„Mütze, Band und Bier“

Zur Zeit regen sich viele Leute völlig zu Recht über den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger und dessen Rede bei der Beerdigung von Hans Filbinger („Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes. Allerdings konnte er sich den Zwängen des Regimes ebenso wenig entziehen wie Millionen andere.“) auf, aber mal im Ernst: Was kann man von einer Person erwarten, die im Juni 2000 bei der internen Feier einer Tübinger Studentenverbindung damals noch als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg die erste Strophe des „Deutschlandliedes“ mit sang und damit nicht genug selbst auf eine erfolgreiche Karriere in einer schlagenden Studentenverbindung, der „Landsmannschaft Ulmia Tübingen“( Eigenwerbung „Mütze, Band und Bier – wichtige Bestandteile unseres Zusammenlebens“) zurück blickt? Anfang 2007 sagte Oettinger dann noch bei einer Veranstaltung dieser „Ulmia“: „Wir sind in der unglaublich schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist, es kommt kein Krieg mehr.“ Es kommt also nicht von ungefähr. Ansonsten hat Oettinger mittlerweile den üblichen Beschwichtigungsbrief geschrieben, den ihr
hier< lesen könnt; Ich zitier nur mal kurz meine Lieblingsstelle „Vorbilder für mich als christlichen Demokraten sind die Männer und Frauen des Widerstandes, wie zum Beispiel die Gebrüder Graf von Stauffenberg.“ Na dann…


1 Antwort auf „„Mütze, Band und Bier““


  1. 1 Zum Tod von Filbinger: Oettinger Rede « Raumzeit Pingback am 15. April 2007 um 10:01 Uhr
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