Omaboy

In meiner Jugend gab es von den „Ärzten“ ein Lied namens „Omaboy“, ich zitiere:
„Ich hab mich dem Bund verweigert, Zivildienst war angesagt
ins Altenheim fuer anderthalb Jahr ohoho
alles lief voll nach Planung, nie haett ich mich beklagt
endlich wurden all meine Traeume wahr oh ho hoo
denn seh ich schneeweisses Haar, ja dann lauf ich Gefahr
mich vor Liebe und Sehnsucht fast zu vergessen
denn in dieser unseren Welt, wo Schoenheit und Jugend nur zaehlt
bin ich auf die Liebe greiser Frauen versessen…
je aelter, je besser!

wenn ich ihre Krampfadern zaehle an formlos geschwollenen Beinen
Oberweite am Bauch, das nenn ich gut gebaut ohoho
Stargetruebte Augen, schlechter Atem von den Gallensteinen
starkes Make-up ueber haengender Haut ohoho

Models in Strapsen sind schick, doch ich krieg meinen Kick
von welkenden Schenkeln die sich in Stuetzstrumpfhosen pressen
denn seh ich schneeweisses Haar…

sie sind so unendlich viel mehr erfahren in Liebesdingen
wisst ihr welche Gefuehle sich in ihnen regen?
ich werde in neue Regionen der Liebe eindringen
denn heut werd ich eine flachlegen

denn seh ich schneeweisses Haar…“
wenn irgendjemand auf dieser Welt den Titel des „Omaboys“ zurecht trägt, dann Norbert Raeder (38),

Wirt des „Kastanienwäldchens“ und Berliner Landesverbandsvorsitzender der „Grauen Panther“, die letztes Jahr mit diesem Plakat

auf Stimmenfang gingen. Und das mit einigem Erfolg, Die Grauen Panther haben 3,8 Prozent bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus geholt und sie sind in acht Kommunalparlamente eingezogen. Das macht 20 Sitze, womit die „Grauen“ noch vor NPD, WASG und den Republikanern lagen.
Neben seiner Tätigkeit als Kneipenwirt und Omaboy deckt der Gute wahre Skandale auf; so beschwerte sich Raeder („Vokuhila ist für ihn kein Haarschnitt, sondern ein Statement für Gelassenheit.“– Zitat Tagesspiegel, der ebenfalls enthüllte, dass Raeder sich von Mutti die Haare schneiden lässt) am 12.1.07 im „Berliner Kurier“ darüber, dass fast alle Bezirks-Politiker „Fast nichts tun, aber trotzdem kräftig kassieren“. Skandal! Gut das unser Omaboy nach eigener Auskunft nach der Devise „Lieber naiv als korrupt“ lebt, sich bereits im Alter von 24 der selbsternannten „Generationspartei“ anschloss und auch sonst sein Bestes gibt: „Seitdem (der Wahl 2006- Anm. Cliff) parkt er nicht mehr falsch und geht auch nicht mehr bei Rot über die Ampel.“ wie das „Neue Deutschland“ zu berichten weiß. Im übrigen scheint mir Norbert das Motto der Panther, „Jung und alt gemeinsam“, sehr ernst zu nehmen..obwohl auch ich zumindest in jungen Jahren meine Sexualpartner nach dem Motto „Auf alten Schiffen lernt man das Segeln“ auswählte..


2 Antworten auf „Omaboy“


  1. 1 NORBERT RAEDER 20. März 2007 um 23:52 Uhr

    Damit hier wenigstens ein Kommentar erscheint!
    Au Backe! Da fehlen sogar mir die Worte, aber auf jedenfall danke für diesen dennoch niedlichen und netten Nickname.

    Schönen Gruß
    Norbert Raeder „Omaboy“

  2. 2 cliffcosmos 21. März 2007 um 15:28 Uhr

    Norbert, weiter so:*!

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