Björk bringt ja grad ihr neues Album „Volta“ raus, aber eine Sorge kann ich euch jetzt schon nehmen. In einem Interview mit der „Süddeutschen“ konnte die isländische Diva alle Befürchtungen, sie könnte sich in eine weibliche Bono verwandeln, zerstreuen. Lest selbst:
SZ: Droht die Gefahr, wie Bono – diese predigende Pest – zu werden, wenn man zu viel über diese Dinge nachdenkt?
Björk: Ich schreibe die meisten Songs eher für mich selbst als für andere. Ich erkläre anderen nicht, wie sie sich zu verhalten haben. Mein Stimmzettel ist immer leer geblieben, und in die Politik mische ich mich nicht gern ein.
(das ganze Interview könnt ihr hier durchlesen.)
Noch mal Glück gehabt, vor allem, da ja zur Zeit ansonsten auch respektable Bands den Bono in sich entdecken und wie just Tocotronic und Blumfeld auf lächerlichen Samplern wie „Move against G8″ zusammen mit lächerlichen Acts (oder „linken KulturaktivistInnen“ wie attac auf seiner Homepage verkündet) wie Madsen, den Toten Hosen, Gentlemen und Mr Deutschland Jan Delay (warum sind MIA eigentlich nicht mit drauf?) zu einem völlig lächerlichen Anlass veröffentlichen. Wie seid ihr denn drauf? Als wäre es nicht schon blöd genug, auf den Anti-G8 Zug aufzuspringen, ist ein Auftritt auf einem Sampler zusammen mit Jan Delay echt das Allerletzte. Warum? Zu Delay muss ich wohl eigentlich nix mehr sagen, aber auch wenn schon andere darauf hingewiesen haben verweise ich hier dann der Komik halber auf Jans Interview mit der taz (wo auch sonst?). So geil!
Ansonsten besorgt euch das neue Björk Album, darauf ist auch ein sehr schönes Duett mit Antony von Antony& and the Johnsons.

es sind sogar 2, in worten „zwei“, duette mit anthony drauf. ganze zwei duette! das ist doppelt so gut wie nur eines wäre. fantastisch. ich mag das album auch. zur zeit jedenfalls.
schade nur, dass björk trotzdem viel müll ablässt, besonders so esoterischen mist, von feen und wesen in der natur. das schmälert nicht ihre musik, aber sie gegen bono zu positionieren, ist so doch auch irgendwie lächerlich.
Lächerlich sind Bono und Konsorten, die sich auf das konzentrieren sollten, wovon sie etwas verstehen – die Musik, und zu politischen Themen das Maul halten sollten, vor allem das ganze „die böse Globalisierung…“ Gefasel können die sich sparen.