (Absichtlich wohlgemerkt. Um mich zu beleidigen. Um mich daran zu erinnern´, dass Filzläuse wie Weiße unter sich bleiben sollen. Nicht um seinen Magen zu erleichtern, also aus bloßer Unzivilisiertheit.) Es waren derart zyklopische, laut tönende, stinkende Rülpser, dass ich am Ende die Geduld verlor. Ich warf im das Mikrofon des Rekorders ins Gesicht, stand auf und wandte mich mit einem sakrosankten „Go to Hell“ zum Gehen. Draußen wartete mein Taxi. Nun, zuerst reagierte er nicht. Sprachlos vor Staunen blieb er mit der soundsovielten, halb erhobenen Scheibe Wassermelone sitzen und hatte nicht einmal die Kraft, mich mit einem seiner unerbittlichen Knock-outs niederzustrecken. (Ein Schubs mit dem Daumen hätte in meinem Fall genügt.) Die Black Muslims dagegen verfolgten mich. Angeführt von seinem geistlichen Berater (einem gewissen Sam Saxon), erreichten sie das Taxi, in das ich inzwischen eingestiegen war, brüllten „dreckige Christin“ und umringten es. Sie hämmerten darauf ein, hoben es hoch, versuchten, es umzustürzen und..Die Straße war menschenleer. Dem entsetzten Fahrer (ein Schwarzer mit einem koptischen kreuz am Hals) gelang es nicht, den Motor anzulassen und wegzufahren. Wäre nicht zufällig eine Polizeistreife vorbeigekommen (ein Wunder, das meinen Unglauben auf eine harte Probe stellte), könnte ich diese Geschichte heute nicht erzählen.“
    (Oriana Fallaci: Die Kraft der Vernunft, 2004, S. 141-144.)

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    Gegen die Ströbele-Deutschen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/19/gegen-die-stoebele-deutschen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/19/gegen-die-stoebele-deutschen/#comments Fri, 19 Jan 2007 19:14:16 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/19/gegen-die-stoebele-deutschen/
    Am 21. Januar mit JA stimmen!

    Sehr geehrte Wählerinnen und Wähler in Friedrichshain-Kreuzberg,

    am 21. Januar sind Sie aufgerufen, per Bürgerentscheid darüber abzustimmen, ob die Umbenennung eines Teils der Kreuzberger Koch- in Rudi-Dutschke-Straße zurückgenommen werden soll. Auch wenn die Redaktion BAHAMAS ganz bestimmt keine Agentur zur Politikberatung ist, so möchte sie doch Ihnen, die Sie die Möglichkeit zur Stimmabgabe haben, eine Wahlempfehlung geben: Stimmen Sie bitte am 21. Januar mit „Ja“, d.h. gegen die Umbenennung der Kochstraße.

    Wir wissen genauso wenig wie Dutschkes engster Kampfgenosse Bernd Rabehl, ob “der Rudi” heute mit ihm gemeinsam die NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag beraten würde. Wir wissen aber aus Pamphleten des Prof. Rabehl, dass der Rudi schon zu Zeiten der Subversiven Aktion und erst recht des SDS selbst von seinem Genossen Bernd nur schwer zu bremsen war, „Besatzer raus aus Deutschland!” zu fordern. Auch wissen wir nicht, ob Dutschke sich als aufrechter Deutscher in seinem Hass auf die Vereinigten Staaten von Amerika noch von der NPD hätte übertreffen lassen. Wir wissen aber aus Rudis Schriften und seinen unzähligen Verbalinjurien gegen den „US-Faschismus”, dass „der Rudi“ die Amerikaner als die schlimmeren Nazis einschätzte und wohl einen guten Irving für Linke abgegeben hätte. Wir wissen ebensowenig, ob Rudis „Gretchen” Recht hat, und „der Rudi“ in seinem Selbstverständnis gar kein Nationalrevolutionär war. Wir wissen aber aus seinen Tagebüchern, dass er mit aller Konsequenz und Hingabe wie einer gedacht hat und wir wissen, dass „der Rudi“ die Ressentiments des linken NSDAP-Flügels in Deutschland wieder salonfähig gemacht hat – ausgerechnet als Parolen des „antiautoritären Flügels“ des SDS.

    Wir wissen nicht, welchen genaueren Anteil „der Rudi“ daran hat, dass die Phantasien über die geheime Macht des Springer-Verlages bis heute den Vergleich mit denen über die Protokolle der Weisen von Zion oder 9/11 nicht scheuen brauchen. Wir wissen aber, dass Dutschke maßgeblich zu der heute noch gängigen Wahnvorstellung beigetragen hat, das deutsche Volk hätte, um im NS die Erfüllung seiner Wünsche zu sehen, erst manipuliert werden müssen, und die Manipulateure obendrein nicht im Reichspropagandaministerium gesessen hätten, sondern im Springer-Hochhaus in der Kochstraße arbeiteten.

    Auch halten wir es für müßig darüber zu spekulieren, was aus den Grünen geworden wäre, wenn „der Rudi“ nicht 1979 abgedankt hätte. Eine neue etymologische Bedeutung des Wortes Rudi-mente aber ergibt sich in Kreuzberg-Friedrichshain. Hier darf mit einigem Recht einer die geistige Dutschke-Nachfolge für sich beanspruchen, der sich mit einem Direktmandat in den Bundestag „reinwählen” ließ, um der Außenwelt zu zeigen, dass man in diesem Bezirk der CDU noch viel schlechtere Wahlergebnisse bescheren kann als es die Zonis im Ostteil der Stadt tun. Auch wenn der grüne Christian nie wie der rote Rudi Ende der 70er das offene Bündnis mit Eso- und Öko-Faschos vom Schlage Springmann und Gruhl herstellen wollte, so ist es doch ein offenes Geheimnis, dass des grünen Christians Wahlerfolg der letzten Jahre in direkt proportionalem Verhältnis zur stetig zunehmenden Anzahl von neuen Bio- und Eso-Läden nicht nur am Kreuzberger Heinrich-Platz oder in der Skalitzer Straße steht.

    Sehr geehrte Wählerinnen und Wähler in Friedrichshain-Kreuzberg,

    auch wenn wir wissen, dass die CDU ganz bestimmt nicht aus den von uns dargelegten Gründen die Initiative gegen die Umbenennung der Kochstraße ergriffen hat, so möchten wir Ihnen dennoch empfehlen, am 21. Januar mit einem JA deren Anliegen zu unterstützen. Immerhin läßt sich nicht bestreiten, dass die Christdemokraten – wenn auch aus vornehmlich falschen Gründen – das Richtige tun.

    Stimmen Sie also nicht für die CDU, stimmen sie gegen die Ströbele-Deutschen, um zu verhindern, dass irgendwann einmal Realität werden könnte, was in deren Zentral-Organ gewünscht wird: „Der Slogan ,Wir brauchen eine krasse / Rudi-Dutschke-Strasse‘ hat gute Chancen, in Kreuzberg zum geflügelten Wort zu werden. Weil er fast schon so einprägsam ist wie ,Schafft ein, zwei, viele Vietnam‘. Und weil es kaum einen schöneren Ort für die Weltrevolution gäbe als die Kreuzung Dutschke Ecke Springer.“ (taz)

    Redaktion-Bahamas, 15. Januar 2007

    P.S.: Dass heute die Aufgabe des Revolutionärs gerade in Hinsicht auf Rudi Dutschke und seine Folgen nur in der Verhinderung einer Revolutionierung der Massen bestehen kann, wird in absehbarer Zeit im Rahmen einer Veranstaltung die Redaktion BAHAMAS öffentlich begründen. Um freundliche Beachtung einer konkreten Ankündigung wird gebeten (www.redaktion-bahamas.org.)

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    Behauptungen und Tatsachen II http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/18/behauptungen-und-tatsachen-ii/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/18/behauptungen-und-tatsachen-ii/#comments Thu, 18 Jan 2007 17:12:49 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/18/behauptungen-und-tatsachen-ii/ Behauptung:
    „Die Herrscher und Regierungen der arabischen Staaten haben die Palästinenser nie zur Flucht aufgefordert.“

    Tatsache:
    Es gibt eine Fülle von Belegen dafür, dass die Araber die Palästinenser sehr
    wohl aufforderten, ihre Häuser zu verlassen und den ins Land vorstoßenden
    arabischen Armeen Platz zu machen.
    Der Economist, der eine äußerst kritische Haltung gegenüber dem Zionismus
    einnahm, berichtete am 2. Oktober 1948: „Von den 62000 Arabern, die ehemals in
    Haifa lebten, sind höchstens 5000 oder 6000 geblieben. Der Entschluss der
    übrigen, sich durch Flucht in Sicherheit zu bringen, hat mehrere Gründe. Der
    Hauptgrund waren zweifellos die Rundfunk-Aufrufe der Obersten Arabischen
    Exekutive, in denen die Araber zur Flucht aufgefordert wurden … Dabei war
    allen klar, dass diejenigen Araber, die in Haifa blieben und sich damit unter
    jüdischen Schutz stellten, als Verräter gelten würden.“
    Der Artikel der Times über die Schlacht um Haifa (3. Mai 1948) klingt ganz
    ähnlich: „Die Massenflucht, größtenteils ausgelöst durch Angst, teilweise aber
    auch initiiert durch die Anordnungen der arabischen Kommandierenden,
    verwandelte das arabische Viertel von Haifa in eine Geisterstadt … durch den
    Abzug der arabischen Arbeiter hoffte man, Haifa zu lähmen.“

    Benny Morris, ein Historiker, der Fälle über Vertreibungen von Palästinensern
    dokumentierte, konstatierte ebenfalls, dass die arabischen Führer ihre Brüder
    zur Flucht aufforderten. Das Arabische Nationalkomitee in Jerusalem zum
    Beispiel folgte den Anweisungen des Obersten Arabischen Komitees vom 8. März
    1948 und forderte die Frauen, Kinder und alten Menschen in den verschiedenen
    Stadtteilen Jerusalems auf, ihre Häuser zu verlassen:
    „Jede Zuwiderhandlung gegen diesen Befehl … ist ein Hindernis für den
    heiligen Krieg … und wird die Operationen der Kämpfenden in dem betreffenden
    Gebiet behindern.“ (Middle Eastern Studies, Januar 1986)
    Morris schrieb auch, dass Berichten zufolge Einheiten der Arabischen Legion
    Anfang Mai die Evakuierung aller Frauen und Kinder aus der Stadt Beisan
    anordneten. Die Arabische Befreiungsarmee soll auch die Evakuierung eines
    Dorfes südlich von Haifa befohlen haben. Der Weggang der Frauen und Kinder, so
    Morris, „untergrub die Moral der Männer, die zurückblieben, um die Häuser und
    Felder zu schützen, und war schließlich mitverantwortlich für die endgültige
    Räumung der Dörfer. Diese in zwei Schritten erfolgenden Räumungen – Frauen und
    Kinder zuerst, dann einige Wochen später die Männer – waren in Qumiya im
    Jesreel Tal, bei den Awarna-Beduinen in der Bucht von Haifa und an mehreren
    anderen Orten zu beobachten.“

    Wer gab diese Anordnungen? Politiker wie der irakische Premierminister Nuri
    Said, der vollmundig erklärte:
    „Wir werden das Land dem Erdboden gleich machen und jeden einzelnen Ort, an dem
    Juden Schutz suchen, von der Landkarte ausradieren. Die Araber sollten ihre
    Frauen und Kinder an sichere Orte bringen, bis die Kämpfe vorüber sind.“

    Der Sekretär der Arabischen Liga in London, Edward Atiyah, schrieb in seinem
    Buch Die Araber: Dieser umfassende Exodus war zum Teil auf die Überzeugung der
    Araber zurückzuführen, dass es nur eine Sache von Wochen sein würde, bis die
    vereinigten Armeen der arabischen Staaten die Juden besiegt hatten und die
    palästinensischen Araber zurückkehren und ihr Land wieder in Besitz nehmen
    konnten – eine Überzeugung, die von den Prahlereien einer weltfremden
    arabischen Presse und den unverantwortlichen Äußerungen bestimmter arabischer
    Führer genährt wurde.“

    Haled al Azm, der syrische Ministerpräsident von 1948-1949, bestätigte in
    seinen Memoiren, dass die Araber die Flüchtlinge zum Verlassen des Landes
    gedrängt hatten: „Seit 1948 haben wir die Rückkehr der Flüchtlinge gefordert,
    dabei hatten wir sie selbst zur Flucht veranlasst. Zwischen unserem Aufruf an
    die Palästinenser, das Land zu verlassen, und unserem Appell an die Vereinten
    Nationen, eine Resolution über ihre Rückkehr zu verabschieden, lagen nur wenige
    Monate.“

    „Die Flüchtlinge vertrauten darauf, dass ihre Abwesenheit nicht von langer
    Dauer sein würde, sondern dass sie schon in ein oder zwei Wochen wieder
    zurückkehren könnten“, äußerte Monsignore George Hakim, ein
    griechisch-orthodoxer Bischof von Galiläa, am 16. August 1948 gegenüber der
    Beiruter Zeitung Sada al-Janub. „Ihre Anführer hatten ihnen versichert, dass
    die arabischen Armeen die ›Zionistenbande‹ zerschmettern würden und dass weder
    Grund zur Panik bestand noch ein langes Exil zu befürchten sei.“

    Am 3. April 1949 hieß es im Nahost Radiosender (Zypern): „Man darf nicht
    vergessen, dass das Oberste Arabische Komitee die Flüchtlinge von Jaffa, Haifa
    und Jerusalem selbst dazu drängte, ihre Häuser zu verlassen.“
    „Die arabischen Staaten forderten die palästinensischen Araber auf, ihre Häuser
    vorübergehend zu verlassen, um den arabischen Invasionsarmeen Platz zu machen“,
    war am 19. Februar 1949 in der jordanischen Zeitschrift Filastin zu lesen.

    In einer anderen jordanischen Zeitung, Ad Difaa, wurde am 6. September 1954 ein
    palästinensischer Flüchtling zitiert: „Die arabische Regierung sagte zu uns:
    ›Geht raus, damit wir hereinkommen können.‹ Also gingen wir raus, aber sie
    kamen nicht herein.“

    „Azzam Pascha, der Generalsekretär der Arabischen Liga, versicherte den
    arabischen Völkern, dass die Besetzung Palästinas und Tel Avivs ein Spaziergang
    sei“, sagte Habib Issa am 8. Juni 1951 in der in New York erscheinenden
    libanesischen Zeitung Al Hoda. „Er erklärte, dass die arabischen Armeen bereits
    an den Grenzen stünden und dass die vielen Millionen, die die Juden für das Land
    und seine wirtschaftliche Entwicklung ausgegeben hatten, eine leichte Beute sein
    würden, denn es würde ganz einfach sein, die Juden ins Mittelmeer zu werfen …
    Die arabischen Einwohner Palästinas erhielten den brüderlichen Rat, ihr Land
    und ihre Häuser zu verlassen und sich vorübergehend in benachbarte
    Bruderstaaten zu begeben, damit sie nicht von den Gewehren der
    einmarschierenden arabischen Armeen niedergemäht würden.“

    Die Angst der Araber wurde noch geschürt von erfundenen Geschichten über
    jüdische Grausamkeiten während des Angriffs auf Deir Yassin. Die einheimische
    Bevölkerung besaß keine Führer, die sie beruhigt hätten; ihre Wortführer, wie
    zum Beispiel das Oberste Arabische Komitee, operierten von der Sicherheit der
    Nachbarstaaten aus und verstärkten ihre Befürchtungen eher noch. Auch die
    Kommandanten vor Ort waren ihnen keine Hilfe. So begab sich der Befehlshaber
    der arabischen Truppen in Safed zum Beispiel einfach nach Damaskus. Am
    folgenden Tag zogen seine Truppen sich aus der Stadt zurück. Als die Einwohner
    merkten, dass sie schutzlos zurückgelassen worden waren, flohen sie in Panik.

    Nach den Worten von Dr. Walid al-Qamhawi, einem ehemaligen Mitglied des
    Exekutivkomitees der PLO, „waren es kollektive Angst, schwindender Kampfgeist
    und allgemeines Chaos, die die Araber aus Tiberias, Haifa und Dutzenden anderer
    Städte und Dörfer zur Flucht bewogen.“
    Als sich Panik in Palästina ausbreitete, wurde der anfangs noch spärlich
    fließende Flüchtlingsstrom zur Flut; und als die provisorische jüdische
    Regierung die Unabhängigkeit des Staates Israel verkündete, war die Zahl der
    Flüchtlinge bereits auf über 200000 gestiegen.

    Sogar Jordaniens König Abdullah gab in seinen Memoiren den Anführern der
    Palästinenser die Schuld am Flüchtlingsproblem: „Die Tragödie der Palästinenser
    war, dass die meisten ihrer Anführer sie mit falschen, haltlosen Versprechungen,
    ihnen zu Hilfe zu kommen, lähmten; dass 80 Millionen Araber und 400 Millionen
    Muslims augenblicklich und wunderbarerweise zu ihrer Rettung herbeieilen
    würden.“

    Quelle: Behauptungen und Tatsachen. Der arabisch-israelische Konflikt im
    Überblick, Mitchell G. Bard, Holzgerlingen 2002;

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/18/behauptungen-und-tatsachen-ii/feed/
    Behauptungen und Tatsachen http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/17/behauptungen-und-tatsachen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/17/behauptungen-und-tatsachen/#comments Wed, 17 Jan 2007 15:15:04 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/17/behauptungen-und-tatsachen/ Behauptung:
    „Die Juden tragen die Schuld am Flüchtlingsproblem, weil sie die Palästinenser
    vertrieben haben.“

    Tatsache:
    Hätten die Araber die UN-Teilungsresolution von 1947 angenommen, hätte nicht
    ein einziger Palästinenser zum Flüchtling werden müssen, sondern es gäbe jetzt
    einen unabhängigen arabischen Staat neben Israel. Die Verantwortung für das
    Flüchtlingsproblem liegt also allein bei den Arabern.
    Der Beginn des arabischen Exodus kann auf die Wochen unmittelbar nach der
    Ankündigung der UN-Teilungsresolution datiert werden. Die Ersten, die das Land
    verließen, waren etwa 30000 wohlhabende Araber. Sie erkannten, dass es zum
    Krieg kommen würde, und flohen in benachbarte arabische Länder, um dort sein
    Ende abzuwarten. Weniger Wohlhabende aus jüdisch-arabischen Städten in
    Palästina zogen in rein arabische Städte und kamen dort bei Verwandten oder
    Freunden unter. Gegen Ende Januar 1948 hatte der Exodus dermaßen alarmierende
    Ausmaße angenommen, dass das Oberste Arabische Komitee Palästinas die
    arabischen Nachbarländer bat, den Flüchtlingen keine Visa mehr auszustellen und
    ihre Grenzen abzuriegeln.
    Am 30. Januar 1948 war in Ash Sha‘ab, einer Zeitung in Jaffa, zu lesen: „Die
    Vorhut unserer Fünften Kolonne besteht aus all denen, die ihre Häuser und
    Geschäfte im Stich lassen und an einen anderen Ort ziehen … Beim ersten
    Anzeichen von Schwierigkeiten nehmen sie die Beine in die Hand, um nicht in den
    Kampf verwickelt zu werden.“
    As Sarih, ein anderes in Jaffa erscheinendes Blatt, entrüstete sich am 30. März
    1948 über arabische Dorfbewohner in der Nähe von Tel Aviv, weil sie „Schande
    über uns alle bringen, indem sie die Dörfer verlassen“.
    Etwa zur gleichen Zeit berichtete Hajj Nimer el-Khatib, einer der führenden
    Männer des Arabischen Nationalkomitees in Haifa, von Misshandlungen durch
    arabische Soldaten an Einwohnern in Jaffa. „Sie plünderten Menschen und Häuser
    aus. Ein Menschenleben galt ihnen nichts, und sie beschmutzten die Ehre der
    Frauen. Aus diesem Grund haben viele [arabische] Einwohner die Stadt unter dem
    Schutz britischer Panzer verlassen.“

    John Bagot Glubb, der Oberbefehlshaber der Arabischen Legion Jordaniens, sagte:
    „Häufig wurden die Dörfer verlassen, noch bevor ihre Einwohner durch die
    Ausbreitung des Krieges bedroht waren.“
    Die in der damaligen Tagespresse erscheinenden Artikel über größere Kämpfe, bei
    denen viele Araber flohen, lassen bezeichnenderweise jegliche Hinweise auf
    Zwangsvertreibungen durch die jüdischen Streitkräfte vermissen. Von den Arabern
    heißt es in der Regel, dass sie „fliehen“ oder „ihre Häuser räumen“. Den
    Zionisten wird vorgeworfen, die arabischen Einwohner von Städten wie Tiberias
    und Haifa „vertrieben und enteignet“ zu haben, doch die Wahrheit sieht völlig
    anders aus. Die beiden Städte lagen gemäß der Teilungsresolution innerhalb der
    Grenzen des jüdischen Staates und wurden von Juden und Arabern gleichermaßen
    heftig umkämpft.
    Die jüdischen Streitkräfte eroberten Tiberias am 19. April 1948; danach wurde
    die gesamte arabische Bevölkerung von insgesamt 6000 Personen unter der
    Aufsicht des britischen Militärs evakuiert. Im Anschluss daran gab der jüdische
    Stadtrat folgende Erklärung ab: „Wir haben sie nicht enteignet; die Entscheidung
    zu gehen, lag allein bei ihnen … ihr Eigentum darf nicht angetastet werden.“
    Anfang April verließen etwa 25000 Araber das Gebiet von Haifa. Anlass dafür
    waren eine Offensive irregulärer Truppen unter der Führung von Fawzi al-Qawukji
    sowie Gerüchte, dass die arabische Luftwaffe in Kürze die jüdischen Gebiete um
    den Berg Karmel bombardieren würde.
    Am 23. April eroberte die Haganah Haifa. In einem britischen Polizeibericht vom
    26. April aus Haifa hieß es, dass „die Juden alles daransetzen, die arabische
    Bevölkerung zum Bleiben zu bewegen, ihr normales Leben wieder aufzunehmen und
    ihre Läden und Geschäfte wieder zu öffnen. Es wird ihnen zugesichert, dass ihr
    Leben und ihre Interessen nicht angetastet werden.“ David Ben-Gurion hatte
    Golda Meir eigens nach Haifa entsandt, um die Araber zum Bleiben zu überreden.
    Sie hatte jedoch keinen Erfolg mit ihrer Mission, weil diese zu große Angst
    hatten, als Verräter an der arabischen Sache gebrandmarkt zu werden. Als der
    Kampf vorüber war, hatten über 50000 Palästinenser Haifa verlassen.
    „Zehntausende von Arabern, Frauen und Kinder flohen in Richtung der östlichen
    Ausläufer der Stadt mit Autos, Lastwagen und zu Fuß in dem verzweifelten
    Versuch, arabisches Territorium zu erreichen, ehe die Juden die Rushmiya-Brücke
    nach Samarien und Nordpalästina einnahmen und sie abgeschnitten waren. Tausende
    erstürmten jedes verfügbare am Ufer liegende Schiff – sogar Ruderboote –, um
    übers Meer nach Akko zu fliehen.“ (New York Times, 23. April 1948)
    In Tiberias und Haifa ordnete die Haganah an, dass arabisches Eigentum nicht
    angerührt werden durfte, und drohte bei jedem Verstoß gegen diese Anordnung
    schwere Strafen an. Trotz dieser Maßnahmen verließen die Araber bis auf einen
    Rest von 5000 oder 6000 Haifa – viele mit britischen Militärtransporten.

    Der UN-Delegierte von Syrien, Faris el-Khouri, unterbrach eigens die UN-Debatte
    über Palästina. Er bezeichnete die Eroberung Haifas als „Massaker“ und wertete
    sie als „einen weiteren Beleg dafür, dass das zionistische Program das Ziel
    verfolgt, die Araber im jüdischen Staat auszulöschen – falls die Teilung
    tatsächlich durchgesetzt wird“.
    Am folgenden Tag unterrichtete Sir Alexander Cadogan, der britische
    UN-Delegierte, die Delegierten jedoch davon, dass die Kämpfe in Haifa durch die
    fortgesetzten Angriffe von Arabern auf Juden provoziert worden seien und dass
    Schreckensmeldungen über Massaker und Deportationen nicht der Wahrheit
    entsprachen.
    Am gleichen Tag (dem 23. April 1948) erklärte Jamal Husseini, der Vorsitzende
    des Obersten Palästinensischen Komitees, vor dem Sicherheitsrat, dass die
    Araber das Waffenstillstandsangebot der Haganah abgelehnt hätten und es
    „vorzogen, ihre Häuser und all ihr Hab und Gut aufzugeben und die Stadt zu
    verlassen“.
    Der amerikanische Generalkonsul in Haifa, Aubrey Lippincott, schrieb am 22.
    April 1948, dass dem Mufti hörige arabische Führer die arabische Bevölkerung
    aufforderten, die Stadt zu verlassen, und dass ein Großteil der Menschen dieser
    Aufforderung Folge leistete.

    Ein Heeresbefehl vom 6. Juli 1948 enthielt die klare Anweisung, dass arabische
    Städte und Dörfer nicht zu zerstören oder niederzubrennen und die arabischen
    Einwohner nicht aus ihren Häusern zu vertreiben seien.
    Zutreffend ist allerdings, dass die Haganah Mittel psychologischer
    Kriegsführung einsetzte, um die Araber zum Verlassen einiger Dörfer zu bewegen.
    Yigal Allon, der Kommandeur der Palmach (die „Stoßtruppen“ der Haganah), sagte,
    er habe Juden mit den Arabern in den Nachbardörfern sprechen und ihnen erzählen
    lassen, eine große jüdische Streitmacht hielte sich in Galiläa auf, mit der
    Absicht, alle arabischen Dörfer im Gebiet des Hule-Sees niederzubrennen. Den
    Arabern wurde geraten, ihre Dörfer lieber zu verlassen, so lange noch Zeit dazu
    war, und laut Allon reagierten sich erwartungsgemäß.
    Im allerdramatischsten Fall, der sich im Gebiet von Ramleh-Lod ereignete,
    zwangen israelische Truppen in dem Versuch, ihre Flanken zu schützen und den
    Druck auf das belagerte Jerusalem zu mildern, einen Teil der arabischen
    Bevölkerung, sich in ein einige Kilometer entferntes Gebiet zurückzuziehen, das
    von der Arabischen Legion besetzt war. „Die beiden Städte hatten als Stützpunkte
    für irreguläre arabische Einheiten gedient, die immer wieder jüdische Konvois
    und nahe gelegene Siedlungen angriffen und denen es gelungen war, die
    wichtigste Straße nach Jerusalem für den jüdischen Nachschub zu sperren.“
    Aus den Berichten über die Geschehnisse in den Städten mit den größten
    arabischen Bevölkerungsanteilen ging klar hervor, dass dieser Fall die Ausnahme
    und nur ein Bruchteil der palästinensischen Flüchtlinge davon betroffen war.

    Quelle: Behauptungen und Tatsachen. Der arabisch-israelische Konflikt im
    Überblick, Mitchell G. Bard, Holzgerlingen 2002;

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/17/behauptungen-und-tatsachen/feed/
    Beck in Berlin? http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/16/beck-in-berlin/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/16/beck-in-berlin/#comments Tue, 16 Jan 2007 20:51:17 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/16/beck-in-berlin/ Ob sich durch die neue Scientologyzentrale in Charlottenburg wohl die Chance erhöht, dass der einzig würdige David Bowie Nachfolger Beck Hansen häufiger in Berlin ist? Dann hätte die ganze Sache ja doch noch was Gutes. Groß war damals das Erstaunen und Verwundern angesichts von Becks Bekenntnis zu den Lehren Ron L. Hubbarts (dem wir solche Weisheiten verdanken: „Writing for a penny a word is ridiculous. If a man really wants to make a million dollars, the best way would be to start his own religion“), denen der Verfassungsschutz „Bestrebungen (…) gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung“ attestiert.
    „It’s a personal thing“, kommentiert Beck im Interview mit der New York Times die Wahl seiner Glaubensgemeinschaft. „Ich bin Musiker und kein Prediger“– so Beck zum selben Thema in einem Spiegel-Interview.
    Ich kenne mich ansonsten nicht mit den Inhalten dieser „Religionsgemeinschaft“ aus, erinnere mich jedoch an Scientologykampagnen, in denen sich die Mitglieder ganz dreist als die „neuen Juden“, denen eine neue Shoah drohe, darstellten angesichts der VS-Beobachtung. Wortlaut einer großen Anzeigenkampagne in den 90ern: „Deutschlands Gegenwart ähnelt auf erschreckende Weise seiner Vergangenheit. In den 30er und 40er Jahren schloß die Welt die Augen, während das Klima fuer den Holocaust geschaffen wurde. Niemand tat etwas. Heute können Sie handeln.“ Die Texte verfaßte Scientology-Pressesprecherin Leisa Goodman: „Den Mitgliedern unserer Gemeinde werden grundlegende Menschenrechte verweigert. Das läßt sich nur damit vergleichen, was den Juden angetan wurde.“Abraham Foxman, selbst Überlebender des Holocaust und Leiter der Anti-Defamation League sah die Anzeigen als „großangelegten, ungerechtfertigten Angriff auf die demokratische Regierung Deutschlands“. Marcia Rudin, die das Hilfswerk International Cult Education Program in New York leitet, meinte: „Als Jüdin fühle ich mich besonders beleidigt, daß Scientology den Holocaust benutzt. Aber es ist typisch für Sekten, sich als Opfer darzustellen.“

    Die beste Platte von Beck ist übrigens die „Sea Change“..

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/16/beck-in-berlin/feed/
    Kick it like Gaddafi http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/14/kick-it-like-gaddafi/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/14/kick-it-like-gaddafi/#comments Sun, 14 Jan 2007 14:46:35 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/14/kick-it-like-gaddafi/
    Wie ich eben erfuhr hat der Sohn des grünen Faschisten und
    gegenwärtigen libyschen Präsidenten Muhammar Gaddafi, Saadi Gaddafi, einen Profivertrag beim Serie A Verein Sampdoria Genua unterschrieben. Während sein Vater nicht nur seit gefühlten Ewigkeiten (1969) mit seinem Antisemitismus, seiner Terroristenunterstützung und seinem dikatorischen Regierungstil von sich reden macht oder wie vor kurzem 5 bulgarische Krankenschwestern und einen palästinenischen Arzt zum Tode verurteilen liess, da diese seinem Wahn zufolge absichtlich hunderte von Kindern mit HIV infiziert hätten, ist die Fussballliebe seines Sohnens ebenfalls bekannt. Als Stürmer und Eigentümer des libyschen Erstligisten Al-Ittihad erzielte er zwischen 2001und 2003 25 Tore. Wie das geschah, verriet er dem italienischen Fernsehpublikum mithilfe einer mitgebrachten Videoaufzeichnung. Das Band zeigte den „Star“ im Ansturm auf das gegnerische Tor. In Angst, den Sohn des Staatschefs bei der Arbeit zu behindern, stoben die Gegner pflichtschuldig auseinander. 1996 sorgte Saadi für Aufsehen, als es beim Lokalderby von zwei libyschen Hauptstadtclubs, die er und sein Halbbruder Mohammed leiteten, zu Tumulten kam. Den Tod fanden der Schiedsrichter, der erdolcht wurde, und acht Zuschauer, die von Leibwächtern erschossen wurden.
    Zugleich ist er Präsident des libyschen Fußball-Verbandes und führte die libysche Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2010 an. 2003 war er zudem in seinem Heimatland „Fußballer des Jahres“. Serie A Erfahrung sammelte der Sohn des „Revolutionsführers“ bereits beim AC Perugia, wo er allerings recht bald mit einer positiven Dopingprobe auffiehl und für 2 Jahre gesperrt wurde. Bei Gaddafi junior war das anabole Steroid Norandrostendion festgestellt worden. Experten schätzen Gaddafis fussballerisches Talent als eher gering ein, wichtiger scheint bei seinen Engagements seine finazielle Förderung der jeweilgen Vereine zu sein. Saadi sei als Spieler „wertlos“, sagt sein Ex-Trainer Francesco Scoglio: „Er ist eine totale Null.“ Der Italiener war als Libyens Nationaltrainer entlassen worden, weil er Gaddafi nicht in seine Auswahl aufnehmen wollte.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/14/kick-it-like-gaddafi/feed/
    „Antifaschismus“ bizarr in Bayern http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/11/antifaschismus-bizarr-in-bayern/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/11/antifaschismus-bizarr-in-bayern/#comments Thu, 11 Jan 2007 19:43:12 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/11/antifaschismus-bizarr-in-bayern/ „Antifaschismus“ bizarr in Bayern: Wie die „Initiative Verteidigt Israel“ meldet wurde David G. aus München gestern, am 10.01.2007, vom Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen/ Oberbayern zu 60 Tagessätzen je 10 Euro verurteilt, weil er ca. 150 DinA 6 Flyer in seinem Rucksack dabei hatte, auf denen das Cover des von Stephan Grigat herausgegebenen Buches „Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus“ (erschienen im ca-ira-Verlag, Freiburg, 2006) abgebildet war.
    Auf dem Cover des besagten Buches ist ein Foto abgebildet, auf dem islamische Faschisten den Hitlergruß zeigen. Aus Titel und Untertitel, sowie dem ebenfalls auf dem Flyer abgedruckten Text des Buchrückens, geht klar hervor, dass sich dieses Buch ausdrücklich gegen Islamismus und Postfaschismus richtet. Ich zitiere: „Die Radikalität der besten Arbeiten der Kritischen Theorie resultiert daraus, in der Kritik der kapitalistischen Gesellschaft sich dessen bewußt zu werden, daß allererst die ebenso zwanghafte wie selbstgewählte Reaktion auf diese Gesellschaft abzuwehren ist: der Vernichtungswahn der regressiven Antikapitalisten, der auf Juden und Jüdinnen zielt. Darin ist die Erfahrung der nationalsozialistischen Verfolgung bei diesen linken Intellektuellen zur Grundlage einer Kritik geworden, die den Marxismus hinter sich lassen mußte, um die Befreiung mit der kritischen Theorie von Marx noch denken zu können. Darin liegt ihre ganze Aktualität in der postnazistischen Gesellschaft.“
    Die Flyer bewarben eine Lesung und Buchvorstellung mit dem Herausgeber des Buches, dem Wiener Politikwissenschaftler Stephan Grigat.
    Das Gericht sah darin einen Verstoß gegen § 86a StGB (Verwendung von
    Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen). In Deutschland ist das Zeigen des Hitlergrußes ebenso verboten wie das Zeigen von Abbildungen von Leuten, die die Hitlergruß zeigen. (Ob der legendäre Pisser von Rostock-Lichtenhagen übrigens damals juristische Konsequenzen erfahren hat würde mich mal interessieren..)
    Bereits im Anhang der Vorladung zu dem Verfahren hieß es:
    “Das Gericht regt im Interesse des Angeklagten an, den Einspruch zurückzunehmen, ggf. auf das Strafmaß zu beschränken. Nach Aktenlage ist eine Verurteilung unumgänglich. Die Beweismittel sind klar, zweifelfrei und überzeugend. Es wird darauf hingewiesen, dass in dem Strafausspruch im Strafbefehl bereits von einem geständigen Angeklagten ausgegangen wird.
    Zugleich weise ich auf das erhebliche Kostenrisiko im Falle der Vernehmung von Zeugen bei einer möglichen Verurteilung hin.”
    Die Flyer waren am 27. Mai 2006 in Mittenwald während einer polizeilichen
    Personenkontrolle im Rahmen der Proteste gegen das Treffen der Gebiergsjäger bei David G. sichergestellt worden.
    Der Angeklagte wird Revision gegen das Urteil einlegen. Nächste Instanz wird
    das Oberlandesgericht München sein. Eigentlich sollte einen ja eh nix mehr wundern in Zeiten in denen anderswo engagierte Antifaschisten, die sich mit Israelfahnen dem islamfaschistischen Mob bei deren Pro-Hizbollah-Demos entgegenstellten, angeklagt werden..

    Der Verlag des Buches, der Freiburger ca ira Verlag, aus dem Nachbarbundesland Baden-Würtemberg ist indes noch nicht wegen dem Cover belangt worden. Das Buch selbst kann ich übrigens nur empfehlen, so sieht es aus

    und das steht drin.
    Und hier habe ich als Leseprobe noch ein
    Kapitel von Stephan Grigat aus dem Sammelband zum Thema „Befreite Gesellschaft und Israel, Zum Verhältnis von Kritischer Theorie und Israel“.

    Der Verurteilte bittet um Spenden zu seiner Unterstützung auf folgendes
    Konto: Stichwort: „Prozesskosten Garmisch-Partenkirchen“: ISF
    e.V., Postbank Karlsruhe, Konto 2260 45-756, BLZ 660 100 75

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/11/antifaschismus-bizarr-in-bayern/feed/
    Suizidale Massenmorde vereitelt http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/10/suizidale-massenmorde-vereitelt/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/10/suizidale-massenmorde-vereitelt/#comments Wed, 10 Jan 2007 14:17:17 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/10/suizidale-massenmorde-vereitelt/ Israelische Sicherheitskräfte haben am Sonntag (7.1.07) zwei suizidale Massenmorde in Israel vereitelt. Bei einem gemeinsamen Einsatz der israelischen Armee (Zahal) und der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (Shabak) wurden in Balata (Westbank) zwei Mitglieder der Tanzim-Terrorgruppe festgenommen, die auf israelischen Fahndungslisten standen. Yosef Yosef a-Kadar Sahali (21) und Darwish Namar Darwish Shafai (24) hatten während der vergangenen Tage Selbstmordattentate im israelischen Hinterland geplant. In Folge ihrer Festnahme wurden zwei Sprengstoffgürtel beschlagnahmt.

    (beschlagnahmte Sprengstoffgürtel)

    Übrigens wurden 14% der Anschläge in Israel von Selbstmordattentätern mit israelischem Personalausweis verübt, die sie aufgrund der Politik der Familienzusammenführung erhalten hatten.
    Dies erklärte gestern ein Vertreter der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (Shabak) bei einer Konferenz in der Knesset zum Thema „Zivilrecht und Gesetz zur Einreise nach Israel“, das eine Zusammenführung palästinensischer Familien aus Sicherheitsgründen untersagt.
    Von insgesamt 272 Anschlägen hätten die Attentäter in 38 Fällen einen israelischen Ausweis gehabt. (Hatsofeh, 9.1.07)

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/10/suizidale-massenmorde-vereitelt/feed/
    David Bowie: The man who fell to earth http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/08/david-bowie-the-man-who-fell-to-earth/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/08/david-bowie-the-man-who-fell-to-earth/#comments Mon, 08 Jan 2007 22:49:17 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/08/david-bowie-the-man-who-fell-to-earth/ Yeah, David Bowie wird heute 60!

    Wer hätte das gedacht, am meisten freue ich mich, dass Mr Bowie trotz jahrzehntelanger Exzesse weder durch Drogen noch durch AIDS seine Karriere vorzeitig beenden musste, sondern einer der ganz wenigen ist, der bis heute als Künstler zu überzeugen weiß, wie allein schon seine letzten beiden Alben „Heathen“ und „Reality“ beweisen. Bowie beweist zudem, dass es durchaus möglich ist, mit Würde und Stil zu altern. Ferner war er einer der ersten Popstars, die ihre Bisexualität öffentlich zelebrierten (genauer „try-sexuell“, Bowie: „I‘d try anything“), legendär sind etwa Bowies Affären mit Iggy Pop und Mick Jagger. Ebenfalls legendär war zumindest in den 70ern und 80ern der Kokain-Konsum von Bowie, man munkelt von einer line alle fünf Minuten..
    Sehr zu empfehlen ist auch der Film „Velvet Goldmine“, welcher die Beziehung zwischen Bowie und (Iggy) Pop thematisiert sowie perfekt das 70er Glamrockfeeling rüberbringt. Übrigens lebte der „thin white duke“ Ende der 70er eine Zeit lang in Berlin, genauer in der Schöneberger Hauptstraße Nr.155.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/08/david-bowie-the-man-who-fell-to-earth/feed/
    Honolulu statt Heiligendamm http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/07/honolulu-statt-heiligendamm/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/07/honolulu-statt-heiligendamm/#comments Sun, 07 Jan 2007 18:32:21 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/07/honolulu-statt-heiligendamm/ Nicht dass ich ersthaft vorgehabt hätte, im Sommer nach Heiligendamm zu fahren um auf Fässern rumzutrommeln, Bush/Olmert=Hitler-Schilder zu präsentieren, Pace-, Baskenland- oder Palästinafahnen zu schwenken, an ökumenischen Gottesdiensten teilzunehmen,von verlausten Wagenplatztöhlen gebissen zu werden, mich an veganen Voküs zu laben um so den Kapitalismus abzuschaffen oder so (obwohl immerhin MeckPomm das Bundesland mit dem größten Männeranteil ist..Ficken!), aber spätestens nachdem ich in der Jungle World lesen mußte, dass der „deutsche Sting“ (JW) Herbert Grönemeyer (hier rechts im Bild) bei den dortigen G8-Protesten performen wird, ist der Zug endgültig abgefahren. Grönemeyers Auftritt verwundert indes nicht angesichts solcher Songtexte:

    „AMERIKA

    du kommst als retter in jeder not
    zeigst der welt deinen sheriffstern
    schickst sattelschlepper in die nacht
    bringst dich in stellung, amerika

    oh amerika
    du hast viel für uns getan

    oh amerika
    tu uns das nicht an

    viele care-pakete hast du uns geschickt
    heute raketen, amerika
    du hast bei dir so viel mehr platz als wir
    was sollen sie hier, amerika

    oh amerika
    dann prügel, wenn du dich prügeln mußt
    in deinem eigenen land

    du willst in allem besser sein
    größer, schneller, weiter, amerika
    ich habe angst vor deiner phantasie
    vor deinem ehrgeiz, amerika
    oh amerika

    lad rußland endlich zu dir ein
    einigt, entrüstet euch, amerika
    oder schießt euch gemeinsam auf den mond
    schlagt euch dort oben, der ist unbewohnt

    oh amerika … “

    Hätte ich nicht heute schon der CSU-Fiffi Peter Gauweiler für seinen Spruch
    „Wir müssen den Amerikanern deutlich machen, dass sie nicht andere kulturelle Bestrebungen auf diesem Erdball, und nicht alles ist automatisch Terrorismus, so ausrotten können, wie sie es mit den Apachen und den Sioux getan haben.“ (zitiert nach der WamS Nr.1/2007) den Titel des antiamerikanischen Arschlochs des Tages abgegriffen, würde er defenitiv an Herbert gehen. Dabei sieht man doch hier, wohin Antiamerikanismus führt:

    Vielleicht spielen ja auch noch die Kameraden von Rammstein in Heiligendamm ihren ebenfalls „Amerika“ titulierten Smasher, womöglich im Duett mit Herbert? Womöglich findet sogar wegen des G8-Gipfels eine reunion der Onkelz statt und am Ende stehen diese zusammen mit Grönemeyer, Rammstein, Bono, Jürgen Elsässer, Noam Chomsky, Horst Mahler, Nina Hagen und natürlich Claudia Roth auf der Bühne und geben „We are the World“ vom angeblich zum Islam konvertierten Michael Jackson zum besten…

    Auf jeden Fall empfehle ich allen dieses Buch zum Thema.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/07/honolulu-statt-heiligendamm/feed/
    Mal wieder nur Bewährung http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/04/mal-wieder-nur-bewaehrung/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/04/mal-wieder-nur-bewaehrung/#comments Thu, 04 Jan 2007 15:10:01 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/04/mal-wieder-nur-bewaehrung/ Im ersten Prozess um die Schändung des Gedenksteins für die Synagoge in Frankfurt/Oder ist ein 21-jähriger Mann zu einer Jugendstrafe von 7 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der Nazi hatte gestanden, am Tatort „Sieg Heil“ gebrüllt zu haben. (dpa)
    Hintergrund:
    Bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich der Novemberpogrome von 1938 hatten mehrere Jugendliche und junge Erwachsene aus der Frankfurter Naziszene Blumengebinde von einem Gedenkstein am Standort der früheren Synagoge gerissen und Kerzen auf die Straße geworfen. Augenzeugen zufolge urinierten die Nazis auch noch auf den Gedenkstein.
    Als die Polizei einschritt erschallten laute „Sieg Heil“ Rufe, 16 Randalierer im Alter zwischen 15 und 24 Jahren wurden vorläufig festgenommen.
    Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und der Bundesvorsitzende der Linkspartei, Lothar Bisky, sprachen damals von einer nicht hinnehmbaren, unerträglichen Provokation, was die „Titanic“ zu folgendem Kommentar veranlasste: „Matthias Platzeck! Wenn sie als Ministerpräsident von Brandenburg die Schändung einer jüdischen Gedenkstätte in Frankfurt/Oder am 9.11. eine „unerträgliche Provokation“ nennen: Ist das dann nur eine der üblichen Floskeln, die nichts sagen und nichts bewirken? Oder halten Sie´s wirklich nicht mehr aus und schlagen bald zurück, mit Davidstern-Kritzeleien auf Kriegerdenkmälern?“ (Titanic Nr.1/2007).

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/04/mal-wieder-nur-bewaehrung/feed/
    Ein halbes Jahr ohne Gilad, Ehud und Eldad http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/02/ein-halbes-jahr-ohne-gilad-ehud-und-eldad/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/02/ein-halbes-jahr-ohne-gilad-ehud-und-eldad/#comments Tue, 02 Jan 2007 22:21:52 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2007/01/02/ein-halbes-jahr-ohne-gilad-ehud-und-eldad/
    Ein halbes Jahr ist vergangen seit der Entführung von Gilad Shalit am 25. Juni
    2006 im Gebiet von Kerem Shalom im Grenzland zum Gazastreifen. Zweieinhalb Wochen später, am 12. Juli, wurden Ehud Goldwasser und Eldad Regev an der libanesischen Grenze durch die Hisbollah entführt. Die Familien der Entführten tun alles, was in ihrer Macht steht, um das Thema auf der Tagesordnung zu halten.

    In der vergangenen Woche sagte Noam Shalit, Gilads Vater, er habe nicht
    gedacht, dass ein halbes Jahr vergehen würde, ohne dass Gilad heimgekehrt ist.
    In den letzten Tagen waren zahlreiche Äußerungen in Bezug auf die Situation von Shalit und seine Freilassung zu hören, hauptsächlich in der arabischen Presse. Die Rede war von einer Mitteilung über die Vereinbarung eines Gefangenenaustauschs Ende der Woche. Der Sprecher des militärischen Arms der Hamas erklärte vor einigen Tagen, dass es einen Durchbruch gäbe und die
    Freilassung Shalits näher rücke.

    Noam Shalit ist nicht sehr optimistisch. Shalit ist für eine Freilassung von
    Gefangenen, in der Hoffnung, dass dies zu einem Durchbruch führt. Gestern
    veröffentlichte er sogar einen Aufruf an den syrischen Präsidenten Bashar Asad, in dem er fordert, Druck auf die Hamas-Führung in Damaskus auszuüben, um die Entführung seines Sohnes zu einem Ende zu bringen. (Maariv, 2.1.07)

    Währendessen geht der antisemitische Terror weiter:
    Gestern wurden zwei israelische Soldaten der Golani-Einheit während einer Razzia in Nablus leicht verletzt, als ihr Jeep beschossen wurde. Sie wurden in das Beilinson-Krankenhaus in Petah-Tikwa gebracht.
    (Haaretz, 2.1.07)
    Am Freitag (29.12.06) haben Palästinenser im Gazastreifen zehn Raketen auf
    israelisches Territorium abgefeuert. Es war die höchste Anzahl solcher
    Geschosse an einem Tag seit der offiziellen Waffenruhe vom 25. November. Seit dem 25.11.06 sind über 53 Qassam-Raketen auf Israel abgeschossen worden. Dabei gab es in vielen Fällen Sachschaden. Kinder und Erwachsene leben in Angst oder sind traumatisiert.
    (Ynetnews.com, 2.1.07)

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    Depeche Mode http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/31/depeche-mode/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/31/depeche-mode/#comments Sat, 30 Dec 2006 23:35:18 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/31/depeche-mode/
    Die unglaublichen Depeche Mode haben ja in diesem Jahr eines dieser unnötigen Best of Dinger released, wobei mir schon klar ist, dass die seit 1996 nur noch 3 angesichts allgemein sinkender Verkaufszahlen im diesjährigen Weihnachtsgeschäft etwas Tauschmittel in die Kassen spülen wollen (und auch jeden Cent verdient haben), was allerdings nicht klar geht sind die Songauswahl und der ziemlich öde neue Track „Martyr“.
    Daher habe ich mal in meinen CDs gewühlt und bin zu meiner persönlichen Best of Depeche Mode gekommen (auch wenn das Konzept des „Best of“ eigenlich abzulehnen ist):
    1. „Waiting for the night“ (Violator 1990): Los geht es mit einem der langsamsten und dunkelsten DM Tracks, der dazu geschaffen ist, mit dem/der Liebsten im Kerzenlicht zu kuscheln.
    2. “Enjoy the silence” (Violator 1990): unzählige Male gehört und trotzdem jedes Mal wunderschön, “All I ever wanted, All I ever needed is here in my arms”, Seufz.
    3. It´s no good” (Ultra 1997): Der perfekteste DM-Song.
    4. “Dreaming of me” (Speak&Spell 1981): “Dreaming of Me” war die erste Singleveröffentlichung der 4 aus Basildon , die damals allerdings nur Platz 57 der UK Charts erreichte. Ein herrlich naiver Synthiepopsong aus den Anfangstagen der elektronischen Tanzmusik, wer hat schon zu Kraftwerk getanzt?
    5. “Blasphemous Rumours” (Some great reward 1984): Das Lied erzählt die Geschichte einer Frau, die sich mit 16 mittels einer Rasierklinge umbringen wollte, jedoch scheiterte, auf diesem Weg zu Jesus fand um dann bei einem Autounfall ums Leben zu kommen. Das alles erzählt Dave Gahan vor einem dunklen Soundteppich, der durch den Ohrwurmrefrain „I don´t want to start any blasphemous rumours but I find that God´s got a sick sense of humour and when I die I expect to find him laughing“ durchbrochen wird. Das ganze war in den 80ern noch einen kleinen Skandal wert, Radiostationen boykottierten den Song.
    6. “Personal Jesus” (Violator 1990):””It’s a song about being a Jesus for somebody else, someone to give you hope and care.” Martin Gore, Juli 1990, MTV kürzte das Musikvideo um eine Szenen, da diese “zu pornographisch” seien. Wurde auch durch die Coverversion von Johnny Cash bekannt. Ich erinnere mich schon bei den ersten Takten an unzählige durchtanzte Nächte in miesen Gothicclubs, in einer Patschuliwolke bei Kunstnebel und in dem alten Damenledermantel, der immer so schrecklich in den Schultern zwickte…von dem blöden Nietenhalsband, das mich jedes Mal fast strangulierte, ganz zu schweigen!
    7. “Black Celebration” (Black Celebration 1986) Ich mag wie ihr merkt besonders die dunklen DM Songs, auch wenn ich nicht die verbreitete Meinung teile, das gesamte Black Celebration Album sei ihre finsterste. Wurde auch kongenial von Monster Magnet gecovert.
    8. “Shake the disease” (Single 1985) Diese Lied, welches nur als Maxi veröffentlicht wurde, verbinde ich mit meiner großen Liebe…
    9. “Home” (Ultra 1987): Das einzige von Martin Gore gesungene Lied in dieser Liste, Songwriting ist auf jeden Fall Gores größeres Talent als Singen, dessen ungeachtet ist „Home“ eine bewegende Ballade, bei der ich jedes Mal an meine ersten Versuche mit dem Haarefärben denken muss, als mein Vater meinte, ich würde mit den schwarzen Haaren wie ne Schwuchtel aussehen..tja.
    10. “Never let me down again” (Music for the masses 1987): Vielleicht DER Depeche Mode Klassiker und das völlig zu Recht! Ich weiß noch genau, wie mich der Song in den jungen Jahren der sexuellen Verwirrung mit seinen homoerotischen Inhalten verzauberte. Unvergesslich auch der Moment, als die 4 1988 den Song bei ihrem legendären Konzert in Pasadena vor über 60 000 mitsingenden und mitanzenden Fans performten, nachzufühlen in dem „101“ Livefilm.
    11. “Walking in my shoes” (Songs of faith and devotion 1993): Auch heute noch schwärmen alte Depeche Mode Fans von der “Songs of faith and devotion-Tour”, ich war nicht dabei, aber dieser Track reißt auch daheim mit!
    12. “Master and servant” (Some great reward 1984): 1984 mit einem damals wahnsinnig modernen 24 Spur Recorder in den Berliner Hansa-Studios aufgenommen, sorgte das Lied mit seinen offenen S/M-Anspielungen in den 80ern für Aufsehen, aber auch heute noch gilt „Let´s play master and servant“
    13. “Nothing’s impossible” (Playing the angel2005) Auf dem letzten Album durfte Sänger Dave Gahan endlich auch mal Songs schreiben, dieser ist der Beste davon.
    14. “Barrel of a gun” (Ultra 1997) Unbedingt auch das Musikvideo angucken, allein schon wegen der Szene, in der Dave Gahan die Treppe runterkrabbelt. War die erste Singleveröffentlichung des „Comebackalbums“ Ultra, nachdem das Fortbestehen der Band nach den üblichen Drogenexzessen und Bandstreitigkeiten im Allgemeinen und Dave Gahans mehrmaligen Überdosen und Selbstmordversuchen im Speziellen extrem ungewiss war. „Whatever I´ve done I keep starring down the barrel of a gun“
    15. “Stripped” (Black Celebration 1986): Auch wenn die Teutonenrocker von Rammstein das Lied mit ihrer unmöglichen Coverversion samt unmöglichen Leni Riefenstahl Olympia 36 Clip schändeten, bleibt „Stripped“ ein wunderschönes morbides Liebeslied.
    16. “Leave in silence” (A broken frame 1982): Vom zweiten Depeche Mode Album “A broken frame”, dem ersten ohne Vince Clark, der nach dem Debüt “Speak&Spell” die Band verließ um mit Yazoo und Erasure eigene Wege zu gehen. Ein kalter frühachtziger Electrotrack, der den Verlust des Bandmitglieds thematisiert. Zudem hat diese Platte eines der schönsten Artworks ever!
    17. “When the body speaks” (Exciter 2001): Das Exciter Album wird von vielen abgelehnt, ich halte es auch nicht für ihr bestes, aber “when the body speaks” bleibt ein unglaublich schönes Lied und stellt zudem Gahans beste Gesangsleistung dar.
    18. “The sun and the rainfall” (A broken frame 1982): Eines der zu unrecht unbekannteren Lieder der 4 aus dem englischen Basildon, obwohl sie damals eigentlich noch zu dritt waren.
    19. “A pain that I´m used to” (Playing the angel2005): Klingt ein wenig wie ein DM-Medley, vereinigt alle Elemente, die DM so gut machen.

    Übrigens spielten Depeche Mode dieses Jahr während des israelischen Abwehrkampfes gegen die islamfaschistischen Banden von Hamas und Hizbollah ohne zu Zögern im Hayarkon Park in Tel Aviv, während beispielweise die Uefa in jenen Tagen Maccabi Haifa dazu nötigte, seine CL-Qualispiele auf neutralem Boden auszutragen.

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    Die 5 schönsten Bahamas-Cover http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/29/die-5-schoensten-bahamas-cover/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/29/die-5-schoensten-bahamas-cover/#comments Fri, 29 Dec 2006 21:42:32 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/29/die-5-schoensten-bahamas-cover/ Seit einigen Tagen ist die neue Bahamas erhältlich, die wie gewohnt nicht nur inhaltlich Faszinierendes bietet (vergleicht nur mal die Artikel „Ladies and gentlemen, the Kiez is burning“ von Ann Löwin in der aktuellen Konkret und „Respekt statt Bildung“ von Justus Wertmüller in der neuen Bahamas), sondern ebenfalls mal wieder durch ihr geschmackvolles Coverdesign zu überzeugen weiß. Anlass genug, aus den mittlerweile 51 Ausgaben die fünf schönsten Coverbilder auszuwählen:
    Platz 5. Bahamas Nr. 47

    Platz 4. Bahamas Nr.46

    Platz 3. Bahamas Nr. 38

    Platz 2. bahamas Nr.45

    Platz 1. Bahamas Nr. 30

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    Don´t judge a book by it´s cover http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/27/dont-judge-a-book-by-its-cover/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/27/dont-judge-a-book-by-its-cover/#comments Wed, 27 Dec 2006 21:52:57 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/27/dont-judge-a-book-by-its-cover/ Heute in einem Interview in der „Welt“:
    Welt: „Das Franfurter Institut für Sozialforschung von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno galt etlichen als ein Ort, an dem der Wertewandel nach Kräften gefordert wurde. Hatten sie Beziehungen zu dem Institut?“
    Noelle-Neumann: „Horkheimer und Adorno versuchten, mich an ihr Institut zu holen. Allensbach, hatte ich das Gefühl, brauchte mich damals, und so lehnte ich ab. Den Brief, den ich dazu an Adorno schickte, habe ich noch immer in Kopie. Zu Adorno: Es gibt wenige Menschen, die ich so verabscheue wie ihn. Ich habe ihn einmal in seiner Wohnung in Frakfurt besucht. Ich sitze neben ihm und blicke in so eiskalte Augen, wie ich sie selten gesehen habe(..)Es war widerwärtig.“
    Diese Beobachtungen verdanken wir Elisabeth Noelle-Neumann, Gründerin des Allensbach Institus für Demoskopie und Journalistin, auch in der NS-Zeit. So „widerwärtig“ die Gute Theodor W. Adorno fand, so sympathisch war ihr eine andere Person, aber lest selbst:
    Welt: „Welchen Eindruck machte Hitler auf den ersten Blick?“
    Noelle-Naumann: „Einen netten. Er war in Zivil und wirkte geradezu herzlich.(..) Er wirkte gar nicht wie ein Monster.“
    Welt: „Und wie ging es weiter?“
    Noelle-Neumann: „Hitler sah mich intensiv an, platzierte mich neben sich. Dann nahm er mich und führte mich an das Geländer der Terasse..“ An dieser Stelle möchte ich die beiden sich selbst überlassen, nicht ohne euch noch mal die alte Weisheit „Don´t judge a book by it´s cover“ mit auf den Weg zu geben.

    „Deine kalten Augen machen mich so sentimental, kalte Augen!
    Wenn du mich so ansiehst ist mir alles andere egal, total egal!“
    (frei nach Ideal)

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    Ha, Ha..Axel Reitz und der VS http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/26/ha-haaxel-reitz/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/26/ha-haaxel-reitz/#comments Tue, 26 Dec 2006 16:33:43 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/26/ha-haaxel-reitz/ Mein indymedia Bericht des Jahrs war wohl dieser , auch wenn ich den Verdacht nicht los werde, dass die betreffende Person ihn selber geschrieben hat.., wirklich lesenswert ist hingegen dieser Bericht über einen Anwerbversuch durch den VS in Frankfurt/Oder, bei dem es unter anderem darum gehen sollte, sich in das Epizentrum der „Antiglobalisierungsbewegung“, das niedersächsische Osnabrück, zu schleichen. Honorar beim VS sind übrigens anscheinend nur läppische 500 Euros im Monat..Aber nicht nur in der Linken sind die üblichen VS-Anwerbversuche nach wie vor zu vermelden, auch der wannabe „Gauleiter von Köln“, Altnaziwichsvorlage und seit Juli 2006 für die nächsten 21 Monate wegen antisemitischer Hetze Knastinsasse Axel (Brech-) Reitz hatte Besuch, ich zitiere: „..Zu einer für normale Besuche ungewohnten Zeit führte man den nichtsahnenden Kameraden in den kleinen Überwachungsraum, in dem die Gespräche von Axel Reitz -sogar die mit seinen Eltern- gewöhnlich stattfinden und überwacht werden. Aber diesesmal waren es -wie erwartet- weder Verwandte noch Kameraden, sondern das Mutterhaus in Köln hatte offensichtlich einen seiner Spezialagenten geschickt und da Agenten ja immer die Welt retten müssen, wollte dieser wohl die Welt vor dem bösen Neonazismus retten, der hier auf eindrucksvolle Weise durch unseren Kameraden Axel Reitz personifiziert und repräsentiert wurde.

    Die Kerle haben ja alle das Buch „Psychologie für Kleingärtner“ gelesen und arbeiten daher mit allerlei psychologischen Tricks, um ihrem Arbeitgeber, dem Bundesamt für Verfassungsschutz, brauchbare Informationen zu liefern. Immerhin hängt ja ihre Planstelle davon ab, daß niemand merkt, daß sie in Wahrheit völlig nutzlos sind. Da kommt dann so mancher auf die tollsten Ideen. Im Falle von Axel Reitz machte der als Sozialarbeiter oder Psychologe vermutlich vorab Gescheiterte den Versuch, sein Gegenüber erstmal zu bauchpinseln, um eine Atmosphäre zu schaffen, bei der man seinem „Opfer“ vielleicht im Plauderton einige Geheimnisse würde entlocken können. Es wird wenig Sinn haben, diese Leute wegen Beleidigung anzuzeigen, obwohl es unbestritten eine Beleidigung ist, wenn man offensichtlich für so doof gehalten wird, daß man auf deren leere Phrasen und Täuschungsversuche hereinfällt. Er -Axel Reitz- sei ja einer der Wenigen, die tatsächlich bereit seien für ihre Überzeugungen auch in den Knast zu gehen, zweifelsohne sei er eine „charismatische Persönlichkeit“ und überhaupt seien ihm die Rechten sehr viel lieber als die Linken, hätte er doch mit einigen der Intelligenteren von ihnen schon sehr interessante Gespräche geführt. Bla, bla, bla, rhabarber, rahbarber…

    In seinem Brief schreibt Axel Reitz dazu: „…als er mir dann Publikationen des VS-NRW anbieten wollte, erklärte ich ihm, daß ich diese dankend ablehne, da ich mir nicht nachsagen lassen möchte, von einem VS-Mitarbeiter irgendetwas angenommen zu haben. Weiterhin erklärte ich ihm, daß er für mich nichts anderes als ein Feind sei und ich mich einzig und allein mit ihm unterhalte, weil die Zeit für den Hofgang noch nicht gekommen sei.“

    Das alles ließ den VS´ler, der statt der Kennung „007“ viel eher die „08/15“ verdient hätte, weil ja das Mutterhaus uns meistens diese Dutzendgestalten auf den Hals schickt, völlig kalt und er schwadronierte weiter über Wahlergebnisse, rechte Intellektuelle und welche unbedeutenden Gruppen seine Behörde doch alle observieren müsse. Dabei würden die Rechten wenigstens mit ihm reden, bei vielen Linken wäre das gar nicht möglich, nach einem Gespräch mit ihm seien die „in der Szene unten durch“, „verbrannt“ wie man sagt. Reitz meinte daraufhin mit einem Lächeln: „Ja, ja, von den Linken können wir noch viel lernen!““ (Quelle ist eine rechte Infoseite, die sich nach einem Piraten benannt hat, nein nicht „Jack-Sparrow-Netz..)
    Ja, ja der Axel ist wirklich eine „charismatische Persönlichkeit“ (genau so wie sein Namensvetter Axel Schulz ein Wahnsinnsboxer ist) und zudem eine echte Stilikone, wie folgende Bilder aus der Nazi-Vogue zeigen=))



    Da sieht man mal wieder, wie unverschämt sich die Nazis dem „Autonomen-Look“ bedienen..

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/26/ha-haaxel-reitz/feed/
    Frohe Ostern http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/25/frohe-ostern/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/25/frohe-ostern/#comments Mon, 25 Dec 2006 17:20:34 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/25/frohe-ostern/

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/25/frohe-ostern/feed/
    Weihnachten mit Mao http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/23/weihnachten-mit-mao/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/23/weihnachten-mit-mao/#comments Sat, 23 Dec 2006 16:43:19 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/23/weihnachten-mit-mao/
    Wie ich heute bei der Zeitungslektüre erfuhr, verschickt der Grünen Bundestagsabgeordnete und Joschka Fischer Nachrücker Omid Nouripour Weinachtskarten mit einem Zitat des „Großen Vorsitzenden“ und Massenmörders Mao Tse-tung. Konkret: Über der Zeile: „Ich wünsche Ihnen besinnliche Feiertage und ein friedliches Neues Jahr“, steht: „`Das Volk und nur das Volk ist die Kraft, die Geschichte macht.`Mao Tse-tung“..
    Was verschicken wohl Linkspartei Abgeordnete für Weihnachtskarten, womöglich welche mit Stalinzitaten? Seltsamerweise ist dieses Jahr keine Weihnachtskarte von der EU-Parlamentsabgeordneten und nebenbei Verfasserin dieses wiederwärtigen Buches Sarah Wagenknecht bei mir eingetroffen, obwohl ich in diesem Jahr sogar an einer Veranstaltung mit der 1989 in die SED eingetretenen Genossin teilgenommen habe, doch wäre ich nicht überrascht auf einer solchen „“Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben es unseren Bürgern nicht, Waffen zu führen – warum sollten wir es ihnen erlauben, selbständig zu denken?“– Josef Stalin- zu lesen.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/23/weihnachten-mit-mao/feed/
    Changes? http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/22/changes/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/22/changes/#comments Fri, 22 Dec 2006 21:50:49 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/22/changes/ Umfrage zeigt Veränderung in der öffentlichen Meinung in Europa
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    Über Jahre hinweg gingen die Meinungen über das Thema Israel in der Welt weit auseinander: Bekanntlich zeigten US-Amerikaner eher Verständnis und
    Unterstützung für Israel, während sich Old-Europäer tendenziell misstrauisch oder feindlich über den jüdischen Staat äußerten. Umfragen, die in den vergangenen Wochen im Auftrag des israelischen Außenministeriums durchgeführt wurden, weisen auf eine Veränderung in der öffentlichen Meinung in Europa hin.

    Meinungsforscher führten in den drei einflussreichsten EU-Mitgliedstaaten
    (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) kürzlich eine Umfrage durch und kamen zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Europäer nicht mehr der Meinung sind, dass der Ursprung aller (!) Probleme im Nahen Osten im arabisch-israelischen Konflikt liegt, sondern im Konflikt zwischen radikalislamischen und moderaten Staaten in der Region.

    Die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im israelischen Außenministerium stellte nun die Ergebnisse der Umfragen vor. Die Studien wurden von unabhängigen Forschungsinstituten durchgeführt. Ziel war, herauszufinden, inwiefern der zweite Libanonkrieg die öffentliche Meinung in Europa beeinflusste. Das Ergebnis war auffallend: Mindestens 45 Prozent der Teilnehmer sagten, das zentrale Problem im Nahen Osten sei ihrer Meinung nach der Kampf der radikalen Bündnispartner (Iran, Syrien, Hisbollah und die Hamas) gegen die „moderaten“ Staaten wie Ägypten und Jordanien. „Nur“ 30 Prozent nannten den arabisch-israelischen Konflikt als Hauptursache für die Spannung im Nahen Osten, eine Meinung die vor dem Krieg noch eine Mehrheit der Europäer vertreten hatte.

    Die Ergebnisse der Meinungsumfragen werden in der kommenden Woche bei einer Konferenz in Anwesenheit aller israelischen Botschafter in europäischen Ländern vorgestellt. (Maariv, 20.12.06)

    Eine generelle Abnahme des Antisemitismus, dessen politische Rationalisierung der Antizionismus darstellt, ist jedoch nicht zu verzeichnen. So waren etwa einer KSCR-Umfrage zufolge 50% der Deutschen der Meinung, Jüdinnen und Juden sollten keine höheren Positionen im Staat inne haben und fast 18 Prozent der Deutschen halten den Einfluss der Jüdinnen und Juden „auch heute noch für zu groß“. Fast 14 Prozent meinen, Juden hätten „etwas Eigentümliches an sich und passen nicht so recht zu uns“. (Studie der Friedrich Ebert Stiftung 2006)

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    Kling Klang http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/21/kling-klang/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/21/kling-klang/#comments Thu, 21 Dec 2006 22:35:03 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/21/kling-klang/ Ich verwöhne meine Höhrnerven in letzter Zeit oft mit der „Manikins EP“ von Brian James, die ihr hier findet, leider kann das release nicht direkt verlinkt werden, daher runterscrollen, die „Manikins EP“ und bloss nicht die „Manikins II“ nehmen, speichern und geniessen! …minimal at it´s best und das aus Malta, zu dem ich mit dieser Person

    tanzen möchte.

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    Schlafschwamm: Medizin im Mittelalter http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/21/schlafschwamm-medizin-im-mittelalter/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/21/schlafschwamm-medizin-im-mittelalter/#comments Thu, 21 Dec 2006 22:05:02 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/21/schlafschwamm-medizin-im-mittelalter/
    Wer an Medizin im Mittelalter denkt hat wahrscheinlich erstmal Bilder von zahnziehenden Dorfschmieden, blutigen Aderlässen und als „Hexen“ verfolgten Kräutersammlerinnen vor Augen. Doch wie eine neue Studie des Medizinhistorikers Gundolf Keil von der Universität Würzburg zeigt, waren die damaligen Ärzte keineswegs die rohen Quacksalber, als die sie oft dargestellt werden.
    Zwar gab es die berüchtigten Aderlässe durchaus, jedoch um Patienten gegen Infektionen zu helfen. Bakterien vermehren sich nämlich umso schlechter, je weniger Bluteisen ihnen zur Verfügung steht, daher war der Vorgang durchaus sinnvoll, vorausgesetzt natürlich, es wurde nicht zuviel Blut abgezapft. „Die Technik des Aderlasses und die Behandlung seiner Komplikationen folgen einer Tradition, die von der Antike bis in unsere Zeit reicht“, so Keils Fazit. Auch bei Bluthochdruck wurde zur Ader gelassen, denn auch wenn die damaligen Mediziner diesen nicht messen konnten, wussten sie doch dessen Symptome, warme, feuchte Haut und gerötetes Gesicht, durchaus zu deuten.
    Blutungen wurden im Mittelalter mit einem Druckverband oder mit Nadel und Faden gestillt. Diese Methode zählt auch heute noch bei Medizinstudierenden zum Ausbildungsprogramm und wo heutige Ärzte bei Kropfbildung Jodtabletten verabreichen empfahlen damalige Heiler den sehr jodhaltigen Seetang. Selbst Antibiotika waren im Mittelalter nicht unbekannt, bei Wundinfektionen wurden auf einem Honig-Schafkot-Nährboden gezüchtete Schimmelpilze angewendet, die Penicillin bilden. Auch wenn natürlich niemand im Mittelalter diese Substanz als solche kannte, war deren heilbringende Wirkung durchaus bekannt.
    Selbst die Vollnarkose wurde von Mittaltermedizinern angewandt, dazu verabreichten sie den so genannten „Schlafschwamm“, der mit Naturdrogen wie Efeu, Schierling, Maulbeersaft, Mandragorawein und Opium getränkt war. Falls die Patienten nicht an Atemlähmung oder Blutstau starben waren somit sogar Schädeloperationen möglich.

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    Gläubige, boykottiert Nike! http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/19/glaeubige-boykottiert-nike/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/19/glaeubige-boykottiert-nike/#comments Tue, 19 Dec 2006 22:36:14 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/19/glaeubige-boykottiert-nike/
    Schade, dass ich keine Nike-Turnschuhe trage, denn beim Stöbern auf der sowieso total wiederlichen islamfaschistischen Seite „Muslim-Markt“ bin ich neben den in solchen Kreisen ( aber nicht nur dort!) leider üblichen „Boykottiert Israel“ und „Boykottiert Coca-Cola“ Aufrufen auch auf folgenden Boykottaufruf gestossen:

    „Der Sportwarenhersteller Nike hat in einem seiner Schuhe angeblich den Namen einer seiner Star (Michael „Air“ Jordan) notiert. Die kalligrafische Schrift lässt aber keinen Zweifel daran, dass hier der Eigenname der Prächtigkeit Allahs mit Füßen getreten werden soll. Der Schriftzug ist nämlich für einen Arabischkundigen unzweifelhaft als „Allah“ in arabischer Kaligraphie zu erkennen. Darüberhinaus hat Nike auch durch andere aggressive Werbung auf sich aufmerksam gemacht. Daher empfehlen wir den Boykott aller Waren von NIKE. Neben diesen Vorwürfen bleibt es nahezu unbedeutend, dass „Nike“ auch als Name einer griechischen Göttin des Sieges angesehen wird.“

    So weit, so irre, aber damit nicht genug, denn Nike sah sich aufgrund der Stimmungsmache vor allem seitens amerikanischer Mosleminteressenverbände wie dem „CAIR“ genötigt, folgende Schritte einzuleiten, der Konzern
    - „entschuldigte sich bei der islamischen Gemeinde für alle unbeabsichtigte Verletzung ihrer Gefühle“;
    - „führte einen weltweiten Rückruf“ gewisser Muster durch;
    - „leitete Lieferungen der fraglichen kommerziellen Produkte aus ‚sensitiven‘ Märkten um;
    - „führte keines der Modelle mit dem „beleidigenden“ Zeichen weiter“;
    - „führte organisatorische Veränderungen in der Design-Abteilung ein, um die Überprüfung des Logo-Designs ein“;
    - versprach, mit moslemischen Interessenverbänden zusammenzuarbeiten, „um muslimische Design-Ressourcen zu identifizieren, die in Zukunft konsultiert werden können“;
    - ergriff „Maßnahmen, um das interne Verständnis für islamische Fragen zu erhöhen“;
    - spendete $50.000 für einen Spielplatz an einer islamischen Schule; und
    rief rund 38.000 Schuhe zurück und ließ das „beleidigende“ Zeichen abschmirgeln.

    Hurra, wir kapitulieren!

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    Rede von Ehud Olmert in Berlin http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/19/rede-von-ehud-olmert-in-berlin/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/19/rede-von-ehud-olmert-in-berlin/#comments Mon, 18 Dec 2006 23:51:56 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/19/rede-von-ehud-olmert-in-berlin/ Ansprache von Ministerpräsident Ehud Olmert
    Gedenkfeier am „Gleis 17“, Bahnhof Grunewald, Berlin
    12.12.2006

    Ich stehe hier im Namen des unabhängigen Staates Israel und als sein Premierminister, horche aufmerksam den längst verschollenen Stimmen. Ich bin umgeben von einer Menge scheinbar stummer Zeugen: dasselbe Gleis, die gleichen Schienen, die roten Steine, der Himmel. Alles, genauso wie es damals war – und da dringt ein lautes Echo an mein Ohr. Wortfetzen höre ich, ein gewürgter Schrei, das Weinen eines Kindes, das Flehen einer Mutter, das Stöhnen eines alten Mannes – all dies wird übertönt von einem scharfen, kalten Befehl, durchschneidend und grausam. Und im Hintergrund das Pfeifen der Lokomotive, ein erschütterndes Kreischen, voll gestopfte und zugesperrte Wagons und drinnen, das Schreien des Grauens. Dann fährt der Zug langsam an, das Knarren der Räder wird immer schneller und schneller bis es in der Ferne nicht mehr zu hören ist…

    Alles taucht hier wieder und wieder auf: Anblicke und Geräusche, all das Grauen – und es gibt kein Entkommen. All das ist in unser Gedächtnis eingebrannt und wird niemals vergessen, so haben wir es geschworen.

    Genau zweihundert Jahre liegen zwischen der Einreise des 14-jährigen jüdischen Jungen durch das Rosenthal Tor in den Stadtmauern Berlins (das Tor, welches für Juden und Vieh bestimmt war) und der Verschleppung der Juden Berlins durch den bitteren Feind, durch die Nazis. Die Einreise Moses Mendelssohns im Herbst 1743 ist der Anfang des kulturellen jüdisch-deutschen Bündnisses und des enormen, überproportional großen, künstlerischen Beitrages der Juden zum geistigen Schaffen Deutschlands, zur Philosophie, zur Literatur, zur Poesie, zur Musik und zur Kunst, sowie auch zu den Wissenschaften und zur Medizin. Zweihundert Jahre genau, die hier, am Gleis 17 des Bahnhofes Grunewald zu einem jähen Ende kamen.

    Wenn sie doch nur verbannt worden wären. Wenn man ihnen doch nur die Möglichkeit gegeben hätte, dieses Land, das sie aus unverständlichen Gründen so geliebt haben, zu verlassen, dieses Land, in dem die heiße Lava des Judenhasses ständig unter ihren Füßen brodelte. Hätten sie nur fliehen und ihre Seele retten können. Doch alle Wege waren versperrt, alle Fluchtwege abgeriegelt, insbesonders der Weg ins Land Israel, die heißersehnte Erlösung, das Ziel ihrer Gebete und Hoffnungen. Ein Heimatland für das jüdische Volk gab es doch damals nicht, und die Strände dieses Landes, wie auch die aller anderen Länder, waren vor ihnen fest verriegelt. Für die hier am Bahnhof Versammelten gab es nur einen einzigen unfreiwilligen Weg hinaus: den Weg von hier weg in den Osten, und von dort – kein Zurückkommen mehr.

    Schon hundert Jahre davor schrieb der Dichter Heinrich Heine einige Zeilen über die Katastrophe seines Volkes. Diese Zeilen klingen, als ob sie für seine Brüder, die sterben werden, geschrieben wurden:

    Brich aus in lauten Klagen,
    Du düstres Martyrerlied,
    Das ich so lang getragen
    Im flammenstillen Gemüt!
    Es dringt in alle Ohren,
    Und durch die Ohren ins Herz;
    Ich habe gewaltig beschworen
    Den tausendjährigen Schmerz.
    Es weinen die Großen und Kleinen,
    Sogar die kalten Herrn,
    Die Frauen und Blumen weinen,
    Es weinen am Himmel die Stern!…

    Die Shoah hat der Menschheit eine Frage hinterlassen, die weder das Herz noch der Verstand erfassen kann. Diese Frage schreit zum Himmel und fällt zurück ins innerste der Seele. Es gibt keine umfassende Antwort, nur unzählige Bruchstücke von Antworten. Eines davon lautet: weil das jüdische Volk keinen eigenen Hafen hatte, an dem es in Sicherheit anlegen konnte. Es hatte keinen Leuchtturm, der ihm den Weg durch den Sturm wies. Es hatte kein sicheres Heim, welches es mit offenen Türen, voller Liebe willkommen hieß, nicht, solange es keinen Staat Israel gab.

    Wir haben daraus gelernt und uns diese Lehre genau eingeprägt: Wehe dem Schwachen und Schutzlosen. Wehe dem, der den Drohungen keinen Glauben schenkt. Wehe dem Gleichgültigen, der sich nicht darauf vorbereitet, den Gefahren zu trotzen. Wehe dem, der sich in falscher Hoffnung sonnt, der die Gefahr verleugnet und sich auf die Wohltätigkeit Fremder verlässt.

    Und so werden wir von unseren Toten, den sechs Millionen, angehalten, alles Menschenmögliche zu tun, damit der Staat Israel das genaue Gegenteil, der diametrale Gegensatz zu der Bösartigkeit der Nazis wird. Er soll auf den ewigen Werten der Thora des Volkes Israel und der biblischen Propheten basieren: Auf der Ehre des Menschen und dessen Freiheit, auf sozialer Gerechtigkeit, auf menschlicher Moral, auf der Heiligkeit des Lebens und auf beständigem Streben nach Frieden.

    Der Dichter Abraham Shlonski schrieb in einem seiner Gedichte:

    „…Auch hier, auch heute verfolgt sie mich,
    Die feindliche Gestalt des fremden, bedrohlichen Landes.
    Immer und ewig erscheint mir der Zug
    Als Mord am helligten Tag.
    Und die Klinge der Nacht zerschneidet zerschneidet
    Die Frachtwagons – die Särge.
    Ich weiß nicht, ich weiß es nicht
    Warum ich heute meiner Heimat gedacht habe.“
    (Aus dem Gedicht „Auf der Reise“ von Shlonski, Band Vollendung, Seite 45)

    Und tatsächlich, das Echo, die Lehre bleiben immer Teil unseres Lebens. Der Zug der Erinnerung verfolgt jeden Juden, immer und überall. Und ich, der ich in meinem Heimatland nach der Shoah geboren wurde, weiß genau warum ich, hier und jetzt, meiner Heimat, Israel, gedenke. Ich weiss genau, warum und weshalb mir meine Heimat so lieb ist.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/19/rede-von-ehud-olmert-in-berlin/feed/
    Bahamas Nr.51 ist da http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/17/ich-bin-gespannt/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/17/ich-bin-gespannt/#comments Sun, 17 Dec 2006 19:49:34 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/17/ich-bin-gespannt/ Ich bin gespannt, Titel und Inhaltsverzeichnis sehen ja wieder sehr vielversprechend aus:

    Inhalt

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/17/ich-bin-gespannt/feed/
    thank you for the music http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/16/thank-you-for-the-music/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/16/thank-you-for-the-music/#comments Sat, 16 Dec 2006 14:47:24 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/16/thank-you-for-the-music/ Heute ist der sechzigste Geburstag von Benny Andersson, dem bärtigen Typen am Piano der größten Popgroup und bekanntesten Partnertauschcombo aller Zeiten, ABBA, dem ich an dieser Stelle gratulieren möchte! Anlass genug, die 10 schönsten Lieder der 4 „Super Trooper“ aus Schweden (obwohl die brünette Anni-Fried eigentlich aus Norwegen kommt), die bislang mehr als 350 Millionen Tonträger vercheckten, zu bestimmen:

    1. „The winner takes it all“, eindeutig mein ABBA-Lieblingslied, welches mich nach wie vor äußerst melancholisch stimmt, vor allem die Zeile „..but tell me, does she kiss like i used to kiss you, does it feel the same when she calls your name, somewhere deep inside you must know i miss you..“, da werden Erinnerungen an den ein oder anderen Verflossenen wach, schnüff!
    2. „Dancing Queen“, eigentlich selbsterklärend, zudem wurde ich einerseits auf der diesjährigen maidemo zur dancing queen gewählt (ok, von mir selbst, aber völlig zu recht!), und andererseits verbinde ich das Lied für alle Zeiten mit einem meiner Lieblingsfilme, „muriel´s wedding“, vor allem mit der Szene, als die Polizei bei Muriels Eltern auftaucht, sie des Ladendiebstahls bezichtigt und Muriel erstmal ihre ausgeleierte Abbacassette auflegt und Dancing Queen singt..“fell the beat from the tambourine!“
    3. Take a chance on me“, kannte ich als Spätgeborener ursprünglich nur in der furchtbaren Version der Popperspopper erasure, um so schöner ist die Originalversion von ABBA! „it´s magic!“
    4. „Fernando“, die große Revolutionshymne von ABBA, ich verweise nur mal auf Zeilen wie „Do you still recall the fateful night we crossed the Rio Grande
    I can see it in your eyes How proud you were to fight for freedom in this land“, da sollte doch jedem Antiimp das Herz aufgehen, selbst ich überlege beim Hören, ob ich nicht doch nach Nepal gehen soll… Empfehle ich auf jeden Fall auch Antiimpgangs wie der berüchtigten ALB zusammen mit „Die rote Sonne von Barbados“ von den Flippers für die nächstemLuxemburg/Liebknecht-Demo.
    5. „Gimme, Gimme, Gimme“..genau, „a man after midnight“, wurde ja auch von madonna/esther für ihren smasher „hung up gesampelt.
    6. „I do, I do, I do, I do, I do“ Wieder Muriels Hochzeit, diesmal die Szene, als sie die Kirche zu diesen Klängen betritt, um die Scheinehe mit dem Südafrikaner einzugehen..
    7. „The day before you came“, einer der eher unbekannteren ABBA-Songs, in dem Agnetha vor einem wabernden siebzieger Sythiesound ihren entfremdeten Alltag schildert.
    8. „Super Trooper“..bappapa, bappapa..
    9. „Mamma Mia“, hat zum Glück nix mit der Deutschpopbratze Mia zu tun, hat dafür aber gleich mehrere unglaubliche hooklines.
    10. „Thank you for the music“, Genau!
    Abba waren übrigen nicht nur in der „Freien Welt“ Popgötter, auch im Ostblock, wie ich wikipedia entnehme, ich zitiere: „Sogar im früheren Ostblock war das Album so erfolgreich, dass beispielsweise Polen das Kontingent von 800.000 Schallplatten mit „Westmusik“, die jährlich importiert werden durften, nur für dieses eine Album verwendete. ABBA reiste extra für eine Fernseh-Dokumentation nach Polen, um das Album vorzustellen. Die Gruppe war auch in den anderen früheren Ostblockländern sehr beliebt und musikalisch erfolgreich, jedoch hielt sich ihr kommerzieller Erfolg dort in Grenzen, da die jeweiligen Landeswährungen nur beschränkt konvertierbar waren. Nach einigen Überlegungen gründeten ABBA eine Handelsgesellschaft und ließen sich seitdem auch in Naturalien wie z. B. polnischen Kartoffeln, Getreide, russischem oder rumänischem Erdöl oder auch Werkzeugmaschinen und anderen Produkten bezahlen, die auf dem freien Markt absetzbar waren(…) Es gab auch einen Auftritt in der DDR: Im November 1974 traten ABBA in der Fernseh-Unterhaltungssendung Ein Kessel Buntes auf. Die Band präsentierte die drei Titel Waterloo, So Long und Honey Honey sowie einen Ausschnitt von Waterloo in der deutschsprachigen Version.
    Im März 2006 erklärten ABBA sich nach homophoben Äußerungen des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski solidarisch mit dem Tag der Toleranz, wie der Warschauer Pride in diesem Jahr heißt. Um die Veranstaltung auch finanziell zu unterstützen, wurden erstmals seit 10 Jahren von allen vier Musikern Poster und Alben signiert, die beim Internetauktionsportal eBay versteigert wurden.“

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/16/thank-you-for-the-music/feed/
    Was war los, Mahmoud? http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/16/was-war-los-mahmoud/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/16/was-war-los-mahmoud/#comments Sat, 16 Dec 2006 14:00:13 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/16/was-war-los-mahmoud/ Erstmals trifft Ahmadinedschad auf Widerstand im eigenen Land
    _________________________________________________

    Zum ersten Mal stieß der iranische Präsident Ahmadinedschad, der häufig im
    ganzen Land unterwegs ist, bei einem seiner öffentlichen Auftritte auf
    feindliche Reaktionen. Der Präsident war anlässlich des Tages des Studenten zu
    einer Rede vor Studenten der Universität von Teheran gekommen.

    Als er begann, Fragen zur Verletzung der Menschenrechte und freier
    Meinungsäußerung zu beantworten, gab es Aufruhr im Saal. Bilder des Präsidenten gingen in Flammen auf, Ausrufe wie „Tod dem Diktator“ und „Lügner, Lügner“ waren zu hören.

    Es wurden sogar Sprengkapseln geworfen. Als Reaktion darauf riefen die
    Unterstützer des Präsidenten Slogans zu seiner Verteidigung. Ahmadinedschad erklärte dazu, dass ihn nichts von seinem Weg abbringen werde. (Iran. Fars News
    Agency, BBC, 11.12.06)

    Minister scheinen zur Zeit eh nicht so wilkommen an Unis zu sein, nicht nur im Iran, auch in der niedersächsischen Provinz

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/16/was-war-los-mahmoud/feed/
    Achtung! http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/14/achtung/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/14/achtung/#comments Thu, 14 Dec 2006 22:15:35 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/14/achtung/
    den davon Unerschrockenen, gar den BefürworterInnen solcher Zustände sei an dieser Stelle das Gerücht verbreitet, dass die isländische (apropos Island, ich müsste mal meine Hausarbeit „Der wirtschaftliche Sonderfall Island im Mittelalter“, welche ich vor ca. 2 Semestern geschrieben habe, abholen..) Kombo „gus gus“ auf ihrer homepage ihre komplette Musik verschenkt!
    geil
    Ich mag besonders gerne die „this is normal“ mit meinen all-time-favourites „ladyshave“ und „starlovers“.
    Also: „Jeder nach seinen Fahigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.“

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/14/achtung/feed/
    „Waschen und rasieren“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/13/waschen-und-rasieren/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/13/waschen-und-rasieren/#comments Wed, 13 Dec 2006 21:27:12 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/13/waschen-und-rasieren/
    „Waschen und rasieren“ sind nicht nur meine Tipps an alle an Intimhygiene interessierten Männer, es sind auch die Tipps von Mr Sozialdemokratie, Kurt „Bräsig“ Beck, an die Erwerbslosen, um in die Gnade der Erwerbsarbeit zu gelangen, denn dann „…haben Sie in drei Wochen einen Job“ so Beck in Wiesbaden auf dem Weinachtsmarkt zu einem Erwerbslosen, der anscheined auch noch die Frechheit hatte, sich über Hearts 4 zu beschweren. Worauf FDP-Generalsekretär Dirk Niebel der Berliner Boulevardzeitung „B.Z.“ sagte, dass die Arbeitslosigkeit nicht „allein durch Körperpflege“ zu bekämpfen sei, nicht „allein“ wohlgemerkt!
    Nun, was bedeutet dies aber für mich? Einerseits bin ich nicht so erpicht auf nen Job, habe ja auch schon neben der Uni einen, der meiner Vorstellung von viel Geld und wenig Arbeit zumindest in einer Beziehung nahe kommt.., andererseits bräuchte ich womöglich angesichts der Einführung von Studiengebühren noch ein weiteres finanzielles Standbein, um meinem Motto „Vierzig Semester Minimum, für Deutschland keinen Finger krumm“ treu bleiben zu können.
    Die Lösung scheint mir – natürlich nachdem ich micht ordnungsgemäß gewaschen und rasiert habe- die Bewerbung bei einer Telefon oder Internet Astroline! Wie sowas dann aussieht, könnt ihr hier http://www.astrologen24.de/berater-Harald sehen, zumindest ist mein Name deutlich „astrologischer“ als „Harald“!

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/13/waschen-und-rasieren/feed/
    Geil, Stalinismus! http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/12/geil-stalinismus/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/12/geil-stalinismus/#comments Tue, 12 Dec 2006 19:50:28 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/12/geil-stalinismus/ Durch Zufall gelangte ich heute an die aktuelle Ausgabe der Jungen Freiheit, äh, der Jungen Welt meine ich natürlich…und meine Hoffnung auf einen Blick in den Abgrund der deutschen Linken wurde nicht enttäuscht, aber lest (und seht) selbst:

    „Protest gegen Gedenkstein »für Opfer des Stalinismus

    Berlin. Unter dem Motto »Mit Antikommunismus läßt sich Faschismus nicht bekämpfen« haben am Montag rund 50 Menschen gegen die Einweihung eines Gedenksteines »für die Opfer des Stalinismus« auf dem Sozialistenfriedhof in Berlin-Friedrichsfelde protestiert.

    Zur Einweihung durch den Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD), waren knapp 30 Menschen gekommen. Momper nannte den Stein des Anstoßes unbeirrt eine notwendige Ergänzung der Gedenkstätte und dankte insbesondere der Linkspartei.PDS, von der die Anregung für diesen Stein ausgegangen sei.

    Bezirksbürgermeisterin Christina Emm­rich (Linkspartei) berichtete von vielen Briefen, die sie in den letzten Tagen erhalten habe. Sie sei verwundert, weil ihr vorgeworfen werde, mit einem politischen Kampfbegriff zu hantieren. Sie lud die Kritiker zum Gespräch, »aber persönlich und nicht über die Presse« ein. Die fünf Schritte zu den Protestierenden von DKP, der Gesellschaft für Rechtliche Hilfe und der VVN-BdA schaffte sie für ein solches Gespräch nicht.“

    Junge Welt vom 12.12.2006, S.5.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/12/geil-stalinismus/feed/
    Antifa-Aktionsbündnis Südost http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/11/antifa-aktionsbuendnis-suedost/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/11/antifa-aktionsbuendnis-suedost/#comments Mon, 11 Dec 2006 14:25:32 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/11/antifa-aktionsbuendnis-suedost/ Liebes „Antifa-Aktionsbündnis Südost“,
    nachdem ich erfahren musste, dass ein gewisser Pilzsammler auf euren Parties nicht erwünscht war und auf extrem uncoole Weise der Veranstaltung verwiesen wurde („du… äh…. einige leute hier fühlen sich von deiner… äh… anwesenheit… äh gestört… und wir wollten dich…äh… jetzt auffordern zu gehen… würdest du das tun?“), möchte ich euch bitten, mich für eure zukünftigen Events von der Gästeliste zu streichen. Wie Torsun lese ich nicht nur die ach so böse bahamas (und das mit hohem Erkenntnisgewinn!), ich finde darüber hinaus die bahamas-Redakteure auch sehr sympathisch.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/11/antifa-aktionsbuendnis-suedost/feed/
    Kein Beileid http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/10/kein-mitleid/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/10/kein-mitleid/#comments Sun, 10 Dec 2006 21:39:54 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/10/kein-mitleid/
    Santiago de Chile (dpa) Der frühere chilenische Diktator Augusto Pinochet ist am Sonntag an den Folgen eines Herzinfarkts im Alter von 91 Jahren gestorben. Noch am Morgen hatten die Ärzte des Militärkrankenhauses in Santiago mitgeteilt, der Patient befinde sich nach dem Infarkt vom vergangenen Wochenende weiter auf dem Weg der Besserung. Dann aber habe Pinochet einen Rückfall erlitten und sei um 18.15 Uhr MEZ auf der Intensivstation gestorben. Wurde aber auch Zeit! Lebt Paul Schäfer eigentlich noch?

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/10/kein-mitleid/feed/
    „Früher haste dir eingeschissen“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/09/rene-der-frauenschlaeger/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/09/rene-der-frauenschlaeger/#comments Sat, 09 Dec 2006 21:50:29 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/09/rene-der-frauenschlaeger/ Manchmal ist der Blick auf intifadamedia doch ganz amüsant, wie der folgende Auszug aus einem Bericht über den Nazispaziergang in Berlin-Schöneweide zeigt:
    „Anzumerken hier noch: Anscheinend war der Vater von Rene Betage unter den Gegendemonstranten und so brüllte ein älterer Herr sehr provokant immer wieder private Dinge über Rene, den er in der Nasen-Demo sah.
    Das Beste: Früher haste dir eingeschissen aus Angst vor deinen Klassenkameraden und hast die Mädels verprügelt.“

    Rene Betage, 1965 geboren, gelernter Steuerfachangestellter, Unternehmensberater, EX-NPDler und aktiver Kameradschaftsführer.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/09/rene-der-frauenschlaeger/feed/
    „Hamas wird Israel nie anerkennen“ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/08/hamas-wird-israel-nie-anerkennen/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/08/hamas-wird-israel-nie-anerkennen/#comments Fri, 08 Dec 2006 22:24:47 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/08/hamas-wird-israel-nie-anerkennen/ Palästinensischer Ministerpräsident in Teheran: „Hamas wird Israel nie anerkennen“

    Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Haniyeh hat angekündigt, dass
    seine Hamas-Regierung das Existenzrecht Israels niemals anerkenne werde. Die
    Hamas werde weiter für die „Befreiung“ Jerusalems kämpfen, sagte Haniyeh am
    Freitag in einer Rede vor Tausenden Zuhörern an der Universität von Teheran.

    „Die Welt-Arroganz (USA) und Zionisten… wollen, dass wir die Usurpation des
    palästinensischen Bodens anerkennen, den heiligen Krieg und den Widerstand
    beenden und die in der Vergangenheit mit den zionistischen Feinden getroffenen
    Abkommen akzeptieren“, sagte Haniyeh am zweiten Tag seines viertägigen Besuchs
    in Teheran. Haniyeh wird unter anderem Präsident Ahmadinedschad treffen, der
    zur Vernichtung Israels aufgerufen hat.

    Die Weigerung der Hamas, Israel anzuerkennen, war der Auslöser für die USA, die
    EU und andere Geberländer, ihre direkte Hilfe für die palästinensische Regierung
    einzustellen. Um die Isolation zu überwinden, bemüht sich der gemäßigte
    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Fatah) seit Wochen um die Bildung einer
    Einheitsregierung mit der Hamas. Die Gespräche sind jedoch festgefahren. Abbas
    regte vorgezogene Neuwahlen an, was die Hamas aber ablehnt.

    Derweil hat der US-Kongress eine Gesetzesvorlage gebilligt, die
    Hilfslieferungen und offizielle Gespräche mit der Hamas-Regierung verbieten,
    bis die Hamas Israels Existenzrecht anerkennt und den Terror beendet. Das
    Gesetz sieht vor, dass keine US-Einreisevisa an Hamas-Mitglieder ausgestellt
    werden dürfen. Die humanitären Hilfslieferungen in die Autonomiegebiete und an
    Präsident Abbas sind von dem Gesetz ausgenommen. Das Gesetz wurde im Juni vom
    Senat genehmigt und muss noch von Präsident Bush unterzeichnet werden.
    (Ynetnews.com, 8.12.06)

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/08/hamas-wird-israel-nie-anerkennen/feed/
    Rhythm is a dancer http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/07/die-10-ultimativen-eurodancetracks/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/07/die-10-ultimativen-eurodancetracks/#comments Thu, 07 Dec 2006 19:37:18 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/07/die-10-ultimativen-eurodancetracks/

    Ach ja, die Neunziger: Billige 150 BPM Stampfbeats, pseudosoulige Vocals, Möchtegernrapper…hier sind die 10 ultimativen Eurodancetracks.

    1. Snap: Rhythm is a dancer
    2. Culture beat: Mr Vain
    3. 2 Unlimited: No Limits
    4. Haddaway: What is love?
    5. E-Rotic: Fred come to bed
    6. Blümchen: Herz an Herz
    7. La Bouche: Be my lover
    8. Cappella: U got to let the music
    9. DJ Bobo: Somebody dance with me
    10.Mr President: Up n away

    Und abschließend noch ein bezeichnendes Zitat von Wikipedia: „Die Texte sind bis auf wenige Ausnahmen in englischer Sprache gehalten und zumeist belanglos. Besungene Themen sind Liebe, Musik, Tanzen und Feiern. Normalerweise repräsentieren ausschließlich die Sänger(innen) und Rapper, selten mehr als 3 Mitglieder, das Dance-Projekt in der Öffentlichkeit. Dementsprechend überzeugen sie oft mehr durch ihr Aussehen und ihre Tanzeinlagen als durch ihre musikalischen Qualitäten. Die Produzenten hingegen halten sich meist im Hintergrund.“

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/07/die-10-ultimativen-eurodancetracks/feed/
    Koks & weiße Anzüge http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/05/23/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/05/23/#comments Tue, 05 Dec 2006 22:10:33 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/05/23/

    Heute Abend möchte ich mich dem ehemals „schönsten Mann der Welt“, ebenfalls ehemaligen Ehemann des italienischen Filmmachers Luchino Visconti und ersten Mann auf der „Vogue“, Helmut Berger widmen (den vielleicht einige Hamburger Schüler aus dem Blumfeld Video zu „Tausend Tränen Tief“ kennen), oder konkreter, aus einem meiner Lieblingsbücher, seiner Autobiographie „Ich“ zitieren.
    „..Beim Stichwort `Monster` muß ich sofort an den Rotkreuz-Ball 1971 in Monaco denken. Wie immer war ich in Monte Carlo Ehrengast der monegassischen Fürstenfamilie, von Gracia Patricia und Rainier. Ich saß zwischen zwei der attraktivesten Frauen des Abends, deren Namen ich hier taktvoll verschweigen will. Beide gute Freundinnen von mir, beide in wunderschönen Couture-Abendroben gehüllt, ich im weißen Smoking. Alles deutete auf einen wunderbaren Abend hin, bis mir ein Malheur passierte, das mich schweißüberströmt von abends acht bis morgens vier auf meinem Stuhl festnagelte. Ich wollte mitten beim Essen einen klitzekleinen Pups rausrutschen lassen. Aber der winzige Windstoß war flüssig und rutschte mir, so naß wie er war, in die Hose. Ich sah nicht hin, aber ich wußte, meine weiße Smokinghose färbte sich schmierigbraun. Eine Katastrophe. Das mußte vom Kokain herrühren, das ich wenige Momente zuvor in der Herrentoilette geschnupft hatte. Schlechtes Pulver eben, nicht einwandfrei. Aber nicht nur die Farbe meiner Scheiße empfand ich geradezu körperlich, es hat auch fürchterlich gestunken. Ich überlegte fieberhaft, wie ich mich aus dieser Situation retten könnte. Der Sporting Club war zur Meerseite offen. Ich redete mit den anderen Gästen über den komischen Geruch, ja ich beklagte mich über den furchtbaren Gestank, der scheinbar vom Meer herwehte. Sie nickten. „Stimmte, einfach ekelhaft“ Na klar, den Geruch konnte niemand ignorieren. „Da muß man sich wirklich für den nächsten Ball etwas überlegen“ Aber jetzt wollte meine Tischdame erstmal mit mir tanzen. Man kannte meine Leidenschaft dafür. Ich und tanzen? Unmöglich.
    Ich redete vom Zauber einer guten Unterhaltung, versuchte sie auf das Thema Literatur zu bringen. Zunächst lachte sie. Dann versuchte sie mit all ihrem Charme, mich, diesen Riesentänzer, endlich auf die Tanzfläche zu kriegen. Als das nichts nütze, wurde sie sauer auf mich. Begann wieder zu kosen und schwieg irgendwann, als sie mich nicht erweichen konnte. Wenn sie gewußt hätte, was passiert war und wie ich mich in meinen verklebten Hosen gefühlt habe..
    Sie schimpfte mit mir: “ Du bist langweilig. Irgendwie hast du dich verändert. Sitzt auf deinem Hintern und bewegst dich nicht. Schrecklich. Ich wollte unbedingt neben dir sitzen, weil du auch so ein guter Tänzer bist. Und jetzt sietze ich hier mit dir fest. Die anderen trauen sich nicht her. Komm, einen einzigen Tanz wenigstens. Den kannst du mir nicht verwehren.“ Meine andere Nachbarin wäre auch gerne von mir aufs Parkett geführt worden. Es war die Hölle. Alle wiegten sich im Walzer, nur ich nicht. Ich wiegte mich in etwas anderem. Ganz Monaco wollte – so jedenfalls meine Erinnerung an diese Nacht – mit mir tanzen. Bis vier Uhr saß ich auf meiner Scheiße.“
    (Aus dem Kapitel: Ich vernaschte den Lover von BB und litt beim Ball in Monte Carlo)

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    Good news from Israel http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/05/good-news-from-israel/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/05/good-news-from-israel/#comments Tue, 05 Dec 2006 19:38:23 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/05/good-news-from-israel/

    Alle guten Dinge sind ja angeblich drei, daher nun drei gute Neuigkeiten aus dem Staat der Shoah-Überlebenden und potentieller Zufluchtstätte aller vom Antisemitismus Verfolgten- Israel.

    1. Selbstmordattentat vereitelt

    Bei einem gemeinsamen Anti-Terror-Einsatz haben Sicherheitskräfte der
    israelischen Armee (IDF) und des Israel SecurityAgency (Shabak) ein
    hochrangiges Mitglied der Tanzim-Organisation in Tulkarem verhaftet. Anan Kamal Afif Yaish (19) wurde infolge von Geheimdienstinformationen verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, eine Terrorzelle geleitet zu haben, die ein Selbstmordattentat auf israelische Zivilisten in naher Zukunft plante.

    Der Shabak erhielt die Informationen von Amar Sami Muhammad Suliman. Der 18-Jährige sollte der Attentäter des Selbstmordanschlags sein. Suliman wurde am 23. November 2006 verhaftet.

    Während des Einsatzes umstellten Spezialeinheiten der Grenzpolizei das Gebäude, in dem sich Yaish aufhielt und riefen ihn durch Lautsprecher auf, sich zu ergeben. Als sie sahen, wie Yaish, bewaffnet und mit einem weiteren Mann, fliehen wollte, riefen sie ihn auf, stehen zu bleiben und gaben Warnschüsse in die Luft ab. Als die beiden die Aufforderung nicht befolgten, eröffneten die Einsatzkräfte das Feuer. Yaish, der ein Gewehr bei sich hatte, wurde am Bein verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus in Israel gebracht. Die zweite Person wurde vor Ort durch Sicherheitskräfte behandelt, erlag aber noch bei der Evakuierung seinen Verletzungen. (IDF, 5.12.06)

    2. Leiter des PFLP in der Gegend von Bethlehem verhaftet

    Bei einem gemeinsamen Anti-Terror-Einsatz haben Sicherheitskräfte der
    israelischen Armee (IDF) und des Israel Security Agency (Shabak) den Leiter der „Popular Front for the Liberation of Palestine“ (PFLP) in der Gegend von
    Bethlehem verhaftet. Mahmud Ibrahim Hamdan Fanun (59) wurde 1986 wegen seiner Terroraktivitäten nach Jordanien ausgewiesen und kam 1996 in die Westbank zurück. Fanun steht seit 2001 auf der israelischen Fahndungsliste. Fanun füllte verschiedene hochrangige Positionen in der Terrororganisation aus, beschaffte Waffen und gab gesuchten Terroristen Unterschlupf. Bei einem anderen Vorfall haben Soldaten südlich von Hebron in der Nähe einer Firma einen 10 Zentimeter
    langen Sprengsatz gefunden. Er wurde von einem Experten der Armee durch eine kontrollierte Sprengung unschädlich gemacht. (IDF, 4.12.06)

    3. Bombe bei palästinensischem Jugendlichen entdeckt und zerstört

    Bei einer Routine-Kontrolle haben Sicherheitskräfte am Samstagmorgen eine 15-cm lange Rohrbombe in der Tasche eines palästinensischen Jugendlichen am Hawara-Checkpoint, südlich von Nablus (Westbank), entdeckt. Der Sprengsatz wurde vor Ort zerstört, der Junge den Sicherheitsbehörden zum Verhör übergeben.
    Vergangene Woche ereignete sich ein ähnlicher Vorfall: Dabei versuchte ein
    Palästinenser, drei Rohrbomben nach Israel zu schmuggeln. Seit 1. Januar 2006 wurden allein an diesem Checkpoint in der Westbank 130 Fälle von versuchtem
    Waffenschmuggel gezählt. (IDF, 3.12.06)

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/05/good-news-from-israel/feed/
    Fashion Victim Gudrun Ensslin http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/04/fashion-victim-gudrun-ensslin/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/04/fashion-victim-gudrun-ensslin/#comments Mon, 04 Dec 2006 22:47:51 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/04/fashion-victim-gudrun-ensslin/
    „Gudrun Ensslin sorgte für den intellektuellen Anstrich des Ganzen“ schrieb die Parteizeitung der Grünen, die TAZ, mal über eine gewisse Pastorentochter in Palästinenserkreisen. Doch auch für den modischen Anstrich der Rot-braunen Armee Fraktion sorgte die Gudrun und nahm ihre Aufgabe hierbei so Ernst, dass sie sich in einer Hamburger Boutique für die Sache opferte.
    Ein großer Teil des Geldes, das sie bei Banküberfällen erbeuteten, gaben die RAF-Terroristen bekanntlich für Kleider aus. Hierbei war die gute Gudrun keine Ausnahme, im Gegenteil:
    Eine Woche nach der Festnahme von Andreas Baader riefen die Verkäuferinnen einer der edlensten und chicsten Hamburger Boutique, der „Linette“ (Hohe Bleiche 17), die Polizei. Eine Kundin hatte einen besonders schönen Pulli/ eine besonders stylische Lederjacke (historisch nicht ganz klar) entdeckt und im Eifer des Gefechts beim Anprobieren ganz vergessen, dass sie ja noch einen Revolver unter der Jacke hatte. Unsere Gudrun. Immerhin bewies sie Style, nicht auszumalen, man hätte sie bei Takko erwischt…

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/04/fashion-victim-gudrun-ensslin/feed/
    Fussball und Homosexualität http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/03/fussball-und-homosexualitaet/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/03/fussball-und-homosexualitaet/#comments Sun, 03 Dec 2006 17:09:35 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/03/fussball-und-homosexualitaet/ „Homosexualität ist abnornmal. Ich werde niemals Homosexuelle in mein Team berufen.“ (Otto Baric, kroatischer Teamchef 2004)

    Die Identität als Fan eines Vereins bringt oftmals Ausgrenzungs- und Diskriminierungstendenzen mit sich, um die eigene Identität gegenüber den „andren“ zu zementieren und den Gegner zu erniedrigen. Homophobe Schmähungen sind hierbei so gängig, dass sie kaum noch als Diskriminierung, sondern als „völlig normal“ wahrgenommen werden.Die geläufigsten Vorurteile und Ängste lassen sich allein schon anhand von Zitaten von (Ex) Fussballprofis belegen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schwule Fussballspielen können“, so Paul Steiner, Kölner Exprofi. In die gleiche Kerbe schlug der damalige Mönchengladbachtrainer Bernd Krauss: „Im harten Fussballgeschäft würde ein zartbeseiteter Homosexueller nicht zurechtkommen.“ Angst vor Krankheit brachte gar vor vielen Jahren der damalige Düsseldorfer Profi Michael Schütz ins Spiel: „Man würde gegen so einen nicht richtig rangehen, weil eine gewisse Furcht vor Aids da wäre.“ Und doch stellt Fussball einen gesellschaftlichen Bereich dar, in dem körperlicher Kontakt zwischen Männern nicht nur toleriert, sondern oft sogar zelebriert wird. Sei es beim Torjubel und den darauf folgenden gegenseitigen Umarmungen auf den Rängen oder etwa dem Trikottausch auf dem Rasen. Ein schwuler Spieler würde diese Körperlichkeit in Frage stellen, denn unvermeidlich wäre mit ihm der Verdacht im Spiel, dass nicht Freude, sondern Begehren ihn den körperlichen Kontakt suchen lässt. Allein schon in diesen Befürchtungen zeigen sich homophobe Angstphantasien. Gerade durch die absolute Verneinung ist die Befürchtung, ein Spieler sei schwul jedoch ständig präsent. Während auf den Rängen der homophobe Mob tobt, üben sich die Offiziellen und Spieler darin, was sie am besten können: In Schweigen. Das Thema wird tabuisiert, frei nach dem Motto: „Was nicht sein darf, kann auch nicht sein.“ Selbst Spieler, die sich zu anderen sportpolitischen Themen wie „Rassismus im Fußball“ äußern, bleiben merkwürdig sprachlos. „Ein heißes Eisen, zu dem ich mich nicht äußern möchte. Ich kenne auch keine Fälle.“, sagt etwa der Dortmunder Profi Christoph Metzelder stellvertretend für den großen Rest seiner Zunft. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass sich bisher kein Spieler im deutschen Profifussball zu seiner Homosexualität bekannt hat, müsste er doch nicht nur diskriminierende Sprechchöre und Banner in den Stadien, sondern auch Unverständnis und mangelnde Unterstützung seiner Mitspieler befürchten. Auch die VDV (Vereinigung der Vertragsfussballer), die sich als Fußballer-Gewerkschaft versteht, zeigt auf Anfrage einer Zeitung ein rückständiges Verständnis von Homosexualität: „Es hat sich noch kein Spieler mit derartigen sexuellen Problemen Hilfesuchend an den VDV gewand.“ Homosexualität als Problem.
    Schwulenfeindliche Äußerungen sind von jeher in der von Männern dominierten Fussballfanszene gang und gebe. In den Achtziger Jahren etwa wurden Lieder wie „Ewald, der Schnelle, der Homosexuelle“ gegen den späteren Trainer Ewald Lienen angestimmt oder in den Neunziger Jahren bei Auswärtsspielen des 1.Fc Köln „Toni Polster, jeder kennt ihn, den Stricher aus Wien“ intoniert.
    Auch werden zum Beispiel Spieler wie Fans der in violett antretenden Tennis Borussia Berlin regelmäßig als „Arschficker“ tituliert und mit Sprüchen a la „lila-weiß ist schwul“ konfrontiert, etwa im September 2000 beim Spiel gegen Union Berlin.
    Hierbei handelt es sich nicht um ein nationales Phänomen. So begleiteten die eigenen Fans nach der Niederlage Brasiliens gegen Kolumbien im Morumbi Stadion von Sao Paulo 2000 Rivaldo mit „Schwuler, Schwuler“- Rufen. Ebenfalls in Brassilien verklagte ein Homosexuellenverband den damaligen Nationaltrainer und selbsternannten „Gay Hasser“ Luiz F. Scolari wegen schwulenfeindlicher Äußerungen. Dieser hatte erklärt, keine Schwulen in seinem Team zu dulden sowie sich während seiner Zeit als Trainer in Kuwait unwohl gefühlt zu haben, „weil es dort so viele Schwule gibt.“
    Gleichzeitig ist die Fußballwelt einer der wenigen sozialen Räume, an denen sich Männer gesellschaftlich toleriert berühren, umarmen, gar über einander herfallen dürfen. Im Fanzine „Schalke unser“ berichtet so auch ein homosexueller Schalke Fan: „Es ist definitiv so, dass es nirgendwo leichter ist, Körperkontakt zu Männern zu haben, als im Stadion. Wer als Homo lange keine Zärtlichkeiten mehr ausgetauscht hat, dem empfehle ich, in die Nordkurve zu gehen und zu warten, bis unsere Mannschaft ein Tor schießt. Es wird sich umarmt und geherzt und geküsst, dass sich die Balken biegen. Es hat sich eine Kultur erhalten, in der Körperkontakt unter Männern möglich ist, ohne sofort der Homosexualität bezichtigt zu werden.“
    Der erste offen homosexuelle Fussballprofi war der englische U21 Nationalspieler Justin Fashanau. 1982 wurde ihm von seinem Verein Nottingham Forest gekündigt, nachdem seinem Manager Brian Clough von dessen Verbindungen zur lokalen Schwulenszene erfahren hatte. Es folgten Jahre innerer Zerrissenheit zwischen den eigenen Gefühlen und christlichem Fundamentalismus, einer Flucht in die USA, ein öffentliches Coming-out 1990 und schließlich 1998 der Selbstmord, nachdem er verdächtigt wurde, mit einem Siebzehnjährigen verkehrt zu haben. Über ihn sagte später ein enger Freund, Peter Tatchell: „Er hatte oft das Bedürfnis, mich anzurufen, um über den homophoben Druck zu diskutieren, unter dem er bei Nottingham Forest litt- und über seine Schwierigkeiten, damit fertig zu werden, schwul zu sein.(…) Er war sehr verwirrt und unglücklich über seine Sexualität.(…)Er war innerlich zerstört, als die Sensationspresse und sein Bruder John ihn öffentlich denunzierten, nachdem er 1990 sein Coming-Out hatte. Er ist nie über diese Ablehnung hinweggekommen.
    „Ich kenne eine Anzahl schwuler Fussballer, aber wegen der Art. Wie das Thema in diesem Land behandelt wird, wünschen sie nicht, dass es bekannt wird.“ Sagte der englische Schwulenaktivist und Dauerkarteninhaber von Arsenal London, John Miskelly, in einem Interview 1999 im „The Observer Sport“. Auch der homosexuelle Spieler Heinz Bonn, in den Siebzigern ein hoffnungsvolles Talent des HSV, konnte aus Angst nicht zu seiner sexuellen Orientierung stehen. Diese wurde erst bekannt, als er 1991 von einem Prostituierten ermordet wurde.
    Eine Ausnahme stellt die Fußballlegende Pele dar, er bekannte in einem Interview mit dem brasilianischen Playboy: „Als ich 14 oder 15 war, hatte ich eine Reihe von homosexuellen Beziehungen. Außerdem hatte ich meine erste sexuelle Erfahrung mit einem Homosexuellen.“ Diese Aussage veranlasste eine andere Fußballlegende, den Fidel Castro und Hugo Chavez Freund Diego Armando Maradonna, zu der Aussage: „Warum wird Pele, der seine erste Beziehung mit einem Mann hatte, als einer der besten Athleten des Jahrhunderts bezeichntet; aber mich lassen sie wegen meinem Drogengebrauchs außen vor.“
    zur Vertiefung:
    Martin Endemann: “Kategorie Gay”, in Outcome SS 2006, S.12-15 online hier: http://www.schwulenreferat-bonn.de/files/outcome_ss06.pdf

    Gerd Dembowski “Von Schwabenschwuchtlen und nackten Schlakern”, in “Tatort Stadion – Rassismus, Anitsemitismus un Sexismus im Fussball”, S.140-146, Köln 2002.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/03/fussball-und-homosexualitaet/feed/
    Mit der Reichsbahn in den Tod http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/02/mit-der-reichsbahn-in-den-tod/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/02/mit-der-reichsbahn-in-den-tod/#comments Sat, 02 Dec 2006 15:00:59 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/02/mit-der-reichsbahn-in-den-tod/ Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, gilt gemeinhin als Sturkopf. Als einer, der sich von einmal getroffenen Entscheidungen kaum wieder abbringen lässt. So musste im Streit um die Gestaltung des Berliner Hauptbahnhofs der Architekt Meinhard von Gerkan, der sich von der Bahn in seinen Urheberrechten verletzt sieht, vor Gericht ziehen, um seine Ideen durchzusetzen – und bekam doch nach seinem Erfolg in der ersten Instanz am Dienstag nur von Mehdorn zu hören, die Bahn werde eben in die Berufung gehen.
    In einem anderen Streit aber hat Mehdorn nun überraschend eingelenkt. In einer gemeinsamen Erklärung mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) ließ er am Freitag mitteilen, die Bahn werde eine Ausstellung zur Geschichte der Reichsbahn im Nationalsozialismus und zu ihrer Rolle bei den Deportationen der europäischen Juden in die Vernichtungslager zeigen, und zwar „sowohl in Bahnhöfen als auch in deren unmittelbarer Nähe“. Damit, heißt es ausdrücklich, entspreche die Bahn AG „auch einem besonderen Anliegen von Bundesminister Tiefensee“.
    Vor vier Wochen noch hatte Mehdorn in einem Gespräch mit der FAZ erklärt, auf Bahnhöfen herrschten „Hast und Eile. Es sind keine Orte für ein derart ernstes Thema wie den Holocaust.“ Es könne dort „keine seriöse, tiefgehende Befassung mit solch einem Thema geben, (…)eine Ausstellung zum Thema Holocaust gehört nicht auf eine Verkehrsstation, wo es laut, hektisch und eng ist(…)Allzu ernste Themen werden auf dem Bahnhof nicht die Resonanz finden, die sie verdienen.“ hatte der Vorstandsvorsitzende der Bahn damals gesagt und vor einer Konfrontation mit der Geschichte des Holocaust nach dem Motto „shock and go“ gewarnt. Die französische Staatsbahn SNCF hatte 18 Bahnhöfe für die 150 Fotos der Dokumentation „Mit der Reichsbahn in den Tod“ zur Verfügung gestellt. Eine Übernahme der von den Publizisten Serge und Beate Klarsfeld für die französische Bahn SNCF konzipierten Ausstellung „11.000 jüdische Kinder. Mit der Reichsbahn in den Tod“ lehnte Mehdorn entschieden ab und behielt seinem Unternehmen das Recht vor, „selbst zu entscheiden, wie wir mit unserer Vergangenheit verantwortlich umgehen“. „Da muss uns niemand belehren.“ so Mehdorn weiter. Die deutschfranzösische Journalistin Beate Klarsfeld, seit den sechziger Jahren als „Nazi-Jägerin“ und als diejenige bekannt, die den damaligen Bundeskanzler Kiesinger ohrfeigte, hatte vor geraumer Zeit bei der Bahn um Platz gebeten: Als Kuratorin will sie erreichen, dass die französische Ausstellung, die das Schicksal von 11.000 jüdischen Kindern dokumentiert, die zwischen 1942 und 1944 mit den Zügen der Deutschen Reichsbahn von Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden, auch in Deutschland gezeigt wird – und zwar an den Orten des Geschehens, den Bahnhöfen der ehemaligen Reichsbahn. „Unser Anliegen ist es, uns an ein breites Publikum zu wenden, dass die Ausstellung nicht unbedingt sehen möchte, aber in den Bahnhöfen auf sie stößt und mit ihr fertig werden muss.“ so Klarsfeld in der letzten Konkret.
    Für seine Haltung ist Mehdorn heftig gescholten worden. Mehrere Bundestagsabgeordnete warfen ihm vor, er scheue die Auseinandersetzung mit der Verstrickung der Reichsbahn in den Völkermord. Der FDP-Verkehrsfachmann Horst Friedrich wurde mit der Bemerkung zitiert, Mehdorn tanze dem Bund „auf der Nase herum.“ Nun ist Mehdorn, dem öffentlicher Druck ja durchaus nicht unbekannt ist, die Sache politisch offenbar doch zu heikel geworden.
    Er gestand – gewiss auch mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten des geplanten Börsengangs seines Unternehmens – zu, die umstrittene Ausstellung auch auf Bahnhöfen zu zeigen, allerdings, wie von der Bahn zu hören ist, nicht auf den Bahnsteigen selbst, sondern in ruhigeren Bereichen der Verkehrsstationen und in nahe gelegenen Ausstellungsorten. Dafür konnte Mehdorn durchsetzen, dass „Grundlage der Ausstellung“ die „bereits bestehende Dauerausstellung im DB Museum in Nürnberg“ sein wird, die die Zeit zwischen 1933 und 1945 keineswegs ausspare. Ziel sei es, heißt es in der Pressemitteilung von Tiefensee und Mehdorn, „die Rolle der Reichsbahn im Holocaust aufzuzeigen. Im Mittelpunkt steht dabei das unermessliche Leid der deportierten jüdischen Kinder“. Die Reichsbahn erhielt für jeden deportierten Juden 4 Pfennig pro Kilometer und bei einem Transport, der über 400 Personen beförderte, wurde ein Gruppentarif gewährt. Kinder unter Zehn Jahren zahlten die Hälfte. Diese Transportkosten wurden unabhängig davon erhoben, ob Reisezugwagen oder Güterwaggons verwendet wurden. Hundert, machmal sogar 200 Menschen wurden in die einzelnen Waggons gezwängt. Von überall in Europa wurden bis in die letzten Kriegstage Deportationszüge gefahren, die oftmals tagelang unterwegs waren, angesichts der unvorstellbaren Bedingungen starben viele Insassen bereits während der Deportation.
    Details der künftigen Wanderausstellung, die nicht exklusiv an Standorten der Bahn AG gezeigt, sondern auch interessierten Institutionen zur Übernahme angeboten werden soll, erarbeiten nun Fachleute. Sie sollen dabei in die bestehende Schau vor allem neuere Erkenntnisse der biographischen Forschung der letzten Jahre einarbeiten. Auch Frau Klarsfeld soll gebeten werden, „ihr Material zur Verfügung zu stellen, um Elemente der Ausstellung ,11.000 Kinder‘ in die neue Ausstellung zu integrieren“, heißt es. Der Hamburger Historiker Jan Philipp Reemtsma hingegen, mit dem Tiefensee Vorgespräche über eine Ausstellung auf den Bahnhöfen geführt hatte, wird nach Auskunft des Verkehrsministeriums wohl nicht an der jetzt vereinbarten Präsentation mitarbeiten. Eröffnet werden soll die Wanderausstellung am 27. Januar 2008, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, in Berlin.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/02/mit-der-reichsbahn-in-den-tod/feed/
    Der Freund und Helfer http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/01/der-freund-und-helfer/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/01/der-freund-und-helfer/#comments Fri, 01 Dec 2006 19:11:30 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/01/der-freund-und-helfer/ Was ist eigentlich mit unseren Freunden und Helfern los? Mir stellte sich eben mal wieder diese Frage, als mein Gespiele seine Limousine auf einen abgelegenen und finsteren Parkplatz steuerte, seine Hose öffnete und wir im Begriff waren, auf die Lustebene zu wechseln, und dann auf einmal ein blau-weisses Polizeivehikel neben uns materialisierte. Ihm enstieg ein Mann in Uniform und ich rechnete fast schon mit den legendären Worten „Es muss stets hell für Gottes Auge sein“ , aber es bleib dann doch bei Personenkontrolle sowie der extrem obsoleten Frage, was wir denn da machen würden und ob wir Hilfe bräuchten! Ich war fast soweit, einen Bekannten mit seinem Demostandartspruch: „Verpisst euch, ihr Scheissbullen!“ zu zitieren, da verschwand der Gute wieder und wir dachten uns: Jetzt erst Recht!

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/12/01/der-freund-und-helfer/feed/
    Flippers Forever http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/30/flippers-forever/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/30/flippers-forever/#comments Thu, 30 Nov 2006 14:15:12 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/30/flippers-forever/ Dachte ich doch bis vor kurzen, „Wir tanzen Polka denn wir lieben Germany“ von Heino (welcher dieser Tage übrigens den schönen Begriff „altersschwul“ in einem Interview verwendete) wäre das Absurdeste,was der deutsche Schlager zu bieten hätte, wurde ich nun bei einem Abstecher zu Saturn eines Absurderen belehrt. Das neue Werk der sowieso legendären Flippers trägt allen Ernstes den Titel „Du bist der Oscar meines Herzens“!?! Ich muss mal Heino kontaktieren, ob es sich auch hierbei um einen Fall von „altersschwul“ handelt. Sollte dem so sein, würde meine Verehrung von Manfred, Olaf und Bernd ungeahnte Höhen erreichen, obwohl besonders Manfred durch sein filigranes E-Schlagzeugspiel eh schon eine Ikone ist. Ein weiters Indiz in dieser Richtung wäre, dass ein anderer Song auf besagter Veröffentlichung „Du malst den Regenbogen“ tituliert wurde, während sie bereits 1993 zum „Tanz unterm Regenbogen“ aufriefen.

    Auch wäre es wünschenswert, bei der nächsten Demo mal statt der üblichen Gassenhauer die Flippersrevolutionshymne „Die rote Sonne von Barbados“ aus dem Lauti erschallen zu lassen, die Antiimpfraktion wird sich bedanken.

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/30/flippers-forever/feed/
    Wenn das Borat wüsste.. http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/wenn-das-borat-wuesste/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/wenn-das-borat-wuesste/#comments Wed, 29 Nov 2006 22:36:57 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/wenn-das-borat-wuesste/ Israelisches Expertenteam behandelt HIV-infizierte Kinder in Kasachstan
    _________________________________________________

    Eine israelische Delegation kam zur Behandlung von 80 mit HIV infizierten
    Kleinkindern nach Kasachstan.

    80 Babys und Kinder im Alter bis fünf Jahre haben anscheinend aufgrund eines
    Fehlers kontaminierte Blutkonserven erhalten und sich infolgedessen mit HIV
    infiziert. Die Behörden waren hilflos, denn das Land hat keinerlei Erfahrung im
    Umgang mit HIV bei Kindern.

    Israel war weltweit das erste Land, das dem muslimischen Land Hilfe anbot. Als
    der neue israelische Botschafter, Ran Ishai, in Kasachstan ankam, bat der
    Gesundheitsminister sofort um ein Treffen: „Ich kenne Sie und weiß Ihre
    Erfahrung zu schätzen“, sagte er, „dies ist eine sehr schwere Stunde für uns
    und jede Hilfe wird begrüßt. Kinder stehen bei uns über allem“.

    Botschafter Ishai konnte innerhalb von 24 Stunden mitteilen, dass ein
    Expertenteam auf dem Weg sei. Zu der israelischen Delegation gehörten der
    Leiter der Aids-Abteilung im Sheba-Krankenhaus, Dr. Itzik Lewi, sowie eine
    leitende Krankenschwester des Gesundheitsministeriums.

    In drei Tagen hat das Team 50 Kinder und Babys untersucht. Die Behandlung hat
    großes Interesse in der Presse geweckt. Die Israelis wurden als internationale
    renommierte Experten beschrieben. In einem Dankesschreiben an Außenministerin
    Livni schrieb der kasachische Außenminister: „Abgesehen von der Menschlichkeit
    und der Moral, die Israel gezeigt hat, ist die Tat ein weiterer Schritt in der
    Freundschaft und der guten Beziehungen zwischen den Staaten und Völkern.
    Niemals werden wird die Freigebigkeit und Freundschaft vergessen, die Sie
    gezeigt haben.“ (Yedioth Ahronoth, 23.11.06)

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    Israels Sicherheitszaun rettet Leben http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/fuehrer-des-islamischen-jihad-israels-sicherheitszaun-ist-bedeutendes/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/fuehrer-des-islamischen-jihad-israels-sicherheitszaun-ist-bedeutendes/#comments Wed, 29 Nov 2006 17:37:14 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/fuehrer-des-islamischen-jihad-israels-sicherheitszaun-ist-bedeutendes/ Führer des Islamischen Jihad: Israels Sicherheitszaun ist bedeutendes
    Hindernis
    _________________________________________________

    Der Führer des Palästinensischen Islamischen Jihads (PIJ), Ramadan Shalah, gibt öffentlich zu, dass Israels Sicherheitszaun
    ein bedeutendes Hindernis für die Terrororganisation darstellt, „wenn es ihn
    nicht gäbe, sähe die Situation ganz anders“.

    • Am 11. November 2006 gab PIJ Führer Abdallah Ramadan Shalah dem Hisbollah
    Fernsehsender Al Manar TV ein langes Interview. Während des Interviews bekannte
    er das erste Mal, dass Israels Sicherheitszaun ein wichtiges Hindernis für die
    Terrororganisationen („Widerstand“) sei.
    • Er merkte an, dass die Selbstmordanschläge (istishhad) die „strategische
    Wahl“ des palästinensischen Volkes sei, und zum Ziel hätten, in der Schlacht
    gegen einen überlegenen Feind „ein Gleichgewicht zwischen Gewalt und
    Abschreckung zu erzeugen“. Ramadan Shalah gab an, dass die Terrororganisationen
    gewillt seien, Selbstmordanschläge weiterhin auszuführen. Jedoch sei deren
    Zeitplanung und Möglichkeit der Ausführung von der Westbank aus von anderen
    Faktoren abhängig. „Zum Beispiel gibt es den Trennungszaun, der ein Hindernis
    für den Widerstand ist, und wenn es ihn nicht gäbe, sähe die Situation ganz
    anders aus“.
    • In den letzten paar Jahren ist ein ständiger Rückgang der Anzahl
    Selbstmordanschläge belegt. Dies lässt sich auf verschiedene Faktoren
    zurückführen, einschließlich der (teilweisen) Errichtung des Sicherheitszaunes.
    Der Sicherheitszaun hält Terrororganisationen ab, Selbstmordattentäter nach
    Israel einzuschleusen, obwohl diese weiterhin nach den Schwachpunkten im Zaun
    suchen.
    • Mit der Unterstützung von Syrien und dem Iran ist die PIJ in den vergangenen
    Jahren zu der palästinensischen Terrororganisation geworden, welche die meisten
    Selbstmordanschläge ausgeführt hat. Im Jahre 2005 (während der so genannten
    „Kampfpause“/ Hudna) hat die Organisation fünf tödliche Selbstmordanschläge in
    Israel ausgeführt, zwei weitere in 2006. Die teilweise Fertigstellung des Zauns
    und die erfolgreichen Anti-Terror-Maßnahmen der IDF in Samaria (ein Mittelpunkt
    der Infrastruktur der Terrororganisation) haben tatsächlich die Ausführung
    dieser Selbstmordanschläge verhindern können (obgleich sie nicht gänzlich
    unterbunden werden konnten). Solche Angriffe, wie sie von Ramadan Shalah
    genannt wurden, sind der bevorzugte modus operandi der PIJ und der Funktionäre
    der Organisation, die erst kürzlich ihre Absicht geäußert haben, diese
    weiterhin als Waffe gegen Israel einzusetzen.

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    On the other side http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/on-the-other-side/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/on-the-other-side/#comments Wed, 29 Nov 2006 14:36:51 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/on-the-other-side/ Mich beschlich heute in der Mensa ein seltsames Gefühl, als sich aus der hinter mir anstehenden Gruppe von mutmaßlichen Social Science Studierenden ein Gothic mit den Worten: „Ich warte auf der anderen Seite auf Euch“ löste. Zudem leide ich seitdem an einem schrecklichen Ohrwurm des alten Gruftschlagers „On the ohther side“ der Kombo Silke Bischoff..

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    http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/on-the-other-side/feed/
    Sex `n Drugs `n Sitcom http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/sex-n-drugs-n-sitcom/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/sex-n-drugs-n-sitcom/#comments Wed, 29 Nov 2006 14:18:22 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/29/sex-n-drugs-n-sitcom/ Obwohl der ein oder die andere bereits darüber berichtet hat, erscheint mir folgende Eskapade doch erwähnenswert:

    Willy Tanner aka Max Wright hat sich beim Crack-Rauchen und Obdachlose oral befriedigen filmem lassen und war dann anscheinend so berauscht oder erschöpft, dass ihm das Filmchen abhanden gekommen ist..Seitdem ich das erfahren habe werde ich von strangen Visionen verfogt, der gute Max könnte sich in den Drehpausen am Set in den Wohnwagen des Trevor Ochmonek Darstellers geschlichen und jenen zum Qualmen und Wackeln gebracht haben-wirklich keine erotische Vorstellung! Nun fragt man sich: Gab es vielleicht schon in der Vergangenheit Hinweise darauf, dass sich hinter Max biederer Fassade solches Glamrockstarpotential verbarg?
    Fest steht auf jeden Fall, dass es in einer ALF Folge den legendären Dialog gibt:
    Willy „Ich muss euch was erzählen..“
    ALF „Was, das du heimlich Kates Schlüpfer anziehst?“
    Willy: „Woher weisst du.., äh, Nein, das ist es nicht, was ich erzählen wollte.“

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    Adorno und der Assitoaster http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/28/7/ http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/28/7/#comments Tue, 28 Nov 2006 22:08:16 +0000 cliffcosmos Allgemein http://cliffcosmos.blogsport.de/2006/11/28/7/ „Der Fetischcharackter der Ware ergreift in der Bräune der Haut, die ja übrigens ganz hübsch sein kann, die Menschen selber; sie werden sich zu Fetischen.“ – Theodor Wiesengrund Adorno

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