Magdeburg


Magdeburg ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und mit rund 230 000 Einwohnern nach Halle die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Stadt an der Elbe ist bekannt für ihr bedeutendes historisches Erbe als Kaiserpfalz Ottos I., des wahrscheinlich ersten Kaisers des Heiligen Römischen Reiches ab 962. Weitere Bekanntheit erlangte Magdeburg als Neonazi-Hochburg. Trauriger Höhepunkt derer Aktivitäten waren die Ermordung zweier Punks in den 90ern.
Der 23-jährige Torsten Lamprecht hatte infolge eines Überfalls von Neo-Nazis auf eine Geburtstagsfeier am 9. Mai 1992 mit einem offenen Schädelbasisbruch lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten und erlag drei Tage später seinen schweren Verletzungen.
Frank Böttcher wurde am 8.02.1997 in Magdeburg- Olvenstedt ermordet. Böttcher wurde an der Endhaltestelle am Krankenhaus von mehreren Neo-Nazis angegriffen und dann von einem aus der Gruppe mit acht Messerstichen umgebracht.
Heutzutage gelten vor allem die Bereiche Magdeburg- Nord und Neustadt als Neo-Nazi Reviere. Dies wird deutlich durch den in der Johannes- R.- Becherstraße etablierten rechten Jugendclub „Standarte 26″. Dieser ist in der bundesdeutschen Neo-Naziszene bekannt, da dort regelmäßig Konzerte und Informationsveranstaltungen stattfinden. Außerdem werden dort rechte Accessoires, wie Anstecker, Mützen oder Aufnäher verkauft. Nach Einschätzung lokaler Fachleute stellt dieser Club eine strukturelle und kulturelle Grundlage für die Existenz und Weiterentwicklung der Magdeburger Neo-Naziszene dar. Eine weitere bekannte Kneipe des rechten Umfeldes ist zudem das „Play House“ in der Lübeckerstraße, wo sich Nazis regelmäßig treffen. Organisiert sind(/waren?) sie in der Kameradschaft „Festungsstadt“ bzw. „Nationale Sozialisten“.
Angesichts dieser Zustände sollte man meinen, dass es für Magdeburger Antifaschisten genug zu tun gäbe. Doch weit gefehlt, denn die notorisch antiimperialistische „Autonome Antifa Magdeburg“ (AAMG) hat den wahren Feind woanders ausgemacht. Anlässlich eines im Rahmen der von dem „Antifa Infoportal Magdeburg“ (AIP) organisierten „Veranstaltungsreihe gegen Antisemitismus“Vortrags zum Thema „Entweder Kritik der politischen Ökonomie oder reaktionärer Antikapitalismus“ am 13.6. kam es zum wiederholten Mal zu gewalttätigen Übergriffen von Personen aus dem Umfeld der AAMG und der „Gruppe Internationale Solidarität“ (GIS) auf vermeintlich „Antideutsche“. Die mit Mundschutz und Handschuhen ausgerüsteten Antiimps griffen anscheinend -nachdem ihnen aufgrund früherer Übergriffe der Zugang zu der Veranstaltung verwehrt wurde- die Veranstalter an und verletzten mehrere von diesen. Den genauen Tathergang könnt ihr hier nachlesen. Traurigerweise handelt es sich bei diesem Vorfall nicht um einen Einzelfall, vielmehr scheinen Gewalttätigkeiten gegen „Antideutsche“ in Magdeburg Normalität zu sein. So wurden beispielsweise im Januar Teilnehmer einer Kundgebung anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee auf dem Heimweg von Leuten aus der Magdeburger Antiimpszene attackiert, genaueres dazu hier.
Damit (immer) noch nicht genug werden weitere Übergriffe angedroht, etwa in der berüchtigten Kommentarspalte von indymedia:

Fight Antideutsche!
keks 14.06.2007 – 08:47
Solidarität mit Israel bedeutet auch Solidarität mit Rassisten und Faschisten!

1.)Das AIP wurde nicht von Magdeburgern der AAMD oder GIS angegriffen, sondern das AIP versuchte das Hausverbot mit Gewalt durchzusetzen! Und dabei hats ne klatsche gegeben!
2.)Das AIP hat bereits im Vorfeld im ADF Forum und anderen Foren die Angst geschnürt und ihr Opfergelaber runtergezogen!
3.)Das AIP hat zum Schutz extra Spinner Zionisten aus Berlin und Leipzig geholt!
4.)Obwohl das AIP immer wieder nicht als Antideutsch gewertet werden will und auf Antinational macht laufen AIP Mitglieder ständig mit Israelfahnen auf Demos in anderen Städten umher, sie holen Antideutsche zum Schutz nach Magdeburg, machen Veranstaltungen ,welche Solidarität mit Israel fordern usw.

Konsequenzen:
Das AIP macht während ihrer Veranstaltungsreihe noch eine Videovorstellung und eine Infoveranstaltung!
Diese gilt es zu verhindern!
Deshalb sollten alle internationalen/ Antinationalen emanzipatorischen Linken nach Magdeburg kommen um hier zu zeigen was für ein Spinnerverein das AIP ist!

In Magdeburg und anderswo gibt es keinen Platz für Antideutsche Rassisten!
Distanziert und boykotiert das AIP sowie alle anderen Antideutschen!

Smash:
22.06.07 // Magdeburg Umsonstladen „LirumLarum“ // Umsonstkino

27.06.07 // Magdeburg EineWeltHaus // Vortrag und Diskussion // Zur Kritik des Antisemitismus und des Antiamerikanismus. Solidarität mit Israel.

…Traurig, traurig!


3 Antworten auf „Magdeburg“


  1. 1 corebert 18. Juni 2007 um 10:04 Uhr

    wenn man gemein sein will, könnte man jetzt sagen, dass 40 jahre antifaschistischer antizionismus eben nicht spurlos an den menschen vorbeigehen… die ablehnung israels wurde ja auch schon von walter und erich betrieben, die ja eh der meinung waren, dass der gemeine deutsche an sich antifaschist ist, von daher passt also alles bestens zusammen :/

  1. 1 Magdeburg II | cliff cosmos Pingback am 28. Juni 2007 um 23:38 Uhr
  2. 2 Linksradikaler Sektenkrieg von “der chefblog” aufs Korn genommen « Raumzeit Pingback am 30. Juni 2007 um 19:59 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.