Kick it like Gaddafi


Wie ich eben erfuhr hat der Sohn des grünen Faschisten und
gegenwärtigen libyschen Präsidenten Muhammar Gaddafi, Saadi Gaddafi, einen Profivertrag beim Serie A Verein Sampdoria Genua unterschrieben. Während sein Vater nicht nur seit gefühlten Ewigkeiten (1969) mit seinem Antisemitismus, seiner Terroristenunterstützung und seinem dikatorischen Regierungstil von sich reden macht oder wie vor kurzem 5 bulgarische Krankenschwestern und einen palästinenischen Arzt zum Tode verurteilen liess, da diese seinem Wahn zufolge absichtlich hunderte von Kindern mit HIV infiziert hätten, ist die Fussballliebe seines Sohnens ebenfalls bekannt. Als Stürmer und Eigentümer des libyschen Erstligisten Al-Ittihad erzielte er zwischen 2001und 2003 25 Tore. Wie das geschah, verriet er dem italienischen Fernsehpublikum mithilfe einer mitgebrachten Videoaufzeichnung. Das Band zeigte den „Star“ im Ansturm auf das gegnerische Tor. In Angst, den Sohn des Staatschefs bei der Arbeit zu behindern, stoben die Gegner pflichtschuldig auseinander. 1996 sorgte Saadi für Aufsehen, als es beim Lokalderby von zwei libyschen Hauptstadtclubs, die er und sein Halbbruder Mohammed leiteten, zu Tumulten kam. Den Tod fanden der Schiedsrichter, der erdolcht wurde, und acht Zuschauer, die von Leibwächtern erschossen wurden.
Zugleich ist er Präsident des libyschen Fußball-Verbandes und führte die libysche Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2010 an. 2003 war er zudem in seinem Heimatland „Fußballer des Jahres“. Serie A Erfahrung sammelte der Sohn des „Revolutionsführers“ bereits beim AC Perugia, wo er allerings recht bald mit einer positiven Dopingprobe auffiehl und für 2 Jahre gesperrt wurde. Bei Gaddafi junior war das anabole Steroid Norandrostendion festgestellt worden. Experten schätzen Gaddafis fussballerisches Talent als eher gering ein, wichtiger scheint bei seinen Engagements seine finazielle Förderung der jeweilgen Vereine zu sein. Saadi sei als Spieler „wertlos“, sagt sein Ex-Trainer Francesco Scoglio: „Er ist eine totale Null.“ Der Italiener war als Libyens Nationaltrainer entlassen worden, weil er Gaddafi nicht in seine Auswahl aufnehmen wollte.