Honolulu statt Heiligendamm

Nicht dass ich ersthaft vorgehabt hätte, im Sommer nach Heiligendamm zu fahren um auf Fässern rumzutrommeln, Bush/Olmert=Hitler-Schilder zu präsentieren, Pace-, Baskenland- oder Palästinafahnen zu schwenken, an ökumenischen Gottesdiensten teilzunehmen,von verlausten Wagenplatztöhlen gebissen zu werden, mich an veganen Voküs zu laben um so den Kapitalismus abzuschaffen oder so (obwohl immerhin MeckPomm das Bundesland mit dem größten Männeranteil ist..Ficken!), aber spätestens nachdem ich in der Jungle World lesen mußte, dass der „deutsche Sting“ (JW) Herbert Grönemeyer (hier rechts im Bild) bei den dortigen G8-Protesten performen wird, ist der Zug endgültig abgefahren. Grönemeyers Auftritt verwundert indes nicht angesichts solcher Songtexte:

„AMERIKA

du kommst als retter in jeder not
zeigst der welt deinen sheriffstern
schickst sattelschlepper in die nacht
bringst dich in stellung, amerika

oh amerika
du hast viel für uns getan

oh amerika
tu uns das nicht an

viele care-pakete hast du uns geschickt
heute raketen, amerika
du hast bei dir so viel mehr platz als wir
was sollen sie hier, amerika

oh amerika
dann prügel, wenn du dich prügeln mußt
in deinem eigenen land

du willst in allem besser sein
größer, schneller, weiter, amerika
ich habe angst vor deiner phantasie
vor deinem ehrgeiz, amerika
oh amerika

lad rußland endlich zu dir ein
einigt, entrüstet euch, amerika
oder schießt euch gemeinsam auf den mond
schlagt euch dort oben, der ist unbewohnt

oh amerika … “

Hätte ich nicht heute schon der CSU-Fiffi Peter Gauweiler für seinen Spruch
„Wir müssen den Amerikanern deutlich machen, dass sie nicht andere kulturelle Bestrebungen auf diesem Erdball, und nicht alles ist automatisch Terrorismus, so ausrotten können, wie sie es mit den Apachen und den Sioux getan haben.“ (zitiert nach der WamS Nr.1/2007) den Titel des antiamerikanischen Arschlochs des Tages abgegriffen, würde er defenitiv an Herbert gehen. Dabei sieht man doch hier, wohin Antiamerikanismus führt:

Vielleicht spielen ja auch noch die Kameraden von Rammstein in Heiligendamm ihren ebenfalls „Amerika“ titulierten Smasher, womöglich im Duett mit Herbert? Womöglich findet sogar wegen des G8-Gipfels eine reunion der Onkelz statt und am Ende stehen diese zusammen mit Grönemeyer, Rammstein, Bono, Jürgen Elsässer, Noam Chomsky, Horst Mahler, Nina Hagen und natürlich Claudia Roth auf der Bühne und geben „We are the World“ vom angeblich zum Islam konvertierten Michael Jackson zum besten…

Auf jeden Fall empfehle ich allen dieses Buch zum Thema.


4 Antworten auf “Honolulu statt Heiligendamm”


  1. 1 subakut 08. Januar 2007 um 15:17 Uhr

    ich zitiere hier mal ein mir bekannten antifa:
    „heiligendamm… höchstens nur aus sportgeist!“ ;)

  2. 2 rocko 09. Januar 2007 um 17:30 Uhr

    Es sei daran erinnert, dass Herr subakut ein bekennender Hörbi-fan ist.:d/

  3. 3 subakut 09. Januar 2007 um 20:23 Uhr

    erlaubt ist was gefällt, sach ich ma ;)

  1. 1 Quote unquote #2 « Pingback am 11. Januar 2007 um 23:57 Uhr

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